Freiburg Ex-Freundin und Kind in Teningen erstochen: Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft

Im Prozess um ein tödliches Beziehungsdrama in Teningen bei Freiburg hat der Staatsanwalt eine lebenslange Haftstrafe gefordert.

Der 53 Jahre alte Angeklagte habe sich des zweifachen Mordes schuldig gemacht, sagte Staatsanwalt Tomas Orschitt in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Freiburg am Dienstag. Das Gericht solle zudem die besondere Schwere der Schuld feststellen. Damit wäre eine vorzeitige Freilassung nach 15 Jahren Haft nahezu ausgeschlossen. Der Angeklagte hat zugegeben, im Juli vergangenen Jahres seine 39 Jahre alte frühere Lebensgefährtin und den gemeinsamen vier Jahre alten Sohn mit Messerstichen getötet zu haben.

Der Verteidiger des Angeklagten, Klaus Malek, sprach sich für eine Verurteilung wegen Totschlags aus. Ein konkretes Strafmaß forderte er in seinem Plädoyer nicht. Ein Urteil will das Gericht an diesem Freitag um 15 Uhr verkünden.

Der Prozess hatte Anfang April mit einem Geständnis des Angeklagten begonnen. Er lauerte der Anklage zufolge seiner Ex-Freundin und dem gemeinsamen Sohn vor einer Tiefgarage auf. Als die Frau aus der Garage fuhr, habe er ihren Wagen gerammt, zwei Scheiben eingeschlagen und mit einem langen Küchenmesser auf Frau und Kind eingestochen.

Ein Flatterband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung" hängt am 28. Juli in Teningen (Baden-Württemberg) über einer Strasse.
Ein Flatterband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung" hängt am 28. Juli in Teningen (Baden-Württemberg) über einer Strasse. | Bild: Patrick Seeger (dpa)

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