Vor 25 Jahren

Waldshut/Rheinfelden – Bei der Landtagswahl am 5. April 1992 im Wahlkreis Waldshut, der von Jestetten bis Rheinfelden reichte, erlitt die CDU starke Verluste, während SPD und Grüne leicht zulegen konnten. Die Wahlbeteiligung betrug 61,8 Prozent, 4,4 Prozent weniger als 1988. Die Parteien erzielten folgendes Ergebnisse (in Klammern die Vorwahlergebnisse): CDU 43,9 Prozent (53,2), SPD 32,0 Prozent (29,6), FDP 5,1 Prozent (6,1), Grüne 7,8 Prozent (7,3), NPD 1,2 Prozent (1,5) und Republikaner 4,9 Prozent (1988 nicht angetreten). In den Landtag wiedergewählt wurden der Waldshuter Rechtsanwalt Peter Straub für die CDU und Diplom-Volkswirt Dr. Dieter Puchta aus Jestetten für die SPD. Auf Landesebene verlor die CDU nach 20 Jahren die Alleinherrschaft und erreichte nur noch 39,2 Prozent (49,0). Die SPD verringerte sich auf 29,2 Prozent (32,0). Die Republikaner wurden mit 11,4 Prozent drittstärkste Partei im Land vor den Grünen mit 9,4 Prozent (7,9) und der FDP mit 6,0 Prozent (5,9).

Kreis Waldshut – Riesiges Glück hatten die sieben (!) Insassen eines Autos bei einem Unfall am 7. April 1992 kurz vor Mitternacht auf der L 163 zwischen Dettighofen und Bühl. Der 23-jährige Fahrer beförderte fünf Erwachsene und ein Kleinkind. In einer Linkskurve kam der Personenwagen von der Fahrbahn ab, rauschte 60 Meter weit über eine Wiese, überquerte eine Straße, mähte ein Hinweisschild nieder und geriet dann über eine Böschung. Nachdem der Personenwagen sich mehrmals überschlagen hatte, blieb er vier Meter unterhalb der Straße auf den Rädern stehen. Der Fahrer, drei Erwachsene und das Kleinkind wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, zwei Insassen blieben unverletzt. Nach einer Blutprobe wurde dem Fahrer der Führerschein abgenommen.

Vor 50 Jahren

Waldshut – Abschied von Waldshut nahm vor 50 Jahren der Gastwirt des Restaurants „Bilgerbräu“ an der Ecke Post- und Bismarckstraße in Waldshut, Georg Niering. Nach seiner 14-jährigen Tätigkeit auf dem Gasthaus „Bilgerbräu“ in Waldshut übernahm der tüchtige Gastronom und versierte Küchenchef, wie ihn der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 1. April 1967 bezeichnete, eine Pension in der Schwarzwaldgemeinde Bernau.

Vor 75 Jahren

Waldshut – „Wenn der Frühling seinen Einzug hält, kommt seit Jahrzehnten immer auch unser lieber Freund August Faller nach Waldshut und schlägt, diesmal wieder bei der Turnhalle, sein Unternehmen auf“, berichtete der Alb-Bote am 2. April 1942. „Leider hat er zur Enttäuschung der Jugend seine Autobahn heuer nicht mitgebracht, aber trotz aller Hindernisse hat er es sich nicht nehmen lassen, wenigstens mit Fliegerkarussell und Belustigungshallen Einzug zu halten. Nachdem er auf seinem Ruhesitz in Horheim den Winter überstanden hat, zieht es ihn wieder in die Städte Süddeutschlands, wobei er nie vergisst, in Waldshut den Anfang zu machen.“ – Die Schaustellerbesuche zu Ostern in Waldshut gibt es schon lange nicht mehr, doch zur Chilbi ist das Faller-Unternehmen, vor allem mit seinem Auto-Scooter, auch heute immer noch treuer Gast in Waldshut.

Vor 100 Jahren

Bernau – „Stürmisches Schneetreiben herrscht in den letzten Tagen auf unseren Bergen“, berichtete der Alb-Bote am 10. April 1917 aus Bernau. „Der gestrenge Winter führt immer noch sein Regiment. Man glaubt sich um die Zeit um Weihnachten versetzt, statt Ostern. Im Tal liegt der Schnee fast durchschnittlich einen halben Meter tief, in den Wäldern und auf den Hängen stellenweise einen ganzen Meter. Hoffentlich hält der liebliche Frühling bald seinen Einzug, damit der Schnee endlich verschwindet und die Bauern mit den Feldarbeiten beginnen können.“