Vor 25 Jahren

Stühlingen – „Mit einem Paukenschlag endete die Städtlefestbesprechung am Dienstagabend“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 7. Mai 1992 und weiter: „Nach eineinhalbstündiger Diskussion, der Versammlungsleiter Rochus Schwengle ,Biertischniveau’ bescheinigte, zog Schwengle den Schlussstrich, indem er die Versammlung kurzerhand für beendet erklärte. Grummelnd und mit betretenen Mienen räumten die Teilnehmer fast widerspruchslos das Feld. Nicht die zum Teil unerfüllbaren Vereinsforderungen an die Stadt, sondern der Diskussionsstil habe ihn veranlasst, die aus dem Ruder gelaufene Sitzung zu schließen, stellte Schwengle gegenüber der Presse klar. Negativ bewertete Schwengle auch das Fehlen zahlreicher potenzieller Städtlefestteilnehmer. Er sprach sich dafür aus, jene Vereine, die an der Besprechung teilnehmen, auch bevorzugt zu behandeln. Schwengle deutete an, dass die Stadt nicht verpflichtet sei, sich um sämtliche organisatorischen Rahmenbedingungen zu kümmern.“

Kreis Waldshut – „Zum siebten Mal hat in Bad Säckingen ein Räuber mit Fasnachtsmaske Geld erbeutet“, dies berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 9. Mai 1992. Weiter ist dort zu lesen:„Der Unbekannte kassierte am Donnerstag kurz vor Mitternacht in einem Spielsalon mehrere Tausend Mark. Mit vorgehaltener Pistole erzwang der Mann die Herausgabe des Geldes. Einige Scheine fanden sich danach auf der Straße wieder; auf der Flucht hatte der Räuber einen Teil seiner Beute verloren. Eine sofortige Fahndung der Polizei blieb ohne Erfolg. Wie zuletzt bei einem Überfall auf eine Bad Säckinger Videothek, trug der Täter eine Greisenmaske. Seit 29. Januar wurden im Raum Bad Säckingen nunmehr sieben Überfälle registriert, bei denen der Täter eine Fasnachtsmaske trug. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich stets um den gleichen Täter handelt.“

Vor 50 Jahren

Waldshut – Das Hut- und Pelzhaus Kübler in der Kaiserstraße von Waldshut feierte im Mai 1967 sein 125-jähriges Bestehen. Es war damit das zweitälteste Geschäft der Stadt Waldshut. Der Alb-Bote bezeichnete den Betrieb in seinem Bericht über das Geschäftsjubiläum als ein „Stück Geschichte der Stadt Waldshut und ihrer wirtschaftlichen Entwicklung“.

Vor 75 Jahren

Remetschwiel – „Der 68 Jahre alte Landwirt Rudolf Baumgartner von Remetschwiel war am Mittwochmorgen mit Jaucheführen beschäftigt“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 7. Mai 1942. „Dabei kam er auf seinem Hof mit der Kraftstromleitung in Berührung und wurde sofort getötet. Baumgartner war Kriegsteilnehmer von 1916 bis 1918. Drei Söhne von ihm stehen derzeit im Heeresdienst. Der Familie unser Beileid“, schreibt der Alb-Bote anteilnehmend.

Vor 100 Jahren

Kreis Waldshut – „Spart Kartoffeln“, lautete die Überschrift der Alb-Bote-Notiz vom 7. Mai 1917, als sich die kriegsbedingte Nahrungsmittelknappheit immer mehr verstärkte. „Die Kartoffelmenge ist vor einiger Zeit für die Woche pro Kopf der Bevölkerung auf fünf Pfund erhöht worden. Die Bevölkerung wird trotzdem gut daran tun, sparsam mit den Kartoffeln umzugehen und nicht alles zu verbrauchen, was ihr nach den Bestimmungen zusteht. Denn die schwierigste Zeit für die Versorgung mit Kartoffeln wird erst kommen Anfang Juli. Dann wird jeder froh sein, wenn er sich einen kleinen Kartoffelvorrat gespart hat“, appellierte der Alb-Bote an die Bevölkerung, sich auf noch schlechtere Zeiten vorzubereiten.