Wenig Aufwand und großes Vitalstoffpotenzial sind das Geheimnis eines schlichten, veganen Rezepts. „Rote Bete sind sehr gesund, haben viele Mineralien, sind reich an sekundären Pflanzenstoffen“, weiß Maria Hummel aus Singen. Wichtig sind ihr regionale, saisonale und faire Produkte – zum Beispiel die Hirse: Sie war vor 150 Jahren noch Hauptnahrungsmittel und ein so genanntes Frauengetreide. Es enthält viele Mineralien und Kieselsäure und ist somit bei Mineralstoffmangel für Haut, Haare, Nägel gut.

Maria Hummel ist in der Landwirtschaft groß geworden. Schon früh hat sie der Mutter in der Küche beim Kochen und Backen geholfen. Ihr Interesse hat sie zum Beruf gemacht. Die ausgebildete Hauswirtschaftsleiterin hat Nahrungszubereitung an Berufsschulen unterrichtet. „Ich habe mich immer schon mit gesunder Ernährung befasst und schnell gemerkt, dass man mit gesunder Ernährung viel in puncto Gesundheit bewegen kann“, erklärt die Unternehmerin aus Singen. Seit etwa 15 Jahren ernährt sie sich mit ihrer Familie vegan, weil sie erkannte, dass der Genuss zu vieler tierischer Produkte gesundheitliche Probleme mit sich bringt.

Seit 2010 bietet Maria Hummel in ihrem Restaurant „tachelan“ in Singen vegetarische und vegane Speisen an. Der Mittagstisch basiert nahezu auf veganer Vollwerternährung. „Gesunde Ernährung schmackhaft zu verpacken, das ist mein Ziel“, so Maria Hummel. Das Rote-Bete-Ragout an Hirsepüree zählt zu den Lieblingsgerichten ihrer Kunden.

Zutaten: 1 kg rote Bete, 2 Zwiebeln, 2 EL Kokosöl und Wasser, 150 g Cashewbruch, ½ TL Kurkuma, 1 TL Steinsalz, 150 ml Wasser, Salz, 1 Zwiebel, 2 EL Olivenöl, 250 g Hirse, 500 g Wasser, 250-350 g Soja- oder Getreidedrink, 1 gehäufter TL Gemüsebrühpulver, Salz.

Zubereitung: Rote Bete schälen, in ein Zentimeter breite Würfel schneiden. Zwiebel im heißen Kokosöl glasig dünsten. Die Rote-Bete-Würfel zugeben und mit andünsten. Zuletzt mit wenig Wasser 15-20 Minuten weich dünsten. In der Zwischenzeit Cashewnüsse, Kurkuma, Steinsalz und Wasser pürieren und größtenteils zum Gemüse geben. Nach Belieben salzen. Ein kleiner Teil des Pürees wird zum Garnieren aufbewahrt. Für das Hirsepüree die Zwiebel gewürfelt im heißen Olivenöl andünsten, Hirse im Sieb abwaschen, zur Zwiebel gegeben und mit andünsten. Wasser und Soja-oder Getreidedrink hinzufügen und zum Kochen bringen. 20 Minuten leicht köcheln und anschließend auf der ausgeschalteten Platte nochmals 10-20 Minuten quellen lassen. Mit Brühpulver und Salz abschmecken. (cab)