Die halbe Landesregierung ist ja zurzeit unterwegs: Die einen bestaunen in den USA, wie man einen alten Kohle-Stahl-Pott in ein modernes Silicon Valley verwandelt, die anderen wollen sich in Finnland und Estland anschauen, wie digitale Verwaltung klappt.

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, steht auf einem Platz in Pittsburgh. Fünf Tage ...
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, steht auf einem Platz in Pittsburgh. Fünf Tage lang will er für den Südwesten in den USA Kontakte knüpfen. | Bild: Nico Pointner, dpa

Und wer regiert uns hier? Haben wir etwa keine anderen Probleme? Doch, haben wir. Und trotzdem ist es richtig, sich mit anderen auszutauschen. Die richtige Zeit dafür ist übrigens nie: Corona, Ukraine, Energie – die vergangenen Jahre hielten die Politik mit Großkrisen dauerbeschäftigt. Doch das sollte sie nicht davon abhalten, sich im Ausland Inspiration zu holen für wichtige Zukunftsprojekte.

Corona macht‘s möglich

Wenn es gelingt, den Amerikanern, Finnen und Esten etwas abzuschauen, haben wir Bürger etwas davon. Deutlich mehr, wie wenn sich eine Regierung nur noch mit Krisenbewältigung befasst. Und was die Ministerpräsidentenkonferenz angeht: Wenn wir eins gelernt haben während Corona, dann ist das, dass so etwas auch per Videoschalte klappt.