Warum hat jeder Baum seine eigene Blattform ausgebildet? Es ist doch immer der gleiche Vorgang, der abläuft – die Fotosynthese. Genauer: die Umwandlung von Wasser und Kohlendioxid in Glucose und Sauerstoff unter Einfluss von Licht und mithilfe des Chlorophylls. Und das färbt dann die Blätter so schön grün.

Für die Vielfalt der Blattformen ist das Klima verantwortlich. Für Europa lässt sich eine Landkarte für die verschiedenen Blätter zeichnen: Im Osten, wo kein Küstenwind weht, werden sie am größten. Im Norden sind Blätter besonders breit. Hier sind sie auch stärker gezackt, im Süden herrschen dagegen die glatten, kleinen Formen vor, die mehr Wasser speichern. So schlägt der Klimawandel bereits auf die Blattformen durch. Wo es wärmer wird, werden Blätter schmaler und sparen Wasser.

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Überhaupt sind unsere heutigen Blattpflanzen durch einen Klimawandel entstanden: vor 340 bis 380 Millionen Jahren im Devon-Zeitalter. Damals sackte der Kohlendioxidgehalt in der Luft ab. Den Mangel glichen die Pflanzen durch neuartige Blätter aus.

Um den Blick für die durchaus vorhandene Vielfalt im deutschen Wald zu schärfen, sstellen wir Baumarten vor, die von naturkundigen Experten des Thünen-Instituts in Braunschweig ausgewählt worden sind. Vielleicht verhilft diese Sammlung dazu, beim Waldspaziergang etwas genauer hinzuschauen.

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