Liebe Leserinnen und Leser, für gewöhnlich lesen Sie hier Rezepte unserer Leser. Aber an Weihnachten gibt es auch dieses Jahr eine Ausnahme. Heute verrate ich das Rezept für einen festlichen Rinderbraten aus dem Römertopf.

Beate Schierle, 52, ist Redakteurin für das „Wochenende“ des SÜDKURIER und stammt aus Lörrach.
Beate Schierle, 52, ist Redakteurin für das „Wochenende“ des SÜDKURIER und stammt aus Lörrach. | Bild: Tesche, Sabine



Meine Mutter hat diesen Braten mit seinem einmaligen Aroma immer am ersten Weihnachtsfeiertag für unsere Familie gekocht. Und dazu lief das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Und so mache ich es bis heute. „Jauchzet, frohlocket!“ jubelt es durch die Küche, wenn der Duft des Bratens durch die Wohnung zieht. Und die Soße ist ein Gedicht.

Zutaten: (für 2 – 3 Personen)

500 bis 600 g Rinderbraten (am besten Bio);
Butterflöckchen;
2–3 TL gekörnte Brühe,
250 ml Wasser,
1 mittelgroße weiße Zwiebel,
1 mittelgroße Karotte,
Salz, weißer Pfeffer,
1/2 bis 3/4 Becher Sauerrahm oder Crème fraîche (auf Wunsch auch laktosefrei).

Zubereitung:

Den Römertopf mit Deckel zu Beginn eine halbe Stunde in kaltem Wasser wässern (am besten im Spülbecken). Derweil Zwiebel und Karotte in feine Würfelchen schneiden. Dann den Römertopf mit Butterflöckchen ausstreuen. Braten abwaschen und mit Küchenpapier abtupfen. Salzen und pfeffern.

Den Braten in den Römertopf geben, obenauf einige Butterflöckchen legen. Gewürfelte Zwiebel und Karotte zugeben, mit ca. 250 ml Wasser und gekörnter Brühe auffüllen. Ein wenig umrühren. Dann den Deckel aufsetzen, in den kalten Backofen stellen und 2,5 Stunden auf ca. 200 Grad schmoren.

Nach etwa der Hälfte der Zeit umdrehen. Wenn möglich, immer wieder mit dem Bratensaft übergießen, ist aber kein Muss. Mein Mann und ich gehen meist direkt nach dem Aufsetzen eine Stunde spazieren. Kurz vor Ende der Garzeit den Römertopf aus dem Backofen holen (dabei auf ein Geschirr- oder Handtuch stellen, damit der Topf keinen Temperaturschock bekommt).

Nun den Deckel abheben und die Soße mit einem kleinen Schöpflöffel in einen Topf herüberschöpfen. Auskippen ist nicht zu empfehlen. Der Römertopf ist zu heiß, alles läuft herunter und brennt ein. Dann den Braten zurück im Backofen noch etwas überkrusten.

Die Soße mit Sauerrahm oder Crème fraîche zubereiten, salzen und pfeffern. Falls gewünscht, mit etwas Maisstärke binden. Dazu passen schmale, al dente gekochte Nudeln. Und natürlich ein Feldsalat, der bei uns zu Hause in Lörrach „Nüsslesalat“ genannt wird. Weinempfehlung: Uns schmeckt dazu ein Auggener Chardonnay aus dem Barrique. Fröhliche Weihnachten!

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