Wo drückt den Menschen in Baden-Württemberg der Schuh, was macht sie zuversichtlich, wann haben sie Sorgen? Das wollen die Tageszeitungen in unserem Bundesland ganz genau wissen und haben den BaWü-Check ins Leben gerufen. Einmal im Monat werden dafür mehr als 1000 Menschen zu ausgewählten Themen befragt, die Ergebnisse sind repräsentativ.

Um den Ansprüchen der Wissenschaft gerecht zu werden und belastbare Aussagen zu erhalten, werden die Tageszeitungen in Baden-Württemberg durch das Institut für Demoskopie in Allensbach unterstützt. Alle Themenfelder im Überblick finden Sie hier – wir aktualisieren den Artikel bei jedem neuen BaWü-Check.

Teil 1: Wie ist die Lage an den Schulen?

Die Ergebnisse: Baden-Württembergs Wähler sehen die Arbeit von Kultusministerin Susanne Eisenmann kritisch. 30 Prozent der Befragten haben von der CDU-Politikerin, die bei der Landtagswahl 2021 Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ablösen will, „keine gute Meinung“. Unter den Befragten, die Kinder in Schulen und Kitas haben, äußerten sich sogar 39 Prozent unzufrieden.

Bild: ifd allensbach

Die Reaktionen: Die Ergebnisse des BaWü-Checks zur Zufriedenheit mit der Schulpolitik und dem Krisenmanagement der Bildungsministerin haben ein starkes Echo gefunden. Der politische Gegner und der Landeselternverband sehen sich bestätigt, der grüne Koalitionspartner will schon vor Monaten gemahnt haben, auf CDU-Seite herrscht Schweigen. Die Reaktionen haben wir hier zusammengefasst.

Die Lage zwischen Schwarzwald, Bodensee und Hochrhein: Bei uns in der Region blieb die Umfrage zur Lage der Schulen nicht ungesehen. Im Schwarzwald-Baar-Kreis haben wir mit Schulleitern, Lehrern und Elternvertretern über die Ergebnisse gesprochen. Auch Lehrer und Eltern im Bodenseekreis haben wir zu der Thematik befragt.

Am Hochrhein stößt die Corona-Verordnung an den Schulen auf Zustimmung. Wo klare Konzepte fehlen, finden Schulen in der Region eigene Lösungen. Die Schulen im Kreis Konstanz kämpften im Frühjahr mit schlechter Internetanbindung, nicht vorhandenen Lernplattformen und Konzepten für digitalen Unterricht. Hat sich nun etwas verändert? Wir haben nachgefragt.

Teil 2: Was sagen die Baden-Württemberger zur Verkehrspolitik?

Die Ergebnisse: Seit bald zehn Jahren regieren die Grünen in verschiedenen Koalitionen in Baden-Württemberg. Oberster Lenker der Verkehrspolitik ist seit 2011 mit Winfried Hermann ebenfalls ein Grüner. Doch eine echte Verkehrswende ist im Land nicht in Sicht. Diese Erkenntnis gehört zu den Ergebnissen des zweiten Bawü-Checks.

Das Mobilitätsverhalten der Menschen im Land hat sich nur bedingt verändert. Nach wie vor ist das Auto für die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung das mit Abstand wichtigste Fortbewegungsmittel. Warum das Auto für viele unverzichtbar ist, wie die Baden-Württemberger die Verkehrspolitik bewerten und was sie über ein Tempolimit auf Autobahnen und Stuttgart 21 denken: Die Ergebnisse im Überblick lesen Sie hier.

Bild: Bernhardt, Alexander

Die Reaktionen: Der zweite BaWü-Check zur Arbeit von Verkehrsminister Winfried Hermann schlägt hohe Wellen. Die Opposition spricht davon, dass die „Erziehungsversuche auf ganzer Linie gescheitert“ seien. Der Minister weist die Vorwürfe vehement zurück. Das sind die Reaktionen.

Die Lage zwischen Schwarzwald, Bodensee und Hochrhein: Das Land Baden-Württemberg hat ein hochgestecktes Ziel: Bis 2030 soll die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs verdoppelt werden. Wie soll die Verkehrswende bis 2030 gelingen? Ein Blick in den Kreis Konstanz zeigt: Möglich ist es.

Wie steht es um die Verkehrs-Infrastruktur im Schwarzwald-Baar-Kreis? Einige Straßenprojekte werden immer wieder hinausgeschoben – zum Beispiel die Umfahrung der Ortsdurchfahrt von Randen, die besonders viele Fahrzeuge in die Schweiz und an den Hochrhein nutzen. Ein größeres Projekt wurde in der jüngsten Vergangenheit aber umgesetzt.

Landesverkehrsminister Winfried Hermann ist auch für eine neue Regelgeschwindigkeit innerorts. Einige Kommunen am Hochrhein sehen ein solches Limit kritisch, in anderen ist es bisher noch kein Thema. Könnte Schwörstadt ein Muster für andere Gemeinden und Städte sein?

Wie sehr unterstützt die Landesregierung die Autoindustrie in Baden-Württemberg? Eine der Fragen im zweiten Bawü-Check widmete sich auch diesem Bereich. Autozulieferer in der Region wie ZF, Weber oder Conti leiden unter dem Strukturwandel und der Corona-Pandemie: Sollte die Landespolitik sie da noch besser unterstützen? Wir haben Unternehmen und Gewerkschaften gefragt.

Teil 3: Wie beurteilen die Baden-Württemberger ihre wirtschaftliche Lage?

Die Ergebnisse und Reaktionen: Im dritten Teil des großen BaWü-Checks rückt die Wirtschaftspolitik des Landes in den Fokus. Wie gut kommen wir durch die Corona-Krise? Die Baden-Württemberger haben Sorgen, sehen aber auch Chancen – was denken sie genau? Die große Umfrage und die Reaktion von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut auf die Ergebnisse lesen Sie hier.

Bild: Bernhardt, Alexander

Die Lage in der Region: Im großen BaWü-Check der Tageszeitungen in Baden-Württemberg befürchten 70 Prozent der Befragten, dass sich die Innenstädte nach Corona durch Insolvenzen von Geschäften, Restaurants und Cafés verändern werden. 40 Prozent befürchten gar eine dauerhafte Verödung und Verlust der Attraktivität der Innenstädte. Viele Händler im Schwarzwald-Baar-Kreis versuchen, mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben, um sie nicht an die Internet-Giganten zu verlieren. Wie schätzen Experten aus dem Landkreis die Situation ein? Wir haben mit Vertretern des Einzelhandelsgewerbes und Händlern direkt gesprochen.

Auch die Wirtschaft im Kreis Konstanz ist angeschlagen. Die Arbeitslosigkeit um 40 Prozent gestiegen. Branchen sind in sehr unterschiedlichem Maß betroffen.

Ist die Corona-Krise bei Städten im Bodenseekreis nur der Brandbeschleuniger?
Die Pandemie setzt die Zukunft der Einkaufsstraßen aufs Spiel. Doch wie kann dieser Trend gestoppt werden? Während Markdorf auf die Attraktivität des Proma baut, haben Überlingen und Friedrichshafen jeweils eigene Pläne, um die Aufenthaltsqualität ihrer Innenstädte wieder zu steigern.

Teil 4: Wie sicher lebt es sich in Baden-Württemberg?

Die Ergebnisse: Fehlende Polizeipräsenz und mangelhafte Ausstattung der Polizei – das ist einer der größten Kritikpunkte beim Thema innere Sicherheit. Trotzdem kommt Innenminister Thomas Strobl nicht gut weg. Die Umfrage finden Sie hier.

Bild: Bernhardt, Alexander

Die Lage in der Region: Viele Menschen im Südwesten wünschen sich laut den Umfragen mehr Sichtbarkeit von Polizeibeamten in ländlichen Regionen. Sie fordern auch mehr Personal sowie eine bessere Ausrüstung der Beamten. Wie ist die Polizei im Bodenseekreis in diesen Bereichen aufgestellt? Und wo gibt es möglicherweise Nachbesserungsbedarf? Wir haben nachgefragt.

Für die Polizei im Kreis Konstanz sorgen immer wieder Betrüger, die sich am Telefon als Enkel oder Polizisten ausgeben, für Arbeit. Regelmäßig warnen die Beamten vor den Maschen. Aber leider sind die Täter auch immer wieder erfolgreich mit ihren kreativen Methoden. Ihr potenziellen Opfer wählen sie aber fast immer gleich aus. Lesen Sie hier mehr darüber.

Teil 5: Das große Stimmungsbild vor der Landtagswahl

Die Ergebnisse: Kurz vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg schwindet der Rückhalt der Regierung in der Bevölkerung. Auch die Zustimmung der Bürger zum Corona-Management der Landesregierung bricht ein. Mehr zu dem großen Stimmungsbild vor der Landtagswahl finden Sie hier.