Wer die Aussichtsplattform der heutigen Küssaburg erklimmt, wird mit einem herrlichen Blick auf die Schweizer Alpen, in die Rheinebene und den Schwarzwald belohnt. Auch meint man, große Flugzeuge, die direkt über der Ruine in Richtung Zürich donnern, mit der Hand herunterholen zu können. Einst galt die Küssaburg als uneinnehmbar und doch wurde sie zuletzt von ihrer eigenen Besatzung zerstört, denn sie sollte dem Feind nicht in die Hände fallen. Heute ist die Ruine ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Landkreises Waldshut-Tiengen und ein lohnenswertes Ausflugsziel. Die Küssaburg liegt im Ortsteil Bechtersbohl der Gemeinde Küssaberg und ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler am Hochrhein.

Leider ist über die Entstehungsgeschichte der Burg nahezu nichts bekannt. Die Anfänge gehen vermutlich bis ins 6. Jahrhundert zurück, in die Zeit der Unterwerfung der Alemannen durch die Franken. Während die naheliegenden Dörfer Bechtersbohl und Küssnach schon 876 in Urkunden des Klosters Rheinau erwähnt werden, taucht die Küssaburg nirgends auf. Erst im Jahr 1141 berichtet die Chronik von einem Heinrich I., Freiherr von Küssenberg, einem Staufischen Gefolgsmann, der 36 Jahre später als Graf von Küssenberg bezeichnet wird.

Dateiname:Touren (7)
Dateigröße:15.49 MBytes.
Datum:16.05.2018
Download:Jetzt herunterladen

Die Küssaburg beherrschte während des gesamten Mittelalters den Pass von Bechtersbohl, über den schon zu Zeiten der Römer eine bedeutende Heeres- und Handelsstraße führte. Das Gebiet um die Küssaburg gehörte zum Machtbereich des Hochstifts Konstanz. Zur Zeit des Stauferkönigs Friedrich II. um 1232 wurde auch die Küssaburg vergrößert, verstärkt und ausgebaut. 1250 starb das Geschlecht der Küssenberger aus und das Lehen fiel zurück an das Hochstift Konstanz. Erst viel später wurde die Burg an die in Tiengen residierenden Grafen von Sulz verpfändet, die sie nicht mehr herausgaben und 1497 das Küssachtal mitsamt der Burg zugesprochen erhielten.

Im Spannungsfeld

Die Küssaburg lag seit den Anfängen der Eidgenossenschaft im Jahr 1291 immer wieder im Spannungsfeld zwischen den Eidgenossen und dem von den Habsburgern regierten Deutschen Reich. Das schlechte Verhältnis rührte von der deutschen Königswahl vom 25. November 1314 her, als der Wittelsbacher Ludwig der Bayer und der Habsburger Friedrich der Schöne gleichzeitig zum deutschen König gewählt wurden. Die Eidgenossen hielten zu Ludwig dem Bayer. Um ihre Selbstständigkeit zu wahren, schlossen sich die Reichsstädte Luzern, Zürich, Glarus, Zug und Bern im 14. Jahrhundert dem Bund der Waldstätte an.

Erst als Zürich, Bern und Luzern durch ihren Beitritt die Eidgenossenschaft zum Instrument ihrer Kooperation machten, erlangte der Eidgenössische Bund eine stabile politische Bedeutung, welche auch durch die europäischen höfischen Zentren in Wien, Paris und Mailand geduldet wurde. Die Habsburger versuchten in zahlreichen Kleinkriegen, die durch die Eidgenossen entrissenen Gebiete zurückzuerobern. Diese sogenannten Schwabenkriege wurden allesamt von den Eidgenossen gewonnen.

Im Bauernkrieg von 1525 wurde die Küssaburg von aufständischen Bauern belagert und die Vorburg schwer beschädigt. Die Grafen von Sulz bauten die Festung nach den neuesten Erkenntnissen der Wehrtechnik wieder auf. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Küssaburg am 8. März 1634 dann endgültig zerstört – niedergebrannt von der eigenen Besatzung.

Mit einem Diagnostikgerät geht Oliver Bartler beim E-Bike auf Fehlersuche.
Mit einem Diagnostikgerät geht Oliver Bartler beim E-Bike auf Fehlersuche. | Bild: Jürgen Müller

So muss ein E-Bike gewartet werden

  • Normales Fahrrad: "Von der Technik her ist ein E-Bike gleich zu behandeln wie ein normales Fahrrad", erklärt Oliver Bartler, Fahrradhändler aus dem Brigachtal. "Die Bremsen, Zahnkränze und Ketten sind beim E-Bike allerdings stärker belastet und müssten eventuell früher erneuert werden."
  • Elektronische Teile: Beim E-Bike kommen die elektronischen Teile Motor, Akku und Steuerung mit Display dazu. Der Motor ist wartungsfrei. "Er sollte auf keinen Fall geöffnet werden, sonst geht die Garantie verloren", warnt Bartler. Auch von Display und Akku sollte man die Finger weglassen. Mit einem Diagnostikprogramm kann der Experte eventuelle Fehler erkennen. Er kann zudem ein Diagramm erstellen, das genau zeigt, in welchem Modus der Fahrer unterwegs ist. "Am besten in Verbindung mit einem Kundendienst", rät Bartler.