Vor 25 Jahren

Waldhaus – „Zwei Mitarbeiter wurden gestern bei einem Unfall in der Brauerei Waldhaus verletzt“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 12. August 1992. „Durch Ammoniakgas aus der Kühlanlage erlitten sie Verätzungen der Atemwege. Feuerwehrleute in Chemieschutzanzügen schlossen das Ventil, aus dem das stechend riechende Gas austrat. Zu dem Unfall kam es gegen 10.25 Uhr. Der Braumeister und sein Vertreter waren im Lagerkeller mit Wartungsarbeiten beschäftigt. Sie öffneten ein Ventil, das zur Kühlanlage der Brauerei gehört. Aus noch unbekannten Gründen trat schlagartig eine größere Menge Ammoniakgas aus. Die beiden Mitarbeiter flüchteten vor dem Gas, erlitten aber trotzdem Verätzungen der Atemwege und mussten ins Waldshuter Krankenhaus gebracht werden.“

Brenden – „Ein größerer Waldbrandschaden konnte dank der Schnelligkeit der Feuerwehr Brenden verhindert werden, als in einem Privatwald ein Feuer ausbrach“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 14. August 1992. „Als um 13.03 Uhr die Sirene in Brenden Alarm schlug, waren die Feuerwehrleute gerade vom Mittagstisch aufgestanden. So war die gesamte Mannschaft sofort einsatzbereit. Da die starke Rauchentwicklung vom Ort her zu sehen war, eilten zusätzlich viele freiwillige Helfer mit Spaten und Gabeln zur Brandstelle, um großflächig um die Brandstelle herum brennbares Material zu entfernen. Etwa 30 Bäume waren von den Flammen erfasst worden. Starke Winde erhöhten die Gefahr eines Großflächenbrandes. Doch der Feuerwehr gelang es mithilfe von Tankwagen, den Brand von zwei Seiten unter Kontrolle zu bringen.“

Vor 50 Jahren

Tiefenstein – Mit einer schweren Bluttat endete in der Nacht zum Samstag, 5. August 1967, eine Familienfeier im Café Schlossberg in Tiefenstein bei Görwihl. Vermutlich aus Eifersucht streckte der Besitzer des Cafés, der 37-jährige Automatenaufsteller Walter R., den 31-jährigen Kranführer und Lkw-Fahrer Reinhard F. mit einem Genickschuss nieder. Zur Tatzeit kurz nach 2 Uhr morgens waren noch neun Personen im Gastraum, in der Mehrzahl Teilnehmer einer Hochzeitsfeier. Walter R. und seine gleichaltrige Frau verließen das Lokal, um nach Hause zu fahren, gerieten vor dem Lokal jedoch in Streit. Die Ehefrau kehrte allein ins Lokal zurück und tanzte kurz darauf mit dem 31-jährigen Reinhard F. Als die Beiden an einem Fenster auf der Rückseite des Lokals vorbei tanzten, fiel ein Pistolenschuss durch die Scheibe, der den 31-Jährigen tödlich im Genick traf. Täter wie Opfer waren verheiratet und Väter von je zwei Kindern. Der Täter verständigte selbst die Polizei und wurde in Untersuchungshaft genommen.

Vor 75 Jahren

Albert-Hauenstein – „Im Alter von 83 Jahren starb nach einem arbeitsreichen Leben Alt-Adlerwirt Johann Ruch, Postagent und Alt-Bezirksrat“, berichtete der Alb-Bote in einer seiner Ausgaben Anfang August des Jahres 1942. „Der Heimgegangene bekleidete 50 Jahre das Amt als Posthalter, er war viele Jahre lang Bezirksrat, 60 Jahre Mitglied und Ehrenmitglied der Kriegerkameradschaft sowie Ehrenmitglied des Schwarzwaldvereins. Er war in der Gastwirtschaft immer ein aufmerksamer und unterhaltender Mensch.“

Vor 100 Jahren

Waldshut – „Im letzten Jahr haben sich von den hiesigen Volksschülern nur 13 zum Besuch des Realgymnasiums mit Realschule angemeldet“, berichtete der Alb-Bote am 6. August 1917. „In diesem Herbst werden sich dagegen 40 Schüler von Waldshut zur Aufnahme melden. Damit wird die Schülerzahl der Volksschule von 610 auf 570 sinken. Immer noch Arbeit genug für die sechs Lehrkräfte der Volksschule.“