Von Bregenz aus kommend über die Rheinbrücke rechts um Fußach herum, fährt man auf dem Deich direkt in das Naturschutzgebiet Rohrspitz. Eine einzigartig schöne und aufregende Wildnis, ein Refugium für Vögel und Pflanzen – und das Schönste daran, der Mensch wird nicht ausgeschlossen. "Das Rheindelta ist äußerst attraktiv für Radler, Wanderer und natürlich auch für Badeurlauber und Wassersportler", erklärt Walter Niederer, Geschäftsführer des Naturschutzvereins Rheindelta.

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Datum:27.04.2018
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Der Zusammenschluss sieht sich als Mittler zwischen den Interessen der Gemeinden im Rheindelta und den Belangen des Naturschutzes. "Eine nicht immer ganz einfache Aufgabe", so Niederer. Das Rheindelta am südöstlichen Bodenseeufer ist ein Naturschutzgebiet nach den Richtlinien der Europäischen Union sowie ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung.

Naturnahe Lebensräume

Das Naturschutzgebiet Rheindelta umfasst das Bodenseeufer vom Alten Rhein an der Grenze Österreichs zur Schweiz bis hin zur Dornbirner Ach bei Hard und ist rund 2000 Hektar groß. Knapp zwei Drittel davon sind Teil des Bodensees, sprich angrenzende Wasserflächen mit zum größten Teil sehr flachen Bereichen. Diese sind bedeutende Laichgebiete für Fische und bieten riesigen Schwärmen von Wasservögeln Nahrung. Die Ufer mit landschaftsgeprägten Schilfröhrichten sind Brutgebiete für seltene Vogelarten, und die angrenzenden Feuchtwiesen werden naturnah als Streuwiesen genutzt. Hier finden sich jede Menge Wildbienen, Kleintiere aller Art und Wiesenvögel ebenso wie gesunde Kräuter und seltene Sauergräser. Geschützt wird das Ganze durch Auwälder als Refugien für Vögel und Schmetterlinge. Rund 330 zum Teil seltene Vogelarten, 160 Wildbienenarten leben im Rheindelta, außerdem wachsen hier rund 600 Pflanzen.