6.12 Uhr: Das warme Bett am Morgen zu verlassen, kann Überwindung kosten. Gerade noch im Land der Träume, reißt der Wecker einen ohne Gnade aus dem Schlaf. Es ist nur verständlich, deshalb jede mögliche Minute im kuschligen Bett verbringen zu wollen. Mit der Snooze-Taste am Wecker tut man sich allerdings keinen Gefallen. Laut Forschern des Sleep Disorders Centers in Arizona hat das hinausgezögerte Aufstehen zwei negative Effekte: Die wenigen Minuten Schlaf sind von schlechter Qualität und es wird ein neuer Schlafzyklus gestartet, der kurz nach dem Start gleich wieder unterbrochen wird. Dies führe dazu, dass man sich den ganzen Tag schlapp fühlt.

Morgenmuffel können sich das Aufstehen mithilfe von Ritualen erleichtern: Eine Tasse Kaffee zusammen mit dem ersten Blick in die Zeitung oder Yoga können helfen. Ein Beispiel ist der ehemalige amerikanische Präsident Barack Obama, der in einem Interview mit dem Magazin Newsweek über sein Morgenritual spricht: Er beginne jeden Tag mit Fitnesstraining, bevor er zwischen halb neun und neun ins Büro gehe.

 

 

7.38 Uhr: Täglich pendeln in Deutschland Millionen Menschen zur Arbeit und sind davon genervt. Um nicht schon im Auto, im Zug oder Bus gestresst zu werden, empfiehlt etwa TÜV Süd, die Zeit sinnvoll zu nutzen. Eine Beschäftigung könnten Hörbücher sein, die ideal zum Abschalten seien. Das belegt auch eine Studie des University College London: Das Hören von Hörbüchern reißt den Menschen emotional mit. Mehr noch als ein Film oder eine Serie.

8.10 Uhr: Der Morgen im Büro sollte mit einer freundlichen Begrüßung der Kollegen beginnen – auch wenn das manchmal schwerfällt. Das sorgt für gute Laune, die wiederum für mehr Produktivität sorgt. Das haben Psychologen der Universität in Toronto herausgefunden. Demnach belohne das Gehirn Lebensfreude mit gesteigerter Denkleistung und neuen Sichtweisen. Weitere Tipps für einen guten Start in den Arbeitstag sind Pünktlichkeit, ein ordentlicher Arbeitsplatz und sinnvolles Strukturieren der anstehenden Aufgaben. Wichtige Dinge sollten als Erstes erledigt werden.

 

 

12.03 Uhr: Zeit für die Mittagspause! Aber wie kann diese ri chtig zur Entspannung beitragen? Die Versicherungsgesellschaft Axa empfiehlt, dass das Gegenteil zum Arbeitsalltag angebracht wäre. Wer den ganzen Tag sitzt, solle aufstehen, wer mit den Augen am Bildschirm kleben muss, solle Abstand von elektrischen Geräten nehmen.

Auch die AOK betont die Wichtigkeit der Pause für Arbeitnehmer. Mit einem leichten Mittagessen und kleinen Fitnessübungen könne der Mittag optimal zur Erholung genutzt werden: Gerade auf einen Stuhl setzen, Hände umfassen und gerade nach vorne Strecken. Tief einatmen, dabei Arme nach oben heben und so weit wie möglich nach hinten strecken. In dieser Position für zwei bis drei tiefe Atemzüge verharren und beim ausatmen die Arme langsam wieder senken.

Wer diese Übung zwei Mal wiederholt, dehnt den vorderen Schulterbereich sowie die Muskeln und streckt dabei seine Wirbelsäule.

15.24 Uhr: Der Blick aus dem Fenster häuft sich mittlerweile. Gedankenverloren die Herbstlandschaft zu beobachten und dabei die Seele baumeln zu lassen, mag zunächst unproduktiv klingen, aber das Tagträumen bekommt unter Wissenschaftlern ein immer besseres Image.

Das Wissenschaftsmagazin Spektrum zitiert gleich mehrere Psychologen, die dem Tagträumen sogar nützliche Eigenschaften attestieren. Vor allem die Kreativität werde gefördert, wenn sich die Gedanken für ein paar Minuten auf Wanderschaft begeben. Für das eigene Leben könne es zudem praktisch sein, wenn die Zukunft im Gehirn simuliert oder vergangene Geschehnisse aufgearbeitet werden. Was gibt es heute Abend eigentlich zum Essen?

 

 

20.06 Uhr: Das Erholen am Abend kann nicht jeder und will gelernt sein. Psychologen raten dazu, Erholungsphasen im Voraus zu planen. So schaffe man sich bewusst Kontrolle über die eigene Zeit. Das allein trage schon zur Erholung bei. Beim Sport schütten die Nervenzellen außerdem Endorphine aus, die für ein Glücksgefühl sorgen.

Dabei müsse man sich nicht verausgaben: Laut Forschern reiche schon eine halbe Stunde gemütliches Joggen, um den Endorphinspiegel ansteigen zu lassen. Um die Konzentration weg von der Arbeit zu lotsen, seien allerdings Sportarten wie Tennis oder Tanzen besser: Hier kann sich der Kopf völlig von den Problemen und Aufgaben im Büro lösen. Auch das Treffen mit Freunden und Menschen, die man mag, kann zum Stressabbau führen. Um auch rechtzeitig aus dem Büro zu kommen, kann ein Feierabendritual helfen, wie etwa das Gießen der Topfpflanzen.

22.48 Uhr: Rituale helfen übrigens auch beim Einschlafen. Wer sich jeden Abend zur gleichen Zeit sein Lieblingsbuch nimmt und darin eine halbe Stunde liest, entspannt und signalisiert dem Körper, dass eine Ruhephase bevorsteht. Auch Arianna Huffington, die Co-Gründerin der Huffington Post, pflegt ein Schlafritual, das sie jeden Abend streng einhält: Sie verbannt alle elektronischen Geräte aus ihrem Schlafzimmer, nimmt ein Bad, trinkt danach eine Tasse Tee und schreibt in ihr Tagebuch, wofür sie an diesem Tag dankbar ist.

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