Bizarre Vulkanformationen, gewaltige Festungen, alte Gemäuer und eindrucksvolle Ruinen, die hoch über den Wäldern thronen, verzauberte Flussauen, eine toskanisch anmutende Hügellandschaft sowie Höhlen als Zeitzeugnisse altsteinzeitlichen Lebens – all dies prägt das Bild des Hegaus. Diesen Eindruck vermittelt am besten ein Blick vom höchsten Berg aus, dem Neuhewen – besser bekannt als der Hegaublick. Insgesamt neun Phonolith- und Basaltberge vulkanischen Ursprungs ragen wie Kegel aus der Landschaft und verleiteten den Heimatdichter Ludwig Finckh dazu, den Hegau auch als des "Herrgotts Kegelspiel" zu bezeichnen.

Die Entstehung der Hegauberge

Der Hegau gehört nicht nur zu den malerischsten, sondern auch zu den geologisch bemerkenswertesten Landschaften Deutschlands, die im Tertiär entstanden sind. In Verbindung mit der Entstehung der Alpen kam es zu einer vulkanischen Tätigkeit, deren Höhepunkt vor etwa 14 Millionen Jahren war. Heiße Magma aus dem Erdinneren lagerte sich in Form von mächtigen Tufflagen und vulkanischen Bomben ab, deren Formenvielfalt die Einmaligkeit des Hegaus ausmacht. Eine entscheidende Rolle für die Gestaltung des Hegaus spielten auch die Gletschervorstöße aus den Alpen sowie die Abtragungen in den letzten 10 000 Jahren. Feuer, Eis und Wasser hätten hier ein Paradies geformt, so Finckh, der von 1876 bis 1964 lebte.

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Datum:25.04.2018
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Zahlreiche archäologische Funde belegen, dass der Hegau seit der ausgehenden Steinzeit durchgehend besiedelt ist. In Höhlen beim Petersfels in der Nähe von Engen hat man Reste eines Rentierjägerlagers mit Werkzeugen aus Knochen gefunden – geschätztes Alter 10 000 bis 14 000 vor Christus. Hier wurde auch die berühmte "Venus von Engen" gefunden, die größte der Venusfigurinen mehrerer steinzeitlicher Darstellungen des weiblichen Körpers. Diese sind im Städtischen Museum Engen ausgestellt.

Römer übernehmen Kommando

Seit dem Alpenfeldzug im 15. Jahrhundert vor Christus war auch der Hegau unter römischer Kontrolle. Grundlagen dafür waren die Parzellierung des Landes sowie der Bau von Straßen. Damals waren auch noch Kelten ansässig, die jedoch schnell dem Römischen Reich einverleibt wurden. Mitten durch den Thurgau und den Hegau verlief die Grenze zwischen den Provinzen Obergermanien und Rätien. Es entstanden große landwirtschaftliche Güter, die von ehemaligen Offizieren der römischen Armee bewirtschaftet wurden. Zeitzeugnis ist der römische Gutshof Büßlingen bei Tengen, einer der größten freigelegten Gutshofanlagen in Süddeutschland. Die in ihren Grundmauern nahezu komplett restaurierte Villa rustica zeigt das Hofareal mit zehn Steingebäuden und ist ein Zeichen der langen Besiedlungsgeschichte dieser bizarren Vulkanlandschaft.

Ritter schwingen ihre Schwerter

Erst viel später, im 12./13. Jahrhundert, bot sich die Hegau-Landschaft mit ihren alles überragenden Vulkanbergen geradezu für den Bau von Burgen, Festungen und Schlössern an. Der Adel mit den Rittern im Gefolge hielt im Hegau Einzug. Auf dem Hohentwiel bei Singen, dem bekanntesten Hegauvulkan, entstand die heute noch größte erhaltene Festungsruine Deutschlands. Der "König der Vulkane" stand als wichtigster Punkt der damaligen Grafschaft des Herzogs Burkhard von Schwaben immer wieder im Mittelpunkt kriegerischer Auseinandersetzungen und wurde mehrfach zerstört.

 

Elektrofahrräder immer beliebter

  • Das E-Bike elektrisiert: Die milden Temperaturen und die Sonnenstrahlen laden zu Radtouren durch die erwachende Natur ein. Dabei steigen viele Menschen nicht mehr auf ihren guten alten Drahtesel, sondern satteln auf moderne E-Bikes um, die den Radler mittels eines kleinen Elektromotors bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern unterstützen. Längst haben die E-Bikes das Image, nur für Rentner da zu sein, abgelegt und auch sportliche Fahrer setzen auf den elektrischen Antrieb.
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Neun Touren

26.April: Burgen & Vulkane
2. Mai: Dreiländer-Tour
3. Mai: Hochrhein-Tour
8. Mai: Albtal & Schluchsee
9. Mai: Thurgauer Apfelradeln
15. Mai: Linzgau-Tour 17. Mai: Küssaburg
22. Mai: Hotzenwald & Murgtal
24. Mai: Donau-Radweg

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