Thomas Derschka ist in Stuttgart aufgewachsen und lebt seit zwei Jahren mit Frau und Tochter in Wahlwies. Im Kochclub Wahlwies, der sich alle vier Wochen trifft, zaubert er zusammen mit mehreren Hobbyköchen mehrgängige Menüs. Privat kocht der 50-jährige Niederlassungsleiter einer Firma für Funk- und Einsatztechnik meist ohne festes Rezept. Schwäbische Maultaschen kommen bei ihm häufig auf den Tisch, weil jeder sie mag. „Ich esse sie sehr gerne und mache nie nur die Menge für ein Essen“, sagt er, denn Maultaschen ließen sich problemlos einfrieren. „Das ist dann ein schnelles Essen. Ich gebe sie gefroren in heiße Brühe und brate sie danach in Butter an“, erzählt er. Auch die Variante mit Ei drüber in der Pfanne gemischt kommt gut an. Das Rezept, so sagt er, hat er von einem Freund aus der Jugendzeit, allerdings ein wenig abgewandelt, da das Original geheim ist. Der Freund produziert heute in der Metzgerei seiner Eltern (heute Metzgerei „Gustels Maultaschen“) die, so Derschka, „besten Maultaschen von Stuttgart“. Oft habe er mit 15 bei der Produktion zugeschaut und die frischen Maultaschen direkt aus dem Kessel gegessen.

Zutaten für ca. 30 Stück: 1200 g gemischtes Hackfleisch, 250 g Fleischbrät (roher Fleischkäse), 150 g gerauchte Schinkenwürfel, 450 g Spinat, 2 Eier, 1 helles Brötchen vom Vortag, 2 Zwiebeln, 100 g Lauch, 80 g Sellerie, Salz, Majoran, 500 g Nudelteig (aus dem Kühlregal), Fleischbrühe

Zubereitung: Zwiebeln, Lauch und Sellerie sehr fein würfeln und in etwas Öl dünsten. Brötchen in Milch einweichen und Spinat fein hacken. Hackfleisch, Brät, Spinat, Eier, das gut ausgedrückte Brötchen und das gedünstete Gemüse vermengen und mit Salz und Majoran abschmecken. Den Nudelteig 20 cm ausrollen und die Füllung etwa 2 cm dick verteilen. Dann den Teig aufrollen, 5 cm Überstand mit Eiweiß bestreichen und leicht andrücken. Die Rolle anschließend mit dem Messer in fünf Teile schneiden und diese in die leicht kochende Fleischbrühe geben. Die Maultaschen je nach Stärke rund 15 Minuten leicht köcheln, mit dem Seiher rausnehmen. Zum Abtropfen auf ein Backgitter legen. Zum Servieren kurz in Butter(-schmalz) anbraten. Zwiebeln in Butter schmelzen und mit wenig Brühe ablöschen. Evtl. die Soße mit etwas Bratensaft verfeinern. Dazu passt schwäbischer Kartoffelsalat mit Fleischbrühe, Sonnenblumenöl, Essig, Salz und Pfeffer. Die Kartoffeln nehmen viel vom Geschmack auf, daher für den Salat etwas mehr Salz und etwas mehr Essig nehmen. Beim Mischen muss der Salat „schmatzen“. (wig)