Vor 25 Jahren

Waldshut – „Das Waldshuter Krankenhaus ist gesund“, berichtete der Alb-Bote am 19. Mai 1992. „Auf diesen einfachen Nenner gebracht werden kann die Bilanz, die gestern OB Martin Albers und Krankenhausgeschäftsführer Peter Weishaupt der Presse vorlegten. Vom bundesweit vielbeklagten Personalnotstand, der andere Kliniken zur Schließung von Abteilungen zwingt, ist in Waldshut nichts zu spüren. Auch an Ärzten mangelt es nicht. Die im Plan vorgesehenen 41,5 Arztstellen sind bis auf eine halbe besetzt. Der Personalstellenplan sieht 146 Krankenschwestern oder Pfleger vor, im Durchschnitt standen in den ersten vier Monaten 1992 genau 146,4 Kräfte zur Verfügung. Und rechtzeitig bevor Bund und Land wegen der Kosten der Wiedervereinigung das Geld für neue Krankenhausbauten ausgegangen ist, konnte Waldshut die Erweiterung und Modernisierung seines Spitals abschließen. Die 3,8 Millionen D-Mark, die der Spitalfonds als Träger des Krankenhauses für die 50 Millionen D-Mark teure Sanierung aus eigener Tasche noch bezahlen muss, liegen auf der hohen Kante.“

Waldshut-Tiengen – „Moderne Technik wird in Waldshut-Tiengen, Dogern, Lauchringen und Küssaberg das Telefonieren umständlicher machen“, berichtete der Alb-Bote am 27. Mai 1992. „Im Frühjahr 1993 wird auf Computersteuerung umgestellt. Die praktischen einstelligen Kurzvorwahlen werden abgeschafft. Noch genügt für die Verbindung zwischen den Ortsnetzen Waldshut (mit Dogern) und Tiengen (mit Lauchringen und Küssaberg) eine Ziffer: Von Tiengen nach Waldshut die 8, von Waldshut nach Tiengen die 9. Doch ab Frühjahr 1993 müssen Waldshuter nach Tiengen die 07741 vorwählen und Tiengener nach Waldshut die 07751. Begründet wird dies von der Telekom mit der Umstellung auf Digitaltechnik. Diese wird dann auch den Vorteil des Anschlusses an das ISDN-Netz bieten. Dann kann man über den Telefonanschluss Daten und Gespräche übertragen.“

Vor 50 Jahren

Albbruck – Die Mitinhaberin und Seniorchefin der Eisengießerei Nägele in Albbruck, Maria Olga Nägele, starb am 28. Mai 1967 im 84. Lebensjahr. Im Nachruf des Alb-Bote wurde Nägele als „liebenswerte Frau, Mutter und Unternehmerin“ gewürdigt. In der Gemeinde sei sie verehrt worden, was ein „dankbares Andenken an die beliebte Mitbürgerin“ bewahren werde.

Vor 75 Jahren

Waldshut – Am Tag nach der Vollendung seines 72. Lebensjahrs am 31. Mai 1942 starb in Waldshut der Rechtsanwalt Karl Siebert. Er war 1896 von Karlsruhe nach Waldshut gekommen. Siebert nahm lebhaft Anteil am politischen Leben, vor allem in der damaligen Zentrumspartei. Einige Jahre war er Vorsitzender der Kreisversammlung. Viele Jahre bekleidete er das Amt des Vorsitzenden des Liederkranzes Waldshut. Siebert sei, wie im Alb-Bote vor 75 Jahren zu lesen war, ein „begeisterter Sänger und Musiker und eine in Stadt und Land bekannte Persönlichkeit“ gewesen.

Vor 100 Jahren

Tiengen – „Es werde als ein großer Missstand empfunden, dass der untere Wutachsteg, der vom Hochwasser zerstört worden war, so lange nicht wieder hergestellt wurde“, berichtete der Alb-Bote am 26. Mai 1917. „Dem zuvorkommenden Bemühen des Herrn Oberdammmeisters Biethinger von Waldshut ist es zu danken, dass trotz des stets hohen Wasserstandes der Steg in besserer Weise als das erste Mal wieder hergestellt und dem Verkehr übergeben wurde. Für die Bewohner des Rheintals und solche, die von Tiengen dorthin wollen, ist das eine sehr gute Nachricht, da der Weg nach Kadelburg und so weiter durch den Wald doch kürzer und angenehmer ist.“