Ursprünglich ein kleiner Gletschersee des Feldberg-Gletschers, heute der größte See im Schwarzwald. Zu diesem Privileg kam der Schluchsee durch den Bau einer über 63 Meter hohen Staumauer in den Jahren 1929 bis 1932. Dazu musste der Natursee zunächst um 13 Meter abgesenkt werden. Bei der Sprengung eines Stollens fand man einen Einbaum. Dieser belegt, dass der Schluchsee bereits um das Jahr 650 nach Christus befahren wurde. Der Einbaum kann im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz besichtigt werden. Der Schluchsee liegt südöstlich des Titi-sees und ist über sieben Kilometer lang und eineinhalb Kilometer breit.

Nutzung der Wasserkraft

Finanziert wurde die Staumauer von der Schluchseewerk AG mit der Maßgabe, die Wasserkräfte zur Stromerzeugung zu nutzen. Damals war von Umweltschutz und "Sauberer Energie" im heutigen Sinne noch keine Rede, allerdings hatte der Naturschutz ein Wörtchen mitzureden.

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Datum:07.05.2018
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Während sich der so entstandene Schluchsee über Jahrzehnte harmonisch in die zauberhafte Schwarzwald-Landschaft einbettete und den Tourismus aufblühen ließ, kommt es in jüngster Zeit immer wieder zu Interessenkonflikten zwischen dem Betreiber und der Gemeinde Schluchsee über den Wasserstand während des Sommers. Die Gemeinde befürchtet, dass die Touristen bei niedrigem oder auch zu hohem Wasserstand auf die Dauer ausbleiben könnten.

Ein spektakuläres Naturschauspiel

Wegen notwendiger Reparaturarbeiten an der Staumauer wurde der Schluchsee 1983 extrem abgesenkt. Für mehrere Wochen war der ursprüngliche Gletschersee sichtbar – ein spektakuläres Jahrhundertereignis, das unzählige Schaulustige an den Schluchsee zog. Das freigelegte Seebett glich einer Mondlandschaft mit jeder Menge Schlamm, Algen und Geröll. Die Grundmauern eines alten Schulgebäudes, vergangener Bauernhöfe, einer abgebauten Kapelle wurden sichtbar.

Die Menschen spazierten durch das Seebett, nahmen gesunkene Schiffe und Skier von der nahe dem See verlaufenen Loipe in Augenschein – und auch Munition aus dem Weltkrieg wurde gefunden. Der übliche Badebetrieb, die Seefischerei und der Segelsport mussten eine Zwangspause einlegen. Dafür wurde die alte Poststraße entlang des Gletschersees reaktiviert und als Touristenattraktion mit einer alten Postkutsche befahren. Nach gut einem Jahr war der ganze Spuk dann wieder vorbei und der Schluchsee präsentierte sich in alter Pracht und Schönheit.

Während sich der Schluchsee wie auf dem Bild harmonisch in die zauberhafte Schwarzwald-Landschaft eingebettet präsentiert, glich das Seebett bei der Absenkung 1983 einer Mondlandschaft.<sup></sup><em>Bild: Thomas Bichler</em>
Während sich der Schluchsee wie auf dem Bild harmonisch in die zauberhafte Schwarzwald-Landschaft eingebettet präsentiert, glich das Seebett bei der Absenkung 1983 einer Mondlandschaft. | Bild: Thomas Bichler

Allerdings wurde der Wasserspiegel im Winter 2013/14 erneut massiv abgesenkt. Das abgeflossene Wasser wurde zur Stromerzeugung benötigt, da der Solarstrom geringer ausfiel. So musste dem Schluchsee viel mehr Wasser abgezapft werden, um die rund 30 000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Im Frühjahr 2014 lag der Pegel rund zwölf Meter unter dem Normalwert. Aber bereits im Juni 2014 hatte der Wasserstand wieder die ideale Höhe erreicht und lud zum Baden ein.

Schluchsee wird zum Schlucksee

Bundesweit, wenn nicht sogar weltweit in die Schlagzeilen geriet der Schluchsee 1982: Bei der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Spanien hatte die deutsche Fußballnationalmannschaft ihr Trainingslager am Schluchsee aufgeschlagen. Der damalige Bundestrainer Jupp Derwall ließ den Spielern viele Freiheiten. Einige Spieler sollen dies für Trinkgelage ausgenutzt haben. So wurde damals aus dem Schluchsee der "Schlucksee".

Neun Touren

26. April: Burgen & 
2. Mai: Dreiländer-Tour
3. Mai: Hochrhein-Tour
8. Mai: Albtal & Schluchsee
9. Mai: Thurgauer Apfelradeln
15. Mai: Linzgau-Tour
17. Mai: Küssaburg
22. Mai: Hotzenwald & Murgtal
24. Mai: Donau-Radweg

Die Komponenten eines Pedelecs

Die Funktion: Ein Pedelec ist wie ein Fahrrad aufgebaut. Zusätzlich verfügt es über einen Motor, einen Akku, Sensoren und einen Controller. Registrieren die Sensoren eine Pedalbewegung, schicken sie ein Signal an den Controller. Der Controller steuert den Akku. Dieser sendet Strom an den Motor, welcher dann den Fahrer beim Treten unterstützt.

  • Der Motor: Obwohl es drei Varianten gibt, hat sich der Mittelmotor inzwischen durchgesetzt. Der Antrieb in der Mitte des Rades hat den Vorteil, dass das normale Fahrverhalten des Rades kaum beeinflusst wird.
  • Der Akku: Hochwertige Lithium-Ionen-Akkus mit bis zu 500 Wattstunden sind heute Standard. Wie weit ein Akku reicht, ist von vielen Faktoren abhängig: Unterstützungsstufe, Fahrverhalten, Fahrergewicht und Beschaffenheit der Strecke. Die Spannbreite ist groß, von weniger als 20 bis deutlich über 100 Kilometer. Neben der Art und Dauer der Beanspruchung hat auch ein sorgsamer Umgang Einfluss auf die Lebensdauer. Mit einem Ladegerät wird der Akku aufgeladen.
  • Das Display: Mit einem Display kann man verschiedene Funktionen steuern und Informationen ablesen. Es gibt auch Systeme, bei denen das Display wie ein moderner Boardcomputer mit LCD-Bildschirm gestaltet ist.