Stockach Entschädigung für Landwirte

Bei einer Veranstaltung vor Obstbauern in der Region Bodensee in Stockach-Wahlwies hat Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) Bauern, die von der außergewöhnlichen Frostperiode im Frühjahr betroffen wurden, Hoffnung auf schnelle Entschädigung gemacht

Der Konstanzer CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Jung hatte Hauk an den See geholt, damit die Lanwirte erführen, woran sie sind. Vor vier Dutzend Zuhörern auf dem Seeblickhof erläuterte Hauk bei Saft und frischem Zwetschgenkuchen das Verfahren. Das Kabinett hatte sich bereits im Frühjahr auf seine Initiative hin für Entschädigungen ausgesprochen. Wie hoch die Schäden ausfallen, lasse sich erst mit der Ernte im Herbst abschätzen, sagt der Minister. So lange sei in dem grünschwarzen Haushalt noch eine Leerstelle eingetragen. Im Dezember werde dann der Etat im Landtag verabschiedet. Hauk rechnet mit Auszahlungen im dreistelligen Millionenbereich.

Grundsätzlich können Haupterwerbslandwirte mit einer Schadensbegleichung in Höhe von 40 bis 50 Prozent rechnen, so der Minister. Die Höhe soll auf bis zu 50 000 Euro für jeden betroffenen Betrieb gedeckelt werden. In Ausnahmefällen, wenn sich also ein Betrieb wegen der Ernteausfälle in Existenznot befinde, könne die Deckelung auf 150 000 Euro angehoben werden; dies sei aber nur bei Offenlegung der Bücher und mit einer Sondergenehmigung des Ministeriums möglich. Die Höhe der tatsächlichen Schadenssumme werde rückwirkend im Vergleich der letzten fünf Jahre ermittelt. Die Auszahlung könne von Anfang 2018 an beginnen. Anträge können von Mitte September an gestellt werden.

Wohin sich Betroffene wenden können, welche Anträge es auszufüllen gilt, steht auf der Homepage des Landwirtschaftsministeriums unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de

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