Um tosende Wassermassen zu erleben, die spektakulär in die Tiefe stürzen, muss man nicht unbedingt zu den Niagarafällen reisen. Ein imposantes Naturschauspiel bietet auch Europas größter Wasserfall im schweizerischen Schaffhausen, der Rheinfall.

Auf einer Breite von 150 Metern stürzen pro Sekunde bis zu 600.000 Liter Wasser aus dem Bodensee die 23 Meter hohen Felsvorsprünge hinunter, um sich im Rheinfallbecken wieder zu sammeln, bevor sie als Hochrhein in Richtung Basel fließen. Hautnah erleben kann man dieses schäumende Spektakel von einem, in der Mitte des Rheinfalls steil aus dem Wasser ragenden Fels aus.

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Datum:02.05.2018
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Wissenswertes zum Rheinfall

  • Entstanden ist der Rheinfall vor rund 17.000 Jahren nach der zweiten Änderung des Rheinlaufs während der letzten Eiszeit. Dabei wurde der Rhein im weiten Bogen gegen Süden abgedrängt und erreichte oberhalb des Falles sein heutiges Bett. Beim Übergang von den harten Malmkalken zur leicht abtragbaren, risszeitlichen Schotterrinne entwickelte sich der heutige Rheinfall. Die Rheinfallfelsen bilden die Überreste der ursprünglich steil abfallenden Kalksteinflanke.
  • Einer Sage nach soll vor langer Zeit einmal ein Fischer oberhalb des Rheinfalls in seinem Boot eingeschlafen sein. Als er wieder aufwachte, befand er sich unterhalb des Rheinfalls – völlig unversehrt. Dessen bewusst, habe er einen Weidling an Land gezogen und aus Dankbarkeit das Kloster Rheinau gegründet. Allerdings berichtet eine andere Version vom Tode des Fischers, als er es ein zweites Mal bei vollem Bewusstsein probierte. Seitdem soll man in mondhellen Nächten des öfteren ein nebelhaftes Schifflein mit einem Fischer zwischen dem Doppelriff des Rheinfalls hinabgleiten und in den milchweißen, überschäumenden Wasserstürzen verschwinden sehen.
  • Schifffahrt: Bereits 1839 wollten die Schweizer den Rheinfall mithilfe von zehn Schleusenbecken überwinden. In den 60er-Jahren gab es Pläne, den Fall mithilfe von Kanälen und Tunneln südlich vom Schloss Laufen zu umschiffen. Ein anderes Projekt sah vor, einen zehn Kilometer langen Kanal von Langwiesen nach Ellikon zu bauen – letztlich scheiterte die Umsetzung der Ideen. Der Ausbau der Güterschifffahrt auf dem Hochrhein und Bodensee ist heute kein Thema mehr.
  • Wasserkraft: Die Nutzung der Wasserkraft wurde bereits im 11. Jahrhundert in die Tat umgesetzt. Um 1704 hatte sich das Eisenwerk Laufen angesiedelt und zur Erinnerung daran wurde 1876 ein Wasserrad installiert. Um 1888 übernahm die Alusuisse die Produktionsstätten und Schmieden direkt am Rheinfall und stellte als erstes Unternehmen in Europa Rohaluminium auf elektrochemischem Weg her. 1945 wurde das Werk jedoch stillgelegt.
  • Lachsfischerei war früher einmal ein wichtiger Broterwerb für die Neuhauser, und im 16. Jahrhundert zierte der Lachs sogar das Gemeindewappen. Rücksichtslose Fischerei und die Verschmutzung des Rheins haben den Bestand dezimiert, und letztlich hatte der Lachs auch wegen der vielen Wehre keine Überlebenschanchen mehr.
  • Abenteuer pur: 1997 gelang dem Extrem- und Expeditionskajaker Georg Schauf die Befahrung des Rheinfalls auf der südlichen Route mit einer Fallhöhe von 23,7 Metern, was zu einem Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde führte. In dem extrem trockenen Sommer 2003 wiederholte er gemeinsam mit Frank Preuss die Befahrung bei Niedrigstwasserstand, diesmal allerdings auf der nördlichen Route bei einer Fallhöhe von 24 Metern.

Unterschiedliche Elektro-Räder

  1. Das Pedelec (Pedal Electric Cycle) unterstützt den Fahrer mit einem Elektromotor bis maximal 250 Watt nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Der Unterstützungsgrad kann in mehreren Stufen eingestellt werden. Es ist dem Fahrrad rechtlich gleichgestellt, und es besteht weder eine Helmpflicht noch eine Altersbeschränkung.
  2. Die schnellen Pedelecs, auch Pedelec 45 oder S-Pedelec genannt, gehören zu den Kleinkrafträdern. Sie funktionieren zwar wie ein Pedelec, aber die Motorunterstützung wird erst bei 45 km/h abgeschaltet. Die maximal erlaubte Nenn-Dauerleistung liegt bei 500 Watt. Es ist eine Allgemeine oder Einzelbetriebserlaubnis sowie ein Versicherungskennzeichen notwendig. Der Fahrer muss mindestens 16 Jahre alt sein, eine Fahrerlaubnis der Klasse AM haben und einen Helm tragen. Er darf nicht auf Radwegen fahren.
  3. E-Bikes im klassischen Sinn sind Kleinkrafträder und lassen sich mithilfe des Elektroantriebs fahren, auch ohne dabei in die Pedale zu treten. Wird die Motorleistung von 500 Watt und eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h nicht überschritten, benötigen sie ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung.