Was für ein Zuspruch! Die jüngste Wandertour der Reihe „Das Wandern ist des Lesers Lust“, organisiert von SÜDKURIER und Albverein, hat am Mittwochnachmittag mehr als 80 Wanderfreudige angelockt. Treffpunkt war der Parkplatz der Burg Wildenstein.

Unter fachkundiger Führung von Walter Knittel von der Donaubergland ging es in schattigen Buchenwäldern hinab bis an den Rand von Beuron. Überrascht wurden die Wanderer am Sammelplatz bei der Burg Wildenstein, wo der SÜDKURIER für alle frische Getränke anbot, bevor es auf die über dreistündige Wandertour ging.

Gut ausgerüstet mit luftiger und bequemer Kleidung, Wanderschuhen, Stöcken und natürlich genügend Getränken im Rucksack, führte Walter Knittel die große Wandergruppe an, der auch einige junge Leute angehörten. Einzigartig sind die tief liegenden Schluchten und Felsabgänge, die man von den anfangs noch breiten Wegen aus betrachten konnte. Und die heimischen Wanderer aus Leibertingen erinnerten sich noch gut, wie sie vor Jahrzehnten mit dem Kuhfuhrwerk zur Bewirtschaftung der Allmendwiesen diese teils steile Wegstrecke ins Tal fahren und bergauf manchen Halt den ziehen Tieren zuliebe machen mussten.

Bei den Sammelpunkten verstand es Walter Knittel, immer wieder auf die Sehenswürdigkeiten aufmerksam zu machen, die von der Natur gegeben sind. Oder er ließ schlicht die Aussichten entlang des Altstadtfels in das tiefer liegende Donautal für sich sprechen. Schmale Pfade entlang steiler Felsen führten zum Petersfels, wo die Wanderer nochmals aufwärts und die steil mit 54 Stufen gut ausgebaute Treppe in die herrliche große Petershöhle kamen.

Die Höhle war ein Zufluchtsort für die Mönche vom Kloster Beuron, wenn sie Gefahr ahnten. Manch ein Wanderer fühlte sich in der Höhle mit gewaltigen Ausmaßen glatt ins frühe Mittelalter versetzt. Dass in solchen Höhlen sogar schon in der Steinzeit Menschen waren, ließ sich anhand von Scherben und Fundstücken nachweisen.

Nachdem die Wandertour bis kurz vor Beuron abwärts ging, war für den Aufstieg und Rückweg besondere Kondition von den Wanderern gefordert. Auf schmalen Serpentinen-Pfaden ging es langsamen Schrittes aufwärts zum Alpenblick. Von dort aus ist das Schloss Bronnen zu sehen. Die Wanderer machten es sich im Schatten zu einer kleinen Rast bequem. Wanderführer Walter Knittel regte auch immer wieder zu Pausen an – schließlich war die Hitze nicht zu unterschätzen.

Die Vielfalt der Donaulandschaft mit ihren vielen imposanten Felswänden und den Ruinen sorgte für Abwechslung. Die herrliche Aussicht in eine wunderschöne Heimatlandschaft war der angenehme Ausgleich dieser teils doch anstrengenden Wanderung. Einmal bergauf und dann wieder bergab ab ging es bis zur ehemaligen Domäne, dem Staighof, der bis 1964 mit zur Versorgung des Klosters Beuron beitrug. Heute erinnert nur noch eine Tafel an den ehemaligen stattlichen Hof, dessen Wiesen und Felder seither mit Waldflächen bedeckt sind. Der Schau-Kohlenmeiler mitten im Wald an der Ausgangsstrecke erinnert, dass in früheren Jahrhunderten viele Kohlenmeiler in der Region aktiv waren. Für die sehr gute Führung von Walter Knittel bedankte sich Eberhard Krause im Namen der ganzen Gruppe.

Durch das Ablachtal

Nach dem großartigen Erfolg der Wanderung in dieser Woche wartet am kommenden Mittwoch eine weitere attraktive Tour auf die Wanderfreunde unter unseren Lesern. Gemeinsam mit dem Albverein lädt der SÜDKURIER zur Wanderung durch das Tal von Ablach und Krumbach ein. Gerhard Teyke führt die dreistündige Tour, die um 14 Uhr mit eigenen Autos vom Parkplatz der Stadthalle aus startet.

Alle Informationen zum Thema in unserem Online-Dossier