Ob der „grüne Teppich“ nun zum Faulenzen, als Spielwiese für Kinder oder einfach als gestalterisches Element gedacht ist, hängt einfach von den individuellen Bedürfnissen ab. Wozu der Rasen im Einzelfall dienen soll, bedarf bereits bei der Planung eines Gartens einer gründlichen Überlegung. Spezielle Rasensaatgut-Mischungen erfüllen auch ausgefallene Wünsche. Unterschieden wird nach Zier-, Gebrauchs- und Spielrasen. Bisweilen soll die Rasenfläche im Garten einfach nur grün sein, auf dem man sitzen, laufen und liegen kann. Gestaltungsmäßig bringen Rasenflächen grundsätzlich eine großräumige Gliederung des Gartens. Sie lassen, eine richtige Planung vorausgesetzt, das Haus sowie Baum- und Strauchpflanzungen erst richtig zur Wirkung kommen.

Tipps zur Anlage

Der dichte, grüne Rasenteppich ist der Stolz eines jeden Gartenbesitzers. Doch nicht jeder Boden ist für einen Rasen geeignet. Ideal ist immer eine humusreiche, nährstoffhaltige und mäßig feuchte Erde. Ein hoher Grundwasserspiegel und Staunässe verträgt kein Rasen, es bildet sich Moos und die Gräser ersticken. Auf trockenen, mageren Böden dagegen verbrennt das Gras bei heißem Sommerwetter. Deshalb sollte man der Bodenvorbereitung einige Aufmerksamkeit widmen. Wichtig: den Unterboden gut lockern und dann eine 15 cm hohe Schicht möglichst unkrautfreier Gartenerde aufbringen. Da Gräser eine gute Nährstoffversorgung benötigen, sollte bereits vor der Aussaat ein spezieller Rasendünger oberflächlich eingearbeitet werden. Allgemeine Empfehlung: von mineralischen Düngern gibt man 50 Gramm und von organischen Düngern 100 Gramm je Quadratmeter.

Vor der Aussaat wird die sorgfältig eingeebnete Fläche planiert, Steine und Wurzelreste müssen abgesammelt werden. Die günstigsten Zeiten für die Rasenaussaat ist jetzt oder dann im September. Dabei sollte man trockene und windstille Tage auswählen.

Nach der Aussaat wird der Grassamen eingewalzt oder mit unter die Schuhe geschnallten Trittbrettern sorgfältig angetreten. Das Abdecken der Aussaatfläche mit Vlies oder Schattiergewebe verhindert den Verlust von Samen durch Vogelfraß. Mitentscheidend für das spätere Aufgehen der Saat ist die durchdringende sofortige und bei trockenem Wetter laufende Bewässerung. Doch aufgepasst: das Gießwasser muss sanft auffallen, ansonsten schwimmt der Samen auf und sammelt sich an tieferen Stellen. Erstmalig geschnitten wird das Gras bei einer Mindestwuchshöhe von 6 cm mit einer Sense oder einem leichten Rasenmäher.

Wenn der Rasen zu viel Schatten hat, nachlässig gemäht wird, verdichtet und versauert ist, macht sich allzu schnell Moos breit. Vor allem nach milden Wintern besiedelt es jede noch so kleine Lücke und macht den Gräsern Lebensraum und Nährstoffe streitig. Der beste Schutz gegen Moos sind gut ernährte, kräftige und strapazierfähige Rasengräser. Wer seinen „grünen Teppich“ regelmäßig mäht, wässert, düngt und kalkt gibt Moos un der Vielfalt von anderen Kräutern kaum eine Chance.

Trotzdem: Wenn Moos vorhanden ist, sollte man bis Ende Mai an die Bekämpfung denken. Als erster Arbeitsschritt wird vertikutiert. Dadurch wird die Grasnarbe ausgekämmt und durchlüftet. Als Alternative zu Rasendüngern mit Moosvernichter und speziellen Eisendüngern gelten umweltfreundliche Mittel auf der Basis von Essig- oder Pelargonsäure, die mit der Gießkanne ausgebracht werden. Das Moos stirbt innerhalb kürzester Zeit ab. Jetzt sollte gedüngt werden, damit sich die Rasengräser kräftigen, ausbreiten und neu aufkommendes Moos verdrängen.

Begrenzung

Mit der Rasenoberkante abschließende größere Pflaster- oder Betonsteine, liegend verlegt, dienen als Begrenzung und sorgen dafür, dass das Gras überall gut zu mähen ist.