Der Donau-Radweg ist ein bekannter Radfernweg: Er führt auf einer Strecke von rund 2850 Kilometern vom Ursprung der Donau in Donaueschingen bis zur Mündung ins Schwarze Meer. Die erste Etappe von Donaueschingen nach Sigmaringen gehört zu den landschaftlich eindrucksvollsten Strecken.

Vor allem auf dem Abschnitt der SÜDKURIER-Tour, die in Tuttlingen startet, erleben die Radler im wildromantischen Donautal hautnah, wie sich der Fluss in Urzeiten einen Weg durch das Juragestein bahnen musste. Eingebettet in die von steil aufragenden Felswänden geprägte Landschaft im Herzen des Oberen Donautals liegt das Kloster Beuron.

Die Geschichte des Klosters

Der Adelige Peregrin von Hosskirch gründete 1077 an einem hochwasserfreien Platz im Donautal das Augustiner-Chorherrenstift. Nach einer spannenden Geschichte mit wechselnden Herrschaften ging das Kloster im Zuge der Säkularisation im Jahr 1802 in den Besitz des Fürstenhauses Hohenzollern-Sigmaringen über. Erst 60 Jahre später war aufgrund einer Stiftung durch Fürstin Katharina von Hohenzollern-Sigmaringen ein Neubeginn des klösterlichen Lebens durch die Benediktinermönche möglich, 1868 wurde das Kloster zur Abtei und 20 Jahre später zur Erzabtei erhoben.

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Datum:23.05.2018
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Bedeutenden Einfluss auf die religiöse Kunst des späteren 19. und frühen 20. Jahrhunderts hatte die Beuroner Kunstschule, eine Gruppe von Künstlern, die 1868 in der Erzabtei Beuron zur Erneuerung der katholisch-kirchlichen Kunst gegründet wurde. Diese orientierten sich stark an altägyptischen, frühchristlichen und byzantinischen Vorbildern, zu sehen in der Gnadenkapelle und Mauruskapelle. Die Theologische Hochschule Beuron hat den Lehrbetrieb 1967 eingestellt, besteht jedoch juristisch fort.

Größte nationale Klosterbibliothek

Neben der Pastoralarbeit bilden wissenschaftliche Tätigkeiten seit jeher ein wichtiges Arbeitsfeld der Mönche. So besitzt die Erzabtei Beuron mit rund 405 000 Werken die größte Klosterbibliothek in ganz Deutschland. Schwerpunkte bilden die Theologie, die Geschichte des Benediktinerordens und die Kunstgeschichte des Mittelalters. Die Bibliothek kann nach Voranmeldung für wissenschaftliche Arbeiten genutzt werden und nimmt außerdem am Deutschen Leihverkehr teil.

Die Erzabtei St. Martin ist heute ein religiöses und kulturelles Zentrum in der Region. Die Mönche singen Tag für Tag das feierliche Stundengebet und pflegen den Gregorianischen Choral. Sie sind in der Betreuung der Wallfahrt und als Seelsorger am Ort sowie in den umliegenden Gemeinden tätig. Ein wichtiger Punkt ist die Aufnahme von Gästen im klostereigenen Gästehaus mit eigenem Kurs- und Exerzitienprogramm. Durch dieses Angebot wollen die Mönche zur Lebensorientierung und Glaubensvertiefung beitragen und eine Atmosphäre bieten, in der die Gäste innehalten und zu sich finden können.

Ein ehrgeiziges Bauprojekt mit einem finanziellen Volumen von 20 Millionen Euro soll der Erzabtei St. Martin neuen Schwung geben. Der Ort Beuron und das Kloster wollen näher zusammen-rücken: Man beabsichtigt, Nachkriegsbauten abzureißen und eine Begegnungsstätte samt Gaststätte und Übernachtungsmöglichkeiten zu schaffen.

Das Buch „40 Radtouren“ unter: www.suedkurier.de/shop/touren Abonnenten zahlen 9,90 Euro, Nicht-Abonnenten 14,90 Euro. Oder zu bestellen unter der Telefonnummer 0800/999 6888

Ein E-Bikeals Firmenrad

Ein E-Bike ist nicht gerade billig. Für ein gutes Rad muss man über 2000 Euro hinlegen. Seit das Dienstwagenprivileg, sprich die „Ein-Prozent-Regel“, auch für Fahrräder gilt, boomt das Leasen. Mit dem E-Bike als Firmenrad können die Mitarbeiter per Gehaltsumwandlung bis zu 40 Prozent gegenüber einem Barkauf im Geschäft sparen.

  • Leasen: „Wer nicht so viel Geld auf der hohen Kante hat, kann über Leasen günstig zu einem besseren E-Bike kommen“, sagt Peter Beckmann vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). „Inzwischen gibt es einige Dienstleister, die den Arbeitgebern die bürokratische Arbeit abnehmen.“
  • Prozedere: „Es ist eine gute Sache, die sich inzwischen eingespielt hat“, sagt Claudia Nerz vom Zweirad-Center Nerz in Tuttlingen aus Sicht einer Händlerin. Die Mitarbeiter können Geld sparen, wenn der Arbeitgeber mitmacht. Die Firmen müssen einen Rahmenvertrag mit einem Leasinganbieter abschließen und darin die Kriterien festlegen. Die Laufzeit beträgt in der Regel 36 Monate, danach können die Mitarbeiter das Rad erwerben, zurückgeben oder ein neues Rad leasen. „Meistens wissen die Leute, die zu uns kommen und leasen wollen, ob ihr Arbeitgeber damit einverstanden ist“, sagt Claudia Nerz.