Vor 25 Jahren

Waldshut-Tiengen – „Vom Vorschuss-Verein mit 22 000 Gulden Jahresumsatz zur zwölftgrößten Genossenschaftsbank Badens mit einer Jahresbilanz um die 900 Millionen Mark hat sich im Lauf ihres 125-jährigen Bestehens die Volksbank Hochrhein in Waldshut-Tiengen entwickelt.“ Dies berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe vom 21. September 1992 und weiter: „Spitzenvertreter aus Politik und den Selbstverwaltungsorganen, Geschäftspartner und Anteilseigner sind am Samstagabend der Einladung zum feierlichen Festakt, mit dem das Geldinstitut sein Jubiläum beging, in die Waldshuter Stadthalle gefolgt. Den Festvortrag hielt Baden-Württembergs Finanzminister Gerhard Mayer-Vorfelder (CDU). Er wies auf die unveränderte Attraktivität des Genossenschaftsgedankens hin, selbstverantwortlich mit Eigeninitiative wirtschaftliche Herausforderungen anzugehen.“ Für die Volksbank sprachen der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Pfeiffer und der Vorstandsvorsitzende Horst Heller, die Grüße des badischen Genossenschaftsverbandes überbrachte dessen Präsident Egon Gushurst.

Grafenhausen – Sechs Stunden nach dem bewaffneten Überfall auf die Sparkasse in Grafenhausen am 24. September 1992 wurden zwei der Täter noch auf dem Gemeindegebiet festgenommen. Die 21 und 23 Jahre alten Männer hatten einen größeren Geldbetrag bei sich und entsprachen genau der Täterbeschreibung. Sie hatten um 8.40 Uhr mit vorgehaltener Pistole Bargeld gefordert und waren mit 15 000 Mark zunächst entkommen. 100 Polizisten mit 25 Fahrzeugen und einem Hubschrauber fahndeten nach den Tätern, die sie gegen 14. 30 Uhr auch tatsächlich auf einem Parkplatz bei Schönenbach festnehmen konnten. Ihr gestohlenes Moped war schon nach einem Kilometer wegen Spritmangels stehen geblieben, sodass sie damit nicht bis nach Berau kamen, wo ein dritter Mann mit einem Fluchtauto auf sie wartete. Der 25-Jährige konnte noch am Abend desselben Tages ebenfalls festgenommen werden, heißt es im Bericht des Alb-Bote aus dem Jahr 1992 weiter.

Vor 50 Jahren

Kreis Waldshut – Schon vor 50 Jahren gab es das Problem der Landpacht durch Schweizer Bauern, wie dieser Alb-Bote-Notiz vom 19. September 1967 zu entnehmen ist: „Der CDU-Abgeordnete des Wahlkreises Waldshut-Säckingen, Dr. Eberle, hat im Landtag folgende kleine Anfrage eingebracht: 1. Ist der Landesregierung bekannt, dass auf der deutschen Seite des Hochrheingebiets Schweizer Landwirte in zunehmendem Maße landwirtschaftliche Grundstücke zu stark überhöhten Preisen anpachten und dass diese Pachtpreise in engem Zusammenhang stehen mit den der Schweizer Landwirtschaft gewährten hohen Subventionen? 2. Welche Möglichkeiten sieht die Landesregierung, um eine ständige Benachteiligung der aufstockungswilligen landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe auf deutscher Seite zu verhindern?“

Vor 75 Jahren

Kreis Waldshut – „Der Oberrheinische Frauenfunk will von der kommenden Woche an zu einer systematischen Sendeweise übergehen“, berichtete der Alb-Bote am 26. September 1942. „Immer am Dienstag sollen die reinen Haushaltsthemen zu Wort kommen, in regelmäßigem Turnus von vier Wochen alle anderen Themen, die die Frauen angehen. Diese täglichen zehn Minuten von 11.30 bis 11.40 Uhr sollte sich keine Hausfrau entgehen lassen.“

Vor 100 Jahren

Kreis Waldshut – „Die Badische Obstversorgung hat sich bereit erklärt, zur Versorgung der minderbemittelten Bevölkerung mit Obst unter Ausschaltung des Kleinhandels den Städten Obst zu besonders billigen Preisen zu liefern“, berichtete der Alb-Bote am 27. September 1917. „Auch Betriebsunternehmer oder Arbeiterorganisationen können für die Industriearbeiter gleichfalls billiges Obst beziehen.“