Vor 25 Jahren

Weilheim – „Erst nachdem ein kleiner Hund totgebissen wurde, verhängte die Gemeinde Weilheim Leinenzwang für einen großen, angriffslustigen Schäferhundemischling“, berichtete der Alb-Bote am 15. Mai 1992. „Die Besitzer des getöteten Tieres klagen, immer wieder sei ihr Hund von dem Schäferhundemischling angefallen und verbissen worden; seit Jahren hätten sie vergeblich beim Rathaus interveniert. Eine Gefahr sei der Hund auch führ ihren vierjährigen Enkel, der regelmäßig vor dem Haus spielt. An die Gemeinde Weilheim geht der Vorwurf, jahrelang nicht in angemessener Weise auf die Beschwerden reagiert zu haben. So konnte der große Hund auch am 2. Mai 1992 wieder den kleinen Dackelmischling angreifen. Erneut blutete das Tier aus mehreren Bisswunden; diesmal aber war es so schwer verletzt, dass es trotz OP durch den Tierarzt zwei Tage später tot war. Erst jetzt sah sich die Gemeinde veranlasst, Maßnahmen zu ergreifen. Mit Schreiben vom 6. Mai wurde der Halter des Schäferhundemischlings aufgefordert, das Tier außerhalb der Wohnung anzuleinen.“

Waldshut – „Nicht der erste Spatenstich, sondern der Abriss einer alten Dachgaube am Haberer-Areal in der Waldshuter Rheinstraße bildete gestern Nachmittag den Auftakt zum Bau des Altenzentrums der Caritas am Unteren Tor“, berichtete der Alb-Bote am 15. Mai 1992. „Caritas-Leiterin Brigitte Vögtle, Kassisan Wenzel vom Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg sowie Architekt Werner Lienhard hatten sich eingefunden, um den Baubeginn nach mehr als fünfjähriger Planungszeit mitzuerleben. Bis Ende 1993 sollen im Haberer-Anwesen 21 Wohnungen für Waldshuter Senioren nach dem Modell ,Betreutes Wohnen’ entstehen. Neben diesen Wohnungen für alte Menschen, die so lange wie möglich in Eigenständigkeit leben sollen, ist im Haberer-Areal auch eine Tagespflegestätte geplant.“

Vor 50 Jahren

Erzingen – Um die Mittagsstunden des Pfingstmontags 1967 ging über Erzingen ein starkes und ausgedehntes Hagelunwetter nieder. Nach dem Bericht des Alb-Bote vom 29. Mai 1967 wurden im Rebberg in einzelnen Gewannen 80 bis 90 Prozent der Schößlingen getroffen. Kirschkerngroße Hagelkörner hätten auch auf Straßen, Feldern, Wiesen und in Gärten große Schäden angerichtet.

Vor 75 Jahren

Tiengen – „Die Schützengesellschaft Tiengen hat erfreulicherweise in der letzten Zeit einen schönen Zuwachs an Jungschützen erhalten“, berichtete der Alb-Bote am 30. Mai 1942. „Es ist auch ein guter Betrieb an den Sonntagen auf dem Schützenstand zu verzeichnen, sehr rege üben sich die Jungschützen in der Schießkunst. Es wird am kommenden Sonntag das letzte Ausscheidungsschießen für die diesjährige Schützennadel und auf den Schützenkönig ausgetragen.“

Vor 100 Jahren

Görwihl – Viele Familien mussten während des Ersten Weltkriegs mit der Nachricht vom Soldatentod ihrer an der Front kämpfenden Söhne fertig werden. Doch so hart getroffen wie eine Familie aus Görwihl wurden nur wenige Angehörige, wie aus dieser Notiz des Alb-Bote vom 16. Mai 1917 hervorgeht: „Besonders schwer wurde die Familie Sixtus Huber von diesem Kriege bis jetzt getroffen. Zwei Söhne sind bereits fürs Vaterland gefallen, während ein weiterer seit circa zwei Jahren als vermisst, vermutlich gefallen, gemeldet ist. Die letzten Tage wurde nun der vierte Sohn, Johann Huber, ebenfalls als vermisst gemeldet. Der fünfte und letzte Sohn befindet sich ebenfalls im Kriegsdienst. Zu allem hin haben diese Vaterlandsverteidiger während des Krieges auch noch ihre gute Mutter durch den Tod verloren.“