Einmal die Woche möchten wir Ihnen an dieser Stelle Frauen aus der Region und ihren Rändern vorstellen, die einfach rocken. Die andere Menschen inspirieren. Und von denen Sie etwas für Ihr eigenes Leben mitnehmen können. Denn sie alle eint, dass sie ihren Weg gegangen sind und in dem, was sie tun, Erfolg haben.

Dieser Artikel wird jeden Mittwoch aktualisiert. Zu den meisten Protagonistinnen gibt es Mittwochs auf unserem Instagram-Kanal auch eine Story mit Videos. Und wenn Sie selbst eine Frau kennen, die andere inspiriert und einen Platz in unserer Serie verdient hat, dann melden sie sich einfach bei uns. Eine Kontaktadresse finden Sie am Ende des Artikels.

Die Netzwerkerinnen: Zwei Schwestern bringen Frauen zusammen

Bild: Birgit Riedmann/Isabelle Gräf

Und nun geht es los mit zwei Schwestern, die im Duo dafür sorgen, dass tausende Frauen gemeinsam laufen, Yoga machen und sich einmal im Jahr zum Netzwerken zum Frauen-Festival am Bodensee treffen: Und wissen Sie, was alle anderen zu Ihren Ideen am Anfang sagten? „Das braucht doch keiner!“ Wenn Verena Eugster – mit 35 Jahren die jüngere der beiden – diesen Satz heute hört, weiß sie: „Genau das braucht es!“ So erzählt sie es im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Die ganze Geschichte von den beiden Schwestern, ihrem Weg zum Erfolg und natürlich Details zum Frauenfestival gibt es hier.

Der Netzwerk- und Empowerment-Gedanke trägt die meisten Projekte ihres in Bregenz ansässigen Unternehmens.

Die Klimaaktivistin: Eileen Blum folgt ihrem Gewissen

Eileen Blum ist Klimaaktivistin in Konstanz.
Eileen Blum ist Klimaaktivistin in Konstanz. | Bild: Stegmann/Gräf

Ein Gedanke, ein Ziel – das ist es, wofür die nächste unserer inspirierenden Frauen beinahe ihre komplette Freizeit- von der sie neben ihrer Ausbildung als Krankenpflegerin nicht allzu viel hat – aufbringt. Eileen Blum ist Aktivistin bei Fridays for Future und Extinction Rebellion. Andere zu motivieren, etwas gegen Artensterben und Klimawandel zu tun, ist für sie mehr als nur freitags demonstrieren gehen. Dafür stellt die Einser-Abiturientin auch ihre Karriere hintenan. Der SÜDKURIER aß mit ihr im Haus ihrer Eltern Apfelschnitze und sprach über eine wichtige Entscheidung, die bald für Eileen Blum ansteht und ihren Aktivismus auf die Probe stellt.

Menschen, die sie für radikal halten, sagt Eileen Blum gerne: „Wir wollen die Welt, wie sie ist, erhalten. Das ist doch das Konservativste, was man sich überhaupt vorstellen kann.“

Die Schweizer Feministin: Mit 47 aus ihrem Leben ausgebrochen

Bild: Eva Marie Stegmann/Isabelle Gräf

Eigentlich fand Julia Onken – Feministin, Bestseller-Autorin und mit 79 wegen ihrer spitzen Zunge noch immer gefragter Talkshowgast – über die Kirche zum Feminismus, sagt sie. „Als ich erfuhr, dass Frauen da nur Blumen gießen durften, dachte ich, das kann ja wohl nicht wahr sein.“ Bis sie aus ihrem Leben ausbrach, ohne viel Geld, nur mit einer Idee, dauerte es aber noch mehr als 30 Jahre. Mit 47 folgte sie ihrem Traum, ein Frauenseminar zu eröffnen und Bücher zu schreiben. Sie wurden Bestseller und Julia Onken eine der bekanntesten Feministinnen der Schweiz. Lesen Sie hier mehr von Julia Onken, die zeigt, dass es nicht darauf ankommt, wann man mit etwas Neuem anfängt. Sondern nur, dass man es tut.

Julia Onken und die nächste inspirierende Frau, sie könnten unterschiedlicher in ihrem Selbstbild nicht sein.

Die Schornsteinfegerin: Männerdomänen sind zum Erobern da

Antje Hauck aus Radolfzell war die erste selbstständige SchornsteinfegerIN Südbadens.
Antje Hauck aus Radolfzell war die erste selbstständige SchornsteinfegerIN Südbadens. | Bild: Eva Marie Stegmann/Isabelle Gräf

Denn Antje Hauck hat mit Feminismus so gar nichts zu tun, zumindest auf den ersten Blick. Als Feministin würde sie sich nie im Leben bezeichnen. Auf die weibliche Endung „in“ verzichtet sie, weil es ihr zu lange ist. „Ich bin Kaminkehrer“, sagt die Radolfzellerin über sich selbst. Dennoch lebt Antje Hauck genau das, wovon Feministinnen träumen: Als erste selbstständige SchornsteinfegerIN von ganz Südbaden brach sie eine Männerdomäne. Heute teilt sich mit ihrem Mann gleichberechtigt Erziehung und Haushalt und findet feste Rollen Unsinn. Wie es zu dieser Lebenseinstellung kam und was Antje Hauck anderen raten würde, lesen Sie hier.

Während Antje Hauck beruflich eine Männerdomäne eroberte, tut Cosima Cornelius dies im Sport.

Die Gewichtheberin: Kilo für Kilo zum persönlichen Wachstum

Cosima Cornelius.
Cosima Cornelius. | Bild: Eva Marie Stegmann

Beim Gewichtheben denkt die Mehrheit der Menschen wohl eher an einen Mann im Feinripp als an eine 1,64 Meter große 31-Jährige. Die Konstanzerin wurde sechste bei den Deutschen Meisterschaften, hat in Konstanz einen Athletikclub gegründet und die höchste Trainerlizenz. Das Besondere am Athletikclub Konstanz ist auch, dass dort viele Frauen die Hanteln stemmen. „Klar ist Gewichtheben etwas für Frauen – gerade für Frauen“, sagt Cosima Cornelius. Und erklärt hier, wie Gewichtheben ihr Weg zu persönlichem Wachstum wurde.

Lachen und fröhlich sein – das gehört zur Konstanzer Fasnacht dazu. Ariane Biesinger ist eine von derzeit drei Frauen, die einen Narrenverein führen.

Die Narrenpräsidentin: Sich als Frau durchzusetzen ist nicht nur lustig

Ariane Biesinger führt 127 Narren und einen Friseursalon in Konstanz.
Ariane Biesinger führt 127 Narren und einen Friseursalon in Konstanz. | Bild: Eva Marie Stegmann/Isabelle Gräf

Ariane Biesinger ist in Konstanz das strahlende Gesicht der Narrenzunft Freie Blätz. Doch wer ist die 57-Jährige eigentlich, wenn das Häs fällt? Der SÜDKURIER besuchte sie in Radolfzell und sprach mit ihr über ihre ersten Geschäftsjahre als Inhaberin eines Friseursalons und die Lage der Frau in der Gesellschaft. Harte Urteile auch im 21. Jahrhundert – Biesinger hat sie selbst erlebt.

Die Gastgeberin: Menschen wie Isabel Lorenz helfen Flüchtlingen

Frauen, die rocken – das ist das Motto unserer Serie. Die nächste Protagonistin soll hier stellvertretend stehen für ganz, ganz viele aus der Region, die rocken. Die helfen, die Folgen des Ukrainekriegs aufzufangen. Egal ob sie in der Tafel Essen ausgeben, Unterkünfte vorbereiten, ob sie spenden oder Flüchtlinge bei sich untergebracht haben. Letzteres hat Isabel Lorenz aus Allensbach getan. Obwohl sie Sorgen hatte. Doch der Wille, zu helfen, war größer Hier erzählt sie, wie es für sie und ihre Familie gelaufen ist.

Isabel Lorenz aus Allensbach hilft mit. Bei ihr Leben seit kurz nach Beginn des Ukrainekriegs ukrainische Flüchtlinge.
Isabel Lorenz aus Allensbach hilft mit. Bei ihr Leben seit kurz nach Beginn des Ukrainekriegs ukrainische Flüchtlinge. | Bild: Isabel Gräf/Eva Marie Stegmann

Kennen Sie eine Frau, die Sie inspiriert? Die das, was sie tut einfach rockt? Dann melden Sie sich bei uns! Entweder per Email an Eva-Marie.Stegmann@suedkurier.de oder direkt über unseren Instagram-Kanal.