Region Sturm beruhigt sich im Südwesten - Glätte, Schnee und Nebel auf Straßen

Schwere Orkanböen haben im Südwesten für erhebliche Behinderungen gesorgt. Insbesondere die Landkreise Konstanz, Ravensburg und der Bodenseekreis waren betroffen. Am Montagmorgen hat sich die Lage wieder beruhigt.

Nach dem schweren Sturm vom Wochenende ist im Südwesten am Montagmorgen wieder die sprichwörtliche Ruhe eingekehrt. „Die Straßen sind frei“, sagte ein Sprecher des Verkehrswarndienstes im Innenministerium in Stuttgart. Im Berufsverkehr seien Autofahrer aber zur Vorsicht vor Glätte durch überfrierende Nässe aufgerufen.

In den Höhenlagen der Schwäbischen Alb und des Schwarzwalds waren Straßen demnach weiter vom Schnee bedeckt. Auf einigen Strecken der Autobahn 8 herrschte am Morgen Nebel. Auf den Bahnstrecken im Land lief nach Informationen des Unternehmens der Zugverkehr ohne Beeinträchtigungen wegen des Wetters an.

Neuschnee auf der A 81 und im Höllental

Neuschnee hatte in der Nacht unter anderem auf der Autobahn 81 im Kreis Tuttlingen gelegen, wie der Verkehrswarndienst der Polizei auf seiner Webseite mitteilte. Für die Fahrt auf den Straßen im Südschwarzwald war demnach Winterausrüstung nötig.

Gegen Glätte auf den Fahrbahnen rückten Streufahrzeuge aus. Besonders betroffen in der Region sei die Bundesstraße 500 gewesen, die von Autofahrern weiträumig umfahren werden sollte.

Schneefall hatte in der Nacht auf Montag auch den Verkehr auf der B31 im Höllental zum Erliegen gebracht. Für LKW und Sattelzugmaschinen ging über zwei Stunden nichts mehr. Das führte im Höllental zu Behinderungen. Der Berufsverkehr musste sich auf der B31 durch den Neuschnee kämpfen. Die Straßenmeisterei war mit ihren Räumfahrzeugen im Einsatz, räumten den Schnee beiseite und streuten die Straße mit Salz ab. 

Schneefall auf der B31 im Höllental
Schneefall auf der B31 im Höllental | Bild: kamera24

In den kommenden Tagen soll sich der Nebel am frühen Morgen schnell auflösen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Das Wetter in der neuen Woche zeigt sich demnach stark bewölkt, aber weitgehend trocken bleiben. Die Temperaturen liegen zwischen 2 Grad im höheren Bergland und 9 Grad im Breisgau.

Überflutungen, umgefallene Bäume, gesperrte Straßen 

Der erste starke Sturm im November hatte am Wochenende den Südwesten getroffen. Orkanböen knicken vielerorts Bäume um. Innerhalb kurzer Zeit gingen Notrufe bei der Polizei ein.

Ein Polizeifahrzeug in Freiburg vor einer überfluteten Straße.
Ein Polizeifahrzeug in Freiburg vor einer überfluteten Straße. | Bild: Patrick Seeger (dpa)

Die Polizei berichtete vielerorts von Überflutungen, umgefallenen Bäumen oder Baugerüsten und zeitweise gesperrten Straßen. Auf dem Bodensee wurde der Katamaran-Verkehr zwischen Konstanz und Friedrichshafen eingestellt. Auf die Oberleitungen der Höllentalbahn im Südschwarzwald stürzten zwei Bäume, die Strecke bei Kirchzarten blieb drei Stunden gesperrt.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Freiburg gingen innerhalb kürzester Zeit etliche Notrufe ein, die mit dem Unwetter zusammenhingen. Beim Polizeipräsidium Tuttlingen waren es allein 30 Notrufe. So gab es einige Unfälle aufgrund des Sturms mit Regen und orkanartigen Böen. In Trossingen fiel ein Baum auf ein Haus und beschädigte außerdem ein Auto.

Auch im Schwarzwald-Baar-Kreis und dem Zollernalbkreis wurden umgestürzte Bäume, beschädigte Verkehrseinrichtungen und überschwemmte Straßen gemeldet. Starke Niederschläge haben ein geplantes Baugebiet in Schwörstadt im Landkreis Lörrach unter Wasser gesetzt. Innerhalb von 26 Stunden fielen dort 70 Liter Regen pro Quadratmeter und überfluteten das Gelände.

In Todtmoos trat ein Bach über die Ufer und überschwemmte die Wiesen.
In Todtmoos trat ein Bach über die Ufer und überschwemmte die Wiesen. | Bild: Jörg Oehler

Bereits am Samstagabend hatte eine Schlammlawine in der 2400-Einwohner-Gemeinde den Ablauf eines Entwässerungskanals verstopft. Um eine Überschwemmung zu vermeiden, entfernte ein Anwohner bis 3 Uhr morgens alle paar Minuten das angeschwemmte Material.

Erdrutsch in Wangen im Allgäu

Auch die Landkreise Konstanz, Ravensburg und der Bodenseekreis waren von größeren Regenmengen, Überflutungen und starken Sturmböen betroffen. Die Einsatzzentrale des Führungs-und Lagezentrums des Polizeipräsidiums Konstanz zählte 40 Einsätze.

Überwiegend gingen Anrufe wegen umherfliegender oder umgefallener Baustellenabsperrungen und Verkehrsschilder sowie wegen umgefallener Bäume ein. In Wangen im Allgäu gab es einen Erdrutsch auf die Bundesstraße 32. Die Strecke blieb stundenlang gesperrt.

Bei starkem Wind kippten auf der Rastanlage Denkendorf im Kreis Esslingen zwei Kleinlaster um. Eine Insassin wurde verletzt. Drei parkende Autos wurden zusammengeschoben.

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