Impressum

Grafiken: Thyssen Krupp Elevators
Fotos: Michael Schellinger
Text: Sebastian Schlenker
Programmierung: Florian Dehm
Idee und Konzept: Sebastian Pantel, Sebastian Schlenker

© SÜDKURIER GmbH 2018

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Mit Weitblick

Turm und Technik der Öffentlichkeit zugänglich machen: Das ist das Ziel der Besucherplattform auf 232 Metern Höhe. Sie ist laut ThyssenKrupp die höchste Besucherplattform Deutschlands und bietet einen Rundumblick durch die verglasten Wände, der bei gutem Wetter bis zu den Alpen reichen soll.

Der richtige Schwung

Neben den Testaufzügen verbirgt sich im Inneren des Turms eine zweite Besonderheit. Wind und Sonne lassen den Turm schwanken und verbiegen dessen Konstruktion.

In 193 Metern Höhe ist ein Schwingungstilger montiert, der das verhindern soll. Er besteht aus acht Seilen und Betonquadern mit einem Gewicht von 240 Tonnen. Wie ein Pendel sorgt die Konstruktion dafür, dass sich das Gebäude maximal 76 Zentimeter zur Seite lehnen kann.

Doch der Schwingungstilger sorgt nicht nur für einen sicheren Stand. Motoren an den Gewichten versetzen den Turm bei Bedarf auch aktiv in Schwingung – und können so das windige Verhalten anderer Gebäude simulieren.

Ein Mantel aus Glasfaser

Das Äußere des Turms wird von der 17.000 Quadratmeter großen Fassade bestimmt. Der Glasfasermantel ist auf das Gebäude umlaufende Stahlrohre gespannt. Von unten nach oben wird das Glasfasergewebe immer transparenter, was laut den Architekten Helmut Jahn und Werner Sobek Dynamik erzeugen soll.

Doch neben der Ästhetik hat der Fasermantel auch eine simple aber wichtige Funktion: Er schützt den Turm vor Wind und Sonneneinstrahlung.

Stufe für Stufe

Wer den Turm statt mit dem Aufzug lieber zu Fuß erklimmen möchte, nutzt das Treppenhaus. Es besteht aus 1700 Stufen und führt zur Spitze auf 246 Metern. Der aktuelle Rekord für den Treppenaufstieg zu Fuß liegt laut ThyssenKrupp bei knapp 15 Minuten.

Der Testbetrieb

Im Turm gibt es insgesamt 12 Aufzugschächte zu Testzwecken. Diese haben zusammen eine Länge von 2,1 Kilometern. In ihnen wird unter anderen das laut ThyssenKrupp erste seillose Aufzugsystem der Welt getestet. Möglich machen sollen dies drei horizontal miteinander verbundene Testschächte.

Doch auch Hochgeschwindigkeitsaufzüge testen die Experten von ThyssenKrupp fortan in Rottweil. Die schnellsten Aufzüge sind mit einer Geschwindigkeit von bis zu 18 Metern pro Sekunde durch den Schacht unterwegs - das entspricht 65 Stundenkilometern.

Von Rottweil hoch hinaus

246 Meter hoch ragt er in die Luft. 32 Meter tief im Boden liegt das Fundament. Der Testturm bei Rottweil ist das höchste Gebäude Baden-Württembergs und beherbergt auf 232 Metern die höchste Besucherplattform Deutschlands.

Die Firma Thyssen Krupp Elevators möchte in dem Turm im Industriegebiet von Rottweil Aufzüge testen und neue Technologien entwickeln.
Scrollen Sie über den Turm, um mehr zu erfahren.