Rastatt / Bern Rheintalbahn-Sperrung: Schweiz wartet nach Beschwerde auf Reaktion aus Berlin

Bis zu 200 Güterzüge pro Tag rollen normalerweise über die Strecke, aber seit Wochen ist die Rheintalbahn bei Rastatt gesperrt. Vergangene Woche richtete die Schweizer Regierung einen Beschwerdebrief an Verkehrsminister Dobrindt – bislang ohne Antwort.

Die Schweizer Regierung wartet nach ihrem Beschwerdebrief wegen der Unterbrechung der wichtigen Bahnlinie bei Rastatt auf eine Antwort aus Berlin. Bis Mittwochmorgen habe es keine Reaktion gegeben, wie das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation mitteilte.

Die Schweizer Bundespräsidentin und Verkehrsministerin Doris Leuthard hatte Ende vergangener Woche an Verkehrsminister Alexander Dobrindt geschrieben. Sie wies in dem nicht veröffentlichten Schreiben „auf die gravierenden Auswirkungen für den Güterverkehr und die Schweizer Wirtschaft“, wie das Departement mitteilte.

Leuthard habe darin zusätzliche Maßnahmen gefordert, „damit der Schienengüterverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz und nach Italien trotz der schwierigen Situation bewältigt werden kann“. Nötig seien genügend Umleitungstrassen in ausreichender Qualität.

Am 12. August war in einem Tunnel unter den Gleisen zwischen Karlsruhe und Basel Wasser und Erdreich eingedrungen. Die Schienen sackten ab, der Verkehr wurde unterbrochen. Die Strecke soll erst am 7. Oktober wieder befahrbar sein.

Die Rheintalbahn ist ein wichtiger Abschnitt des europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes. Über sie rollen normalerweise bis zu 200 Güterzüge pro Tag. Außerdem ist sie stark von Zügen des Fern- und Nahverkehrs frequentiert.

Das Tunnel-Debakel in Zahlen

 
 

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