Film Keira Knightley in Konstanz: Diese Orte waren Schauplätze berühmter Filmproduktionen

Großes Kino entsteht eben nicht immer nur in den eindrucksvollen Studios Amerikas. Sehen Sie selbst, welche bekannten Produktionen in unserer Region gedreht wurden und natürlich auch welche Stars und Sternchen sich hier schon so rumgetrieben haben. Mit Videoausschnitten der Filme - und den gesamten Top 15 exklusiv für SK Plus-Mitglieder!

Ein Film, der im Schwarzwald oder am Bodensee angesiedelt ist? Den meisten fällt vermutlich auf Anhieb die Fernsehserie „Schwarzwaldklinik“ ein oder der Bodensee-Tatort. Sie gehören zu den prominentesten Beispielen, in denen sich Schauplätze unserer Region filmerisch verewigt haben und natürlich einen hohen touristischen Wert haben. Die Gründe für Filmemacher, sich Drehorte entlang des Hochrheins, des Bodenseeufers oder im Schwarzwald zu suchen, sind jedoch vielfältig.

In Heimatfilmen wie „Die Fischerin vom Bodensee“ oder der Operetten-Verfilmung „Schwarzwaldmädel“, beide aus den Fünfzigerjahren, ging es nicht zuletzt darum, die Probleme der Nachkriegszeit in Heimatidylle aufzulösen. Dann aber folgen auch historische Stoffe, die im Film verarbeitet werden, wie das traurige Schicksal der Schwabenkinder oder die unrühmliche Geschichte eines Grenzortes zur Schweiz im Zweiten Weltkrieg („Eine Liebe in Deutschland“).

Manchmal stellen die Drehorte im Film ganz andere Schauplätze dar. So übernahm der Bodensee in „Dunkle Begierde“ die Rolle des Zürichsees. In dem Film mit Keira Knightley geht es um den Schweizer Psychiater und Freud-Zeitgenossen C.G. Jung. Die Zürcher Nervenklinik wurde vom Konstanzer Humboldt-Gymnasium „gespielt“.

Es gibt aber auch den umgekehrten Fall: Der neue Fernseh-Zweiteiler „Jan Hus“ zeichnet das Leben des böhmischen Reformators nach und spielt daher unter anderem in Konstanz. Gedreht wurde allerdings ausschließlich in Tschechien, selbst die Szenen, die im Konstanzer Münster spielen. Ein besonderer Fall stellt der James-Bond-Film „Ein Quantum Trost“ da. Szenen daraus wären gewiss nicht in Bregenz gedreht worden, hätte das dortige Siel auf dem See „Tosca“ mit dem riesigen Auge als Bühnenbild keine so spektakuläre Kulisse abgegeben.
 

1. Schwarzwaldmädel

Die Verfilmung von Leon Jessels Operette „Schwarzwaldmädel“ löste die Probleme im Nachkriegsdeutschland in Heimatidylle auf. Bunte Trachten, Bollenhüte und Schwarzwaldtannen inklusive. Die Operette war zuvor schon drei Mal verfilmt worden, aber erst die Version von 1950 – übrigens der erste Farbfilm – wurde zum Kassenschlager. Gedreht wurde der Film mit Sonja Ziemann in der Hauptrolle des Schwarzwaldmädels Bärbele Riederle unter anderem vor der Kulisse von St. Peter. (esd)  
 

2. Ein Quantum Trost

Es wäre vermessen zu behaupten, dass der Schauplatz Bregenz in dem James-Bond-Film „Ein Quantum Trost“ eine prominente Rolle spielt. Trotzdem: Das Festspielhaus und die „Tosca“-Inszenierung der Bregenzer Festspiele (2007/08) mit dem charakteristischen Riesenauge auf der Seebühne wurden zum Hintergrund für sieben Minuten und elf Sekunden Action.

James Bond entdeckt während der Tosca-Vorstellung erstmals seine Widersacher – und Puccinis Musik sorgt dabei für den dramatischen Soundtrack. (esd)
 

3. Die Schwarzwaldklinik

Erfolgsproduzent Wolfgang Rademann hat mit seinem Straßenfeger aus den 80ern womöglich mehr für den Tourismus im Schwarzwald getan als jeder andere. Jahrelang suchten Menschen im Glottertal nach der Klinik und ihrem populären Leiter Dr. Brinkmann (Klausjürgen Wussow). Vor zehn Jahren trommelte Rademann seine Stars zu einem unter anderem auf der Bodenseeinsel Mainau gedrehten "Special" zusammen; der Film "Die Schwarzwaldklinik - Die nächste Generation" hatte bis zu 15 Millionen Zuschauer. (tpg)
 

 

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