Vor 25 Jahren

St. Blasien – In St. Blasien kam es im März 1992 zu einem Zwist um die abgelehnte Ehrenbürgerschaft für Alt-Bürgermeister Helmut Gießler. Er war bis 1986 in zwei Amtszeiten Chef im Rathaus gewesen, fand jedoch bei seinen Parteifreunden in der CDU kein Verständnis, als er im Alter von 64 Jahren 1986 noch einmal zur Wahl antrat, obwohl er wegen Altersbegrenzung das Amt nur vier Jahre hätte ausüben können. Doch mit der Wahl von Johannes Meier zum neuen Bürgermeister kam es zum Wechsel. Und es war Meier, der jetzt vorschlug, Gießler anlässlich seines 70. Geburtstages am 31. März 1992 zum Ehrenbürger zu ernennen. Dies aber wurde vom Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung von der Mehrheit aus CDU- und SPD-Räten abgelehnt. Gießlers Ehefrau legte daraufhin ihren Vorsitz der St. Blasier Frauenunion nieder und warf dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Thomas Mutter vor, die treibende Kraft zur Ablehnung der Ehrenbürgerschaft gewesen zu sein. Das Argument, ihr Mann sei als Bürgermeister für seine Tätigkeit schließlich bezahlt worden, könne sie nicht gelten lassen, sagte eine enttäuschte Renate Gießler. Doch die von Bürgermeister Meier geplante Ehrung fiel wegen der offenbar nicht ausgeräumten Querelen zwischen dem CDU-Stadtverband und Gießler ins Wasser.

Oberlauchringen – „Den Mühlenkanal in Oberlauchringen überspannt ein neuer Rad- und Fußweg“, berichtete der Alb-Bote am 25. März 1992. „Im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes Waldshut fertigte eine Holzbaufirma aus Bannholz die neue Holzkonstruktion. Ein schwerer Autokran hievte am 23. März die Brückenkonstruktion auf die erneuerten Fundamente. Neuesten Richtlinien entsprechend, ist das verwendete Holz nicht chemisch gegen Witterungseinflüsse behandelt. Eine Überdachung wird die Brücke vor Regen und Schnee schützen.“

Vor 50 Jahren

Höchenschwand – „Ein großes Werk wird Wirklichkeit“, schrieb der Alb-Bote am 20. März 1967 nach der in Höchenschwand erfolgten Gründung des Zweckverbands „Wasserversorgung Höchenschwander Berg“. Der Gründung des aus acht Gemeinden gebildeten Verbands ging ein Planungsverband voraus, der in mehreren Jahren die rechtlichen und technischen Voraussetzungen für das seit Langem angestrebte Vorhaben geschaffen hatte. Die Gründungsversammlung dauerte fast sieben Stunden. Gründungsgemeinden waren Amrigschwand, Bannholz, Bierbronnen, Höchenschwand, Nöggenschwiel, Remetschwiel, Tiefenhäusern und Waldkirch.

Vor 75 Jahren

Wutöschingen – „Ein am Bahnhof auf den Zug wartender Mann sah ein Kind in der Wutach treiben“, berichtete der Alb-Bote am 28. März 1942. „Er machte durch Rufen Personen aufmerksam, die sich in der Nähe des Wassers befanden. Ein Arbeiter aus Tiengen, namens Paul Wassmer, warf sich sofort ins Wasser und es gelang ihm, das schon bewusstlose Kind trotz höchster eigener Gefahr ans Land zu bringen. Wiederbelebungsversuche hatten erfreulicherweise Erfolg. So konnte das fünfjährige einzige Kind seiner Eltern, dem Meister Meier, wiedergegeben werden.“

Vor 100 Jahren

Waldshut – „Dem Vernehmen nach soll nun auch in Waldshut vom 1. April ab eine städtische Milchzentrale errichtet werden“, berichtete der Alb-Bote am 27. März 1917. „Dies ist sehr zu begrüßen, denn mit Milch und Fett waren wir bisher herzlich schlecht versorgt. Butter und Fett sind hier unbekannte Größen und gehören ins Reich des Märchenlands. In letzter Zeit aber mehren sich auch die Klagen über Milchmangel und ungleiche Zuteilung der Milch. Angesichts der bevorstehenden Neuregelung empfiehlt es sich, noch eine abwartende Haltung einzunehmen und sich vorerst mit dem gegenwärtigen unhaltbaren Zustand zufriedenzugeben.“