Vor 25 Jahren

Höchenschwand – „Auch in Höchenschwand fehlt es in diesem Winter einmal mehr an der ,weißen Pracht’“, dies berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe vom 6. Februar 1993. „Langläufer kamen einst gern nach Höchenschwand. Sie konnten auch bei wenig Schnee ihrem Hobby frönen. Dieses Jahr allerdings gehen sie erneut leer aus. Ein Schild an der Tür des Loipenhauses verkündet: ,Nur während der Wintersaison geöffnet.’ Da die Saison für Wintersportler nicht vom Kalender, sondern von Schneefällen abhängt, ist die Tür der Hütte verriegelt. Und während ihr grüner Lack immer mehr abblättert, rekeln sich davor sonnenhungrige Luftschnapper auf den Bänken. Wintererholung statt Wintersport“, mit dieser Feststellung endet der Bericht im Alb-Bote von 1993.

Bonndorf/Boll – „Im Bereich des Kinderspielplatzes Oberhalden im Ortsteil Boll hat sich die Erde in den vergangenen 14 Jahren verschoben“, berichtete der Alb-Bote am 6. Februar 1993. „Diese Beobachtung hat Wolfram Spieß vom Vermessungsamt Bonndorf gemacht. Vergleiche der aktuellen Messergebnisse mit denen von 1978 haben ergeben, dass sich das Gebiet um genau 76 Zentimeter in nördliche, 19 Zentimeter in die östliche Richtung und um 27 Höhenzentimeter verschoben hat. Die gesamte Fläche des Gebiets Oberhalden, auf dem früher der Oberhaldenhof stand, hat eine kleine Wanderung Richtung Wutachschlucht durchgemacht.“

Vor 50 Jahren

Waldshut – „Während die Innenausbauarbeiten am neuen Altersheim der evangelischen Kirchengemeinde an der St. Blasier Straße sehr zügig voranschreiten, kann ein anderes Altersheim in Waldshut Jubiläum feiern“, berichtete der Alb-Bote am 10. Februar 1968. „Das Wohnheim des Spitalfonds in den beiden Häusern Kaiserstraße 101 und 109 ist nunmehr 25 Jahre alt. Im Februar 1943 hatte der damalige Bürgermeister Birkenmeier auf einer Info-Veranstaltung die Pläne zur Errichtung des Altersheims vorgestellt und um Anmeldungen gebeten. Am 1. April 1943 wurde das erste Zimmer bezogen und am 1. Juli 1943 beherbergten die beiden Häuser bereits neun Bewohner. Im Laufe der 25 Jahre waren es bis zu 20 Personen in den 16 Zimmern des Heims. Das Essen wurde aus der Krankenhausküche bezogen. Im Februar 1968 lebten noch 13 Frauen in den beiden Häusern des Heims, das nach Fertigstellung des Altersheims an der St. Blasier Straße aufgegeben wurde.“

Vor 75 Jahren

Waldshut – Die Einrichtung einer städtischen Jugendmusikschule in der Kreisstadt Waldshut gab der damalige Bürgermeister Birkenmeier Mitte Februar 1943 bekannt und bat alle Eltern um Anmeldung der Schüler. Er kündigte an, dass der Unterricht spätestens bei Wiederbeginn des Schulunterrichts nach Ostern aufgenommen werden solle. Mit der musikalischen Leitung der Schule wurde Stadtkapellmeister Bartelmeß betraut.

Vor 100 Jahren

Waldshut – „Am Samstag ist das Kriegsnotgeld in 5- und 10-Pfennigstücken eingetroffen und kann bei der Stadtkasse umgetauscht werden“, berichtete der Alb-Bote am 11. Februar 1918. „Das Kriegsnotgeld enthält auf der einen Seite das Waldshuter Stadtwappen und die Aufschrift ,Stadt Waldshut 1917’, auf der anderen Seite das Wort ,Kriegsgeld’ 10 beziehungsweise 5 Pfennig. Das Kriegsgeld hat nur Gültigkeit in der Stadt Waldshut.“ – Nichts zu tun hatte dieses aus Münzen bestehende Kriegsnotgeld mit dem einige Jahre später während der Inflation der 1920er Jahre von der Stadt Waldshut selbst herausgegebenen Notgeld in Scheinen. Der letzte Schein dieser „Waldshuter Währung“ vom 26. Oktober 1923 war ein 50-Milliarden-Schein.