Vor 25 Jahren

Albbruck – Im Zeichen eines allgemeinen Konkurrenzdrucks auf dem Papiersektor und Konjunktureinbußen stand Anfang Mai 1992 die Maifeier der Papierfabrik Albbruck, die erstmals in der neuen Eckert-Halle im Gewerbegebiet durchgeführt wurde. Mit fast 1300 aktiven und ehemaligen Betriebsangehörigen hieß Direktionsvorsitzender Bernhard Vogel unter den Gästen aus Wirtschaft und Verwaltung auch einen Abgesandten des neuen Eigentümers, der finnischen Myllikoski, willkommen. Bei einer geringen Steigerung der deutschen Papierproduktion schnitten laut Vogel die für die Werke Albbruck und Mochenwangen wichtigen Druck- und Pressepapiere noch schwächer ab. Nicht mitgemacht habe Albbruck den ruinösen Preisverfall bei den gestrichenen Papieren, so Vogel weiter. Das habe allerdings einen dreiprozentigen Mengenrückgang zur Folge gehabt. Weshalb es zu Stillständen an drei Papiermaschinen gekommen sei, die auch 1992 unvermeidlich sein dürften. Trotz allem sei es gelungen, so Vogel zum Schluss seines Jahresrückblicks, das Ergebnis insgesamt ausgeglichen zu halten.

Kreis Waldshut – Der frühere Präsident des Landgerichts Waldshut, Professor Herbert Tröndle, und Emil Zeller aus Lauchringen, der über 25 Jahre lang den CDU-Kreisverband Waldshut geführt hatte, wurden Anfang Mai 1992 im Neuen Schloss in Stuttgart von Ministerpräsident Erwin Teufel mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. An der Feierstunde mit Empfang nahmen auch Landrat Bernhard Wütz, der CDU-Bundestagsabgeordnete Werner Dörflinger, Lauchringens Bürgermeister Bertold Schmidt und Bürgermeister Manfred Beck von Waldshut-Tiengen teil.

Vor 50 Jahren

Waldshut – Drei Tote und einen Schwerverletzten forderte ein Verkehrsunfall am 1. Mai 1967 auf der Bundesstraße 34 zwischen Waldshut und Tiengen. Auf regennasser Fahrbahn geriet ein Pkw aus Günzburg auf die linke Fahrbahnseite und prallte mit einem entgegenkommenden, in Richtung Tiengen fahrenden Pkw zusammen. In dem Wagen aus Günzburg starb der Fahrer, im anderen Pkw eine Frau aus Detzeln. Einer von zwei Schwerverletzten, ein 18-Jähriger aus Waldshut, starb zwei Tage später. Er war zu Fuß auf dem Heimweg von der Küssaburg und unterwegs als Anhalter vom Auto aus Günzburg mitgenommen worden.

Vor 75 Jahren

Waldshut – „Zirkus Holzmüller kommt“, berichtete der Alb-Bote am 6. Mai 1942. „Ein besonderes Ereignis steht der Bevölkerung der Kreishauptstadt und Umgebung durch das Gastspiel des bekannten Zirkusunternehmens Holzmüller bevor. Dieser Zirkus, der über eine gute Auswahl Pferde, exotische Raubtiere und über einen Elefanten verfügt, wird auf dem Chilbiplatz am 14. und 15. Mai gastieren. Ein recht reichhaltiges Programm wird sich vor den Augen der Zuschauer abwickeln, verfügt doch gerade Zirkus Holzmüller über eine größere Anzahl Artisten aus allen einschlägigen Fachgebieten.“

Vor 100 Jahren

Stühlingen – „In letzter Zeit ist das Interesse, welches die Zivilbevölkerung der Wiederergreifung entwichener Kriegsgefangener entgegenbringt, erfreulicherweise weit reger geworden als dies früher der Fall war“, berichtet der Alb-Bote am 2. Mai 1917. „Während es im letzten Jahre wiederholt vorkam, dass Frauen und Kinder entwichenen Kriegsgefangenen auf deren Bitte den Weg nach der Schweiz zeigten, haben im letzten Monat Zivilpersonen die Wiederergreifung Entwichener ermöglicht, da sie die Letzteren – meist unter dem Vorwande, ihnen Essen und Trinken zu besorgen – festhielten und die nächstgelegene Wache verständigten.“ – Dieses Verhalten wurde als „vaterländische Pflicht“ bezeichnet.