Vor 25 Jahren

Häusern – „Ein dumpfer Schlag, eine kleine Staubwolke und dann geriet der 40 Meter hohe Backsteinkamin ins Wanken“, berichtete der Alb-Bote am 17. Juni 1992 über die Sprengung des Schornsteins der ehemaligen Härtepulverfabrik. „Er teilte sich in der Luft, fiel und legte sich, zerbrochen in Tausende von Stücken, genau in eine Schneise zwischen einer Garage und einem Hydranten. Es folgten Bravo-Rufe und Beifallklatschen. Sie galten Sprengmeister Hans Ayrer aus Börtlingen. Er sah sich am Häuserner Kamin vor besonderen Schwierigkeiten. Üblicherweise sind bei Großschornsteinen nur die Innenkamine mit gebrannten Backsteinen gemauert. Beim Häuserner Kamin waren jedoch beide Schichten aus gebrannten Backsteinen, was den Schlot entsprechend fest und stabil machte. Einige Hundert Zuschauer verfolgten die Sprengung vom Hang aus.“

Bonndorf/Eggingen – Zum tödlichen Verhängnis wurde am 16. Juni 1992 ein Alpenrundflug für den Bonndorfer Bürgermeister Peter Folkerts (45), den Bauingenieur Manfred Kromer (54) aus Eggingen, den querschnittsgelähmten Elektrotechniker Norbert Ketterer (25) aus Bonndorf und den kanadischen Studenten Kenneth Joint (25). Die gecharterte und von Folkerts gesteuerte einmotorige Privatmaschine war in den Oberstdorfer Bergen bei Kempten abgestürzt. Die vier befreundeten Insassen waren sofort tot. Folkerts war seit 1973 Bürgermeister von Bonndorf und Hobby-Pilot. Er hinterließ seine Frau und zwei vier und acht Jahre alte Kinder. Manfred Kromer war leidenschaftlicher Hobbyflieger und Fluglehrer der Fluggemeinschaft Bohlholf sowie Gemeinderat in Eggingen. Er hinterließ seine Ehefrau und drei Kinder im Alter von zwölf bis 18 Jahren. Norbert Ketterer und Kenneth Joint waren ledig.

Vor 50 Jahren

Waldshut/Tiengen – „Wieder zwei Todesopfer vor der Ochsensteige“, berichtete der Alb-Bote am 16. Juni 1967 über den auch heute noch unfallträchtigen Teil der B 34 am westlichen Eingang von Waldshut im Bereich der Firma Schneider, Blechnerei und Sanitärtechnik. Eine 23-jährige Autofahrerin aus Säckingen war am 15. Juni auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern geraten und mit der Breitseite gegen einen aus Dogern entgegenkommenden VW-Käfer geprallt. Die Fahrerin war sofort tot, ihr kleines Kind wurde schwer verletzt. Der Fahrer im VW-Käfer erlag im Krankenhaus Waldshut seinen Verletzungen. Es handelte sich um den bekannten Bauunternehmer Ewald Güthler (53) aus Tiengen.

Vor 75 Jahren

Waldshut – „In Baden-Baden starb ein alter Waldshuter, der Fabrikant Josef Sänger“, berichtete der Alb-Bote am 24. Juni 1942. „Der Heimgegangene war am 28. Juni 1866 in Waldshut geboren, stand also kurz vor Vollendung seines 76. Lebensjahrs. Er gründete Anfang der 1890er Jahre die Seidenfabrik Sänger-Franzetti, später Geßner & Cie (auf dem Fabrikareal steht heute der Supermarkt „Kaufland“). Josef Sänger gehörte Waldshuter Vereinen an und war auch Altgeselle der Junggesellenschaft.“

Vor 100 Jahren

Waldshut – „Es dürfte sich für künftige Kirschenverkäufer empfehlen, dass eine bestimmte Menge festgesetzt wird, über die hinaus der einzelne Käufer nichts weiter erwerben kann“, berichtete der Alb-Bote am 21. Juni 1917. „Bei der gestrigen Kirschenabgabe produzierten sich auch wieder selbstsüchtige Leute mit großem Geldbeutel, die den Standpunkt einzunehmen scheinen, als seien die Kirschen nur für sie alleine da. Auch Familien mit bescheidenen Mitteln hätten jetzt gerne ein paar Pfund Kirschen.“