Folgt man repräsentativen Befragungen der Deutschen zu ihren Urlaubsvorstellungen aus den vergangenen zwei Jahren, zeigt sich, dass Wunsch und Wirklichkeit oftmals doch weit auseinanderklaffen. Demnach wünscht sich fast jeder Zweite Naturerlebnisse, versauert aber letztlich am überfüllten Strand, obwohl sich nur 25 Prozent der Befragten tatsächlich einen Strandurlaub erträumen (TNS Infratest). Statt sich im Urlaubshotel rundum wohl zu fühlen, gibt eben dieses Domizil Anlass zu Frust. Rund 10 Prozent der Befragten ärgern sich über überhöhte Preise und über Lärm am Urlaubsort (Leipziger Institut für empirische Forschung). Für viele sind zudem die schönsten Wochen des Jahres schon im Vorfeld mit Stress verbunden: Packen, Stau auf der Autobahn, Warteschlangen vor dem Flughafenschalter und und und ...

Urlaub kann so schön sein

Was läge da näher, als auf all dies dankend zu verzichten und sich sein Urlaubsziel woanders zu suchen: Im eigenen Garten zum Beispiel! Dort gibt es Naturerleben satt, dazu Entspannung, gesellige Stunden mit Familie oder Freunden – und sogar südliches Urlaubsflair, wenn der Garten mediterran angelegt ist! Der eigene Garten steht dabei zeitlich unbegrenzt zur Verfügung – jeden Tag, zum Feierabend, am Wochenende, aber eben auch den ganzen Sommerurlaub lang. Er kostet weder extra noch muss er eigens gebucht werden: Einmal angelegt, ist der Garten über viele Jahre das Sommer- und Sonnenparadies schlechthin, das sich jedes Jahr ein bisschen verändert und dabei immer höchst privat und spannend bleibt.

Damit man die freie Zeit im Garten auch genießen kann, sollte das private Paradies nicht zu viel Arbeit machen. Weil aber Gärtnern für viele auch entspannender Ausgleich ist, stehen echten Gartenfans eben nicht lästige Pflichten vor Augen, sondern die Freude am Gestalten. Wichtig ist dabei, dass die Pflanzen an geeigneten Standorten wachsen; denn nur dann gedeihen sie weitgehend selbstständig und problemlos. Alltags- und Urlaubsqualität bekommt ein Garten vor allem auch durch eine gute Planung. Landschaftsgärtner empfehlen zum Beispiel, den Garten in Räume zu teilen, am besten mehrmals quer zu seiner Länge. Dann wirkt ein kleiner Garten nicht nur größer, sondern er bietet dazu viel mehr Möglichkeiten, um verschiedene Wünsche zu erfüllen: Hier ein sichtgeschützter und versteckter Sitzplatz, da eine Sonnenterrasse, dort ein Schwimmteich, ein kleiner Kräutergarten, eine Grill-ecke oder ein weinumrankter Pavillon. Als Raumteiler pflanzen die Experten schmale Hecken, aber auch Solitärsträucher oder mit bunten Blüten umschlungene Laubengänge, die zudem für einen Wechsel zwischen sonnigen und schattigen Plätzen im Garten sorgen. Am Morgen gibt es dann das Frühstück in warmer Sonne und am heißen Mittag die Gelegenheit, sich in den kühlen Schatten zurückzuziehen. In einer windgeschützten Nische sitzt man gerne mit Freunden bis in die Nacht hinein. Stimmungsvolle Leuchten machen den Sommernachtstraum perfekt.

Mit ein paar Tricks lassen sich Italien oder Spanien direkt hinter das eigene Haus holen. Dazu pflanzen Landschaftsgärtner winterharte Palmen, Lavendel, Scheinzypressen und aromatisch duftende Kräuter wie etwa Thymian und Rosmarin. Zusätzlich sorgen Zitronen-, Oliven- oder Feigenbäumchen in ockerfarbenen Terrakotta-Töpfen auf der Terrasse für Ferienstimmung.

Als Belag für die Terrasse bildet zum Beispiel grob gearbeiteter Naturstein einen tollen Kontrast zum leuchtenden Blütenmeer, während darüber hinaus grün bewachsene Natursteinmauern die Wärme des Tages besonders gut speichern, um sie am kühleren Abend dann wieder an die Gartengäste abzugeben. Das Urlaubsgefühl wird noch verstärkt durch Natursteintreppen: Treppauf und treppab lässt sich so, vorbei an farbenfrohen und duftenden Weggefährten, herrliche Mittelmeer-Atmosphäre schnuppern. (BGL)