Geschichte aus dem Kreis Konstanz

Allensbach Die Annalen der NSDAP in Allensbach: Als mit Josef Mayer ein "raubeiniger SA-Mann" im Rathaus saß
Während des Dritten Reichs war Josef Mayer Bürgermeister seiner Heimatstadt Allensbach. Der parteitreue Kaufmann, der auf ein "siegreiches Kriegsende" hoffte, machte den Ort während der Kriegsjahre zum Musterdorf der deutschen Nazi-Idylle. Die Volkskundlerin Marie-Elisabeth Rehn hat über das Leben Josef Mayers und sein Wirken im Nationalsozialismus Nachforschungen angestellt, die sie bis ins Archiv des französischen Außenministeriums führten.
Josef Mayer ließ sich oft im Atelier des Konstanzer Fotografen Josef Fischer porträtieren. Dieses Bild zeigt ihn als Sturmbannführer der SA – um den Hals trägt er die Kette des Bürgermeisters. Das Negativ, das in den 70er-Jahren zusammen mit weiteren von Fischer fotografierten Bildern auf dem Konstanzer Flohmarkt verramscht wurde, befindet sich im Eidgenössischen Archiv für Denkmalpflege in Bern.
Konstanz Helmut Dufner schrieb vor 60 Jahren die Oper "Die Bürger von Konstanz". Sein Sohn erzählt vom Werdegang des Musikers.
Der ehemalige deutsche Botschafter Wolfram Dufner erinnert sich gerne an die Erzählungen seines musikalischen Vaters. Dieser war Mitglied der Kapelle des 6. Badischen Infanterie-Regiments Kaiser Friedrich III. Nr. 114 in Konstanz. Die Regimentsmusik war weit über die Landesgrenzen hinaus beliebt und bildete das Fundament für die heutigen Musikvereine.
Radolfzell Als auch in Radolfzells Kaserne der Frieden einzog
Gedächtnis der Region: Anfang der 50er gibt es ein Richtfest am neuen Offiziersheim. Dabei bahnen sich erste Freundschaften zwischen Radolfzeller Bürgern und französischen Soldaten an.
<p>Die Schafherde vor der Ausfahrt deutet es an: Jetzt herrschen wieder friedliche Zeiten. Die ehemalige SS-Kaserne dient nach dem Krieg als Unterkunft für die in Radolfzell stationierten französischen Soldaten.</p>