Vor 25 Jahren

St. Blasien – „Wenn mit Ende des Schuljahrs 1992/93 der langjährige Schulleiter am Kolleg St. Blasien, Lothar Hollerbach, in den Ruhestand geht, wird der 49-jährige Klaus Zimmermann sein Nachfolger“, schrieb der Alb-Bote am 12. Dezember 1992. „Aus einer großen Zahl von Bewerbern wurde er vom Trägerverein und dem Provinzial Pater Jörg Dantscher vom Jesuitenorden ausgewählt. Zimmermann stammt aus Häusern und legte 1963 am Kolleg sein Abitur ab. Derzeit ist er am Kreisgymnasium in Gundelfingen tätig und wohnt in Denzlingen. Zum stellvertretenden Schulleiter am Kolleg wurde Ralph Mertens berufen, er versieht dieses Amt bereits seit Schuljahresbeginn. Klaus Zimmermann ist verheiratet und hat zwei Söhne. Er will, wenn er zum Schuljahresbeginn 1993/94 seine Tätigkeit in St. Blasien aufnimmt, mit seiner Familie in seine Heimatgemeinde Häusern übersiedeln.“

Kreis Waldshut – Sie wollten den Obdachlosen ärgern, gaben zwei 17-jährige Skinheads der Polizei zu Protokoll. Was sie darunter verstanden, wurde im Krankenhaus als Thoraxprellung und Kopfplatzwunde diagnostiziert. Das Opfer war ein 64-Jähriger, der in Bad Säckingen beim Bahnhof in einem Buswartehäuschen seinen Schlafsack ausgerollt hatte. Der Mann schlief, als er in der Nacht zum 13. Dezember 1992 gegen 1.50 Uhr von den nach einer Zechtour herumstreunenden 17-Jährigen brutal geweckt wurde. Sie warfen einen Blechmülleimer auf den Schlafenden, forderten Geld von ihm und schlugen ihn. Sie benutzten die Stange eines herumliegenden Verkehrszeichens. Die von Tatzeugen alarmierte Polizei nahm einen der Schläger fest, während der andere zunächst flüchtete, doch kurz darauf gefasst wurde. Der erheblich Verletzte wurde im Krankenhaus Bad Säckingen stationär aufgenommen.

Vor 50 Jahren

Waldshut – „Der Winter kam mit Macht“, schrieb der Alb-Bote am 20. Dezember 1967. Innerhalb von acht Stunden waren am Vortag in Waldshut und in der näheren Umgebung 20 Zentimeter Schnee gefallen. Der Straßenverkehr war erheblich beeinträchtigt. Doch die Wintersportfreunde freuten sich auf weiße Weihnachten. Aus denen jedoch nichts wurde, weil am 23. Dezember Regen einsetzte, der bis in höhere Lagen hinauf den Schnee beseitigte.

Vor 75 Jahren

Kreis Waldshut – Wie schützt man Kartoffeln vor dem Frost? „Bereits bei einem Grad über Null beginnt die Stärke der Kartoffeln, sich in Zucker zu verwandeln, weshalb die Kartoffeln dann den unangenehm süßen Geschmack bekommen“, lautete am 7. Dezember 1942 ein Verbrauchertipp im Alb-Bote. „Unter dem Nullpunkt erfrieren die Kartoffeln und geht nach dem Auftauen in Fäulnis über. Schon bei einigen Grad Wärme im Keller sind die Kartoffeln durch Zudecken mit Säcken oder alten Decken zu schützen. Zum Erwärmen des Kellers ab der kritischen Temperatur von einem Grad genügt es bei kleineren Räumen, ein altes Bügeleisen mit Brikettheizung aufzustellen, das auf einen Ziegelstein gesetzt wird. Dies ist vielfach ausreichend, um über besonders kalte Tage zu kommen.“

Vor 100 Jahren

Kreis Waldshut – „Der Winter hält Einzug“, berichtete der Alb-Bote am 5. Dezember 1917. Auf den gestrigen ergiebigen Schneefall hat über Nacht nun auch Frost eingesetzt, der bei dem herrschenden Kohlenmangel und anderen Kriegsnöten umso härter empfunden wird. Auf den Höhen des Schwarzwaldes schneit es noch kräftig weiter, sodass die Bahnschlitten geführt werden müssen.“