Flugzeugabsturz Überlingen

Überlingen Gedenkfeier zum Absturz bringt Angehörigen Trost
Zehn Jahre nach dem Zusammenstoß zweier Flugzeuge über Überlingen ist für viele Hinterbliebene die Trauer zu einem Teil des alltäglichen Lebens geworden. Auch Witali Kalojew nimmt an der Gedenkfeier teil.
Einige Besucher der Gedenkfeier hielten Lichter in ihren Händen.
Überlingen Kollegen der getöteten DHL-Piloten an der Absturzstelle
Gedenkgottesdienst in Taisersdorf, zehn Jahre nach dem Zusammenstoß zweier Flugzeuge, bei dem am Boden niemand zu Schaden kam: „Wir alle haben in jener Nacht eine Gnade erlebt, die 71 Menschen nicht zugefallen ist.“
„Glück und Unglück waren an diesem Tag ganz eng verwoben." Taisersdorfs Ortsvorsteherin Angelika Thiel.
Überlingen Die Zeit heilt nicht alle Wunden
Die Brücken nach Baschkirien sollen breiter werden. Angehörige der Absturzopfer wurden im Kursaal empfangen
Der stellvertretende baschkirische Ministerpräsident Fidus Yamatldinov (links) und Peter Friedrich, baden-württembergischer Minister für Bundesrat, Europa und Internationale Angelegenheiten.
Überlingen Witali Kalojew kommt nach Überlingen
Zehn Jahre nach der Flugzeugkatastrophe von Überlingen sind viele Hinterbliebene in die Stadt am Bodensee gereist, um an die 71 Todesopfer zu erinnern. An der Gedenkfeier durfte auch der als „Fluglotsenmörder“ bekanntgewordene Witali Kalojew teilnehmen.
Vitali Kalojew, als Fluglotsen-Mörder bekannt gewordener Hinterbliebener (links), mit Sulfat Chammatov, dem baschkirischen Sprecher der Angehörigen, und dem russischen Generalkonsul Ruslan Karsanov in Überlingen
München (dpa) «Fluglotsenmörder» darf zu Gedenkfeier nach Überlingen
Witali Kalojew verlor beim Flugzeugunglück von Überlingen seine Frau und zwei Kinder. Darauf tötete er den Fluglotsen, der in der Unglücksnacht Dienst hatte. Bei der Gedenkfeier am 10. Jahrestag darf er dennoch teilnehmen, die Behörden lassen ihn einreisen.
Der als «Fluglotsenmörder» bekanntgewordene Russe Witali Kalojew darf zur Gedenkfeier für die Opfer des Flugzeugzusammenstoßes von Überlingen reisen. . Foto: Sergei Ilnitsky/epa/Archiv