Sulfat Chammatow lässt die Katastrophe nicht los. „Das ist wie ein Stummfilm, der immer wieder abläuft. Diese Bilder kommen immer wieder,“ sagt der 57-Jährige auf Russisch, seiner Heimatsprache, im 3290 Kilometer entfernten Ufa, Baschkortistan. Über Skype sind wir an diesem Nachmittag verbunden, die Uhldingerin Nadja Wintermeyer, gebürtige Russin und Schulleiterin in Sipplingen, übersetzt seine Worte. Bei den Gedenkfeiern Anfang Juli wird Chammatow zusammen mit 100 weiteren Hinterbliebenen aus Baschkortistan, Weißrussland und Ossetien nach Überlingen kommen. Sie wollen ihren Liebsten wieder nah sein, die hier bei der Flugzeugkatastrophe vor 15 Jahren aus dem Himmel in den Tod stürzten.
 

Das Flugzeugunglück

Die Katastrophe über dem Bodensee kostete 71 Menschen das Leben. Das Ereignis hinterließ tiefe Spuren bei den Menschen in der Region und stiftete Freundschaften in Baschkirien und Überlingen. Das Unglück führte auch zu mehr Sicherheit am Himmel. In drei Teilen beleuchtet der SÜDKURIER das Ereignis und seine Folgen.

  • Teil 1 befasste sich mit dem Unglück und den Folgen für Überlinger
  • Teil 2 erzählt von den Hinterbliebenen in Russland und Weißrussland
  • Teil 3 fragt zum 1. Juli bei einem Besuch bei Skyguide, ob sich ein solches Unglück wiederholen könnte.


Sulfat Chammatow ist Sprecher der Angehörigen des Überlinger Flugzeugunglücks. In jener Nacht des 1. Juli 2002 um 23:35 Uhr, als die baschkirische Tupolev und die DHL-Maschine in knapp elf Kilometern Höhe zusammenstießen, war auch sein Sohn Artur an Bord. Eines von 49 Kindern, die auf dem Weg in die Ferien nach Spanien waren. Artur Sulfatowitsch Chammatow war gerade elf geworden, ein musisch und mathematisch begabter Junge. Und er war das einzige langersehnte Kind der Chammatows.

Sulfat Chammatow in Ufa mit seiner Frau Ida und den Söhnen Iskander (links) und Timur (mit Mützen der deutschen Polizei, die sie bei einem Überlingen-Besuch geschenkt bekommen haben), vor dem Bild des 2002 verstorbenen Sohnes Artur.
Sulfat Chammatow in Ufa mit seiner Frau Ida und den Söhnen Iskander (links) und Timur (mit Mützen der deutschen Polizei, die sie bei einem Überlingen-Besuch geschenkt bekommen haben), vor dem Bild des 2002 verstorbenen Sohnes Artur. | Bild: Martin

„Wir haben damals unseren einzigen Sohn verloren,“ sagt Chammatow, seine Stimme klingt brüchig. Vor einer halben Stunde erst habe er wieder mit seiner Frau darüber gesprochen. „Sie sagte, dass sie immer noch das Gefühl habe, unser Kind sei in Deutschland geblieben, in der Nähe von Brachenreuthe.“ Und er ergänzt: „Deswegen sind diese Orte für uns so wichtig.“ Bei Brachenreuthe, fünf Kilometer nördlich von Überlingen, waren die meisten Trümmer der Baschkirian Airlines niedergegangen, die menschlichen Körper fielen in Obstplantagen, auf Felder, Bäume und Straßen. Trümmer des Postfrachtfliegers DHL mit zwei Piloten an Bord gingen bei Owingen nieder.

Mit einem Schweigemarsch gedenken die Bürger Owingens am 6. Juli 2002 der Katastrophe. Der Weg führte sie an eine Stelle, an der besonders viele Tote gefunden wurden. Mit dabei (3.v.l.) der damalige Bürgermeister Günther Former. Bild: Dirk Diestel
Mit einem Schweigemarsch gedenken die Bürger Owingens am 6. Juli 2002 der Katastrophe. Der Weg führte sie an eine Stelle, an der besonders viele Tote gefunden wurden. Mit dabei (3.v.l.) der damalige Bürgermeister Günther Former. Bild: Dirk Diestel

„Sie haben mir nicht in die Augen geschaut, sie haben meinen Blick gemieden. Sie alle spürten auch meinen Schmerz.“

Wie er damals von dem Unglück erfahren habe? – Sulfat schweigt zunächst, muss sich sammeln. „Das werde ich nie vergessen. Ich bin am Morgen des 2. Juli aufgestanden, habe mich zur Arbeit fertig gemacht. Um 7 Uhr zeigte das Fernsehen die ersten Aufnahmen vom Unglücksort, die sich stündlich wiederholten. Ich sah das Wrackteil eines Flugzeugs, auf das eine Biene gemalt war. Das war das Emblem der Bashkirian Airlines. Damals hatte sich der Nachrichtensprecher noch geirrt. Er meinte, es sei eine weißrussische Airline, aber ich sah diese Biene. Dann hörte ich, dass eine Gruppe von Kindern, die nach Spanien fliegen wollten, ums Leben gekommen waren. Ich ahnte, dass es unsere Kinder waren. Von diesem Zeitpunkt an war unser Leben geteilt: in die Zeit vor und nach der Katastrophe.“ Anschließend fuhr der Betriebswirt in seine Firma. Die Reaktionen seiner Kollegen waren hilflos: „Sie haben mir nicht in die Augen geschaut, sie haben meinen Blick gemieden. Sie alle spürten auch meinen Schmerz.“

Die ersten Tage seien die schlimmsten gewesen, sagt Chammatow. Am 4. Juli kamen die Angehörigen in Flugzeugen nach Überlingen. „Alle wollten dahin, möglichst schnell, um es mit eigenen Augen zu sehen. Es war vielleicht noch ein Funke Hoffnung, dass sie doch noch am Leben waren.“ Bei der Ankunft mussten sie DNA-Proben abgeben, zur Identifizierung der Toten und der Körperteile. „Wir Eltern waren geschockt. Wir funktionierten wie Roboter. Wenn man uns gesagt hat: Bleibt hier stehen, dann sind wir stehen geblieben. Wenn man uns gesagt hat: Geht dahin, dann sind wir dahin gegangen.“ Die Bilder von den trauernden Angehörigen an den Wracks, an denen sie weinend Blumen ablegten, gingen damals um die Welt.

Überlinger Schülerinnen versehen die Namenskarten der Absturz-opfer bei der zentralen Trauerfeier im Überlinger Kursaal am 12. Juli 2002 mit Rosen. <em>Bild: Dirk Diestel</em>
Überlinger Schülerinnen versehen die Namenskarten der Absturz-opfer bei der zentralen Trauerfeier im Überlinger Kursaal am 12. Juli 2002 mit Rosen. Bild: Dirk Diestel | Bild: Dirk Diestel

Mit den Überlingern fühlen sich Chammatow und die anderen Hinterbliebenen bis heute eng verbunden, sagt er ohne jedes Pathos. „Die Deutschen haben unser Leid wie ihr eigenes empfunden. Ich möchte nur ein Beispiel nennen: Als wir am 4. Juli mit dem Bus ankamen, waren draußen keine Kinder und sehr wenig Menschen. Wir haben uns damals gewundert: so eine schöne Gegend, so viel Natur und so wenig Menschen mitten im Sommer. Später hat man uns gesagt, dass viele es vermieden hätten, ihre Kinder draußen spielen zu lassen, damit es uns nicht noch einmal schmerzt, dass wir unsere Kinder verloren hatten. Wir empfanden das als eine sehr große, sehr herzliche Geste.“

Der Fall Peter N.

In den folgenden Jahren habe sich die Freundschaft vertieft. Der Kontakt zu den deutschen Freunden sei dabei manchmal enger als zu eigenen Verwandten in Russland. „Wir haben gemeinsame Erinnerungen. Wir fragen uns nicht: Wann fahren wir wieder nach Überlingen, sondern: Wann kehren wir wieder dorthin zurück.“

Inzwischen haben Sulfat Chammatow und seine Frau Ida zwei Söhne, die nach dem Flugzeugunglück geboren wurden. Das habe beiden viel Kraft gegeben, ergänzt Dolmetscherin Nadja Wintermeyer. Den Angehörigen sei der Zusammenhalt in der Gruppe sehr wichtig gewesen. „Die Familien in Baschkortistan hatten das Glück, dass sie beieinander waren und sich gegenseitig unterstützten,“ erinnert sich Chammatow.

Sulfat Chammatow unterhält sich mit Vitali Kalojew (links) bei der Trauerfeier 2012 in Überlingen. Bils: dpa
Sulfat Chammatow unterhält sich mit Vitali Kalojew (links) bei der Trauerfeier 2012 in Überlingen. Bils: dpa | Bild: Tobias Kleinschmidt

Besonders schwer war es für Vitali Kalojew aus Ossetien und für eine Familie aus Weißrussland. „Sie waren allein“, sagt Chammatov. Im Falle Kalojews, der seine Frau und beide Kinder verloren hatte, sei das sicher mit ein Grund gewesen für dessen Tat, vermutet der Baschkire: Im Februar 2004 reiste Kalojew in die Schweiz und erstach in Kloten auf dessen Terrasse den Fluglotsen Peter N., der wegen schwerer Fehler in der Unglücksnacht massiv in der Kritik stand. Chammatow verurteilt die Tat, die auch der Familie des Lotsen unendliches Leid zufügte. Und er kritisiert Peter N.’s Arbeitgeber Skyguide: „Die ganze Schuld am Unglück wurde auf den Lotsen geschoben. Sie hätten ihn als Zeugen schützen müssen. Er war Kronzeuge und hätte vor Gericht aussagen können.“

Streit um Entschädigung flammt auf

Nach der Flugzeugkatastrophe rückten die Hinterbliebenen in den Fokus von Anwaltskanzleien. „Damals kamen knapp zwei Dutzend Kanzleien auf uns zu“, erinnert sich der Hinterbliebenensprecher. 29 Familien ließen sich nach Angaben Chammatows unter anderem von der Kanzlei Witti in München vertreten, die zur damaligen Zeit auf dem hart umkämpften Markt der Entschädigungsklagen einen Namen hatte. Die Hinterbliebenen der zwölf Besatzungsmitglieder vertrat der Luftrechtsexperte Elmar Giemulla.

Der russische Präsident Wladimir Putin (l) und der baschkirische Präsident Murtasa Rachimow (r) unterhalten sich sechs Tage nach dem Unglück auf dem Friedhof in Ufa mit Angehörigen der Opfer. Bild: dpa
Der russische Präsident Wladimir Putin (l) und der baschkirische Präsident Murtasa Rachimow (r) unterhalten sich sechs Tage nach dem Unglück auf dem Friedhof in Ufa mit Angehörigen der Opfer. Bild: dpa | Bild: epa Tass

Für ihre Mandanten erzielten deren Rechtsvertreter in den folgenden Jahren Einigungen. Dabei soll es nach unbestätigten Angaben um 150 000 Schweizer Franken (123 000 Euro) für die Hinterbliebenen jedes Opfers gegangen sein. Ob diese Summe auch für die Angehörigen der beiden Crews gezahlt wurde, ist offen. Die Schadenersatzforderung für die Angehörigen zwölf Besatzungsmitglieder soll nach Medienangaben damals 400 000 Dollar Schmerzensgeld für jedes Opfer betragen haben.

Nicht so bei den 30 Hinterbliebenenfamilien um Sulfat Chammatow. Sie lehnten eine außergerichtliche Einigung zunächst ab, forderten eine Aufarbeitung des Unglücks auch privatrechtlich und vertrauten der US-amerikanischen Kanzlei Podhurst, die sich auf Entschädigungsklagen vor allem nach Flugzeug-Katastrophen spezialisiert hat. Nach einem zähen juristischen Ringen und einigen Misserfolgen gelangte ihre Klage schließlich vor das höchste spanische Gericht. Angeklagt war der Hersteller des Antikollisionssystems TCAS mit Sitz in USA.

Metallkugeln der Installation "Die zerrissene Perlenkette" sind am Freitag (22.06.2012) bei Überlingen-Brachenreuthe (Bodenseekreis) beim Blick in Richtung Bodensee zu sehen. 71 Menschen fanden bei der Flugzeugkollision im Jahr 2002 nahe Überlingen am Bodensee den Tod, darunter mehrere Dutzend Schulkinder. 2012 jährt sich die Flugzeugkollision bei Überlingen zum zehnten Mal.
Metallkugeln der Installation "Die zerrissene Perlenkette" sind am Freitag (22.06.2012) bei Überlingen-Brachenreuthe (Bodenseekreis) beim Blick in Richtung Bodensee zu sehen. 71 Menschen fanden bei der Flugzeugkollision im Jahr 2002 nahe Überlingen am Bodensee den Tod, darunter mehrere Dutzend Schulkinder. 2012 jährt sich die Flugzeugkollision bei Überlingen zum zehnten Mal. | Bild: Tobias Kleinschmidt (dpa)

Das Verfahren sei langwierig und umfangreich gewesen, erinnert sich Chammatow. Es dauerte jahrelang, bis alle Details geklärt und die Schriftsätze in alle Sprachen übersetzt waren. „Die Anwälte sagten uns, es sei das erste Mal, dass ein europäisches Gericht einen Prozess nach amerikanischen Vorgaben geführt habe.“ Das Urteil vom Februar 2015 habe schließlich den TCAS-Hersteller zu Schadenersatz in Millionenhöhe verurteilt. „Unsere Anwälte konnten beweisen, dass die Nutzung des Systems nicht fehlerfrei war,“ so Chammatov. Der US-Hersteller habe das Urteil schließlich akzeptiert und das Problem damals behoben. „Aber das Gericht hat die Verantwortung für das Unglück zu gleichen Teilen dem TCAS-Hersteller und Skyguide zugesprochen,“ fügt Chammatov hinzu.

Enttäuschender Besuch in Zürich

Anfang April 2016 reisten er und weitere Angehörige der Hinterbliebenen zu Skyguide nach Zürich. Dort hätten sie gemeinsam mehrere Stunden mit dem Vorstand verbracht. „Sie waren alle sehr höflich und mitfühlend. Und sie sagten, mit dem Strafprozess gegen mehrere Skyguide-Bedienstete in Zürich 2007 sei die Angelegenheit für die Schweiz und Skyguide abgeschlossen,“ so Chammatov. Er habe ihnen dann das Urteil aus Spanien von 2015 übergeben, nachdem sie erklärt hätten, dieses nicht zu kennen. „Sie wollten uns innerhalb eines Monats mitteilen, ob Skyguide das Urteil akzeptiert. Aber es ist bis heute keine Antwort eingegangen.“

Oben: Ein Gedenkstein und Blumengestecke erinnern bei Owingen-Taisersdorf an die zwei DHL-Piloten. <em>Bild: dpa</em>
Oben: Ein Gedenkstein und Blumengestecke erinnern bei Owingen-Taisersdorf an die zwei DHL-Piloten. Bild: dpa | Bild: Tobias Kleinschmidt

Skyguide-Sprecher Vladi Barrosa erklärte dazu auf Nachfrage: „Alle Forderungen der Hinterbliebenen der Passagiere, der Crews und der DHL sowie der am Boden Geschädigten konnten durch den speziell dafür eingerichteten Entschädigungspool entschädigt werden.“ Konsequenzen aus dem Urteil von Barcelona sieht Skyguide für das eigene Unternehmen hingegen nicht. So erklärt der Skyguide-Sprecher weiter: „Skyguide war entgegen der Information von Herrn Chammatov nicht Teil des Verfahrens in Barcelona, bei welchem ausschließlich die Verantwortung des TCAS-Herstellers Honeywell und einer ihrer Tochterfirmen geklärt wurde.“ Bei der Schweizer Flugsicherung wird auf frühere Schadensersatz-Regelungen verwiesen. So stellt Barrosa fest, „dass Herr Chammatov, wie alle anderen Geschädigten, ebenfalls aus dem Pool entschädigt wurde.“

Für Sulfat Chammatov sind die Erinnerungen an den Zürich-Besuch hingegen bitter. Seitens der Flugsicherung habe er einen gewissen Druck verspürt. „Man sagte uns: Wenn Sie sich weiter quer stellen, bringen Sie die Schweiz in Mißkredit.“ Chammatov zuckt mit den Schultern und sagt: „Wir werden gezwungen sein, Schritte einzuleiten.“

 

Was in den 15 Jahren entstanden ist

  • Die Brücke nach Ufa wurde als Folge des Flugzeugunglücks von Überlingen im Jahr 2002 gegründet, aus der Initiative wurde ein Verein. Zu den Mitgliedern der ersten Stunde gehört der Vorsitzende Jürgen Rädler. Er leitet die Camp-hill Dorfgemeinschaft Lehenhof im Deggenhausertal, eine Einrichtung der Behindertenhilfe. Rädler wohnte damals in Owingen, sieben Kilometer Luftlinie von Überlingen entfernt. Am Rande des Ortsteils Taisersdorf fielen in der Unglücksnacht Trümmer der DHL-Maschine herab. Der Krisenstab kam kurz darauf in der Owinger Sporthalle zusammen. „Ich ging an dem Morgen dort vorbei und bot meine Hilfe an“, erinnert sich Rädler, der gut russisch spricht. Ein Polizist drückte ihm eine Liste mit den Namen von zehn Dolmetschern in die Hand, die sich gemeldet hatten. Damit war er für die Koordination zuständig. Über 50 Dolmetscher waren bei dem Besuch der Angehörigen vor Ort, die zwei Tage nach dem Unglück aus Russland kamen. In diesem Jahr begleitet eine staatliche Delegation die 90 Hinterbliebenen: Bildungsministerin Gulnaz Radmilovna, deren Neffe in Überlingen verunglückte, Rida Tagirovna, deren Sohn umkam, und Gusel Nailowna, deren Tochter bei dem Unglück starb. Ziel des eingetragenen Vereins und seiner 30 Mitglieder ist die Völkerverständigung. Und so wurden in den zurückliegenden fünfzehn Jahren zahlreiche Projekte verwirklicht. Zur Saat der Völkerverständigung zählt auch ein reger Jugendaustausch zwischen der Überlinger Jörg-Zürn-Schule und der Schule in Ufa, der Hauptstadt Baschkortistans. Erst kürzlich waren zehn Schüler aus Ufa am Bodensee, im Oktober fahren wieder zehn Schüler aus Überlingen nach Ufa. Eine weitere Gruppe war kürzlich aus Salawat in Stuttgart. „Das ist das, was unsere Arbeit am Leben hält“, sagt Rädler.
  • Baschkortistan gehört zur Russischen Föderation. Es liegt an der Grenze zwischen Asien und Europa. Die Hauptstadt Ufa mit über 1 Million Einwohnern liegt an der legendären Seidenstraße, die einst als Verbindung zwischen Pazifik und Mittelmeer zu einem Mythos wurde. China und Russland arbeiten an der Wiederbelebung dieses Traums, der den eurasischen Raum vernetzen soll.
  • Was wurde aus Dima? – Dimitry Bagin, genannt Dima, war zwölf Jahre, als seine Mutter, eine Stewardess der Bashkirian Airlines, bei dem Flugzeugunglück ums Leben kam. Der Waisenjunge wuchs bei Familie Martin in Überlingen auf. Reinhard Martin war als Polizist bei der Bergung der Opfer dabei. Dima ging am Bodensee zur Schule und machte seinen Traum vom Fliegen wahr: Heute lebt er mit seiner eigenen Familie in Stuttgart, er machte eine Pilotenausbildung und arbeitet am Flughafen. (nik)