Vor 25 Jahren

Stühlingen-Wangen – „Nun hat die Wangener St. Wendelinskapelle ihr Zwiebeltürmchen wieder“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe vom 11. April 1992. „Während der Renovierung erwies sich der Unterbau der Zwiebelkonstruktion als durch und durch morsch. Deshalb entschloss man sich zu einer Neuanfertigung. Während der Zimmereibetrieb Kessler aus Bettmaringen das Grundmodell herstellte, fertigte Installateur Werner Nußberger aus Weizen die handgearbeitete Kupferverkleidung an. Ein Spezialkran hievte das Unterwangener Wahrzeichen langsam, aber sicher und millimetergenau an Ort und Stelle. Laut Ortsvorsteher Helmut Kaiser, der federführend bei der Kapellensanierung engagiert ist, wird die Außenrenovierung voraussichtlich bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Danach wird das Innere der Kapelle aufgefrischt. Ein Großteil der Kosten wird über Spenden und Eigenleistungen von der Wangener Dorfgemeinschaft aufgebracht.“

Grafenhausen – „Eine Ära ist zu Ende gegangen", dies schrieb der Alb-Bote am 11. April 1992. „Gestern wurde der frühere Alleinvorstand der Rothaus-Brauerei, Hans Pfender, nach 28-jähriger Tätigkeit in den Ruhestand verabschiedet. Der 66-jährige, dem vor kurzem das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde, wird aber dem Unternehmen als Mitglied des Aufsichtsrats weiter erhalten bleiben. ,Ich gehe nicht in Rente’, betonte der scheidende Direktor. Wenn auch nicht mehr als Gestalter, an den wesentlichen Entscheidungen will er beteiligt bleiben. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Landtagsabgeordneter Ventur Schöttle, bescheinigte bei der Abschiedsfeier im Haus des Gastes Hans Pfender, die badische Staatsbrauerei zu einer ,Perle Baden-Württembergs’ gemacht zu haben“, schreibt der Alb-Bote weiter.

Vor 50 Jahren

Tiengen – Einen besonders schönen Erfolg konnte die Obstbaugenossenschaft Hochrhein in Tiengen von der Bundesgartenschau vor 50 Jahren in Karlsruhe mit nach Hause bringen. Bei der gestellten Obstsonderpreisaufgabe konnten die Genossenschaft und Obstbaumeister Alois Winkler aus Buch je eine Goldmedaille erringen. Der Alb-Bote wertete diesen Erfolg in einem Beitrag vom 15. April 1967 als erneuten Beweis für die ausgezeichnete Qualität des Hochrheinobsts.

Vor 75 Jahren

Kreis Waldshut – „Im Rahmen der erweiterten Kinderlandverschickung kehrten zu Ostern 67 Kinder aus dem Kreis Molsheim und zehn Kinder aus dem Kinderheim Friedenweiler zurück“, berichtete der Alb-Bote am 17. April 1942. „Die Jungen und Mädel hatten sich alle gut erholt und beachtliche Gewichtszunahmen aufzuweisen. Am 24. April ging von Waldshut ein neuer Transport von 30 Kindern nach Molsheim und in den nächsten Tagen gehen weitere fünf Kindern nach Friedenweiler ab. Es ist ein schönes Zeichen der Volksgemeinschaft, dass die Kinder aus unserem Kreisgebiet im Elsaß so gute Aufnahme gefunden haben. Die Kleinen waren begeistert von all den neuen Eindrücken, die sie vom Elsaß in ihre Heimat mitbrachten.“

Vor 100 Jahren

Stühlingen – „Im Randengebiet wollten in der Nacht vom 7. auf den 8. des Monats zwei russische Kriegsgefangene in die Schweiz flüchten“, berichtete der Alb-Bote am 17. April 1917. „Da sie dem Anrufe des Grenzpostens keine Folge leisteten, machte derselbe von der Schusswaffe Gebrauch. Einer der Flüchtlinge wurde erschossen, der andere so schwer verwundet, dass er später seinen Verletzungen erlegen ist. In der Nacht von 10. auf 11. des Monats wollte wieder ein flüchtiger Russe nach der Schweiz. Er wurde ebenfalls erschossen, da er auf Anruf nicht stehen blieb“, heißt es im Alb-Bote. (hff)