Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 3. April: 

18.48 Uhr: Erster Schultag ohne Maskenpflicht in Baden-Württemberg

Die Maskenpflicht in den Schulen im Südwesten fällt von diesem Montag an weg. „Unabhängig davon ist es grundsätzlich aber jeder Person freigestellt, eine Maske zu tragen. Wer sie freiwillig tragen möchte, kann dies selbstverständlich weiterhin tun“, informierte das baden-württembergische Kultusministerium. Allerdings sei dies nun vor allem eine Frage der Eigenverantwortlichkeit, so das Ministerium. Es gelten darüber hinaus noch die Testpflicht und andere Sicherheitsmaßnahmen, darunter Lüften und Hygienepläne.

Die Anordnung einer Maskenpflicht seitens der Schulen ist dem Kultusministerium zufolge nicht möglich. Die Situation in den Schulen sei anders als etwa im Einzelhandel. In den Laden gehe man freiwillig, in der Schule herrsche Schulpflicht. Staatliche Eingriffe in die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger brauchen nach Angaben des Ministeriums eine Ermächtigungsverordnung, beispielsweise in Form einer Corona-Verordnung.

17.10 Uhr: Rund 90 Corona-Impfungen - Ermittlungen gegen Massen-Impfling

Rund 90 Mal soll sich ein 60-Jähriger aus Magdeburg seit Sommer 2021 in sächsischen Impfzentren gegen Corona haben impfen lassen. Er steht unter dem Verdacht, Impfausweise gefälscht und dann an Dritte weiterverkauft zu haben. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen unbefugten Ausstellens von Impfausweisen und Urkundenfälschung, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Im Impfzentrum Eilenburg war Anfang März Schluss. „Es gab Ungereimtheiten, er war schon am Vortag zum Impfen dort.“ Bei ihm wurden mehrere Blanko-Impfausweise und seine Krankenkarte sichergestellt sowie ein Strafverfahren eingeleitet. „Er wurde aber nicht festgenommen.“

Erstmals aufgefallen war der Mann kurz zuvor im Impfzentrum Dresden, sagte ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes am Samstag auf Anfrage. „Wir haben das beobachtet, die anderen Impfzentren informiert und sie aufgefordert, die Polizei zu rufen, wenn er auftaucht.“ Der Mann habe sich dabei immer mit richtigem Namen und Daten registriert. Laut Polizei hat er verschiedene Impfstoffe bekommen.

15.05 Uhr: Finanzminister Bayaz: „Jetzt hat Corona auch mich erwischt“

Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Der 38 Jahre alte Grünen-Politiker twitterte am Sonntag: „Jetzt hat Corona auch mich erwischt. Mir geht's gut, dank Impfung habe ich einen milden Verlauf, auch wenn es mich für kurze Zeit echt umgehauen hat.“ Er habe sich zuhause isoliert und werde die nächsten Tage von dort arbeiten. „Passt bitte auf euch auf und tragt weiterhin Maske!“

Auch seine Partnerin, die bayerische Grünen-Fraktionschefin im Landtag, Katharina Schulze, und ihr gemeinsamer, knapp einjähriger Sohn, sind infiziert. Das hatte Schulze auf Instagram mitgeteilt. 

13.44 Uhr: Dobrindt hält Ende fast aller Corona-Schutzmaßnahmen für verfrüht

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hält den weitgehenden Wegfall der staatlichen Corona-Auflagen wie 2G, 3G oder Maskenpflicht an diesem Sonntag für falsch. „In einer Zeit mit sehr hohen Infektionszahlen ist es verfrüht, fast alle Schutzmaßnahmen zu beenden“, sagte der Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er hätte sich ein Festhalten an der Maskenpflicht zum Beispiel beim Einkaufen gewünscht.

Dobrindt appellierte an die Bürger, sich weiter mit einer Maske gegen das Corona-Virus zu schützen - und zwar nicht nur dort, wo es weiter vorgeschrieben ist wie in Bussen und Bahnen. „Masken tragen bleibt sinnvoll. Auch außerhalb des öffentlichen Personenverkehrs ist es ratsam, weiter zum Eigenschutz Masken zu tragen.“

12 Uhr: China meldet höchste Corona-Neuinfektionszahl seit über zwei Jahren

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in China auf einen Höchstwert gestiegen. Am Sonntag meldete die nationale Gesundheitskommission 13.146 lokale Infektionen. Der Großteil der Fälle (11.691) verläuft der offiziellen Statistik zufolge asymptomatisch. 

Die Regierung bekräftigte unterdessen ihr Festhalten an der „Null Covid“-Strategie. Bei einem Inspektionsbesuch in Shanghai am Samstag betonte Chinas Vize-Premierministerin Sun Chunlan das „unerschütterliche Einhalten“ der epidemiologischen Strategie, die auch bei kleineren Infektionssträngen rasche Ausgangssperren, Massentests und Quarantäne vorsieht. 

10.27 Uhr: Umfrage: Mehrheit will im Supermarkt zunächst weiter Maske tragen

Trotz des Auslaufens der Maskenpflicht will eine Mehrheit der Menschen in Deutschland im Supermarkt zunächst weiterhin einen Schutz tragen. Bei einer Umfrage für die "Bild am Sonntag" gaben 63 Prozent der Befragten an, weiterhin eine Maske tragen zu wollen, 29 Prozent möchten das nicht. Acht Prozent der Befragten wollten sich nicht festlegen. Befragt wurden 1001 Menschen vom Institut Insa.

9.17 Uhr: Städtetag: Allgemeine Impfpflicht gegen Corona darf nicht scheitern

Der Deutsche Städtetag warnt vor einem Scheitern der allgemeinen Impfpflicht gegen das Coronavirus. „Wir riskieren im Herbst wieder viele schwere Krankheitsverläufe, falls die Impfpflicht nicht kommt“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). Um die Impfquote deutlich zu erhöhen, sei eine Impfpflicht ab 18 Jahren eindeutig besser geeignet als eine ab 50 Jahren, betonte Dedy mit Blick auf mehrere Anträge für die anstehende Entscheidung des Bundestages. Dedy rief die Bürger dazu auf, sich impfen zu lassen. „Schützen Sie sich und andere, damit die Folgen der nächsten Corona-Welle nicht zu hart werden“, appellierte er an die Menschen.

8 Uhr: RKI registriert 74.053 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1457,9

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 1457,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1531,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1723,8 (Vormonat: 1174,1). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 74.053 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 111.224 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 42 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 49 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 21.627.548 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 2. April: 

18.10 Uhr: Zahlreiche Corona-Schutzauflagen beendet

In weiten Teilen Deutschlands findet das Leben ab Sonntag wieder ohne die meisten alltäglichen Corona-Schutzauflagen statt. Nach dem geänderten bundesweiten Infektionsschutzgesetz sind in fast allen Ländern nur noch wenige allgemeine Vorgaben zur Eindämmung der Pandemie möglich. Dies sind Maskenpflichten etwa in Praxen, Kliniken, Pflegeheimen, Bussen und Bahnen sowie Tests beispielsweise in Schulen. Bundesweit besteht weiter Maskenpflicht in Fernzügen und Flugzeugen. Zusätzliche Auflagen gelten jetzt nur noch in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Die beiden Länder machen als vorerst einzige von der so genannten Hotspot-Regel Gebrauch. Diese ermöglicht weitergehende Vorgaben, wenn das Landesparlament eine regional drohende kritische Lage für die Kliniken feststellt. In den anderen Ländern sind die meisten bisherigen Auflagen wie breit angelegte Maskenpflichten in Innenräumen oder Zugangsregeln nur für Geimpfte und Genesene in der Nacht zu Sonntag ausgelaufen. In Berlin endeten sie bereits mit dem vergangenen Donnerstag.

16.25 Uhr: Mehrere Länder dringen auf weitere Bundeshilfen für Impfzentren

Mehrere Bundesländer dringen auch angesichts des Flüchtlingszustroms aus der Ukraine auf weitere Bundeshilfen für die Corona-Impfzentren. Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg mahnten eine verlässliche Beteiligung bei der Finanzierung an. „Unsere Forderung ist, dass sich der Bund wie bisher mit 50 Prozent an den Kosten beteiligt“, sagte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne der Deutschen Presse-Agentur. Grimm-Benne ist derzeit Vorsitzende der Konferenz der Ländergesundheitsminister.

Sie hoffe auf eine Einigung bei der Ministerpräsidentenkonferenz am 7. April, sagte die SPD-Politikerin. Die Regierungschefs wollen mit Kanzler Olaf Scholz verschiedene Finanzierungsfragen zur Versorgung von Geflüchteten aus der Ukraine klären. Gesundheitsminister Karl Lauterbach habe eine Mitfinanzierung der Impfzentren bis Jahresende zugesagt, und man erwarte, dass er sich an diese Zusage halte, sagten die Gesundheitsminister von Bayern und Nordrhein-Westfalen, Klaus Holetschek und Karl-Josef Laumann, der Deutschen Presse-Agentur.

13.35 Uhr: Lauterbach setzt weiter auf Erfolg bei allgemeiner Impfpflicht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach setzt weiter auf einen Erfolg bei der allgemeinen Impfpflicht. "Ich hoffe nach wie vor, dass das gelingt", sagte er in einem Interview mit dem Deutschlandfunk, das am Sonntag in voller Länge ausgestrahlt werden sollte. Es sei auch richtig gewesen, die Frage der Corona-Impfpflicht in die Hände des Bundestags und der Fraktionen zu legen. Das werde "zum Schluss zum Erfolg führen". Er glaube nicht, dass die allgemeine Impfpflicht letztlich scheitere, sagte Lauterbach. Stattdessen gehe er davon aus, dass am Donnerstag ein entsprechender Antrag durchgebracht werde. 

11.24 Uhr: Kubicki: Deutschland bei Wegfall der Corona-Beschränkungen spät dran

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat den Wegfall fast aller Corona-Beschränkungen in Deutschland an diesem Sonntag als „wichtigen und erfreulichen Schritt in Richtung Normalität“ begrüßt. „Wir vollziehen das nach, was auch in den europäischen Nachbarländern zum Teil schon seit längerem umsetzt wird“, sagte der Bundestagsvizepräsident der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Omikron hat den Blick auf die Pandemie deutlich verändert. Deutschland ist keine Insel. Wir sind in dieser Frage ziemlich spät dran.“

Mit Blick auf Busse und Bahnen sagte Kubicki: „Selbstverständlich wird die Maskenpflicht auch dort irgendwann fallen müssen. Aber das steht gerade noch nicht zur Debatte.“ Man werde sich zunächst ganz genau anschauen, wie die Befreiung von der Maskenpflicht im öffentlichen Nah- und Fernverkehr in anderen europäischen Ländern wirke. „Wenn dies keine Bedeutung mehr für das Pandemiegeschehen hat, sollten wir zügig die Beschränkungen auch bei uns aufheben.“

9.49 Uhr: Patientenschützer hält Wegfallen von Corona-Maßnahmen für „fatal“

Patientenschützer haben scharfe Kritik am Wegfall vieler Corona-Schutzmaßnahmen an diesem Wochenende geübt. Masken im Nahverkehr und beim Einkaufen „müssen bleiben“ und auch andere Instrumente wie konsequentes Testen würden „leichtfertig dort aus der Hand gegeben, wo es die Hochrisikogruppe schützt“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Das sei „fatal“.

Auch geplante Quarantäne-Verkürzungen hält Brysch für gefährlich und kritisierte scharf, dass Beschäftigte in Heimen und Krankenhäusern trotz Infektion unter Umständen arbeiten dürfen. „Infizierte Menschen mit milden Symptomen zum Dienst aufzufordern ist Wahnsinn“, sagte der Patientenschützer der „NOZ“. Seine Sorge ist demnach auch, dass sich dann Arbeitnehmer auch rechtfertigen müssten, wenn sie zu Hause bleiben.

8.30 Uhr: RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 1531,5

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist weiter rückläufig. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen mitteilte, liegt der Wert nun bei 1531,5. Am Freitag hatte er 1586,4 betragen, vor einer Woche lag er bei 1758,4. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen. 

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die absolute Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Samstag bei 196.456 - nach 252.530 am Vortag und 252.026 Neuinfektionen vor einer Woche. Binnen 24 Stunden wurden laut RKI 292 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. 

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 1. April: 

22.07 Uhr: Behalten Sie die Maske auf? Menschen aus der Region erklären, wie sie sich ab Sonntag verhalten

Baden-Württemberg hebt die Maskenpflicht weitgehend auf. Einkaufen ist ab Sonntag ohne Maske möglich. Doch will das jeder? Menschen vom Hochrhein, Bodensee und aus dem Schwarzwald erklären, wie sie es handhaben werden.

21.16 Uhr: Expertenrunde unterstützt Lucha bei Wechsel von Corona-Strategie

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha hat von Vertretern des Gesundheitswesens im Land Rückendeckung für eine Änderung der Strategie im Umgang mit der Corona-Pandemie bekommen.

Die Vertreter von Gesundheitsämtern, Klinken und der Ärzteschaft sprachen sich bei einer Anhörung des Gesundheitsministeriums am Freitag einhellig für ein Ende des anlasslosen Testens aus. Diese Tests verursachten hohe Kosten, viel Aufwand und seien unzuverlässig, sagte der Leiter des Gesundheitsamt der Stadt Mannheim, Stefan Schäfer. Deshalb sollte man an ihnen nicht länger festhalten.

18.32 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten sinkt weiter

In Baden-Württemberg sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen weiter. Bei 1523,6 lag sie am Freitag nach Angaben des Landesgesundheitsamtes. 3.085.574 bestätigte Fälle wurden bisher im Südwesten gezählt. Das heißt: Seit dem Vortag kamen 24.531 hinzu. An oder im Zusammenhang mit dem Virus starben laut Behörde 15.141 Menschen - 29 Todesfälle kamen seit dem Vortag dazu. Die Hospitalisierungsinzidenz lag bei 7,4.

17.40 Uhr: Firmen können Anträge für Corona-Hilfe bis Ende Juni stellen

Betroffene Unternehmen können seit Freitag Anträge auf die bis Ende Juni verlängerte Corona-Hilfe stellen. Darauf hat das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin hingewiesen. Konkret geht es um die Überbrückungshilfe IV für den Förderzeitraum April bis Juni 2022. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit einem coronabedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent. Die Überbrückungshilfe ist das zentrale Kriseninstrument des Bundes, um die Folgen der Pandemie für Betriebe und Arbeitsplätze abzufedern. Bis Ende Juni wird auch die Neustarthilfe 2022 für Soloselbstständige verlängert.

16.30 Uhr: Lauterbach: „Bitte tragen Sie freiwillig Masken in Innenräumen“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor dem Ende zahlreicher Corona-Beschränkungen in Deutschland zu weiterer Vorsicht aufgerufen. „Der Einzelne sollte sich von den Lockerungen jetzt nicht irritieren lassen: Die Pandemie ist noch nicht vorbei“, sagte der SPD-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Die Gefahr, sich jetzt noch zu infizieren, ist so hoch wie nie zuvor.“ Daher laute sein Appell: „Bitte tragen Sie freiwillig Masken in Innenräumen.“ Diese seien ein besonders wirksamer Schutz und sollten so viel wie möglich genutzt werden.

14.22 Uhr: Bildungsverbände kritisieren Ende der Maskenpflicht an Schulen

Bildungsgewerkschaften und der Deutsche Lehrerverband haben das Ende der Maskenpflicht an den meisten Schulen in Deutschland scharf kritisiert. Lehrerverbands-Präsident Heinz-Peter Meidinger nannte den Schritt am Freitag „völlig verfrüht“. „Bei nach wie vor extrem hohen Inzidenzwerten an den Schulen bedeutet das Ende der Maskenpflicht, den einfachsten Gesundheitsschutz für Beschäftigte, Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern zu beenden“, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Maike Finnern, der Deutschen Presse-Agentur.

13.50 Uhr: Infizierte Schweizer müssen nicht mehr in Quarantäne: Dürfen sie jetzt auch hierzulande einkaufen?

Die Schweiz hat alle Corona-Maßnahmen aufgehoben – selbst Infizierte müssen nicht mehr daheim bleiben. Aber dürfen sie auch nach Baden-Württemberg, um einzukaufen oder zu arbeiten? Das Land hat eine klare Antwort.

13.10 Uhr: Weiter hohe Corona-Zahlen an Schulen

Die Corona-Zahlen an den Schulen verharren auf einem hohen Niveau. In der vergangenen Woche wurden aus den Bundesländern rund 347.000 Infektions- und Quarantänefälle bei Schülerinnen und Schülern gemeldet, wie die Kultusministerkonferenz am Freitag mitteilte (Vorwoche 348.000). Bei den Lehrkräften wurden 36.400 Corona- und Quarantänefälle gemeldet (Vorwoche 35.700).

12.54 Uhr: Die Corona-Regeln fallen: Was sich falsch anfühlt, ist bei näherer Betrachtung doch richtig

Dass ab Sonntag die meisten Corona-Regeln nicht mehr gelten, führt bei manchem zu Unbehagen. Wenn man sich einer Einsicht nicht verschließt, ist der Schritt aber nachvollziehbar, meint SÜDKURIER-Redakteur Dominik Dose und ist sich ziemlich sicher, was als nächstes kommt.

12 Uhr: Schweden betrachtet Covid-19 nicht mehr als Gefahr für Gesellschaft

Schweden behandelt Covid-19 von nun an nicht mehr als generell gefährliche oder gesellschaftsgefährdende Erkrankung. Das sogenannte Pandemiegesetz wurde in dem skandinavischen Land zum Freitag abgeschafft, womit neben dieser Einstufung auch Anforderungen für die Infektionsverfolgung und Quarantäne wegfallen.

11.28 Uhr: Mehrheit laut Umfrage über Ende vieler Corona-Maßnahmen besorgt

Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland blickt einer Umfrage zufolge mit Sorge auf das Ende vieler Corona-Schutzmaßnahmen am Wochenende. 58 Prozent der Befragten zeigten sich besorgt über das Auslaufen der Maskenpflicht an den meisten Orten oder der 2G- und 3G-Maßnahmen, wie aus der am Freitag veröffentlichten Erhebung des Instituts Yougov hervorgeht. 38 Prozent sorgen sich darüber nicht, 5 Prozent machten keine Angaben.

11 Uhr: Gesundheitspolitiker halten sich zu Impfpflicht-Gesprächen bedeckt

Im Streit um eine Corona-Impfpflicht haben Gesundheitspolitiker von Grünen und FDP sich zum Stand der Bemühungen für einen mehrheitsfähigen Kompromiss bedeckt gehalten. „Zunächst mal gibt es zurzeit viele sehr intensive und auch gute Gespräche“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Janosch Dahmen, am Freitag im ARD-„Morgenmagazin“. „Alle demokratischen Fraktionen und Abgeordnete aus diesen Fraktionen sind im Moment dazu aufgerufen, jetzt Vorsorge zu betreiben und nach Lösungen zu suchen. Wie die aussehen können im Detail, kann ich jetzt bei den laufenden Gesprächen nicht vorwegnehmen.“

Der FDP-Obmann im Gesundheitsausschuss, Andrew Ullmann, sagte im Deutschlandfunk auf die Frage, ob eine allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren vom Tisch sei: „Also das kann ich an dieser Stelle so nicht bestätigen, sondern nur sagen, dass Gespräche momentan stattfinden.“ Dabei sei Stillschweigen vereinbart. „Wir diskutieren untereinander, wir diskutieren aber auch mit der Union.“

9.50 Uhr: Masken oder nicht? Land verweist auf Hausrecht in Theater und Museen

Trotz des Endes der meisten allgemeinen Corona-Schutzregeln an diesem Wochenende ist die Maskenpflicht in vielen baden-württembergischen Museen, Theatern und Bibliotheken noch nicht vom Tisch. Das Land empfiehlt den staatlichen Kultureinrichtungen zu prüfen, ob sie über ihr Hausrecht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske beibehalten können.

Ein entsprechendes Schreiben sei den Häusern am Donnerstagabend zugesandt worden, bestätigte das Kulturministerium der dpa in Stuttgart. In dem Schreiben wird das Maskentragen zudem deutlich empfohlen. 

8.30 Uhr: Barmer: Zahl der Krankschreibungen wegen Corona steigt im Südwesten stark

Die Pandemie setzt immer mehr Menschen außer Gefecht und erhöht den Druck auf die Arbeitgeber. Es seien noch nie so viele Menschen im Südwesten wegen Corona arbeitsunfähig geschrieben worden wie in der Woche zwischen dem 6. und 12. März, teilte die Krankenkasse Barmer am Freitagmorgen mit. Mehr als 5500 Versicherte seien in dieser Zeit wegen einer Infektion nicht zur Arbeit gekommen, wie eine Auswertung des Barmer Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg) unter versicherten Erwerbstätigen der Kasse ergeben habe.

Während der ersten Welle im Frühjahr 2020 seien wöchentlich bis zu 940 infizierte Menschen krankgeschrieben gewesen, in der vierten Welle Ende des Jahres 2021 seien es bis zu 2300 gewesen. Bei der Barmer sind in Baden-Württemberg 760.000 Menschen versichert.

6.40 Uhr: RKI registriert 252.530 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1586,4

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt niedriger als am Vortag. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1586,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1625,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1756,4 (Vormonat: 1213,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 252.530 Corona-Neuinfektionen. 

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 31. März: 

20.21 Uhr: Gipfel der Corona-Welle laut RKI wahrscheinlich erreicht

Die derzeitige Corona-Infektionswelle könnte nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts nun auf ihrem Höhepunkt sein. „Der Gipfel der Welle ist wahrscheinlich erreicht, der Infektionsdruck bleibt aber mit mehr als 1,5 Millionen innerhalb einer Woche an das RKI übermittelten Covid-19-Fällen weiterhin sehr hoch“, schreibt das Institut in seinem Wochenbericht von Donnerstagabend. Möglicherweise sei der Gipfel auch bereits überschritten. Zu der Einschätzung kommt das RKI wegen eines leichten Rückgangs der Fallzahlen im Wochenvergleich.

19.29 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten sinkt auf 1586,8

In Baden-Württemberg fällt die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen weiter. Sie lag am Donnerstag nach Angaben des Landesgesundheitsamtes bei 1586,8. Innerhalb von 24 Stunden wurden im Südwesten 30.816 Neuinfektionen gezählt. Die Dunkelziffer ist jedoch hoch - tatsächlich dürfte es deutlich mehr Ansteckungen geben. An oder im Zusammenhang mit dem Virus starben laut Behörde 15.112 Menschen - also 45 Todesfälle kamen seit dem Vortag dazu.

17.45 Uhr: Scholz äußert sich zur Impfpflicht-Abstimmung: „Prozess einer Mehrheitsbildung“ am Laufen

In der Debatte um eine allgemeine Corona-Impfpflicht in Deutschland dauern nach Darstellung von Kanzler Olaf Scholz die Bemühungen für eine mehrheitsfähige Lösung an. „Gut ist, dass jetzt das stattfindet, worauf die Skeptiker nicht setzen mochten, nämlich der Prozess einer Mehrheitsbildung im Deutschen Bundestag“, sagte der Kanzler Scholz am Donnerstag in Berlin. „Aber darüber macht es keinen Sinn, Wasserstandsmeldungen abzugeben – und auch nicht, welche zu kommentieren, die oft einfach nur als Gerücht entstehen und deshalb gar nicht fest genug sind, um kommentiert zu werden.“

16.41 Uhr: Mehr als 90 Prozent der Beschäftigten in der Pflege doppelt geimpft

Zwei Wochen nach Einführung der Teil-Impfpflicht in der Pflege sind laut Gesundheitsministerium mehr als neun von zehn Beschäftigten vollständig geimpft. Es haben allerdings nur zwei Drittel von ihnen auch eine Booster-Impfung erhalten.

Nach neuen Zahlen des Landesgesundheitsamtes  seien 91,8 Prozent der Mitarbeitenden und 94,5 Prozent der Betreuten doppelt geimpft, 67,2 Prozent der Beschäftigten und 83,4 Prozent der Betreuten zudem geboostert. Sämtliche Quoten lägen über denen in den entsprechenden Altersgruppen in der Bevölkerung, teilte das Ministerium am Donnerstag in Stuttgart mit.

16 Uhr: Im Bundestag bleibt die Maske vorerst auf

In den meisten Innenräumen fällt an diesem Wochenende die Maskenpflicht - im Bundestag nicht. Die Abgeordneten und ihre Mitarbeiter müssen auch weiterhin FFP2-Masken tragen und 3G-Nachweise dabei haben. Die entsprechende Allgemeinverfügung sei weiterhin in Kraft, hieß es am Donnerstag in einer E-Mail der Bundestagsverwaltung an die Abgeordneten mit Blick auf die kommende Sitzungswoche.

15.15 Uhr: Stiko empfiehlt mRNA-Booster nach nicht in EU zugelassenen Impfungen

Menschen in Deutschland, die mit nicht in der EU zugelassenen Präparaten gegen Covid-19 geimpft wurden, sollten laut der Ständigen Impfkommission eine Auffrischung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten. Ziel sei das Optimieren des Impfschutzes, teilte das Gremium am Donnerstag zu einer entsprechend aktualisierten Covid-19-Impfempfehlung mit.

Die Empfehlung bezieht sich auf die chinesischen Vakzine Coronavac von Sinovac und Covilo von Sinopharm, auf Covaxin aus Indien (Bharat Biotech International) und den Impfstoff Sputnik V von Gamelaya aus Russland. Bei den chinesischen und indischen Präparaten handelt es sich um sogenannte inaktivierte Ganzvirusimpfstoffe. Sputnik V hingegen ist vektorbasiert.

14.30 Uhr: So viele Menschen im Südwesten arbeiten im Home-Office

Wegen der Corona-Pandemie haben im vergangenen Jahr im Südwesten deutlich mehr Menschen im Home-Office gearbeitet. Gut ein Viertel der Befragten des sogenannten Mikrozensus 2021 gab an, an mindestens einem Arbeitstag in der Woche von Zuhause aus zu arbeiten, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Im Jahr 2019 - also vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie - seien es lediglich 14,3 Prozent gewesen.

Auch der Arbeitsumfang im Home-Office weitete sich coronabedingt aus. Der Anteil der vollständig im Heimbüro arbeitenden Menschen habe sich im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2019 fast verdreifacht, berichteten die Landesstatistiker.

12.50 Uhr: EuGH betont eingeschränktes Widerrufsrecht bei Kauf von Konzertticket

Wer Tickets für Kultur- oder Sportveranstaltungen erwirbt, muss nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs damit rechnen, dass er den Kaufvertrag nicht widerrufen kann. Die Richter des höchsten EU-Gerichts wiesen am Donnerstag auf Ausnahmen einer EU-Richtlinie hin, mit der Veranstalter etwa von Konzerten davor geschützt werden sollen, dass sie die verfügbaren Plätze beim Widerruf nicht mehr los werden. Diese Ausnahme vom Widerrufsrecht treffe auch auf Vermittler zu. Entscheidend ist demnach, dass das wirtschaftliche Risiko auch dann beim Veranstalter liegt, wenn ein Ticket-Vermittler zwischengeschaltet ist.

11.04 Uhr: Weniger Menschen im Südwesten ohne Job

Die Zahl der Arbeitslosen im Südwesten ist im März weiter zurückgegangen. Gemeldet waren annähernd 212.900 Menschen und damit rund 6000 weniger als im Vormonat, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Donnerstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank im Vormonatsvergleich um 0,1 Punkte auf 3,4 Prozent. Im März 2021 hatte sie 4,3 Prozent betragen. Die Zahl der Betriebe mit Kurzarbeit sank im Vormonatsvergleich.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat, als die Wirtschaft vom zweiten Corona-Lockdown betroffen war, sei die Nachfrage nach Arbeitskräften überall gestiegen, resümierte die Arbeitsagentur. „Der Normalisierungskurs nach Corona setzt sich fort“, sagte der regionale Arbeitsagenturchef Christian Rauch.

10 Uhr: Wegfall der Maskenpflicht erschwert Verbänden zufolge Abschlussprüfungen

Lehrerverbände befürchten wegen des Wegfalls der coronabedingten Maskenpflicht an Schulen Probleme bei den Abschlussprüfungen. So sieht der Philologenverband einen „Sprung“ der Krankheitszahlen voraus, weil das Infektionsschutzgesetz eine generelle Maskenpflicht an Schulen nicht mehr zulässt. „Das gefährdet nicht nur die Unterrichtsversorgung insgesamt, sondern ist auch ein Risiko für das diesjährige Abitur“, sagte der Chef des Verbandes für die Gymnasiallehrer, Ralf Scholl, den „Stuttgarter Nachrichten“ und der „Stuttgarter Zeitung“.

Auch die Berufsschullehrer sehen im Verzicht auf einen obligatorischen Mundschutz ab kommender Woche ein erhebliches Risiko für die Abschlussprüfungen an ihrer Schulart. Aus Sicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kämen noch mehr Erkrankungen von Schülern und Lehrkräften derzeit höchst ungelegen. Weitere Ausfälle könne vor den Abschlussprüfungen niemand gebrauchen.

9.15 Uhr: Immunologe gegen niedrigere Altersschwelle für Viertimpfungen

Die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach angeregte vierte Corona-Impfung schon für Menschen ab 60 Jahren wird von Immunologen nicht gestützt. „Ein generelles Absenken der Altersschwelle bei der Impfempfehlung ist momentan nicht angezeigt“, sagte der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Reinhold Förster von der Medizinischen Hochschule Hannover. In Ausnahmefällen könne ein zweiter Booster aber auch ab 60 Jahren nachvollziehbar sein, etwa bei Menschen mit unterdrücktem Immunsystem.

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission die vierte Dosis derzeit für Menschen ab 70 Jahren sowie für Menschen mit Risikofaktoren wie Immundefekten. Lauterbach warb jüngst mehrfach dafür, die Altersschwelle auf 60 Jahre abzusenken. In dieser Altersgruppe könne dadurch die Sterblichkeit im Vergleich zur dritten Dosis noch einmal um 80 Prozent reduziert werden, sagte er und berief sich auf Erkenntnisse aus Israel.

7.30 Uhr: RKI registriert 274.901 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1625,1

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt niedriger als am Vortag. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 1625,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1663,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1752,0 (Vormonat: 1171,9).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 274.901 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 318.387 Ansteckungen.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. 

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 30. März: 

22.37 Uhr: Anspruch auf Corona-Bürgertests bis Ende Juni

Im Kampf gegen Corona-Ansteckungen wird das Angebot kostenloser Schnelltests für alle bis in den Frühsommer verlängert. Die ursprünglich bis 30. März geltende Testverordnung, die auch diese „Bürgertests“ regelt, bleibt vorerst bis einschließlich 29. Juni in Kraft. Das sehen Änderungen von Gesundheitsminister Karl Lauterbach vor, die am Mittwoch im Bundesanzeiger verkündet wurden.

21.52 Uhr: Kürzere Quarantäne geplant - Weiter Streit um Corona-Schutz

In der aktuellen Corona-Welle in Deutschland mit vielen, aber meist leichteren Infektionen sollen die Quarantäneregeln vereinfacht werden. Die Dauer soll generell auf fünf Tage verkürzt werden, wie ein Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums und des Robert Koch-Instituts vorsieht. Kurz vor dem Ende der meisten Alltagsauflagen schwelt der Streit über mehr Schutzregeln in Regionen mit kritischer Lage weiter.

20.39 Uhr: WHO erwartet Trend zu milderen Covid-Verläufen

Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass Corona-Infektionen mit der Zeit zu schwächeren Krankheitsverläufen führen. Das sei nach derzeitigem Wissensstand das wahrscheinlichste Szenario, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Die Schwere der Covid-Erkrankungen werde wahrscheinlich trotz weiterer Virusmutationen weiter abnehmen, da die Immunität der Bevölkerung durch Impfungen und Infektionen zunehme.

19.12 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten sinkt weiter

In Baden-Württemberg ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen nochmal deutlich gesunken. Sie betrug nach Angaben des Landesgesundheitsamtes vom Mittwoch 1638,8. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg innerhalb der letzten 24 Stunden um 36.584. Die Dunkelziffer ist jedoch hoch - tatsächlich dürfte es deutlich mehr Ansteckungen geben. An oder im Zusammenhang mit dem Virus starben laut der Behörde 15.067 Menschen, 19 mehr als am Vortag.

17.41 Uhr: EU-Behörde prüft Zulassung von französischem Corona-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft die Zulassung des Corona-Impfstoffs des französischen Herstellers Sanofi Pasteur in der EU. Das teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Wann die Prüfung des Antrages abgeschlossen sein wird, teilte die Behörde nicht mit. Bereits seit vergangenem Jahr hatten die Experten der EMA Daten aus Laborstudien und klinischen Versuchen zu der Wirkung des Präparates Vidprevtyn bewertet. Danach schütze es effektiv vor einer Covid-19-Erkrankung. Wenn die EMA grünes Licht für die Zulassung gibt, muss die EU-Kommission noch zustimmen. Das aber gilt als Formsache.

17 Uhr: Lauterbach weist Vorbehalte gegen Hotspot-Regelung zurück

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist Vorbehalten der Länder gegen den neuen Rechtsrahmen für weitergehende Corona-Schutzauflagen entgegengetreten. „Man mag das Gesetz mögen oder nicht, aber es ist juristisch sauber gemacht, so dass es umsetzbar wäre“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Berlin. „Es sollte viel mehr genutzt werden.“ Davon ginge auch eine Signalwirkung aus, die jetzt gebraucht würde, sagte er mit Verweis auf zuletzt fast 350 Tote in Zusammenhang mit Corona-Infektionen binnen 24 Stunden.

Er finde es „beklagenswert und falsch“, dass sehr viele Länder nun nicht von der Hotspot-Regel Gebrauch machten, in denen er selbst dies angemessen gefunden hätte. „Eine rechtliche Unsicherheit kann ich hier schlicht nicht erkennen“, betonte Lauterbach. Eine drohende Überlastung des Gesundheitswesens als Voraussetzung sei begründbar und könne mit Kriterien zu den Kliniken hergeleitet werden. Er sei fest davon überzeugt, dass entsprechende Regelungen in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern rechtlich Bestand haben würden.

16.25 Uhr: Schweiz hebt sämtliche Corona-Maßnahmen auf: Selbst Infizierte müssen nicht mehr daheim bleiben

„Wir können in die Normalität zurückkehren.“ Mit diesen Worten hat der Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset die verbleibenden Corona-Infektionsschutzmaßnahmen aufgehoben. Ab Freitag, 1. April, erklären die Eidgenossen die Pandemie für beendet. Die Einzelheiten und die Begründung.

16.11 Uhr: Lauterbach zuversichtlich bei Impfpflicht-Kompromiss

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich zuversichtlich geäußert, dass ein Kompromiss für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in Deutschland erreicht werden kann. Nach seiner Kenntnis werde an einem gemeinsamen Vorschlag gearbeitet, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Berlin. Er rechne damit, dass dieser sein Ministerium spätestens in den nächsten Tagen erreiche, so dass möglicherweise ein gemeinsamer Entwurf formuliert werden könne. Die Kompromisslinien, die sich abzeichneten, seien überzeugend und klug.

Er sei „sehr zuversichtlich“ und gehe davon aus, dass dieses wichtige Gesetz durchgesetzt werden könne, fügte Lauterbach hinzu. Davon hinge mit Blick auf die Lage im Herbst sehr viel ab. Nähere Angaben zu den Kompromisslinien machte Lauterbach nicht.

15.27 Uhr: Corona-Ausbruch auf „Mein Schiff 5“ - Urlauber in Quarantäne

An Bord des Kreuzfahrtriesens „Mein Schiff 5“ ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Wie die Reederei Tui Cruises bestätigte, wurden Passagiere vergangenen Sonntag in ein Hotel auf Mallorca in Quarantäne gebracht. Genaue Zahlen nannte das Unternehmen nicht. Nach Angaben der „Mallorca Zeitung“ vom Mittwoch waren zeitweise etwa 60 überwiegend deutsche Urlauber betroffen. Das fast 300 Meter lange Schiff ist für mehr als 2500 Passagiere zugelassen.

Das Kreuzfahrtschiff war von Palma aus zu einer Rundreise im Mittelmeer über Marseille, Barcelona, Alicante und Cartagena aufgebrochen und am Sonntag in Mallorca angekommen. Nach Angaben von Tui handelte es sich bei dem Corona-Ausbruch um einen Einzelfall.

13.41 Uhr: Pflegekräfte erhalten Bonus für Einsatz in der Pandemie

Pflegekräfte in Kliniken und Pflegeheimen sollen einen gestaffelten Pflegebonus für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie erhalten. Das Bundeskabinett verabschiedete in Berlin einen entsprechenden Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Insgesamt will der Bund dafür eine Milliarde Euro bereitstellen - je zur Hälfte für Kranken- und für Altenpflegekräfte.

500 Millionen Euro zur Auszahlung des Bonus sollen Krankenhäuser bekommen, die im vergangenen Jahr besonders viele Corona-Patientinnen und Patienten behandelten, die beatmet werden mussten. Dies sind laut Ministerium 837 Kliniken in Deutschland.

12.25 Uhr: Corona: Patientenschützer Brysch fordert schnelles Handeln der Länder

Die Bundesländer haben sich nach den Worten des Vorstands der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie in eine Sackgasse manövriert. „Das Geschrei der Ministerpräsidenten und deren Fingerzeig auf den Bund sind in keiner Weise gerechtfertigt“, sagte er der in Düsseldorf erscheinden „Rheinischen Post“. Sie hätten nichts unternommen, um das Bundesinfektionsschutzgesetz im Bundesrat zu verhindern. Hätten sie den Vermittlungsausschuss angerufen, hätten sie Anpassungen durchsetzen können, betonte er.

„Dabei müsste dringend geregelt werden, wie es in der Alten- und Krankenpflege weiterzugehen hat“, mahnte der Patientenschützer. Die Zahlen bei Infektionen und Todesfällen im Bereich der Alten- und Krankenpflege seien „noch immer extrem hoch“. Doch weiter fehlten Taskforces und Ausweichquartiere, um Menschen bei Ketteninfektionen in Sicherheit zu bringen, kritisierte Brysch. 

10.59 Uhr: Umfrage: Überdurchschnittliche Impfquote beim Klinikpersonal 

Krankenhäuser in Deutschland haben einer Umfrage zufolge durchschnittlich sechs Prozent ihrer Beschäftigten wegen fehlender Impf- oder Genesenennachweise an die Gesundheitsämter gemeldet. Das hat eine repräsentative Befragung der Deutschen Krankenhausgesellschaft bei bundesweit 361 Kliniken ergeben.

„Die Zahlen der Umfrage belegen sehr eindrucksvoll, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vergleich zur Gesamtbevölkerung eine außerordentlich hohe und vorbildliche Impfquote aufweisen“, sagte DKG-Chef Gerald Gaß am Mittwoch in Berlin. Beim Pflegedienst liegt die Meldequote demnach bei sieben Prozent, in der Intensivpflege beträgt sie lediglich vier Prozent. Im ärztlichen Dienst betrage der Anteil drei Prozent. Das „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ hatte zuerst über die Umfrage berichtet.

8.10 Uhr: Corona-Situation in den Kliniken: Lage hat sich deutlich verschärft

Ab der nächsten Woche werden so gut wie alle Corona-Regeln fallen. Allerdings ist die Lage in den Kliniken aktuell nicht so entspannt. Dies zeigt auch der Blick in die Krankenhäuser in Waldshut und Lörrach. Sowohl in den Intensiv- als auch in den Normalstationen sind die Kliniken in Waldshut und Lörrach ziemlich ausgelastet, teilweise müssen Operationen verschoben werden. Und im Klinikum Hochrhein in Waldshut fallen aufgrund steigender Infektionszahlen auch vermehrt Mitarbeiter aus.

7.30 Uhr: RKI registriert 268.477 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1663,0

Bei den Infektionen mit dem Coronavirus ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz etwas gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 1663,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1703,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1734,2 (Vormonat: 1171,9).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 268 477 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 283 732 Ansteckungen.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg und Brandenburg nicht. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 29. März: 

20.36 Uhr: US-Behörde lässt zweite Auffrischungsimpfung für Menschen ab 50 zu

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine zweite Auffrischungsimpfung für Erwachsene ab 50 Jahren und immungeschwächte Menschen zugelassen. Die Notfallzulassungen für die Auffrischungsimpfungen mit den Wirkstoffen des deutschen Unternehmens Biontech und seinem US-Partner Pfizer sowie des US-Unternehmens Moderna seien entsprechend aktualisiert worden, teilte die FDA am Dienstag mit.

18.47 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten rutscht unter Marke von 1700

In Baden-Württemberg ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen erneut deutlich gesunken und unter die Marke von 1700 gerutscht. Sie betrug nach Angaben des Landesgesundheitsamtes vom Dienstag 1695,8 nach 1746,2 am Vortag. Insgesamt wurden 2.993.643 bestätigte Fälle im Südwesten verzeichnet, ein Plus von 34.862. Die Dunkelziffer ist jedoch hoch - tatsächlich dürfte es deutlich mehr Ansteckungen geben. An oder im Zusammenhang mit dem Virus starben den Angaben zufolge 15.048 Menschen, 43 mehr als am Vortag. Die Hospitalisierungsinzidenz lag unverändert bei 6,5.

17.22 Uhr: Welche Corona-Maßnahmen gibt es noch? 

Trotz hoher Infektionszahlen werden am Sonntag, 3. April, fast alle Regeln zum Schutz gegen Corona aufgehoben. Was im Südwesten dann noch gelten soll, lesen Sie hier.

16.55 Uhr: Mehrheit der Bürger hält Corona-Lockerungen für verfrüht

Eine klare Mehrheit der Bürger hält die Corona-Lockerungen einer Umfrage zufolge für verfrüht. Die Aufhebung von bundesweit einheitlichen Maßnahmen, die mit dem 20. März in Kraft trat, kam aus Sicht von 65 Prozent der Befragten zu früh, ergab eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL. Nur 32 Prozent fanden das Auslaufen der Regelungen zum Beispiel am Arbeitsplatz oder in Verkehrsmitteln trotz hoher Infektionszahlen richtig - mehrheitlich nur die Anhänger der FDP und der AfD. Die Ablehnung war bei den Grünen-Wählern mit 79 Prozent am größten.  Mehr als zwei Drittel der Befragten sind der Auffassung, dass eine Maskenpflicht vorerst in den meisten Bereichen bestehen bleiben sollte. Für eine komplette Abschaffung sprachen sich nur 11 Prozent aus.

15.40 Uhr: Kretschmann: Rechne damit, dass Pandemie nicht aus dem Ruder läuft

Ministerpräsident Winfried Kretschmann setzt darauf, dass die Corona-Pandemie auch nach dem Wegfall der meisten Schutzmaßnahmen am kommenden Sonntag beherrschbar bleibt. „Ich rechne mal optimistisch damit, dass es nicht aus dem Ruder läuft, aus saisonalen Gründen“, sagte der Grünen-Politiker. Kretschmann betonte erneut, dass er sich gewünscht hätte, die Maskenpflicht in Innenräumen und Zugangsregeln beibehalten zu können. Doch der Bund habe den Ländern mit dem neuen Infektionsschutzgesetz die rechtliche Grundlage dafür entzogen. Es sei unmöglich, in regionalen Hotspots schärfere Maßnahmen anzuordnen, so wie sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) das vorstelle. „Da kann jetzt nicht der Gesundheitsminister kommen und sein eigenes Gesetz gesundbeten.“

14.04 Uhr: Lauterbach dringt EU-weit auf vierte Corona-Impfung für alle ab 60

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wirbt EU-weit für eine vierte Corona-Impfung für alle ab 60 Jahren. „Wir dürfen nicht vergessen, dass die Covid-Pandemie nicht zu Ende ist in Europa. Wir haben sehr hohe Fallzahlen, wir haben leider auch sehr hohe Sterbezahlen“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag am Rande von Beratungen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Er wolle eine Diskussion anstoßen, „ob wir nicht eine europäische Empfehlung für die vierte Dosis der Impfung bekommen bei den Über-60-Jährigen“. Die EU-Kommission solle dazu aufgefordert werden, in Zusammenarbeit etwa mit der europäischen Arzneimittelbehörde eine entsprechende Empfehlung auszusprechen.

13.10 Uhr: Fallen die Maßnahmen zu früh?

Nach zwei Jahren Corona ist es nun soweit: Die Schutzmaßnahmen fallen fast komplett weg. Der Zeitpunkt ist genau richtig, schreibt SÜDKURIER-Politikredakteur Alexander Michel in seinem Kommentar. Genau so muss der Staat handeln, wenn Freiheit ein Wert bleiben soll. Grund zur Sorge besteht kaum, trotz hoher Inzidenz.

11.20 Uhr: Masken fallen am Sonntag weg - Kretschmann setzt auf Freiwilligkeit

Obwohl sich das Land Baden-Württemberg lange dagegen gestemmt hat, fallen ab diesem Sonntag auch im Südwesten nahezu alle Corona-Schutzmaßnahmen weg. Von Sonntag an  müssen in Innenräumen keine Masken mehr getragen werden, auch die Zugangsregeln fallen weg. 

Die Spitzen von Grünen und CDU übten erneut heftige Kritik an der Ampel-Regierung im Bund, die das Infektionsschutzgesetz so geändert hatte, dass nach einer Übergangsfrist bis Samstag kaum noch Auflagen möglich sind. Ministerpräsident Winfried Kretschmann appellierte an die Menschen im Land, angesichts der weiter hohen Infektionszahlen freiwillig in Innenräumen weiter Maske zu tragen. „Damit schützen wir nicht nur die eigene Gesundheit, sondern zeigen auch Solidarität in der Gemeinschaft“, erklärte der Grüne und beklagte: „Leider sind die Handlungsspielräume der Länder deutlich zusammengestutzt.“

10.12 Uhr: Baden-Württemberg wendet Hotspot-Regeln nicht an

 In Baden-Württemberg laufen an diesem Samstag nach über zwei Jahren Pandemie nahezu alle Corona-Schutzmaßnahmen aus. Die Koalition aus Grünen und CDU verständigte sich darauf, die im Bundesgesetz noch vorgesehenen Hotspot-Regeln nicht anzuwenden. Hintergrund ist, dass Grün-Schwarz bezweifelt, dass die Regeln vor Gericht standhalten.

8.50 Uhr: Streit um Hotspot-Regelung geht weiter: Jetzt müssen Länder entscheiden

Ab kommendem Sonntag sind nur noch wenige allgemeine Corona- Schutzregeln vorgesehen. Wo die Lage kritisch ist, soll regional aber mehr möglich sein – doch Kritiker laufen weiter Sturm gegen die Regelung.

7.30 Uhr: RKI registriert 237.352 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1703,3

 Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt höher als am Vortag. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 1703,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1700,6 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1733,4 (Vormonat: 1213,0).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 237.352 Corona-Neuinfektionen. 

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg und Brandenburg nicht. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 28. März: 

21.39 Uhr: So viele Corona-Fälle gibt es in Ihrem Heimatort

Wie viele Menschen in Konstanz sind mit dem Coronavirus infiziert, wie viele in Villingen-Schwenningen, Waldshut Tiengen oder in Sigmaringen? Wir sammeln für Sie immer die aktuellsten Zahlen aus den Kommunen in der Region.

19 Uhr: Mehr als 15.000 Corona-Tote im Südwesten, Inzidenz sinkt deutlich

In Baden-Württemberg sind seit Beginn der Pandemie mehr als 15.000 Menschen an oder im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg von Freitag bis Montag um 50 auf 15.005, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. Seit Samstag veröffentlicht das LGA an Wochenenden und Feiertagen keine Lageberichte mehr.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank demnach im Vergleich zu Freitag deutlich - von 1868,3 auf 1746,2. Am Montag der Vorwoche hatte der Wert der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen noch bei 1951,6 gelegen. Die Zahl der gemeldeten Infektionen stieg um mehr als 54.000 auf nun 2 958 781. Wegen einer hohen Dunkelziffer dürfte die Inzidenz faktisch aber deutlich höher liegen.

17.01 Uhr: Bundesländer scheitern mit Vorstoß zu Verlängerung der Corona-Auflagen

Mehrere Bundesländer sind mit dem Versuch gescheitert, die Corona-Schutzmaßnahmen um weitere vier Wochen zu verlängern. Ein entsprechender Antrag der Länder Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen und Saarland habe bei den Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Montag keine Mehrheit gefunden, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in Berlin. Damit laufen die derzeitigen bundesweiten Maßnahmen wie von der Bundesregierung beschlossen spätestens zum 2. April aus. 

Lauterbach erläuterte abermals, warum er bundesweite Corona-Einschränkungen rechtlich für nicht mehr durchsetzbar hält: Solche bundesweiten Vorgaben seien nur möglich, wenn eine bundesweite Gefährdung des Gesundheitssystems drohe. Eine solche Gefährdung sei aber "nicht zu befürchten", sagte er. Das "Maximale", was nun rechtlich möglich sei, sei "eine lokale Beherrschung der Pandemie".

Der Minister rief die Bürgerinnen und Bürger auf, angesichts der hohen Infektionszahlen nach Möglichkeit auch weiterhin Maske zu tragen - denn die Pandemie könne sich "noch lange hinziehen", sagte er. "Eine schnelle Veränderung der Lage steht nicht unmittelbar bevor."

16.06 Uhr: Neue Corona-Strategie: Spanien schafft Isolation und Quarantäne weitgehend ab – Getestet werden nur noch Risikogruppen wie Schwerkranke und Pflegekräfte

Spanien hat die Pflicht zur häuslichen Isolation für Corona-Infizierte weitgehend abgeschafft. Infizierte, die keine oder nur leichte Symptome haben, müssen sich seit Montag nicht mehr isolieren. Auch die Quarantäne für Kontaktpersonen entfällt. Die neue Corona-Strategie der Regierung sieht zudem vor, nicht mehr alle Verdachtsfälle zu testen, sondern nur noch Risikogruppen wie Menschen über 60 Jahre oder schwangere Frauen sowie Schwerkranke und Pflegekräfte.

Andere Corona-Regeln wie die Maskenpflicht in Innenräumen gelten in Spanien vorerst weiter. Infizierte mit leichten Symptomen sollen laut den Empfehlungen der Regierung trotz der wegfallenden Isolationspflicht weiter „vorsichtig“ sein, indem sie Masken tragen und ihre Kontakte insbesondere zu Gefährdeten einschränken.

14 Uhr: Corona-Ausbruch in Pflegeheim in Sigmaringen

Im Fachpflegeheim Annahaus in Sigmaringen hat es den ersten größeren Corona-Ausbruch seit Beginn der Pandemie gegeben. Auf Nachfrage des SÜDKURIER bestätigt Barbara Koch, Pressesprecherin der SRH Kliniken im Landkreis Sigmaringen, dass 27 Bewohner mit Covid-19 infiziert sind. Gut ein Drittel der Bewohner haben sich somit infiziert.

12.37 Uhr: Barmer: Noch nie so viele Menschen wegen Corona arbeitsunfähig wie derzeit

Noch nie sind so viele Menschen wegen Corona arbeitsunfähig gewesen wie derzeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung des Instituts für Gesundheitssystemforschung der Barmer, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag. Demnach waren in der Woche vom 13. bis zum 19. Februar 52.100 bei der Barmer versicherte Beschäftigte wegen einer Coronainfektion arbeitsunfähig.

Zu den Spitzenzeiten der ersten Wellen waren der Krankenkasse zufolge bis zu 25.100 Versicherte krankgeschrieben. Die aktuelle Zahl der coronabedingt Krankgeschrieben entspricht damit einer Steigerung von 108 Prozent. Im vergangenen Jahr hatten pro Woche durchschnittlich 10.430 Versicherte Anspruch auf Krankengeld.

10.55 Uhr: Trotz Corona-Lockerung: Viele Bürger setzen weiter auf Masken

Ein Großteil der Menschen in Deutschland will einer Umfrage zufolge trotz der Corona-Lockerungen auch weiterhin eine Maske in Innenräumen tragen. Zwei von fünf Deutschen (41 Prozent) gaben an, immer eine Maske etwa in Geschäften oder im Bahnverkehr tragen zu wollen, auch wenn es im Zuge der Aufhebung der Corona-Maßnahmen keine Maskenpflicht mehr geben wird, wie eine am Montag veröffentlichte Yougov-Umfrage ergab.

Demnach sagten 27 Prozent, sie würden hin und wieder eine Maske tragen, 9 Prozent selten. 17 Prozent gaben in der Befragung Ende vergangener Woche an, nie die Maske in Innenräumen aufsetzen zu wollen, wenn es keine Maskenpflicht mehr geben wird. 7 Prozent machten keine Angabe. Frauen sagten laut Yougov häufiger als Männer, auch ohne Maskenpflicht immer eine Maske in Innenräumen zu tragen (43 Prozent vs. 39 Prozent der Männer).

9 Uhr: Corona-Lockdown in Shanghai – Massentests beginnen

Ein weiträumiger Lockdown ist am frühen Montagmorgen in den östlichen und südlichen Stadtteilen der 26 Millionen Einwohner zählenden chinesischen Hafenstadt Shanghai in Kraft getreten. Die unerwartete Ankündigung der Stadtregierung hatte am Sonntagabend zu Hamsterkäufen und langen Schlangen vor Supermärkten geführt.

Der Lockdown erfolgt in zwei Schritten: Bis Freitag müssen die Bewohner in Pudong und angrenzenden Stadtteilen wie Fengxian, Jinshan, Chongming und Teilen von Minhang zuhause bleiben und werden getestet. Danach tritt ein ähnlicher Lockdown im älteren Teil der Metropole westlich des Huangpu-Flusses in Kraft, wo bis Montag getestet wird. Infizierte werden in Einrichtungen isoliert.

Am Sonntag wurden in Shanghai 50 lokale Erkrankungen und 3450 asymptomatische Infektionen entdeckt, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete.  China verfolgt eine Null-Covid-Strategie, die mit der sich leichter verbreitenden Omikron-Variante auf eine harte Probe gestellt wird. Bis dahin hatten die Behörden erfolgreich mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung und Quarantäne kleinere Ausbrüche bekämpft. 

7.30 Uhr: RKI registriert 67.501 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1700,6

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen bleibt auf hohem Niveau. Das Robert Koch-Institut gab den Wert pro 100.000 Einwohner und Woche mit 1700,6 an. In der Vorwoche lag der Wert für die 7-Tage-Inzidenz bei 1714,2.

Die Zahl der von den Gesundheitsämtern gemeldeten Neuinfektionen binnen eines Tages gab das RKI mit 67.501 an (Vorwoche: 92 314). Laut RKI melden zunehmend weniger Gesundheitsämter am Wochenende ihre Daten. Insbesondere am Wochenende und zu Wochenbeginn sollten tagesaktuelle Schwankungen daher nicht überbewertet werden.

Experten gehen ohnehin von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 27. März: 

20.53 Uhr: Masken mit Sichtfenster: Wie eine Schweizer Firma eine Marktlücke für sich nutzt

Eine Schweizer Firma eine FFP2-Maske mit Sichtfenster entwickelt. Doch in vielen Ländern endet die Maskenpflicht. Weshalb das Unternehmen trotzdem mit einem Millionenumsatz rechnet.

18.05 Uhr: Landesregierung will über Corona-Management nach 2. April entscheiden

Die Landesregierung aus Grünen und CDU in Baden-Württemberg will Anfang der Woche über das Corona-Management nach dem 2. April entscheiden. Ein Regierungssprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa, man berate an diesem Montag, wie es nach kommenden Samstag weitergehen solle. Hintergrund dafür ist die neue bundesweite Rechtsgrundlage, welche die Ampel-Koalition im Bund unter offenem Protest der Länder vor kurzem in Kraft gesetzt hatte. Bis zum 2. April können alle Länder noch eine Übergangsfrist nutzen, in der bisherige Regeln bestehen bleiben. Danach fallen voraussichtlich so gut wie alle Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Zugangsbeschränkungen weg.

Die grün-schwarze Landesregierung will vor einer Entscheidung auch die Sondersitzung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern an diesem Montag abwarten. Landesminister Manne Lucha (Grüne) hatte gemeinsam mit Amtskollegen aus vier weiteren Ländern eine Verlängerung der noch bis zum 2. April möglichen strengeren Corona-Maßnahmen um vier Wochen verlangt. 

16.20 Uhr: Kinderärztepräsident fordert verpflichtende Corona-Impfungen ab Juni

Der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hat sich eindringlich für die Impfpflicht ausgesprochen: „Der Bundestag muss eine Impfpflicht für alle Erwachsenen einführen, die Impfungen ab Juni verpflichtend macht“, sagte Fischbach der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Sonst kommen wir bis zum Herbst nicht vor die Welle, und dann werden vor allem wieder die Kinder und Jugendlichen unter den unvermeidbaren Einschränkungen leiden“, mahnte er.

Impfen sei „nachweislich der einzige sichere Weg, um ohne verheerende Eindämmungsmaßnahmen zu viele schwere Verläufe und Todesfälle zu vermeiden“, sagte der Arzt. Wer die Impfung bis jetzt noch verweigere, „nimmt den Rest der Bevölkerung in Geiselhaft“. Das treffe besonders Minderjährige, die durch die Einschränkungen um Bildungs- und Entwicklungschancen gebracht werden und sozial und psychisch litten. „Das ist nicht mehr hinnehmbar!“, betonte Fischbach. Jetzt sei endlich die Solidarität der Erwachsenen mit den Jüngsten gefragt.

14.03 Uhr: Regionale Corona-Hotspots im Südwesten nicht möglich

In Baden-Württemberg kommen regionale Corona-Hotspots mit schärferen Auflagen nach einer rechtlichen Prüfung des Sozialministeriums nicht infrage. Die Voraussetzungen, die im neuen Infektionsschutzgesetz des Bundes formuliert werden, würden im Südwesten nicht erfüllt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Koalitionskreisen in Stuttgart. Anders als etwa in Mecklenburg-Vorpommern, wo diese Regelung nach dem 2. April greifen soll, sei die Klinikdichte im Südwesten viel höher. Das heißt, für den Fall einer Überlastung der Krankenhäuser in einem Stadt- oder Landkreis könnten Patienten relativ problemlos in Nachbarkreise verlegt werden.

13.55 Uhr: Beschäftigte wünschen sich mehr Homeoffice als Unternehmen gewähren wollen

Bei der Frage, wie es nach der Corona-Pandemie mit der mobilen Arbeit weitergehen soll, gehen die Vorstellungen von Beschäftigten und Betrieben weit auseinander. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Plattform Xing wünschen sich 17 Prozent der Beschäftigten, vollständig mobil arbeiten zu können - gewähren will diese Möglichkeit demnach nur ein Prozent der Unternehmen, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Sonntag berichteten.

Die Möglichkeit, drei Viertel der Arbeitszeit mobil zu erledigen, hätten laut Umfrage gern 14 Prozent der Beschäftigten; das anzubieten, sind lediglich fünf Prozent der befragten Personalentscheider bereit. Ein Drittel der Unternehmen (34 Prozent) will den Beschäftigten laut Umfrage aber die Möglichkeit einzuräumen, die Hälfte ihrer Arbeitszeit von zuhause zu erledigen. 

12.18 Uhr: Heimstiftung stärkt Lucha Rücken und fordert Schritte zur Endemie

Der baden-württembergischen Sozialminister Manne Lucha (Grüne) musste für seinen Vorstoß für ein baldiges Ende der Pandemie viel Kritik einstecken. Die Evangelische Heimstiftung hat im Streit um ein Ende der pandemischen Lage Partei für Lucha ergriffen. Mit seinem Vorstoß beweise der Landesminister Weitsicht, die dem „orientierungslosen“ Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) offensichtlich fehle, erklärte Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer der Stiftung, die einer der größten Pflegeheimbetreiber im Südwesten ist.

Lucha habe den Übergang von der Pandemie in die Endemie beschrieben und ihn ausführlich mit Daten aus den Gesundheitsämtern begründet. Die Ämter vergeudeten die „wertvolle Zeit mit sinnlosen Eingaben von überflüssigen Tests“. Schneider kritisierte auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), der Lucha zurückgepfiffen hatte. „Da fällt einem nur noch ein, dass es Winfried Kretschmann ist, der zurückgepfiffen werden müsste.“

8.14 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz sinkt auf 1.723,8

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erstmals seit einer Woche wieder gesunken. Wie das Robert Koch-Institut am Sonntagmorgen mitteilte, liegt der Wert nun bei 1.723,8. Am Freitag hatte er 1758,4 betragen, vor einer Woche 1.708,7. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Binnen 24 Stunden wurden laut RKI 49 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland stieg damit auf 128.437.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 26. März: 

19.25 Uhr: Erneut Protest gegen Corona-Maßnahmen im Südwesten

Gegner der Corona-Maßnahmen sind am Samstag in Freiburg erneut auf die Straße gegangen. Es seien zum Auftakt 700 Personen gewesen, teilte die Polizei mit. Bis zu 1000 Teilnehmende waren angemeldet worden. Nach dem Start der Veranstaltung habe der Versammlungsleiter die Kundgebung aufgelöst, weil gegen die Maskenpflicht verstoßen worden sei. Anschließend zogen die Teilnehmer in kleineren Gruppen durch die Stadt. Die Polizei habe später eine Ansammlung von 500 Menschen aufgelöst. Der Protest verlief friedlich.

In Reutlingen zogen am Abend gleichfalls Gegner der Corona-Politik durch die Innenstadt. Hier wurden bis zu 7000 Teilnehmer erwartet.

15.40 Uhr: Im Kreis Sigmaringen herrscht eine sehr hohe Inzidenz – was bedeutet das für das Leben vor Ort?

Die Inzidenz im Kreis Sigmaringen ist sehr hoch, kurz war sie sogar bundesweiter Rekord. Welche Auswirkungen hat das auf Kliniken, Betriebe, kritische Infrastruktur und die Menschen selbst? Ein Besuch in Sigmaringen.

11.47 Uhr: Drosten: Es wird keinen infektionsfreien Sommer geben

Der Berliner Virologe Christian Drosten rechnet in der "allernächsten Zeit" mit weiter hohen Infektionszahlen in Deutschland. Auch wenn es wärmer werde, werde das Infektionsgeschehen "nicht komplett stoppen wie im letzten Jahr", sagte Drosten am Freitagabend in der ARD-Sendung "Tagesthemen". "Ich schätze, das schaukelt sich zum Sommer wieder hoch". Einen infektionsfreien Sommer wie im vergangenen Jahr werde es seiner Einschätzung nach nicht geben. 

Das Virus sei "nicht absolut harmlos geworden", mahnte Drosten. "Man muss die Situation eben moderieren und nicht frei laufen lassen." Ein größeres Problem derzeit sei, dass sich viele Ältere verstärkt infizierten - "in dieser Gruppe haben wir schlecht geimpft". 

10.08 Uhr: Krankenhäuser rechnen mit wieder steigender Zahl an Intensivpatienten

Wegen der aktuell hohen Corona-Infektionszahlen rechnet die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) mit einer wieder steigenden Zahl an Intensivpatienten. Hochproblematisch sei die Situation für Kliniken vor allem durch Personalausfälle, sagte der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstagsausgaben). "Drei von vier Krankenhäusern müssen Leistungen einschränken, weil Personal ausfällt." Dies liege an "Infektionen, Quarantäne oder Betreuung von positiv getesteten Kindern".

8.22 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz steigt leicht auf 1758,4

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen hat einen neuen Höchststand erreicht. Wie das Robert Koch-Institut am Samstagmorgen mitteilte, liegt der Wert nun bei 1.758,4. Am Freitag hatte er 1.756,4 betragen, vor einer Woche 1.735. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Binnen 24 Stunden wurden laut RKI 278 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland stieg damit auf 128.338.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 25. März: 

21.15 Uhr: Drosten: „Wir haben keinen infektionsfreien Sommer“

Der Virologe Christian Drosten dringt trotz der eingeleiteten Lockerungen weiterhin auf ein bedachtsames Vorgehen in der Corona-Pandemie. Es sei ganz wichtig, dass die Lockerungen jetzt nicht als ein unreflektiertes Öffnen verstanden würden, sagte Drosten am Freitagabend in den ARD-„Tagesthemen“. „Man muss dieses Geschehen genau beobachten, das Virus ist nicht absolut harmlos geworden. Man muss die Situation eben moderieren und nicht einfach laufen lassen.“ Drosten sagte weiter: „Jetzt für die allernächste Zeit ist es sicherlich so, dass wir diese hohen Zahlen in Deutschland erstmal behalten werden.“ Problematisch sei zudem, dass sich nun viele Ältere verstärkt infizierten.

Die höchsten Inzidenzen gebe es ferner im Schulalter. „Das heißt, das kommt im Moment aus den Schulen. Wenn aber jetzt Ferien sind, dann wird das unterbunden.“ Nach Ostern, wenn es warm sei, werde das Infektionsgeschehen abgemildert sein. „Aber es wird auch nicht komplett stoppen wie im letzten Jahr“, so Drostens Voraussage. „Also ich würde schätzen: Das schaukelt sich zum Sommer wieder hoch. Wir haben keinen infektionsfreien Sommer.“ Aber es sei eben ein Sommer. „Wenn wir da zum Beispiel in Innenräumen Maske tragen, dann kann man das Geschehen so moderieren, dass es nicht außer Kontrolle kommt.“ Drosten sagte weiter, im Winter „da muss man auch wieder härter durchgreifen, würde ich jetzt erwarten“.

19.40 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten sinkt auf 1868,3

Die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus pendelt in Baden-Württemberg auf hohem Niveau. Wie das Landesgesundheitsamt am Freitag mitteilte, lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 1868,3 und damit um 52,8 Punkte niedriger als am Vortag. Wegen der hohen Dunkelziffer dürfte die Inzidenz faktisch allerdings deutlich höher liegen. Die bestätigten Corona-Fälle nahmen um 33.351 auf nun 2.904.664 seit Beginn der Pandemie zu. Die Zahl der Menschen, die an einer Corona-Infektion oder im Zusammenhang damit starben, erhöhte sich auf 14.955 - das sind 39 mehr als am Vortag.

17.35 Uhr: Kassenärzte-Chef regt Änderungen bei Quarantäneregeln an

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hat angesichts vieler Corona-Infektionen mit eher milden Verläufen Änderungen bei Quarantänevorgaben vorgeschlagen. Schnelle und enorm viele Ansteckungen sowie glücklicherweise meistens leichtere Erkrankungsverläufe prägten die Omikron-Variante, sagte Gassen am Freitag. Dies gelte insbesondere bei Geimpften. Daher sollten zumindest positiv Getestete ohne Symptome künftig nicht mehr automatisch in Quarantäne geschickt werden.

„Es ist derzeit von mehreren Millionen Infektionen pro Woche auszugehen“, erläuterte der KBV-Chef. Dank einer in weiten Teilen guten Impfquote, vielen Genesenen und der weniger krankmachenden Omikron-Variante sei die Intensivbettenbelegung seit Ende Januar vergleichsweise stabil. Er betonte zugleich, dass ältere oder vorerkrankte Menschen, die sich noch nicht haben impfen lassen, auch bei Omikron nicht sicher vor schwerem Verlauf oder Tod seien. Deshalb sollte sich diese Gruppe unbedingt impfen lassen.

16.50 Uhr: Corona-Tests falsch abgerechnet – Ermittlungen gegen Betreiber

Ein Betreiber von mehreren Corona-Testzentren in Stuttgart soll wesentlich mehr Antigen-Schnelltests abgerechnet haben, als tatsächlich durchgeführt worden sind. Der dadurch entstandene Schaden könne noch nicht abgeschätzt werden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Seit Mitte Juni 2021 soll es demnach zu den falschen Abrechnungen gekommen sein.

Die Wohnung des 37-Jährigen sowie vier seiner Testzentren, von denen noch zwei in Betrieb sind, wurden am Freitagvormittag durchsucht. Die Ermittler beschlagnahmten verschiedene Beweismittel. Diese müssten nun ausgewertet werden, hieß es.

16.35 Uhr: Corona-Zahlen an Schulen wieder gestiegen viele Lehrer fallen aus

An den Schulen in Deutschland sind die Corona-Zahlen wieder gestiegen. In der vergangenen Woche waren 348.000 Corona- und Quarantänefälle bei Schülerinnen und Schülern bekannt, wie die Kultusministerkonferenz mitteilte. In der Woche davor waren es 275.000 Fälle. Bei den Lehrkräften wurden rund 35.700 Corona- und Quarantänefälle gemeldet (Vorwoche 28.300). Das ist ein Höchststand in der aktuellen Omikron-Welle.

15.20 Uhr: Lauterbach lehnt Vorstoß zu Corona-Kursänderung ab

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat einen Vorstoß des baden-württembergischen Ressortchefs Manne Lucha für eine grundlegende Kursänderung bei der Corona-Pandemie abgelehnt. „Ich werde die Anregung auf jeden Fall nicht aufgreifen“, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin. Er verwies darauf, dass sich auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann bereits von den Forderungen seines Ministers distanziert habe.

14.30 Uhr: Luchas Vorstoß laut Kretschmann missverständlich und nicht abgestimmt

Ministerpräsident Winfried Kretschmann will an seinem heftig kritisierten Gesundheitsminister Manne Lucha trotz der Verwirrung um den Corona-Kurs der Landesregierung festhalten. „Es war ein nicht abgestimmter und missverständlicher Vorstoß vom Gesundheitsminister zur falschen Zeit“, sagte Kretschmann am Freitag der dpa zum Vorschlag Luchas, Ende April die endemische Phase einzuläuten - und damit das Coronavirus wie ein Grippevirus einzustufen.

„Der Vorschlag wurde zurückgezogen, wir arbeiten in der Regierung im Team, dadurch können Fehler korrigiert werden“, sagte Kretschmann. Die Landesregierung führe die Debatte zum Thema „in geordneten Bahnen fort“. „Das ist kein Grund für einen Rücktritt. Wir sind im Land vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen. Das ist gerade auch das Verdienst meines Gesundheitsministers.“

12.50 Uhr: Gesundheitsminister fordern Verlängerung der Corona-Übergangsregeln

Angesichts der Rekordinfektionszahlen fordern die Gesundheitsminister von fünf Bundesländern eine Verlängerung der noch bis 2. April möglichen strengeren Corona-Maßnahmen um vier Wochen. Das würde den Ländern ermöglichen, die noch geltenden Schutzmaßnahmen beizubehalten, ohne dass dafür Beschlüsse der Landesparlamente notwendig seien, sagte Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Zugleich forderte Laumann mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Saarland, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen den Bund auf, die noch offenen Fragen zur Umsetzung der Hotspot-Regelung zeitnah zu klären. Es müsse eine bundesweit einheitliche Verfahrensweise sichergestellt werden. Die Minister hätten eine Sondersitzung der Gesundheitsministerkonferenz beantragt, die voraussichtlich kommenden Montag stattfinde.

11.14 Uhr: Lauterbach fordert mehr vierte Corona-Impfungen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat Menschen aus den Risikogruppen zu einer vierten Corona-Impfung aufgefordert. Derzeit seien weniger als zehn Prozent derjenigen, denen die Ständige Impfkommission die zweite Auffrischung empfiehlt, tatsächlich ein viertes Mal geimpft. „Wir müssen offensiver mit der vierten Impfung umgehen“, sagte Lauterbach. Empfohlen wird diese für Menschen ab 70 Jahren sowie Risikopatienten mit bestimmten Vorerkrankungen und für Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen.

Angesichts der hohen Infektionszahlen mit bestätigten 300.000 Neuinfektionen pro Tag und einer vermutlich deutlich höheren Dunkelziffer erwartet Lauterbach selbst bei einer Entspannung weiter hohe Todeszahlen. „Es könnte sein, dass die Zahl der Toten steigen wird in den nächsten Wochen“, sagte Lauterbach. Dazu könne es selbst dann kommen, wenn die Inzidenz zurückgehe. Die Situation sei unbefriedigend, urteilte der Minister.

10.06 Uhr: Thailand will ab Juni Einreiseregeln weiter lockern

Thailand will die Einreiseregeln für zweifach geimpfte Touristen voraussichtlich ab Juni weiter lockern. Dann könnten das derzeitige Modell, wonach PCR-Tests vor der Abreise und nach der Ankunft erforderlich sind, sowie die Online-Registrierung für den so genannten „Thailand Pass“ gänzlich abgeschafft werden, sagte Tourismusminister Phiphat Ratchakitprakarn am Freitag. Voraussetzung sei, dass die Corona-Zahlen nach dem traditionellen Neujahrsfest Songkran, das vom 13. bis zum 15. April gefeiert wird, nicht dramatisch stiegen.

9.50 Uhr: Ende der Pandemie nach Ostern? Opposition fordert Luchas Rückzug

Was für ein Vorstoß: Der Sozialminister drängt den Bund, nach Ostern das Ende der Pandemie einzuläuten. Doch dann pfeift ihn Kretschmann vom „Team Vorsicht“ zurück. Für die Opposition ein gefundenes Fressen: SPD und FDP haben Lucha zum Rücktritt aufgefordert. „Jetzt ist es 5 nach 12. Dieser Mann ist als Minister nicht mehr zu halten“, sagte SPD-Partei- und Fraktionschef Andreas Stoch.

8.40 Uhr: Virologin: Normalität trotz hoher Corona-Zahlen möglich

 Die Münchner Virologin Ulrike Protzer hält Lockerungen der Corona-Maßnahmen auch angesichts steigender Infektionszahlen für richtig. „Ich glaube, dass man Lockerungen nun durchaus in Erwägung ziehen muss. Denn wir haben mittlerweile eine sehr gute Immunitätslage in der Bevölkerung, die uns erlaubt, mit der Omikron-Variante, die nicht so starke Erkrankungen mit sich bringt, umzugehen“, sagte sie der „Augsburger Allgemeinen“. „Daher finde ich, dass wir jetzt anfangen müssen, in die Normalität zurückzufinden.“

Ihrer Ansicht nach wird der derzeitige Anstieg der Zahlen noch weitergehen. „Wie lange die Zahlen steigen und wann der Peak der Welle erreicht sein wird, kann man im Moment auch nicht sagen.“ Das sei allerdings auch gar nicht so entscheidend. Denn: „Man weiß, dass sich das Infektionsgeschehen irgendwann von selbst limitieren wird. Und wichtiger als die reinen Infektionszahlen ist doch die Krankheitslast. Und die ist ja zum Glück nicht mehr so hoch.“

7.25 Uhr: RKI registriert 296.498 Corona-Neuinfektionen Inzidenz bei 1756,4

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist gestiegen und hat erneut einen Höchstwert erreicht. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1756,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1752,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1706,3 (Vormonat: 1259,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 296.498 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 297.845 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 24. März: 

20.56 Uhr: Fast 40.000 Neuansteckungen im Südwesten

Die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus im Südwesten bleibt trotz eines kleinen Minus auf hohem Niveau. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 1921,1 und damit um 18,2 niedriger als am Vortag, teilte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag mit. Die bestätigten Corona-Fälle stiegen - Stand Donnerstag - um 39.986 auf nun 2.871.313 seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Menschen, die an einer Corona-Infektion oder im Zusammenhang damit starben, erhöhte sich auf 14.916. Das sind 38 mehr als am Vortag.

20.21 Uhr: EMA empfiehlt Zulassung von Astrazenecas Anti-Corona-Medikament

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Zulassung eines Corona-Medikaments von Astrazeneca empfohlen, das Risikopatienten die nicht geimpft werden können, vor einer Infektion schützen soll. Das Komitee für Humanmedizin empfehle die Marktzulassung für Evusheld „zur Vorbeugung von Covid-19 bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren und einem Gewicht ab 40 Kilogramm“, erklärte die in Amsterdam ansässige Behörde heute.

19.17 Uhr: Kretschmann distanziert sich von Lucha-Brief

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich von der Forderung seines Sozialministers Manne Lucha nach einem baldigen Ende der pandemischen Lage distanziert. Auf die Frage, ob Luchas Brief an Gesundheitsminister Karl Lauterbach mit Kretschmann abgestimmt war, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstagabend der dpa in Stuttgart: „Nein, war er nicht.“ Lucha ruderte am Abend teilweise zurück, nachdem er aus der grün-schwarzen Koalition weiteren Druck bekommen hatte. „Wir erklären die Pandemie explizit nicht für beendet“, erklärte ein Ministeriumssprecher. „Es gibt keinen Strategiewechsel bei den Schutzmaßnahmen.“

17.49 Uhr: Baden-Württemberg will Pandemie Ende April für beendet erklären

Nicht nur die FDP reibt sich die Augen: Baden-Württemberg will die Pandemie nach über zwei Jahren offiziell für beendet erklären. In einem Schreiben an Gesundheitsminister Karl Lauterbach forderte der Stuttgarter Sozialminister Manne Lucha, der Bund solle Ende April den Wechsel von der pandemischen in die endemische Phase einläuten. Eine solche Entscheidung hätte weitreichende Folgen.

17.05 Uhr:  Lauterbach ruft Länder zu weiterer Corona-Eindämmung auf

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die Länder angesichts hoher Infektionszahlen dazu aufgefordert, Möglichkeiten für eine stärkere Corona-Eindämmung zu nutzen. „Es gibt keinen Freedom Day, es gibt keinen Grund, hier nachzulassen“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Bundestag. Es gelte zusammenzustehen, um durch „diese schwere Welle der Pandemie“ noch durchzukommen. Die Situation mit 200 bis 300 Toten pro Tag und aktuell 300 000 neuen Fällen am Tag könne nicht akzeptiert werden.

Lauterbach appellierte an die Länder, das neue Infektionsschutzgesetz umzusetzen. Der eine oder andere hätte sich gewünscht, dass der Bund Regeln für ganz Deutschland mache. Dies gehe aber nicht, da nicht in ganz Deutschland eine Überlastung des Gesundheitssystems bestehe. Es gebe aber zahlreiche Regionen, wo Krankenhäuser überlastet seien, planbare Eingriffe abgesagt und Patienten verlegt werden müssten. „Dort kann und soll das Infektionsschutzgesetz eingesetzt werden.“

16.02 Uhr: Landkreistag bleibt dabei: Teil-Impfpflicht hat weiter „keinen Sinn“

Der Präsident des Landkreistages, der Tübinger Landrat Joachim Walter, bleibt bei seiner scharfen Kritik an der Impfpflicht für Beschäftigte in Pflegeheimen und Kliniken. „Wenn Gesetze da sind, führen wir sie aus“, sagte er nach der Einführung der Teil-Impfpflicht. „Ich bleibe aber dabei, dass es keinen Sinn macht.“ Es habe sich durch zahlreiche Infektionen in Alten-und Pflegeheimen des Kreises gezeigt, dass die Impfung nicht vor einer Ansteckung schütze. „Damit ist der Schutzzweck der Einrichtung dieser sogenannten Impfpflicht mehr als infrage gestellt“, sagte Walter am Donnerstag in Stuttgart.

Andererseits gebe es in seinem Kreis bereits jetzt einen massiven Pflegenotstand. „Wir haben 1700 Meldungen bei uns im Kreis Tübingen von Menschen, die nicht geimpft sind. Die fehlen irgendwo.“ Da gehe es auch um Hausmeister und andere. „Aber die braucht man natürlich genauso.“ Walter warnte davor, dass die Impfpflicht trotz des nicht überzeugenden Schutzes auch die Staatsverdrossenheit fördern könne. „Wir können es uns nicht leisten angesichts vieler Menschen, die sich vom Staat hier abwenden, da noch Wasser auf die Mühlen zu gießen.“

14.15 Uhr: PEI: Antigentests erkennen Omikron genauso gut wie frühere Varianten

Antigen-Schnelltests erkennen dem Paul-Ehrlich-Institut zufolge Omikron ebenso gut wie frühere Varianten des Coronavirus. Das im hessischen Langen ansässige Bundesinstitut hatte bei 20 zufällig ausgewählten Tests überprüft, wie gut sie bei Delta und bei der aktuell vorherrschende Variante anschlagen. Das wurde an Patientenabstrichen und an Zellkulturen getestet. In beiden Testreihen habe es so gut wie keine Unterschiede gegeben, berichtete Projektleiter Micha Nüblig am Donnerstag.

Wie gut die Tests Sars-CoV-2 erkannten, lag demnach an ihrer jeweiligen Sensitivität: sensiblere Tests erkannten beide Varianten besser, weniger sensible erkannten beide Varianten schlechter. Das Ergebnis dürfte laut PEI auf die meisten Profi-Tests und auch auf Selbsttests übertragbar sein.

12.55 Uhr: Beschluss: Land fährt Impfangebot zum 1. April massiv herunter

Baden-Württemberg fährt sein Impfangebot zum 1. April wegen fehlender Nachfrage massiv herunter. Zunächst soll es nur noch ein mobiles Impfteam und einen Stützpunkt pro Stadt- und Landkreis geben. Nach den Fraktionen von Grünen und CDU stimmte auch die Regierung dem Vorschlag des Sozialministeriums am Donnerstag zu. Bisher hatte es etwa 350 mobile Teams und 135 Impfstützpunkte gegeben, die vom Land finanziert wurden. Die Koalition ist überzeugt, dass es mit der verbleibenden Struktur möglich sei, flexibel zu reagieren, wenn sich die Pandemie dramatisch zuspitzen sollte.

Das Land will zusätzlich noch Geflüchteten aus der Ukraine ein Impfangebot machen. Bei Bedarf sollen dafür noch einmal zusätzlich zehn mobile Einheiten eingesetzt werden. Das neue Impfkonzept, mit dem vor allem auch hohe Kosten gesenkt werden, soll bis Ende Mai überprüft werden. Dann soll geklärt werden, ob eine Impfeinheit für zwei Stadt- oder Landkreise ausreicht. Zudem könne man dann entscheiden, ob man die zehn Impfteams für ukrainische Geflüchtete auf fünf reduzieren kann.

11.40 Uhr: Verdi gegen Aufhebung der Maskenpflicht im Handel

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat sich gegen eine Aufhebung der Maskenpflicht im Handel ausgesprochen. "Wir sehen die Aufhebung der Maskenpflicht in der jetzigen Lage angesichts der hohen Infektionszahlen kritisch, vor allem für alles was sich im öffentlichen Raum abspielt, also auch für den Handel", sagte das für Handel zuständige Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Sie sieht dabei auch die Unternehmen in der Pflicht: "Es geht nicht nur um Umsatz, sondern darum, wie man die Beschäftigten am besten schützt und auch die Kundinnen und Kunden." Viele Beschäftigte würden sich große Sorgen machen. "Sie haben jetzt zwei Jahre lang in der Pandemie den Laden buchstäblich am Laufen gehalten und haben das Recht geschützt zu werden und gut und gesund durch die Pandemie zu kommen", mahnte Nutzenberger.

10.40 Uhr: Bundestag debattiert über Wirtschafts-, Gesundheits- und Innenpolitik

Der Bundestag setzt am Donnerstag seine Debatten über die Haushaltspläne und Schwerpunkte der einzelnen Bundesministerien fort. Ab 10.45 Uhr geht es um die Gesundheitspolitik, wobei vor allem die Corona-Pandemie eine Rolle spielen dürfte. Am Freitag wird die Haushaltsdebatte abgeschlossen.

9.45 Uhr: Gewerkschaften: Schulen wegen coronabedingten Ausfällen am Limit

Bildungsgewerkschaften warnen davor, dass die Schulen angesichts der Corona-Pandemie und des zurzeit hohen Infektionsgeschehens an ihre Belastungsgrenze kommen. „Der corona-bedingte Ausfall von Lehrkräften trifft die Schulen aktuell heftig“, sagte Anja Bensinger-Stolze, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Die Zahl der Krankmeldungen wird in den nächsten Wochen weiter steigen, weil die Corona-Schutzmaßnahmen weitestgehend fallen sollen beziehungsweise bereits einkassiert worden sind“, warnte sie. Dies sei eine falsche Entscheidung der Politik.

Bensinger-Stolze betonte: „Wir appellieren an alle politisch Verantwortlichen, an der Maskenpflicht ebenso wie an Hygiene- und Testkonzepten festzuhalten, damit die Situation nicht aus dem Ruder läuft. Die Lehrkräfte arbeiten bereits jetzt am Limit.“

8.10 Uhr: Wüst nach zehn Tagen Corona-Isolation in Israel wieder in Deutschland

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ist nach zehn Tagen Corona-Isolation in Israel wieder zurück in Deutschland. Ursprünglich sollte Wüsts erste Dienstreise als NRW-Ministerpräsident nach Israel vier Tage dauern. Er war am 13. März gestartet. Doch am zweiten Tag war der CDU-Politiker positiv auf das Coronavirus getestet worden und sofort noch am 14. März in einem Hotel in Jerusalem in Isolation gegangen. Seine Amtsgeschäfte führte der 46-Jährige seitdem vom Hotelzimmer aus digital und per Video.

7.20 Uhr: RKI registriert erstmals mehr als 300.000 Corona-Neuinfektionen

Erstmals in der Corona-Pandemie sind binnen eines Tages mehr als 300.000 neue Corona-Infektionen an das Robert Koch-Institut übermittelt worden. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Donnerstagmorgen 318.387 Fälle in 24 Stunden. Die Sieben-Tage Inzidenz gab das RKI mit 1752,0 an - das ist ebenfalls ein Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1734,2 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1651,4 (Vormonat: 1265,0). 

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 23. März: 

21.30 Uhr: Was geht, was geht nicht? Konzept regelt Veranstaltungen auf Landesgartenschau-Flächen

Kultur, Feste und sogar Hochzeiten: Das Veranstaltungskonzept für die LGS-Flächen steht. Konkret sind auch die Vorstellungen, was man nicht zulassen wird.

19 Uhr: Neuansteckungen mit dem Corona-Virus im Südwesten pendeln weiter auf hohem Niveau

Die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus bewegt sich mit kleineren Tagesschwankungen weiter auf hohem Niveau. Laut Mitteilung des Landesgesundheitsamtes vom Mittwoch lag die  7-Tage-Inzidenz bei 1939,3 und damit um 13,1 höher als am Vortag. Die Hospitalisierungsinzidenz lag bei 7,9 und damit etwas niedriger als am Vortag (8,1). Dieser Wert gibt an, wie viele Corona-Infizierte binnen einer Woche und pro 100 000 Einwohner in ein Krankenhaus gekommen sind. Auf den Intensivstationen im Südwesten wurden 249 Menschen behandelt. Das waren 8 mehr als am Vortag.

17.23 Uhr: Kliniken und Heime melden 17.000 ungeimpfte Beschäftigte

Seit gut einer Woche gilt nun die Impfpflicht für Beschäftigte in Kliniken und Heimen - die Einrichtungen haben den Gesundheitsämtern im Südwesten bereits mehr als 17.000 Beschäftigte ohne Impfnachweis gemeldet. Bei ihnen handle es sich um Personen, die nicht geimpft oder genesen sind oder bei denen „Zweifel an der Echtheit oder inhaltlichen Richtigkeit des von ihnen vorgelegten Nachweises bestehen“, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit.

Mehr als 2600 Einrichtungen im Land hätten den Impfstatus ihrer Beschäftigten übermittelt. „Noch ist eine Woche Zeit, die verbleibenden Meldungen an die Gesundheitsämter nachzureichen“, sagte der für den Kampf gegen die Pandemie zuständige Amtschef Uwe Lahl. „Wir sind auf einem guten Weg, die Ämter werden die einrichtungsbezogene Impfpflicht zügig umsetzen.“

16.11 Uhr: Moderna: Corona-Impfstoff auch bei Kleinkindern sicher

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna ist nach Angaben des Unternehmens auch bei Kleinkindern im Alter von 6 Monaten bis 6 Jahren sicher. Die zweimalige Gabe des Präparats rufe robuste Antikörper-Spiegel hervor und sei dabei gut verträglich, teilte Moderna am Mittwoch mit. Vor Ansteckungen mit der Omikron-Variante schützt der Impfstoff den Daten zufolge ähnlich wie bei Erwachsenen eher schlecht, es habe aber keine schweren Krankheitsverläufe gegeben. Das Unternehmen wolle nun „so schnell wie möglich“ Zulassungsanträge für diese Altersgruppe bei der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA, der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und anderen zuständigen Behörden einreichen.

Die vorgestellten Zwischenergebnisse beruhen auf Daten von insgesamt 6700 Kindern; 4200 zwischen zwei und sechs Jahren und 2500 zwischen sechs Monaten bis zwei Jahren. Die Immunantwort fiel trotz der geringeren Dosis ebenso stark aus wie bei den Erwachsenen. Unerwünschte Wirkungen seien mild oder moderat gewesen und häufiger nach der zweiten Dosis aufgetreten, etwa Fieber über 38 Grad. Todesfälle oder Entzündungen des Herzmuskels oder -beutels habe es nicht gegeben, auch keine schweren Entzündungsreaktionen.

Für Kinder unter fünf Jahren ist in der EU momentan noch kein Corona-Impfstoff zugelassen.

14.40 Uhr: Landtag lehnt landesweite Hotspot-Regelung mit Corona-Auflagen ab

Anders als in manchen anderen Ländern soll es im Südwesten dabei bleiben, dass nahezu alle Corona-Schutzmaßnahmen Anfang April wegfallen. Im Landtag lehnte eine große Mehrheit aus Grünen, CDU, FDP und AfD am Mittwoch den Antrag der SPD ab, das ganze Land zum Hotspot zu erklären. Mit einem solchen Beschluss hätten Maßnahmen wie Maskenpflicht und 3G-Zugangsregeln zumindest im April aufrechterhalten werden können. In den SPD-geführten Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg sollen die Regeln wegen hoher Infektionszahlen auch im April weiter gelten.

Die grün-schwarze Koalition im Südwesten hält das Ende der Schutzmaßnahmen nach einer Übergangszeit bis zum 2. April zwar auch für einen Fehler. Jedoch sehen Grüne und CDU durch das neue Infektionsschutzgesetz der Ampel-Bundesregierung keine rechtliche Grundlage mehr für eine landesweite Verlängerung der Maskenpflicht und Zugangsbeschränkungen. Es sei rechtlich unklar, ob man ein ganzes Land zum Hotspot erklären könne, kritisierten Grüne und CDU.

13.04 Uhr: Tempo der Corona-Impfungen sinkt weiter

Das Tempo der Impfungen gegen das Coronavirus nimmt in Deutschland weiter ab. Am Dienstag wurden im ganzen Land knapp 64 000 Impfdosen verabreicht, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch (Stand: 11.44 Uhr) hervorgeht. In der Regel kommen noch einige Nachmeldungen dazu. Am Dienstag vor einer Woche waren es rund 87 000 Impfungen, vor zwei Wochen knapp 101 000.

Mindestens 63,1 Millionen Menschen (75,8 Prozent der Gesamtbevölkerung) haben nun einen Grundschutz erhalten, für den meist zwei Spritzen notwendig sind. Mindestens 48,5 Millionen Menschen (58,3 Prozent) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten.

19,5 Millionen Menschen (23,5 Prozent) sind bislang nicht geimpft. Für 4,0 Millionen (4,8 Prozent) davon ist bislang aber kein Impfstoff zugelassen, weil sie vier Jahre oder jünger sind.

11 Uhr: Scholz ruft Abgeordnete zu Ja zur Corona-Impfpflicht auf

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Abgeordneten des Bundestags dazu aufgerufen, gegen eine drohende weitere Corona-Welle im Herbst den Weg für eine Impfpflicht zu ebnen. „Nichts wäre schlimmer, als die mühsam erreichten Erfolge aufs Spiel zu setzen“, sagte Scholz in der Generaldebatte des Bundestags. „Für mich heißt das vor allem: Wir werden alles dafür tun, dass eine neue Infektionswelle unser Land im Herbst nicht wieder zum Stillstand bringt.“ Dies könne mit einer Virus-Variante geschehen, die viel gefährlicher sei als Omikron. „Um ein solches Déjà-vu zu vermeiden, brauchen wir die Impfnachweispflicht.“ 

8.35 Uhr: SPD will Baden-Württemberg zum „Hotspot“ erklären

Ist das Gesundheitssystem im Südwesten wegen der hohen Inzidenzen am Anschlag? Die SPD sagt „Ja“ und will das Land zum „Hotspot“ erklären. Anders als Kretschmann behaupte, sei das möglich, sagt SPD-Fraktionschef Andreas Stoch. Mit einem solchen Beschluss würden Maßnahmen wie Maskenpflicht und 3G-Zugangsregeln zumindest im April weiterbestehen.

7.30 Uhr: Situation in Krankenhäusern im Südwesten weiter angespannt

Weil viele Mitarbeiter während der aktuellen Omikron-Welle krank sind oder sich isolieren, ist die Personaldecke in den baden-württembergischen Krankenhäusern dünn. „Die aktuelle Situation der Krankenhäuser ist vielleicht nicht mehr so angespannt wie beispielsweise im Dezember 2021, von einer Entlastung kann aber absolut keine Rede sein“, teilte Matthias Einwag, Hauptgeschäftsführer der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), auf Nachfrage mit.

Viele Operationen mussten Einwag zufolge in den vergangenen Monaten zum Teil mehrfach verschoben werden. Wegen des generellen Fachkräftemangels geht Einwag davon aus, dass schon in „normalen Zeiten“ 10 bis 15 Prozent der Bettenkapazitäten in den Krankenhäusern in Baden-Württemberg faktisch nicht zur Verfügung stehen. „Hinzu kommen noch die Personalausfälle aufgrund von Krankmeldungen durch Omikroninfektionen.“

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 22. März: 

20.16 Uhr: Markdorfer soll über 500 gefälschte Test-Bescheinigungen ausgestellt haben

Der Tatverdächtige hat laut bisherigen Erkenntnissen der Polizei im vergangenen Sommer an einer Fortbildung zur Durchführung von PoC-Antigen-Schnelltests teilgenommen.  Danach habe er sich ein Originaldokument zur Bescheinigung entsprechender Tests besorgt, dieses verfälscht und vervielfältigt, so die Polizei. Der 51-Jährige soll über 500 Testungen mit negativem Ergebnis bestätigt haben, ohne zuvor einen entsprechenden Coronatest durchgeführt zu haben.

18.20 Uhr: Inzidenz im Südwesten sinkt nach Anstieg wieder

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen zeigt weiter eine Art Jojo-Eeffekt: mal geht sie leicht nach oben, dann sinkt sie erneut. Insgesamt verharrt die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche aber auf sehr hohem Niveau. Wie das Landesgesundheitsamt am Dienstag mitteilte, wurden innerhalb einer Woche 1926,2 registrierte Fälle nachgewiesen, ein Rückgang um 25,4 im Vergleich zum Vortag. Im Vortagsvergleich meldete die Stuttgarter Behörde 39.697 neue Infektionen und 33 weitere Todesfälle.

16.15 Uhr: Steinmeier und seine Frau haben sich mit Coronavirus infiziert

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Die Symptome der Erkrankung seien mild, teilte eine Sprecherin am Dienstag in Berlin mit. Ein Schnelltest und ein PCR-Test seien positiv ausgefallen. Der Bundespräsident und seine Frau hätten sich daraufhin umgehend in häusliche Isolation begeben. Alle engen Kontakte seien informiert.

Steinmeier hatte nach Angaben des Bundespräsidialamts am 12. November seine dritte Impfung erhalten. Der 66-jährige Bundespräsident und die 60 Jahre alte Büdenbender gelten als Risikopatienten: Steinmeier hatte seiner Frau im Jahr 2010 eine Niere gespendet.

15.40 Uhr: Corona-Maßnahmen fallen ab Anfang April auch im Südwesten weg

Am 3. April fallen im Südwesten die Masken und die 3G-Regeln - trotz hoher Inzidenzen. Kretschmann hält das für falsch. Und sieht die Verantwortung für die Pandemie-Politik ab dem Moment beim Bund. 

13.36 Uhr: WHO kritisiert "brutales" Ende der Corona-Maßnahmen in Deutschland

Die Weltgesundheitsorganisation hat das Auslaufen der meisten Corona-Beschränkungen in Deutschland kritisiert. Mehrere europäische Staaten wie Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien hätten ihre Corona-Maßnahmen zu "brutal" aufgehoben, sagte der WHO-Europdirektor Hans Kluge am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Chisinau, der Hauptstadt der Republik Moldau. Als Folge daraus stiegen die Zahlen der Neuinfektionen stark an.

Laut Kluge steigen die Zahlen derzeit in 18 der 53 zur WHO-Region Europa gehörenden Länder. In den vergangenen sieben Tagen gab es in der Region mehr als 5,1 Millionen Neuinfektionen mit dem Coronavirus und 12.496 Todesfälle.

11.30 Uhr: Landkreis mit bundesweit höchster Inzidenz: Immer mehr Corona-Patienten im Krankenhaus Sigmaringen

Seit einigen Tagen belegt der Landkreis Sigmaringen bei der Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit Platz eins. Auch die Zahl der mit Corona infizierten Patienten im Krankenhaus in Sigmaringen ist gestiegen. „Die Lage ist sehr ernst und hat sich rasant entwickelt. Wir haben mit tagesaktuell 51 infektiösen Patienten den Spitzenwert in dieser Pandemie erreicht und stellen uns auf einen weiteren Anstieg in dieser 6. Welle ein“, erklärt Professor Dr. Georg von Boyen, Leiter des Coronastabs in den SRH Kliniken. 

9.15 Uhr: Viele Krankenhäuser wegen Personalausfall im eingeschränkten Betrieb

Die Krankenhäuser in Deutschland haben während der Omikron-Welle mit einem massiven Personalausfall zu kämpfen. „Eine hohe Zahl von positiv getestetem Personal ist für viele Krankenhäuser sehr belastend“, sagte der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung DIVI, Gernot Marx, der „Augsburger Allgemeinen“. „So geben derzeit auch wieder 518 von 1320 Intensivstationen an, in einem eingeschränkten Betrieb zu arbeiten.“ In Nordrhein-Westfalen habe man „sehr deutlich einen Karnevalseffekt gespürt“.

Die gleichen Sorgen macht sich der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß. „Wir haben flächendeckend ein Problem mit Personalausfällen durch Quarantäne und Isolation“, sagte Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Eine aktuelle Umfrage des DKI zeigt, dass 75 Prozent der Krankenhäuser nicht mehr in der Lage sind, ihr normales Leistungsangebot anzubieten. Und ausschlaggebend dafür sind die Personalausfälle.“ Die hohen Inzidenzen ließen auch in den kommenden Wochen kein Durchatmen erwarten. 

8.10 Uhr: Baden-Württemberg verzichtet wohl ab Anfang April auf Corona-Auflagen

Rechtlich zu riskant: Vom 2. April an dürften auch im Südwesten die Maske und die 3G-Regeln fallen – trotz hoher Inzidenzen. Kretschmann passt das zwar nicht – aber er befürchtet eine Schlappe vor Gericht.

7.15 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz steigt auf 1733,4

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen mitteilte, liegt der Wert nun bei 1733,4. Am Montag hatte er 1714,2 betragen, vor einer Woche 1585,4. Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. 

Das waren die Entwicklungen am Montag, 21. März: 

21.41 Uhr: Kretschmann bezweifelt, dass Corona-Impfpflicht noch kommt

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann befürchtet, dass die allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus doch nicht kommen wird. „Daran darf man – wie es so aussieht - einige Zweifel haben“, sagte der Grünen-Politiker am Montagabend im SWR-Fernsehen. „Es sieht im Moment nicht so aus, als ob sich der Bundestag da auf eine Linie einigen kann. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.“

Kretschmann hatte sich Ende November - mitten in der vierten Corona-Welle - für eine rasche Umsetzung einer allgemeinen Impfpflicht ausgesprochen. Während die Regierungschefs der Länder einhellig dafür plädieren, gehen im Bundestag die Meinungen stark auseinander. Die Ansichten gehen quer durch die Fraktionen, es ist im Moment unsicher, ob sich ein Antrag für eine Impfpflicht durchsetzt.

20.14 Uhr: Corona-Tests wohl bis Ende Mai kostenlos

Bis Ende Mai soll es nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums zunächst weiterhin kostenlose Corona-Bürgertests geben. Am 31. März läuft zwar die geltende Corona-Testverordnung aus, die auch die Bürgertests enthält. Sie würden aber weiterhin bezahlt, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag auf Nachfrage. Eine entsprechende Verordnung werde vorbereitet, diese solle bis Ende Mai gelten. Das Portal „Business Insider“ hatte zuerst darüber berichtet: Angesichts zuletzt wieder gestiegener Infektionszahlen wolle die Bundesregierung die Frist verlängern. Gesundheits- und Finanzministerium hätten sich darauf geeinigt, die Finanzierung der Tests durch den Bund vorerst weitere zwei Monate zu gewährleisten.

18.34 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten geht leicht nach oben

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist im Südwesten etwas angestiegen. Wie das Landesgesundheitsamt am Montag (Stand: 16 Uhr) in Stuttgart berichtete, wurden innerhalb einer Woche 1951,6 Ansteckungen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner nachgewiesen. Am Vortag hatte die Inzidenz bei 1942,3 gelegen. Im Vortagsvergleich meldete die Stuttgarter Behörde 30.564 neue Infektionen und 23 weitere Todesfälle.

16.31 Uhr: Hinweis auf Papiermangel sorgt für Wirbel

Eine Stellungnahme des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen zur Corona-Impfpflicht hat für Wirbel gesorgt. In dem Dokument für eine Expertenanhörung des Bundestags hatte der GKV-Spitzenverband auf mögliche praktische Probleme bei der Umsetzung einer Impfpflicht ab 18 Jahre hingewiesen - darunter auf einen akuten Papiermangel in Europa.

Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums sagte, über einen akuten Papiermangel lägen ihm keine Erkenntnisse vor.

15.15 Uhr: Lauterbach verlängert Rettungsschirm für Kliniken

Angesichts der weiterhin hohen Infektionszahlen verlängert der Bund den finanziellen Rettungsschirm für die Krankenhäuser. Die so genannte Freihaltepauschale für bereit gehaltene Behandlungskapazitäten werde bis zum 18. April fortgeführt, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Versorgungspauschale als Zuschlag für die Behandlung von Covid-Patienten werde zunächst bis 30. Juni verlängert. "Die Krankenhäuser sind durch die Corona-Pandemie weiterhin stark beansprucht", sagte der Minister dem RND. Deshalb sei es sinnvoll, die Freihaltepauschale für einen begrenzten Zeitraum fortzuführen.

14.30 Uhr: Neue Technik erlaubt EU-weiten Rückruf falscher Covid-Nachweise

Falsche oder als gefälscht entlarvte Impf-, Test- oder Genesenennachweise können künftig EU-weit für nichtig erklärt werden. „Mit dieser Maßnahme wird ein Zertifikat, das in einem Mitgliedstaat widerrufen wird, auch in anderen Mitgliedstaaten als ungültig angezeigt“, teilte die EU-Kommission am Montag mit. Bislang habe es in mehreren EU-Ländern lediglich nationale Widerrufsysteme für die Covid-Zertifikate gegeben. Die Kommission betonte, dass die Gesamtzahl der falschen oder gefälschten Bescheinigungen sehr gering sei.

11.50 Uhr: Weitere Booster-Impfungen für über 75-Jährige in England

In England können über 75-Jährige seit Montag eine weitere Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Auch Bewohner von Altenheimen sowie über 12-Jährige mit Immunschwächen dürfen sich für den „Frühlingsbooster“ (Spring Booster) melden, der sechs Monate nach der dritten Impfung angeboten wird. Nach dieser Zeitspanne lässt nach Einschätzung von Experten die Immunität wieder nach. Insgesamt sind etwa fünf Millionen Menschen im größten britischen Landesteil zu der vierten Corona-Impfung berechtigt.

Nikki Kanani vom Gesundheitsdienst NHS verwies auf die auch in Großbritannien wieder steigenden Neuinfektionen und warb bei besonders gefährdeten Menschen darum, die Booster-Möglichkeit zu nutzen. Gesundheitsminister Sajid Javid schloss nicht aus, dass über 50-Jährige im Herbst ebenfalls eine Auffrischungsimpfung erhalten.

In England gibt es keine Corona-Regeln mehr. So müssen sich Infizierte nicht mehr isolieren.

11.15 Uhr: Chef der Krankenhausgesellschaft wirbt für allgemeine Impfpflicht

Der Vorstandschef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, hat sich erneut für eine Corona-Impfpflicht ausgesprochen. „Letztlich ist es ja nicht zu vermitteln, dass dann im Herbst sich die Menschen auf unseren Intensivstationen um die Fälle kümmern müssen, die es versäumt haben oder es nicht für notwendig gehalten haben, sich impfen zu lassen“, sagte Gaß im ZDF-„Morgenmagazin“. 

Derzeit wird seinen Angaben zufolge ein Großteil der Covid-Patienten auf den Normalstationen der Krankenhäuser behandelt. Er rechne in den kommenden Wochen zwar nicht mit einer Überlastung der Intensivstationen, aber den Krankenhäusern fehle Personal, erklärte Gaß. Wegen Corona-Infektionen, Überlastung oder häuslicher Isolationen seien die Personalausfälle um die 20 Prozent höher als vor der Pandemie.

8.55 Uhr: Lauterbach: Durch Corona-Lockerungen „Maskenpflicht gerettet“

 Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die ab Sonntag gültigen Lockerungen der Corona-Maßnahmen erneut verteidigt. „Da sich die Menschen in der Omikron-Welle durch Masken und inzwischen auch durch Impfungen selber schützen können, darf man die Freiheit anderer nicht mehr so stark einschränken wie zuvor“, sagte Lauterbach dem „Tagesspiegel“.

Zugleich räumte er ein, dass es sich bei den Lockerungen „um eine juristische, nicht um eine pandemische Einschätzung“ handele. Lauterbach wies darauf hin, dass die Maskenpflicht vielerorts weiterhin gelte, weil die meisten Bundesländer die Übergangszeit bis zum 2. April nutzten. „Und für die Zeit danach haben sie die Möglichkeit, neue Regeln auf der Grundlage des neuen Infektionsschutzgesetzes zu wählen“, sagte er weiter. „Somit ist es genau umgekehrt, wie es nach außen wirkt: Durch das Infektionsschutzgesetz wurde die Maskenpflicht gerettet.“

7.30 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz steigt leicht auf 1714,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist leicht gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut mitteilte, liegt der Wert nun bei 1714,2.  Am Samstag hatte er 1708,7 betragen, vor einer Woche 1543,0. Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 20. März: 

20.41 Uhr: Mehr als 5000 Anzeigen wegen gefälschter Impfausweise

In Bayern sind nach Angaben des Landeskriminalamtes inzwischen mehr als 5000 Anzeigen wegen gefälschter Corona-Impfausweise eingegangen. Das teilte das LKA auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München mit. Inzwischen sind diese Vergehen auch zum Fall für die Justiz geworden. Allein bei der Staatsanwaltschaft München I sind seit dem 1. Januar 2021 rund 200 solcher Verfahren registriert worden, wie Sprecherin Anne Leiding sagte. In gut 50 dieser Verfahren wurde ein Strafbefehl beantragt, zusätzlich gebe es vier Anklagen zum Jugendrichter, wo ein Strafbefehl nicht möglich ist.

Bei den Anbietern gefälschter Impfnachweise sehen die Behörden gewisse Gemeinsamkeiten: Allgemein lasse sich feststellen, dass die Händler von gefälschten Impfpässen meist in unterschiedlichen Deliktsbereichen arbeiteten, sonst mit Drogen, Waffen oder dem Rotlichtmilieu zu tun hätten. „Man hat eben ein weiteres illegales Geschäftsfeld erkannt“, sagte Leiding.

19.04 Uhr: Schulen und Kitas trifft es hart: So heftig ist die aktuelle Corona-Welle

Die Inzidenzzahlen sind auf Rekordhöhe – vor allem bei Kindern. So manche Verwaltung verliert dabei sogar den genauen Überblick. Eindrücke aus Villingen-Schwenningen, St. Georgen und Donaueschingen.

17 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten bleibt hoch

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist im Südwesten zuletzt wieder ein wenig gesunken, aber weiter auf sehr hohem Niveau. Wie das Landesgesundheitsamt am Sonntag in Stuttgart mitteilte, wurden innerhalb einer Woche 1942,3 Ansteckungen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner nachgewiesen. Am Vortag lag die Inzidenz bei 1952,6. Die tatsächliche Sieben-Tage-Inzidenz dürfte jedoch wegen einer nach wie vor hohen Dunkelziffer deutlich höher sein.

Im Vortagsvergleich meldete die Stuttgarter Behörde 14.669 neue Infektionen. Die Zahl der registrierten Fälle seit Beginn der Pandemie erhöhte sich damit auf 2.717.316. Am Coronavirus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile nachweislich 14.790 Menschen gestorben. Das heißt, seit dem Vortag starben 4 weitere Menschen.

15.20 Uhr: Corona-Lockdowns in China auf weitere Millionen Menschen in China ausgeweitet

Angesichts steigender Infektionszahlen und der ersten Corona-Toten seit mehr als einem Jahr haben Chinas Behörden für Millionen weitere Menschen einen Lockdown verhängt. In Jilin, der zweitgrößten Stadt der gleichnamigen nordöstlichen Provinz, sollen ab Montagabend etwa 4,5 Millionen Menschen ihre Häuser drei Tage lang nicht mehr verlassen, wie die örtlichen Behörden am Sonntag mitteilten.

In der Provinzhauptstadt Changchun werden die Corona-Restriktionen ebenfalls für drei Tage verschärft. Seit dem 11. März durften die neun Millionen Einwohner der Stadt nur alle zwei Tage ihre Wohnung verlassen, um Lebensmittel einzukaufen. Nun soll vorerst nur noch medizinisches und anderes zur Pandemie-Bekämpfung notwendiges Personal nach draußen gehen dürfen.

Von den mehr als 4000 Corona-Neuinfektionen, die am Sonntag in China registriert wurden, wurden zwei Drittel in der an Russland und Nordkorea grenzenden Provinz Jilin nachgewiesen. Am Samstag hatte die Volksrepublik in Jilin ihre ersten zwei Corona-Toten seit mehr als einem Jahr verzeichnet.

13.15 Uhr: Österreich führt FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen wieder ein

Während in Deutschland weitgehende Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen beschlossen worden sind, sollen diese in Österreich wieder verschärft werden. Ab Mitte kommender Woche werde im Nachbarland wieder eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken in Innenräumen gelten, kündigte Gesundheitsminister Johannes Rauch laut der Nachrichtenagentur APA am Freitagabend an. Eine entsprechende Verordnung soll demnach bis Mittwoch vorliegen.

Österreich hatte am 6. März trotz weiterhin hoher Infektionszahlen seine Corona-Beschränkungen weitgehend aufgehoben. Die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen, wurde unter anderem auf Krankenhäuser, öffentliche Verkehrsmittel und die Kundenbereiche lebensnotwendiger Geschäfte beschränkt.

11.25 Uhr: Erste bundesweite Corona-Schutzregeln fallen weg: Bundesländer nutzen Übergangsfrist bis April

Auch wenn eine Reihe von Corona-Auflagen nun ausgelaufen ist, kann von einem „Freedom Day“ keine Rede sein. Die Länder wollen die Übergangsfrist bis Anfang April nutzen. Damit können aktuell bestehende Regelungen wie weitergehende Maskenpflichten in anderen Bereichen wie Geschäften und Schulen oder Zugangsregeln wie 2G und 3G bis längstens zum 2. April bestehen bleiben.  

Was laut neuer Corona-Verordnung in Baden-Württemberg seit dem 19. März bis zum 2. April gilt, können Sie hier nachlesen. 

10.05 Uhr: Land will Impfangebot wegen schwacher Nachfrage deutlich reduzieren

Das Land Baden-Württemberg will ab Anfang April das Impfangebot wegen fehlender Nachfrage zumindest bis Herbst stark reduzieren. Statt der bisher etwa 350 mobilen Impfteams und 135 Impfstützpunkte soll es nur noch ein Team und einen Stützpunkt pro Stadt- und Landkreis geben. Das geht aus einer Kabinettsvorlage des Sozialministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart vorliegt.

Mit der verbleibenden Struktur sei es möglich, flexibel zu reagieren, etwa wenn sich die Pandemie wegen einer neuen Virusvariante erneut dramatisch zuspitzen sollte. Das Land will sich aber auch darauf einstellen, Geflüchteten aus der Ukraine ein Impfangebot zu machen. Bei Bedarf sollen dafür noch einmal zusätzlich zehn mobile Einheiten eingesetzt werden, die dann an den Landeserstaufnahmestellen impfen sollen.

8.30 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz sinkt leicht auf 1709,7

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die absolute Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Sonntag bei 131.792. Am Vortag waren 260.239 Neuinfektionen gemeldet worden, vor einer Woche waren es 146.607. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie erhöhte sich auf 18.680.017.

Binnen 24 Stunden wurden laut RKI 49 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland stieg damit auf 126.916.

7 Uhr: Weniger Menschen als zuletzt demonstrieren im Südwesten gegen Corona-Maßnahmen

An mehreren Orten Baden-Württembergs haben am Samstag wieder Tausende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Wie die Polizei mitteilte, nahmen am größten Aufzug in Reutlingen mit etwa 4800 Menschen deutlich weniger teil als an den vergangenen Veranstaltungen. Die Versammlung am Abend unter dem Motto „Friede, Freiheit, Selbstbestimmung“ verlief demnach insgesamt friedlich.

In Freiburg hatten sich den Angaben der Polizei zufolge am Nachmittag 1000 Kritiker der Corona-Maßnahmen versammelt. Demnach rief die Versammlungsleitung dort dazu auf, den Mund-Nasen-Schutz abzulegen. Nachdem die Teilnehmer laut Polizei auch drei Aufforderungen, die Auflagen einzuhalten, nahezu gar nicht nachkamen, wurde die Versammlung aufgelöst. Etwa 300 Menschen blieben trotzdem, so dass die Polizei den Platz räumte. 57 Teilnehmer erwartet ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. Ein Teilnehmer zeigte den Angaben zufolge ein Schild, das möglicherweise den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt. Ein entsprechendes Verfahren wurde eingeleitet.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 19. März:

19.20 Uhr: Infektionsschutzgesetz gilt ab Sonntag Übergangsregeln bis 2. April möglich

Ab Sonntag gilt das von Bundestag und Bundesrat beschlossene neue Infektionsschutzgesetz - wobei die Länder die bisherigen Regeln bis Anfang April übergangsweise weiter anwenden können. Danach tritt an die Stelle der strengeren Beschränkungen ein Basisschutz, der im Kern lediglich eine Maskenpflicht für öffentliche Verkehrsmittel und Einrichtungen mit vulnerablen Menschen vorsieht. Schärfere Maßnahmen dürfen die Länder nur für sogenannte Hotspots anordnen.

Von der Möglichkeit der Übergangsfrist machen die Länder reichlich Gebrauch. So werden etwa in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern bisherige Regeln wie Maskenpflicht im Einzelhandel bis 2. April beibehalten, in Berlin bis 31. März. Bayern will einen Sonderweg einschlagen und das Bundesgesetz vorerst nicht anwenden. Es würden keine Vorkehrungen für die Zeit nach dem 2. April getroffen, sagte Gesundheitsministers Klaus Holetschek.

17.15 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten steigt weiter an

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist im Südwesten weiter angestiegen. Innerhalb einer Woche wurden 1952,6 Ansteckungen mit dem Coronavirus je 100 000 Einwohner nachgewiesen. Im Vortagsvergleich meldete die Stuttgarter Behörde 26 565 neue Infektionen. Seit dem Vortag starben 13 weitere Menschen. 

15.30 Uhr: Bei der Bahn entfällt ab Sonntag die 3G-Zugangsregel

Fahrgäste der Deutschen Bahn können die Züge von diesem Sonntag an wieder ohne 3G-Nachweise als Geimpfte, Genesene oder Getestete nutzen. Der Konzern setzt damit die neuen Vorgaben zum Infektionsschutz um, wie ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte. In Fern- und Nahverkehrszügen gilt demnach aber weiter die Pflicht, FFP2-Masken oder medizinische Masken zu tragen. In der Bordgastronomie bleibt die 3G-Regel zudem bundesweit bestehen.

Das Ende der 3G-Zugangsregel für Züge gehört zu den Änderungen des Infektionsschutzgesetzes, die der Bundestag am Freitag beschlossen hat. Bundesweit festgelegt wird darin weiterhin, dass im Fernverkehr mit ICE und Intercity wie auch in Flugzeugen Maskenpflicht gilt. Für den Nahverkehr mit Bussen und Bahnen können dies die Länder weiter anordnen. Falls dies noch nicht geregelt ist, gilt die Maskenpflicht auch dort in einer bis 2. April laufenden Frist über die Bundesregel.

13.55 Uhr: China meldet erstmals seit über einem Jahr zwei Corona-Tote

China hat zum ersten Mal seit über einem Jahr zwei Corona-Todesfälle gemeldet. Beide Covid-19-Patienten starben in der nordöstlichen Provinz Jilin, wie die Nationale Gesundheitskommission am Samstag mitteilte. Den letzten Corona-Toten hatte die Volksrepublik am 26. Januar 2021 gemeldet. Insgesamt starben in China seit Beginn der Pandemie 4638 Menschen an oder mit dem Coronavirus. 

11.16 Uhr: Bericht: Jede fünfte Kneipe musste wegen Corona-Krise schließen

Die Corona-Krise hat einem Bericht zufolge zu einem Kneipensterben in Deutschland geführt. Von 39.784 Schankwirtschaften, die es vor der Corona-Krise gegeben habe, seien nur 31.476 übriggeblieben, berichtete die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes für das Jahresende 2020. Das entspreche einem Rückgang um 21,2 Prozent.

Mit Blick auf die gesamte Gastronomie-Branche ist die Zahl der steuerpflichtigen Unternehmen von 222.422 im Jahr 2020 dem Bericht zufolge um 11,1 Prozent auf 197.770 zurückgegangen. Knapp 25.000 Betriebe haben die Corona-Krise demnach nicht überlebt. Dies sei „ein großer Verlust für die Lebensqualität in Deutschland“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes, Ingrid Hartges, der „Bild“. „Die Gäste vermissen ihren Treffpunkt und ihren Lieblingswirt.“ Manche Kneipe habe „Kult- und Kulturstatus“. Es sei „nicht auszudenken, was ohne Wirtschaftshilfen und Kurzarbeitergeld passiert wäre“, sagte Hartges.

9.25 Uhr: Umfrage: Nur zwei Prozent der Ungeimpften würden sich bei Impfpflicht impfen lassen

Nach Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht würden sich einer Umfrage zufolge nur zwei Prozent der Ungeimpften impfen lassen. Das berichtet die "Welt" am Samstag unter Berufung auf eine repräsentative Befragung des Allensbach-Instituts im Auftrag des Berufsverbands der Präventologen.  Die große Mehrheit der ungeimpften Befragten (61 Prozent) will demnach im Falle einer Impfpflicht-Einführung Bußgelder auf sich nehmen oder sich von der Pflicht befreien lassen. 37 Prozent der Ungeimpften haben sich demnach noch nicht entschieden. 

"Mit diesem Ergebnis der Allensbach-Studie wird klar, dass die Impfpflicht die erhoffte Wirkung einer Steigerung der Impfquote nicht erreichen kann", erklärte Ellis Huber, Vorsitzender des Berufsverbands der Präventologen, mit Blick auf die Umfrage. Dies werde auch durch die Impfquote in Österreich nach Einführung der Pflicht belegt. Insgesamt befürworten 51 Prozent aller Befragten die Einführung der Impfpflicht. Von den geimpften Personen spricht sich ein Viertel gegen die Einführung einer Impfpflicht aus und knapp die Hälfte der Bevölkerung bezweifelt laut der Umfrage, dass eine allgemeine Impfpflicht durchsetzbar und die Einhaltung kontrollierbar sei.

7.30 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz steigt auf 1735

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen mitteilte, liegt der Wert nun bei 1735. Am Freitag hatte die Inzidenz mit 1706,3 erstmals die Schwelle von 1700 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten. Vor einer Woche hatte der Wert bei 1496 gelegen.

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die absolute Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Samstag bei 260.239. Am Vortag waren 297.845 Neuinfektionen gemeldet worden, vor einer Woche waren es 237.086. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie erhöhte sich auf 18.548.225.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 18. März:

20.58 Uhr: Österreich führt wieder Maskenpflicht in Innenräumen ein

Knapp zwei Wochen nach der Aufhebung zahlreicher Corona-Schutzmaßnahmen zieht Österreich angesichts stark steigender Infektionszahlen die Zügel wieder an. Ab Mitte nächster Woche müssen in öffentlichen Innenräumen wieder FFP2-Masken getragen werden, wie Gesundheitsminister Johannes Rauch am Freitagabend ankündigte. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in Österreich bei 3600. Für Deutschland nannte das Robert-Koch-Institut am Freitag eine Inzidenz von 1706.

19.32 Uhr: Neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg: Was ab dem 19. März noch gilt

Die neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg ab 19. März dürfte die vorerst letzte in dieser Form sein – denn am 2. April werden fast alle Regeln aufgehoben. Was im Südwesten bis dahin noch gilt, lesen Sie hier.

18.31 Uhr: Auch Krankenhäuser bekommen neue Corona-Welle zu spüren

Die zunehmenden Fälle von Coronakranken bekommen auch die Kliniken wieder mehr zu spüren. Die Zahl der Corona-Intensivpatienten und auch die der Infizierten in den baden-württembergischen Krankenhäusern stieg nach Angaben des Landesgesundheitsamtes im Vergleich zu den Vortagen deutlicher.

Erstmals seit Ende Februar wurden wieder mindestens 261 Menschen auf den Intensivstationen behandelt, das sind 10 mehr als am Donnerstag und 14 mehr als vor einer Woche. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag bei 8,1 (plus 0,2). Sie gibt an, wie viele Corona-Infizierte binnen einer Woche und pro 100.000 Einwohner in ein Krankenhaus gekommen sind. Vor einer Woche hatte sie noch bei 6,8 gelegen.

17.09 Uhr: Rund zwei Drittel halten Corona-Lockerungen laut Umfrage für verfrüht

Rund zwei Drittel (64 Prozent) der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland halten die Corona-Lockerungen ab dem 20. März für verfrüht. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Forsa-Instituts für das RTL/ntv-Trendbarometer hervor. Ein Drittel (34 Prozent) findet die Aufhebung der Maßnahmen den Angaben zufolge richtig. Die restlichen Befragten antworteten demnach mit „weiß nicht“ oder machten keine Angabe.

16.35 Uhr: „Zunahme klar darauf zurückzuführen“: Lag die Schweiz mit Abschaffung aller Corona-Maßnahmen falsch?

Alle Corona-Regeln kippen? Deutschland zaudert, die Schweiz hat das bereits vor einem Monat getan. Inzwischen steigen die Infektionszahlen wieder. Ein Schweizer Experte sieht klare Fehlentscheidungen.

15 Uhr: IG Metall kritisiert uneinheitliche Corona-Vorgaben

Die IG Metall hat unterschiedliche Vorgaben zum Tragen von Corona-Schutzmasken in Deutschland infolge der neuen Corona-Regeln der Ampelkoalition kritisiert. „Es ist bedauerlich, dass die Maskenpflicht in Innenräumen bei der aktuellen Infektionslage nicht generell bestehen bleibt und so ein Ungleichgewicht zwischen Arbeitsplatz und Öffentlichkeit entsteht“, sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

13.31 Uhr: Auch Bundesrat billigt künftige Corona-Schutzregeln

Ungeachtet immer neuer Höchststände bei den Infektionszahlen ist der Weg für ein Ende der meisten bundesweiten Corona-Beschränkungen in Deutschland frei. Auch der Bundesrat ließ nun unter offenem Protest ein vom Bundestag beschlossenes Gesetz passieren, das deutlich weniger allgemeine Schutzregeln im Alltag ermöglicht. Bei den Beratungen wurde erneut schwerwiegende Kritik an den Plänen und am Vorgehen der Ampel-Koalition laut.

12.41 Uhr: Lauterbach spricht von einem schweren Kompromiss

Das neue Infektionsschutzgesetz sei ein „schwerer Kompromiss“ der Ampel-Koalition, räumte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ein. Die Neuregelung erlaube aber weiter ein zielgerichtetes Vorgehen gegen die Pandemie. Die Opposition kritisierte die Vorlage als Pfusch: Der CDU-Gesundheitsexperte Tino Sorge sprach von einem gesetzgeberischen „Wirrwarr“.

12.31 Uhr: Bundestag stimmt Infektionsschutzgesetz mit neuen Corona-Regeln zu

Der Bundestag hat dem neuen Infektionsschutzgesetz zugestimmt, mit dem die meisten Corona-Beschränkungen im öffentlichen Leben wegfallen sollen. An ihre Stelle sollen einige Basisschutzmaßnahmen treten, schärfere Schutzmaßnahmen sind künftig nur noch in Infektions-Hotspots möglich. Für die Vorlage der Ampel-Koalition stimmten 388 Abgeordnete, 277 waren dagegen, es gab zwei Enthaltungen. Ohne das neue Gesetz wären alle bisherigen Corona-Beschränkungen am Samstag ausgelaufen.

An ihre Stelle tritt nun ein so genannter Basisschutz, der im Kern eine Maskenpflicht für öffentliche Verkehrsmittel und für Einrichtungen mit vulnerablen Menschen vorsieht. Übergangsweise dürfen die Länder aber die bisherigen Regeln noch bis zum 2. April in Kraft lassen.

11.29 Uhr: Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha hat Corona

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha hat sich nach Angaben seines Ressorts mit dem Coronavirus infiziert. Der Grünen-Minister sei am Donnerstag bei einem PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet worden und habe sich sofort in häusliche Isolation begeben, sagte ein Sprecher am Freitag. „Der Minister hat typische Krankheitssymptome und wird bis auf Weiteres keine politischen Termine wahrnehmen.“ Zuvor hatten sich unter anderem bereits Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Innenminister Thomas Strobl infiziert.

11.20 Uhr: Lauterbach verteidigt Aufweichung von Corona-Regeln

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die geplanten rechtlichen Neuregelungen in der Corona-Pandemie erneut verteidigt. Es handele sich um einen „schweren Kompromiss“, sagte der SPD-Politiker am Freitag im Bundestag bei der abschließenden Beratung über Änderungen des Infektionsschutzgesetzes, durch die viele Corona-Maßnahmen demnächst auslaufen werden. „Das ist aber nicht der Kompromiss zwischen Team Freiheit und Team Vorsicht“, sagte Lauterbach. Man müsse die rechtliche Lage beachten. „Wir können nicht weiter das gesamte Land unter Schutz stellen, um eine kleine Gruppe von Impfunwilligen und denjenigen, die nicht bereit sind die Maßnahmen mitzutragen, um diese zu schützen, die Balance wird geändert.“
 
Durch die Omikron-Variante sei eine flächendeckende Überlastung der Kliniken nicht mehr zu befürchten. Lauterbach wies darauf hin, dass in Gebieten wo dies zu erwarten sei, die sogenannte Hotspot-Lösung mit schärferen Maßnahmen zum Einsatz kommen kann. Das sei der richtige Kompromiss. Sollte sich die Lage ändern sei man jederzeit bereit das Infektionsschutzgesetz erneut anzupassen. Lauterbach mahnte, die Pandemie sei leider noch nicht vorbei und man brauche weitere Schutzmaßnahmen. „Wir sind nicht an dem Punkt, wo schon ein Freedom-Day kommen könnte.“

10.43 Uhr: Keine Tests und Formulare mehr bei der Einreise nach Großbritannien

Bei der Einreise nach Großbritannien müssen Ankommende ab sofort keinerlei Corona-Reiseregeln mehr beachten. Die britische Regierung hob am Freitag die letzten noch verbliebenen Reiseregeln auf. Damit müssen sich auch ungeimpfte Reisende nicht mehr verpflichtend vor ihrer Einreise auf das Coronavirus testen lassen, für Geimpfte gilt dies schon länger nicht mehr. Außerdem sind die Formulare, die alle Ankommenden durch die Pandemie hinweg vor Übertritt der Grenze ausfüllen mussten, Geschichte.

9.30 Uhr: Regierung will laut Bericht kostenlose Corona-Tests verlängern

Die Bundesregierung plant einem Bericht zufolge, die Frist für kostenlose Corona-Schnelltests zu verlängern. Zwischen dem Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesfinanzministerium sei im Gespräch, die Finanzierung der sogenannten Bürgertests durch den Bund für mindestens vier weitere Wochen zu gewährleisten, berichtete das Portal „Business Insider“ am Donnerstagabend.

Wie lange die Frist für die kostenlosen Schnelltests verlängert wird, hänge am Bundesfinanzministerium, berichtete „Business Insider“ aus Kreisen des Gesundheitsministeriums. Im Finanzministerium gebe es Skepsis gegenüber einer allzu großen Verlängerung. Seit ihrer erstmaligen Einführung im vergangenen Frühjahr kosteten die Bürgertests den Staat dem Bericht zufolge bereits 10,7 Milliarden Euro.

7.22 Uhr: RKI meldet mit 297.845 Neuinfektionen neuen Rekordwert

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen ist auf einen Höchststand gestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Freitagmorgen 297.845 Neuinfektionen in 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 1706,3 an - das ist ebenfalls ein Höchststand. Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 226 Todesfälle verzeichnet.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 17. März:

20.23 Uhr: RKI: Anteil von Omikron-Subtyp BA.2 wächst auf 62 Prozent an

Der noch leichter übertragbare Omikron-Subtyp BA.2 ist in Deutschland weiter rasch auf dem Vormarsch und mittlerweile für eine Vielzahl der Infektionen verantwortlich. Bis zum Ende der ersten Märzwoche ist der Anteil von BA.2 an einer Stichprobe auf etwa 62 Prozent gestiegen, heißt es im Corona-Wochenbericht des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagabend. In der Woche zuvor hatte der Wert noch bei etwa 50 Prozent gelegen.

20 Uhr: Bundestag und Bundesrat entscheiden über zusammengestrichene Corona-Maßnahmen

Bundestag und Bundesrat stimmen am Freitag über das neue Infektionsschutzgesetz ab, das nach dem Wegfall der meisten Corona-Eindämmungsmaßnahmen am Wochenende noch einige Basisschutzmaßnahmen sowie Sonderregeln für Hotspots vorsieht. Zunächst wird der Bundestag über die Neuregelung debattieren (9 Uhr) und namentlich abstimmen. Anschließend ist der Bundesrat an der Reihe, der zu einer Sondersitzung zusammenkommt (12.30 Uhr).

18.31 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt weiter

Im Südwesten steigt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen weiter. Wie das Landesgesundheitsamt mitteilte, lag sie bei 1927,1 Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Das sind 15,1 mehr als am Vortag und 226,4 mehr als vor einer Woche. Die tatsächliche Sieben-Tage-Inzidenz dürfte jedoch wegen einer nach wie vor hohen Dunkelziffer deutlich höher sein. Im Vergleich zum Vortag meldete die Stuttgarter Behörde 41.389 neue Infektionen. Seit Beginn der Pandemie erhöhte sich damit die Zahl der registrierten Fälle auf 2 636.980.

18.11 Uhr: Keine Änderungen am Corona-Fahrplan: Volle Stadien und Hallen möglich

Die deutschen Sportvereine können weiterhin mit vollen Hallen und Stadien ab diesem Wochenende planen, sie sind dabei aber von den Verordnungen ihrer Bundesländer abhängig. Bund und Länder hielten bei den Beratungen grundsätzlich am Öffnungsfahrplan in der Corona-Pandemie fest. „Nun treten wir auch in eine neue Phase der Pandemie ein, in der wir, wie fast alle unsere Nachbarländer, auf die meisten Schutzmaßnahmen verzichten werden“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz während einer Pressekonferenz.

17.55 Uhr: Mehr Personalausfälle, mehr Patienten: Corona-Lage in Oberschwabenklinik spitzt sich zu

Immer mehr Covid-Patienten müssen wieder ins Krankenhaus. Derzeit liegen in der Oberschwabenklinik 13 Patienten (Stand 16. März) auf der Intensivstation. Da dort aber Ärzte und Pfleger erkrankt sind, musste die Oberschwabenklinik ihren Betrieb einschränken und auf Krisenmodus schalten.

17.30 Uhr: Kretschmann protestiert heftig gegen Corona-Pläne der Ampel

Parteiübergreifend haben die Länder dem Bund bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag einen verantwortungslosen Alleingang in der Corona-Politik vorgeworfen. Besonders deutlich in der Kritik an der Ampel-Regierung wurde dem Vernehmen nach auch Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann, dessen Partei im Bund mitregiert. „Einen solchen Umgang mit den Ländern hat es noch nie gegeben“, sagte Kretschmann Teilnehmern zufolge in der Schalte. Eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit stelle er sich anderes vor.

Konkret stören sich die Länder daran, dass der Bund mit dem neuen Gesetz für das Corona-Management weitgehende Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie abschafft. Kretschmann hatte immer wieder kritisiert, dass den Ländern dann die Instrumente fehlten, um die Pandemie weiterhin bekämpfen zu können. Baden-Württemberg wollte am Donnerstag Teilnehmern zufolge den Unmut über die Pläne des Bundes gemeinsam mit mehreren Ländern in einer Protokollerklärung festhalten.

Die Gesetzespläne des Bundes sehen ab dem 20. März - also diesem Sonntag - lediglich noch eine Maskenpflicht in Pflegeheimen, Kliniken und im Nahverkehr vor und eine Testpflicht in Heimen und Schulen. Baden-Württemberg will wie einige andere Länder aber noch eine vorgesehene Übergangsfrist nutzen und aktuell geltende Schutzregeln bis zum 2. April aufrechterhalten.

17 Uhr: EU-Behörde: Prüfung von russischem Corona-Impfstoff liegt auf Eis

Die Prüfung des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V für die Zulassung in der EU liegt nach Angaben der EU-Arzneimittelbehörde EMA auf Eis. Zur Zeit geschehe dort nichts, sagte der zuständige Leiter der Abteilung für klinische Studien, Fergus Sweeney, am Donnerstag in Amsterdam. „Wir haben zur Zeit keinen Kontakt mit den russischen Instanzen.“ Gründe nannte er nicht. Es ist unklar, ob die Unterbrechung der Kommunikation im Zusammenhang steht mit dem Krieg in der Ukraine. Sweeney erwartet nicht, dass das Prüfverfahren in Kürze wieder aufgenommen werde.

16.10 Uhr: Südwest-Wirtschaft befürchtet Nachteile wegen neuer Corona-Regeln

Im Tauziehen um neue Corona-Vorgaben befürchtet die Wirtschaft im Südwesten Wettbewerbsnachteile. Die Strategie für regionale „Hotspots“ könnte zu einem Flickenteppich führen, warnte der Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages, Wolfgang Grenke, am Donnerstag in Stuttgart.

Die künftige bundesweite Rechtsgrundlage für Corona-Regeln soll unter hohem Zeitdruck an diesem Freitag von Bundestag und Bundesrat besiegelt werden. 

15.20 Uhr: Verkürzter Genesenenstatuts durch RKI rechtwidrig

Die umstrittene Verkürzung des Genesenenstatus durch das Robert Koch-Institut von sechs auf drei Monate ist auch nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Stuttgart rechtswidrig. Über die Geltungsdauer des Genesenenstatus müsse der Gesetzgeber selbst entscheiden, teilte das Gericht am Donnerstag in Stuttgart mit. Die Befugnisse des RKI gingen in dieser Frage zu weit. Die
16. Kammer gab mit ihrer Entscheidung mehreren Anträgen auf vorläufigen Rechtsschutz statt.

In der Praxis können sich aber zunächst lediglich die Antragssteller damit auf den alten Genesenenstatus von sechs Monaten berufen. 

14 Uhr: Vierte Corona-Impfung bringt für junge Erwachsene wohl nur geringen Nutzen

Für junge und gesunde Erwachsene bringt eine vierte Dosis eines mRNA-Impfstoffs gegen das Coronavirus laut einer israelischen Studie nur "geringfügigen Nutzen". Die Studie, die nun im Fachmagazin "New England Journal of Medicine" veröffentlicht wurde, untersuchte 270 Beschäftigte des Sheba Medical Center in Tel Aviv, die vier Monate nach der ersten Booster-Impfung mit Biontech/Pfizer oder Moderna noch eine zweite Auffrischimpfung erhalten hatten. Jeder Proband wurde mit zwei Teilnehmern einer Kontrollgruppe verglichen, die nur drei Impfdosen erhalten hatten.

12.40 Uhr: Mindestens 63 Millionen in Deutschland mit Grundschutz gegen Corona

In Deutschland haben mittlerweile mindestens 63 Millionen Menschen einen Grundimpfschutz gegen das Coronavirus. Somit haben mindestens 75,8 Prozent der Bevölkerung die dafür meist nötige zweite Impfung bekommen, wie am Donnerstag aus Daten des Robert Koch-Instituts hervorging. Mindestens 48,3 Millionen Menschen (58,1 Prozent) haben zusätzlich bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. Die Quote bei den Einmalgeimpften liegt bei 76,5 Prozent. Die Zahl der Erstimpfungen mit dem neuen Novavax-Präparat liegt mittlerweile bei insgesamt gut 41.000.

11.12 Uhr: Impfpflicht im Bundestag – diese Vorschläge liegen auf dem Tisch

Der Bundestag debattiert erstmals über die verschiedenen Anträge für und gegen eine mögliche Corona-Impfpflicht. Die Entscheidung fällt voraussichtlich in drei Wochen. Doch welche Optionen stehen überhaupt zur Debatte? Auf dem Tisch liegen mehrere Vorschläge, bei denen sich auch Politiker unterschiedlicher Parteien zusammengetan haben.

10.55 Uhr: BGH weist Entschädigungsklage wegen Corona-Schließungen ab

Betroffene der Corona-Lockdowns haben nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs keinen Anspruch auf staatliche Entschädigung für ihre Einnahmeausfälle. Die Karlsruher Richterinnen und Richter wiesen am Donnerstag in einem Pilotverfahren die Klage eines Gastronomen und Hoteliers gegen das Land Brandenburg ab, der im Frühjahr 2020 weitgehend schließen musste.

Hilfeleistungen für von der Pandemie schwer getroffene Wirtschaftsbereiche seien keine Aufgabe der Staatshaftung, sagte der Vorsitzende Richter Ulrich Herrmann bei der Urteilsverkündung. Aus dem Sozialstaatsprinzip folge nur eine Pflicht zu innerstaatlichem Ausgleich. Die nähere Ausgestaltung bleibe dem Gesetzgeber überlassen. In der Pandemie sei der Staat dieser Verpflichtung durch die Auflage von Hilfsprogrammen nachgekommen. Damit ist das Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Möglich wäre nur noch eine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht.

9.50 Uhr: RKI registriert Rekord bei Neuinfektionen – Inzidenz bei 1651,4

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen ist auf einen Höchststand gestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Donnerstagmorgen 294.931 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Am 10. März hatte die Zahl erstmals in der Pandemie die 250.000 überschritten. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 1651,4 an - das ist ebenfalls ein Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1607,1 gelegen, vor einer Woche bei 1388,5 (Vormonat: 1385,1). Die aktuellen Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von Donnerstagmorgen, 05.00 Uhr, wieder.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 278 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 259 Todesfälle gewesen.

7.30 Uhr: Lindner verteidigt Corona-Öffnungsplan: „Schritt Richtung Normalität“

FDP-Chef Christian Lindner hat den trotz steil ansteigender Infektionszahlen geplanten Wegfall der meisten bundesweiten Corona-Auflagen gerechtfertigt. „Es ist ein Schritt in Richtung Normalität, und ich sage, den brauchen wir auch“, sagte Lindner in der ARD-Sendung „maischberger. die woche“.

Eine strukturelle Überlastung des Gesundheitssystems sei derzeit nicht zu sehen. In Alten- und Pflegeheimen sowie anderen Einrichtungen mit besonders gefährdeten Menschen solle es wie auch im öffentlichen Nahverkehr weiter Maskenpflichten geben. Wo aber regional das Gesundheitssystem nach einem Massenausbruch des Virus überlastet werden könnte, „da braucht es zusätzliche Maßnahmen“.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 16. März: 

21.30 Uhr: Auch Stiko-Chef Mertens warnt vor Lockerungen der Corona-Maßnahmen

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission stimmt in den Chor kritischer Stimmen ein und warnt angesichts der hohen Infektionswerte vor der geplanten Lockerung der Corona-Maßnahmen. „Im Augenblick beobachtet man ein gewisses Auseinanderklaffen zwischen dem tatsächlichen Infektionsgeschehen in unserem Land und der bei den Menschen gefühlt geringeren Bedrohung“, sagte Thomas Mertens der „Schwäbischen Zeitung“ in Ravensburg. Durch hohe Inzidenzen steige aber auch die Zahl schwerer Erkrankungen bei Menschen mit Risiko. Außerdem stecke sich medizinisches Personal oft an und falle aus.

18.31 Uhr: Nur kurzer Rückgang: Sieben-Tage-Inzidenz steigt wieder

Nach einer leichten Abnahme am Vortag ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen im Südwesten wieder gestiegen. Wie das Landesgesundheitsamt mitteilte, übersprang sie die Marke von 1900 Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Derzeit liegt die Inzidenz bei 1912,0, das sind 16,3 mehr als am Vortag und sogar 265,5 mehr als vor einer Woche.

Die tatsächliche Sieben-Tage-Inzidenz dürfte jedoch wegen einer nach wie vor hohen Dunkelziffer deutlich höher sein. Im Vortagsvergleich meldete die Stuttgarter Behörde 42.625 neue Infektionen. Seit Beginn der Pandemie erhöhte sich damit die Zahl der registrierten Fälle auf 2.595.591.

17.45 Uhr: Versorgungs-Engpass im Klinikum Hochrhein

Die hohen Corona-Fallzahlen legen auch vor dem Klinikum Hochrhein keinen Stopp ein: Aufgrund der hohem Krankenstände und Quarantäne müssen die Kapazitäten eingeschränkt werden. Diese Bereiche sind betroffen.

17.10 Uhr: WHO warnt vor zu früher Aufhebung von Corona-Schutzmaßnahmen

Angesichts weltweit wieder steigender Corona-Zahlen warnt die Weltgesundheitsorganisation vor einem zu frühen Ende von Schutzmaßnahmen. Dazu gehören etwa das Tragen von Masken und Abstand halten. Wenn die Maßnahmen aufgehoben würden, habe das Virus mehr Möglichkeiten zu zirkulieren, sagte Maria von Kerkhove, WHO- Covid-19-Spezialistin, am Mittwoch in Genf. Problematisch sei, dass weltweit inzwischen deutlich weniger getestet werde. Damit sei es schwerer, die Ausbreitung von Varianten zu überwachen.

14.40 Uhr: Neue Corona-Variante in Israel entdeckt

In Israel ist eine bisher noch unbekannte Variante des Coronavirus aufgetaucht. Sie kombiniere die Omikron-Variante BA.1 und den noch ansteckenderen Subtyp BA.2, scheine aber keine schweren Symptome auszulösen, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Demnach wurde die neue Variante durch PCR-Tests bei zwei Einreisenden an Tel Avivs Flughafen Ben Gurion entdeckt. Diese litten unter Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, benötigten aber keine spezielle medizinische Versorgung.

14.13 Uhr: Bund sichert sich Produktionskapazitäten für Corona-Impfstoffe

Um Knappheit bei Corona-Impfstoffen vorzubeugen, sichert sich die Bundesregierung Zugriff auf Produktionskapazitäten. Dazu schließt sie Verträge mit fünf Herstellern mit einer Dauer bis 2029, wie das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschloss. Fachleute des Wirtschaftsministeriums haben die Vereinbarungen im Auftrag des Gesundheitsministeriums mit BioNTech, CureVac/GSK, Wacker/CordenPharma, Celonic und IDT geschlossen.

Die Verträge umfassen den Angaben zufolge die Bereithaltung von Produktionskapazitäten und Vereinbarungen zur Herstellung und Lieferung von Impfstoffen an die Bundesregierung. 

13 Uhr: Fast 60.000 Corona-Neuinfektionen in Österreich

Elf Tage nach dem Ende fast aller Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus verzeichnet Österreich die mit Abstand höchste Zahl an Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie. Heute meldeten die Behörden 58.583 neue Infektionsfälle binnen 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei rund 3.466 Fälle pro 100.000 Einwohner und ist damit doppelt so hoch wie in Deutschland.

11.48 Uhr: Kabinett beschließt neue Grundlage für Corona-Regeln am Arbeitsplatz

Arbeitgeber und Beschäftigte müssen sich ab Sonntag auf neue Bedingungen zum Corona-Schutz am Arbeitsplatz einstellen. Das Bundeskabinett hat heute eine Verordnung des Bundesarbeitsministeriums dazu abgesegnet. Sie sieht vor, dass Arbeitgeber vom 20. März an selbst die Gefährdung durch das Virus einschätzen und in einem betrieblichen Hygienekonzept Maßnahmen zum Infektionsschutz festlegen. Damit sind die Corona-Schutzmaßnahmen nicht mehr unmittelbar per Arbeitsschutzverordnung vorgeschrieben.

11.10 Uhr: Flughafen Heathrow und British Airways heben Maskenpflicht auf

Fluggäste am Londoner Flughafen Heathrow und der britischen Airlines British Airways und Virgin Atlantic müssen künftig auf Reisen keine Masken mehr tragen. Das Drehkreuz habe die Maskenpflicht aufgehoben, berichtete die BBC. Eine Empfehlung gelte aber weiterhin. Die Fluggesellschaften British Airways und Virgin Atlantic stellen es ihren Fluggästen ebenfalls seit heute frei, ob sie an Bord weiter Schutzmasken tragen oder nicht. Ausnahme sind Flüge, bei denen im Zielland eine Maskenpflicht gilt.

10 Uhr: RKI registriert 262.593 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1607,1

Das Robert Koch-Institut hat bei der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz erneut einen Höchstwert gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 1607,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1585,4 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1319,0 (Vormonat: 1401,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 262.593 Corona-Neuinfektionen. 

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

8.50 Uhr: FDP lehnt Nachbesserungen am Corona-Lockerungsplan ab

Vor den Beratungen der geplanten Corona-Lockerungen im Bundestag hat der FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann Nachbesserungen wegen der aktuellen Rekord-Inzidenzen abgelehnt. Eine Infektionswelle alleine reiche nicht für weitere Einschränkungen aus, sagte Ullmann. Das Gesundheitswesen sei nicht mehr besonders belastet. „Deswegen können wir auf Eigenverantwortung setzen, auf Selbstschutz.“ Die Hälfte der Corona-Toten seien Menschen ohne Impfung.

Auf die Frage, ob es noch Nachbesserungen geben solle wie etwa vom Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen gefordert, sagte Ullmann, dies sei zwar die Meinung einiger Kolleginnen und Kollegen der Koalition, aber man sei doch entschlossen, die Pläne durchzuführen wie vorgesehen. Dahmen hatte sich dafür ausgesprochen, die Maskenpflicht in Innenräumen als Basisschutzmaßnahme beizubehalten.

7.30 Uhr: Teil-Impfpflicht für Pflegekräfte gilt seit heute

Die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht gilt seit dem heutigen Mittwoch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Pflegeberufen. Bis Dienstag hatten sie Zeit, Impf- oder Genesenennachweise vorzulegen - oder ein Attest, dass sie nicht geimpft werden können. Ungeimpften Beschäftigten im Gesundheitssektor könnten nun Konsequenzen drohen. Die Ämter dürfen Bußgelder, Tätigkeits- und Betretungsverbote verhängen.

Doch die Umsetzung der Teil-Impfpflicht wird in den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. In einigen Teilen Deutschlands sollen die Gesundheitsämter genau prüfen, ob die Menschen in Heimen und Krankenhäusern noch versorgt werden können, wenn ungeimpfte Beschäftigte ein Betretungsverbot bekommen.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 15. März: 

20 Uhr: Bundestag berät erstmals über neues Infektionsschutzgesetz

Der Bundestag befasst sich am Mittwoch erstmals mit dem Entwurf der Ampel-Koalition für ein geändertes Infektionsschutzgesetz (13 Uhr). Das Gesetz soll eine gesetzliche Grundlage für Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie schaffen, wenn die meisten der bisherigen Regeln am Sonntag auslaufen. Neu eingeführt wird eine Hotspotregelung: Sie soll ermöglichen, dass an Pandemieschwerpunkten weiterhin Regeln wie Maskenpflicht, Abstandsgebote oder Hygienekonzepte gelten können.

18 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten leicht rückläufig

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist im Südwesten leicht rückläufig, bleibt aber auf hohem Niveau. Wie das Landesgesundheitsamt mitteilte, wurden innerhalb einer Woche 1895,7 Ansteckungen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner nachgewiesen.

Am Vortag hatte dieser Wert bei 1901,1 gelegen. Vor einer Woche betrug er noch 1551,8. Die tatsächliche Sieben-Tage-Inzidenz dürfte jedoch wegen einer nach wie vor hohen Dunkelziffer deutlich höher sein. Im Vortagsvergleich meldete die Stuttgarter Behörde 39.528 neue Infektionen.

16.15 Uhr: Ampel einigt sich auf Ausweitung der Maskenpflicht

Einen Tag vor den Bundestagsberatungen zum neuen Infektionsschutzgesetz hat sich die Ampel-Koalition auf eine Ausweitung der Regelungen zur künftigen Maskenpflicht geeinigt. Sie soll demnach auch in Arztpraxen und Rettungsdiensten angeordnet werden können, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag in Berlin erfuhr. Im bisherigen Entwurf war sie bereits für Krankenhäuser, Pflegeheimen und dem öffentlichen Personenverkehr vorgesehen. Der Bundestag berät am Mittwoch in erster Lesung über das neue Gesetz.

Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zufolge soll die Maskenpflicht den jüngsten Änderungen zufolge auch in Tageskliniken und Einrichtungen für ambulantes Operieren sowie in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen möglich sein, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt. 

15.59 Uhr: Mehrheit hält geplante Corona-Lockerungen für verfrüht

Etwas mehr als die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland hält die geplanten Corona-Lockerungen für verfrüht. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Forsa-Instituts für das RTL/ntv-Trendbarometer hervor. Demnach sagten 52 Prozent der Befragten, dass ihnen das Wegfallen der meisten bisherigen Maßnahmen zu früh komme. Nach den Plänen der Ampel-Koalition sollen ab dem 20. März nur noch wenige Einschränkungen wie beispielsweise die Maskenpflicht gelten. 46 Prozent halten das dem „Trendbarometer“ zufolge für richtig. Der Rest der Befragten antwortete mit „weiß nicht“.

Die hohen und steigenden Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen machen laut Umfrage 43 Prozent der Bürgerinnen und Bürger große oder sehr große Sorgen. 57 Prozent macht diese Entwicklung weniger große oder keine Sorgen.

15.16 Uhr: Niederlande schaffen letzte Corona-Maßnahmen ab

Die Niederlande schaffen auch die letzten Schutzmaßnahmen gegen Corona ab. Vom 23. März an muss auch in Bussen und Bahnen keine Maske mehr getragen werden. Die Testpflicht vor Großereignissen wird gestrichen. Das kündigte Gesundheitsminister Ernst Kuipers am Dienstag in Den Haag an. In dem 17,5-Millionen-Einwohner-Land entfällt auch die Quarantänepflicht: Wer ein positives Testergebnis hat, soll zu Hause bleiben. Das ist dann aber nur noch eine Empfehlung.

13:53 Uhr: Strobl kritisiert neues Infektionsschutzgesetz der Bundesregierung

Für die baden-württembergische Landesregierung hat Vizeministerpräsident Thomas Strobl (CDU) das von der Bundesregierung geplante neue Infektionsschutzgesetz scharf kritisiert. „Wir sind uns in der Landesregierung einig, dass das geplante Gesetz insuffizient ist“, sagte Strobl am Dienstag in Stuttgart. Die Bundesregierung schiebe den Ländern in „verantwortungsloser Weise die Verantwortung zu, ohne ihnen Instrumente zur Bekämpfung der Pandemie zu geben“.

Inmitten steigender Infektionszahlen ab April etwa auf die Maskenpflicht in Innenräumen zu verzichten, gleiche einem „Blindflug ohne Autopilot - und die Länder sitzen mit im Flugzeug“, sagte Strobl.

12.20 Uhr: Baden-Württemberg hält an Maskenpflicht in Innenräumen fest

Wegen der hohen Infektionszahlen will Baden-Württemberg die Corona-Regeln am 20. März noch nicht vollständig auslaufen lassen. Man werde eine Übergangsfrist bis zum 2. April nutzen, kündigte Vize-Regierungschef Thomas Strobl an. Das betreffe vor allem die Maskenpflicht in Innenräumen und an Schulen.

12.10 Uhr: Industrie mahnt wegen Corona-Zahlen zu Vorsicht und pocht auf Impfen

Angesichts steigender Corona-Zahlen mahnt der Bundesverband der Deutschen Industrie zu Vorsicht. „Eine großzügige Lockerung ist angesichts neuer Rekordwerte bei den Infektionszahlen schwer zu verantworten“, sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm am Dienstag laut Mitteilung. Der Entwurf über Corona-Maßnahmen ab dem kommenden Sonntag lasse Konsequenz vermissen. Die Omikron-Welle sei noch nicht gebrochen, warnte der Verband. „Statt einer pauschalen Rücknahme wirksamer Instrumente für schnelles Handeln hätten die Unternehmen konkrete Maßnahmen für mehr Stabilität und Sicherheit erwartet.“

Der BDI forderte zudem die Politik auf, für eine höhere Impfquote in der Bevölkerung zu sorgen. „Ohne Impfen ist unsere Freiheit auf Sand gebaut. An einer allgemeinen Impfpflicht als Ultima Ratio führt kein Weg mehr vorbei.“

10.58 Uhr: Länder sollen laut Lauterbach bei Lockerung Übergangsregel nutzen

Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Länder aufgefordert, die Schutzmaßnahmen nicht schon zum 20. März auslaufen zu lassen, sondern die Übergangsfrist bis 2. April zu nutzen. Anschließend könnten sie auf die geplanten Regelungen für Regionen mit hoher Inzidenz setzen. „Die Länder müssen es anpacken. Das haben jetzt einige Länder, zum Beispiel Brandenburg, auch getan. Die gehen nach vorne und sagen: Wir verlängern fast alles, was wir haben, und dann nehmen wir die neuen Hotspot-Regelungen“, sagte Lauterbach am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“.

Nach einem Entwurf der Ampel-Regierung soll nach dem 19. März eine Maskenpflicht nur noch in Pflegeheimen, Kliniken und im öffentlichem Nahverkehr sowie im Fernverkehr gelten. Sollte sich die Corona-Lage regional verschärfen, können die Länder demnach per Parlamentsbeschluss strengere Regeln einführen, wenn auch nicht mehr alle bisher verfügbaren.

8.47 Uhr: Impfpflicht im Gesundheitswesen im Südwesten läuft an

Heute ist die einrichtungsbezogene Corona-Impfpflicht im baden-württembergischen Gesundheitswesen angelaufen. Bis zum Ende des Tages müssen alle Beschäftigten von Kliniken, Pflegeheimen, Arzt- und Zahnarztpraxen, Rettungsdiensten, Reha-Einrichtungen, Behindertenwerkstätten und ambulanten Pflegediensten ihrem Arbeitgeber ihren Impfstatus offenlegen. Diejenigen, die mindestens eine Impfung haben oder ihre Genesung nachweisen können, dürfen unbehelligt weiter arbeiten.

Wer sich auf Basis eines ärztlichen Attests von der Impfung befreien lassen will, muss sehr gute Gründe haben, wie etwa eine gerade erfolgte Transplantation. Die Betroffenen müssen sich einer ärztlichen Untersuchung unterziehen, falls das Gesundheitsamt die medizinische Kontraindikation gegen die Immunisierung überprüfen will. Derjenige, der ab dem 16. März, dem Tag des Inkrafttretens des neuen Gesetzes, eingestellt wird, muss vor Beginn seiner Tätigkeit die erforderlichen Nachweise vorlegen oder gar nicht erst zum Dienst antreten.

7.19 Uhr: RKI registriert 198.888 Corona-Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut hat bei der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz erneut einen Höchstwert gemeldet. Das RKI gab den Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1585,4 an. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 198.888 Corona-Neuinfektionen und 238 Todesfälle. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.27 Uhr wiedergeben.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 14. März: 

22.05 Uhr: NRW-Ministerpräsident wegen Corona in Israel in Quarantäne

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ist während einer Israel-Reise positiv auf das Coronavirus getestet worden - und muss dort zunächst in Quarantäne bleiben. Auch ein zweiter PCR-Test sei am Montag in Jerusalem positiv ausgefallen, teilte die Düsseldorfer Staatskanzlei am Abend mit. Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ hatte zuvor über den ersten positiven Test berichtet.

Wüst hatte erst am Sonntag eine viertägige Reise nach Israel angetreten und am Montag einen Kranz in der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem niedergelegt.

20 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten geht weiter nach oben

Im Südwesten ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen weiter nach oben gegangen. Wie das Landesgesundheitsamt mitteilte, wurden innerhalb einer Woche 1901,1 Ansteckungen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner nachgewiesen. Am Vortag hatte dieser Wert bei 1870,9 gelegen. Vor einer Woche betrug er noch 1484,6. Wegen einer nach wie vor hohen Dunkelziffer dürfte die tatsächliche Sieben-Tage-Inzidenz aber noch deutlich höher sein. Die Stuttgarter Behörde meldete im Vortagsvergleich 29.229 neue Infektionen.

19 Uhr: Arbeitgeber und Gewerkschaften streiten über Corona-Vorschriften

Gewerkschaften und Arbeitgeber ringen über den künftigen Corona-Kurs in Deutschlands Betrieben. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger begrüßte den geplanten Wegfall der Auflagen für Unternehmen und kündigte an, sie würden selbst weiter für Schutzmaßnahmen sorgen. Anja Piel vom Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbund mahnte dagegen: „Gegen das hohe Infektionsgeschehen braucht es beherztes Handeln. Freundliche Ankündigungen helfen wenig.“

17 Uhr: SPD verteidigt geplante Verlagerung von Corona-Maßnahmen auf Länder

 In der Debatte um die künftigen Corona-Auflagen in Deutschland hat sich die SPD bereit erklärt, in begrenztem Ausmaß über weitergehende bundesweite Schutzmaßnahmen als bisher geplant zu reden. Gleichzeitig verteidigte SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert  das Vorhaben, Auflagen über einen bundesweiten Basisschutz hinaus von Entscheidungen der jeweiligen Landesparlamente abhängig zu machen. Jeder, der Maßnahmen des Basisschutz aufrechterhalten „und an der einen oder anderen Stelle auch verstärken“ wolle, finde in der SPD einen offenen Gesprächspartner, sagte Kühnert.

Die Entscheidung, die Kompetenz für Maßnahmen aber stärker in die Hände der Länder zu geben, die dies dann für einzelne Gebietskörperschaften wie etwa Landkreise ausdefinieren könnten, folge der Annahme, „dass sich das Hotspotgeschehen insbesondere regional ausdrücken wird“, so Kühnert. „Und da geht es ja längst nicht mehr nur um Inzidenzen (...), sondern es geht insbesondere um die Krankenhausbelastung“, sagte er weiter. „Und das kann naturgemäß am besten auch im Zusammenspiel mit den örtlichen Gesundheitsbehörden und den Trägern der Gesundheitsversorgung auf der kommunalen und Landesebene eingeschätzt werden.“

15 Uhr: Corona-Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen schießt nach oben

In der Woche nach Ende der Fastnachtsferien sind die Corona-Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen im Schulalter in Bayern nach oben geschossen. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit meldete heute für alle drei Gruppen im Altersbereich zwischen sechs und 19 Jahren Anstiege um mehr als 1000 binnen einer Woche.

Die höchste Inzidenz gibt es derzeit bei den 16- bis 19-Jährigen mit 4097. Das ist ein Plus von 1787 zum vor einer Woche gemeldeten Wert. Dahinter folgen die Sechs- bis Elfjährigen mit einer um 1000 auf 3217 gestiegenen Inzidenz vor den Zwölf- bis 15-Jährigen mit einem Anstieg um 1216 auf 3031.

13.30 Uhr: Lucha: Maskenpflicht darf nicht aufgehoben werden

Wenige Tage vor dem Auslaufen der meisten Corona-Beschränkungen lässt Gesundheitsminister Manne Lucha kein gutes Haar an den Plänen des Bundes. „Es ist absurd, dass wir in einer Phase, in der nicht nur die Infektionszahlen, sondern auch die Belegungen in den Krankenhäusern kontinuierlich zunehmen, eines der wichtigsten Instrumente aus der Hand geben, mit dem wir den Infektionsdruck abmildern können“, sagte er über das geplante weitgehende Ende der Maskenpflicht in Innenräumen.

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Am Mittwoch sollen erstmals im Bundestag Änderungen am Infektionsschutzgesetz beraten werden; die meisten bundesweiten Corona-Auflagen sollen zum 20. März entfallen. 

Bundesweit möglich sein sollen demnach nur noch Maskenpflichten in Pflegeheimen, Kliniken und Nahverkehr sowie Testpflichten in Heimen und Schulen.

11.52 Uhr: RKI meldet 12.000 weitere Corona-Impfungen

In Deutschland sind am Sonntag etwa 12.000 Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht worden, davon 8000 Spritzen zur Auffrischung. Dies geht aus Daten des Robert Koch-Instituts von Montag hervor. Zum Vergleich: Der Spitzenwert an Impfungen binnen eines einzigen Tages lag Mitte Dezember bei 1,6 Millionen. Mittlerweile haben 63 Millionen Menschen (75,6 Prozent der Bevölkerung) einen Grundschutz gegen das Virus, für den in der Regel zwei Spritzen nötig sind. Mindestens 48,1 Millionen Menschen (57,8 Prozent) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung.

10.10 Uhr: Freiburgs Oberbürgermeister Horn mit Coronavirus infiziert

Der Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er sei am Wochenende positiv getestet worden, teilte die Stadtverwaltung mit. Der parteilose Politiker wird zunächst keine Termine wahrnehmen und bei wichtigen Terminen vom Ersten Bürgermeister Ulrich von Kirchbach vertreten, wie es hieß. Sollte Horn einen milden Krankheitsverlauf haben, werde er im Verlauf der Woche wieder digital Termine wahrnehmen.

8.58 Uhr: Präsident der Bundesärztekammer hält Lockerungen für das falsche Signal

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält die geplanten Lockerungen der Corona-Maßnahmen für das falsche Signal. Er sei beunruhigt, da die Infektionszahlen in der letzten Woche wieder gestiegen seien, sagte er am Montag im „Deutschlandfunk“. „Es ist insofern schwer verständlich, warum eine Maskenpflicht in bestimmten Einrichtungen sein soll, aber zum Beispiel im Einzelhandel, der Gastronomie nicht, während man im öffentlichen Nahverkehr eine Maske aufsetzen soll. Es ist nicht so richtig durchgängig.“ Am Mittwoch sollen erstmals im Bundestag Änderungen am Infektionsschutzgesetz beraten werden; die meisten bundesweiten Corona-Auflagen sollen zum 20. März entfallen.

7.25 Uhr: RKI meldet bei Sieben-Tage-Inzidenz einen erneuten Höchstwert

Das Robert Koch-Institut hat bei der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz erneut einen Höchstwert gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1543,0 an. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 92.378 Corona-Neuinfektionen und 19 Todesfälle. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 13. März: 

21.45 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten steigt weiter auf über 1870

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg hat sich weiter erhöht. Innerhalb einer Woche wurden 1870,9 Ansteckungen mit dem Coronavirus je 100 000 Einwohner nachgewiesen, wie das Landesgesundheitsamt am Sonntag in Stuttgart mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Am Vortag hatte dieser Wert bei 1833,6 gelegen. Sonntag vor einer Woche betrug die Wochen-Inzidenz 1485,7.

Wegen einer nach wie vor hohen Dunkelziffer dürfte die tatsächliche Sieben-Tage-Inzidenz aber noch deutlich höher sein. Bundesweit lag der Wert am Sonntag bei etwa 1527 - ebenfalls bei steigender Tendenz. Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde in Stuttgart am Sonntag 17 678 neue Infektionen - das ist ein Anstieg auf insgesamt 2 484 209 registrierte Fälle seit Beginn der Pandemie in Baden-Württemberg. Am Coronavirus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile nachweislich 14 652 Menschen gestorben. Das waren sieben Menschen mehr als am Vortag.

19.28 Uhr: Corona-Inzidenz steigt auf über 1500 – Zweifel an Lockerungen wachsen

Eine Woche vor der geplanten Aufhebung der meisten bundesweiten Corona-Auflagen lässt die rasante Ausbreitung des Virus Zweifel an den Lockerungen wachsen. Deutschland hätte dann keine echten Schutzmaßnahmen mehr, kritisierte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Mediziner warnten vor dem geplanten Wegfall der Maskenpflicht in den meisten Innenräumen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach forderte die Länder erneut auf, die geplante Möglichkeit zu nutzen, selbst Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Mehr dazu können Sie hier lesen.

16 Uhr: Lauterbach mahnt angesichts Rekord-Corona-Zahlen zum Impfen

Angesichts der im europäischen Vergleich aktuell besonders starken Verbreitung von Corona in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ungeimpfte Menschen erneut eindringlich zur Impfung gemahnt. Deutschland habe jetzt die höchste Corona-Inzidenz in Europa, so Lauterbach am Sonntag unter Verweis auf eine Karte des Unternehmens Risklayer auf Twitter, die unter anderem Daten der Weltgesundheitsorganisation beinhaltet. „Tendenz steigt, viele Tote“, schrieb Lauterbach. Geimpfte seien jetzt oft unvorsichtig, weil sie wüssten, dass sie sich infizieren könnten, aber meist nicht schwer erkrankten. Ungeimpfte aber seien dem Virus jetzt schutzlos ausgeliefert.

Die Originalkarte, auf die sich Lauterbach bezieht, zeigt besonders hohe regionale Inzidenzen in Deutschland, aber für Island weist sie eine Sieben-Tages-Inzidenz von 5608 aus – sie liegt also weit über der von Deutschland. Zudem weisen die Verfasser der Karte darauf hin, dass andere Länder aufgehört haben, die Corona-Inzidenzen richtig zu zählen.

14.29 Uhr: Trotz Null-Covid: Zahl der Corona-Fälle in China schnellt in die Höhe

Bei der schwersten Corona-Welle in China seit Beginn der Pandemie vor mehr als zwei Jahren schnellt die Zahl der Infektionen weiter in die Höhe. Die Gesundheitskommission berichtete am Sonntag einen Tagesrekord von mehr als 3100 Fällen in 19 Regionen. Die Behörden reagieren mit Massentests, Transporteinschränkungen, Ausgangssperren und der Schließung von Schulen und Universitäten. In mehreren Städten wurde mit dem Bau provisorischer Krankenhäuser mit Tausenden von Betten begonnen, um Infizierte zu isolieren. Vor drei Wochen waren erst einige Dutzend Infektionen pro Tag gemeldet worden.

Die 26 Millionen Einwohner von Shanghai und die 9 Millionen von Qingdao wurden aufgefordert, die Hafenmetropolen möglichst nicht zu verlassen. Wer trotzdem unbedingt reisen muss, muss einen negativen Corona-Test aus den letzten 48 Stunden vorlegen - ähnlich jeder Reisende bei der Ankunft. Über die neun Millionen Einwohner zählende Metropole Changchun im Nordosten wurde am Freitag bereits ein Lockdown verhängt. Pro Haushalt darf alle zwei Tage nur eine Person für Einkäufe die Wohnung verlassen. Im Süden sind in der Provinz Guangdong auch die Millionenstädte Dongguan und Shenzhen betroffen.

12.54 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten bei über 1800

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg hat sich weiter erhöht. Innerhalb einer Woche wurden bei 1833,6 je 100.000 Einwohner Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen, wie das Landesgesundheitsamt am Samstag in Stuttgart mitteilte. Am Vortag hatte dieser Wert bei 1790,6 gelegen. Samstag vor einer Woche betrug die Wochen-Inzidenz etwa 1450. Wegen einer nach wie vor hohen Dunkelziffer dürfte die tatsächliche Sieben-Tage-Inzidenz aber noch deutlich höher sein.

Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde am Samstag 26.233 neue Infektionen - das ist ein Anstieg auf 2.466.531 registrierte Fälle seit Beginn der Pandemie. Am Coronavirus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile nachweislich 14.645 Menschen gestorben. Das waren zwölf Menschen mehr als am Vortag.

11.20 Uhr: CSU-Chef Söder kritisiert Pläne des Bundes zu Corona-Regeln

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht Deutschland mit dem überarbeiteten Infektionsschutzgesetz der Bundesregierung neuen Virus-Varianten schutzlos ausgesetzt. Der Entwurf der Ampel habe echte Lücken und Schwächen, sagte Söder der „Bild am Sonntag“. „Im Grunde gibt es keine echten Schutzmaßnahmen mehr. Damit stehen wir im Herbst neuen Mutationen schutz- und wehrlos gegenüber. So ist das weitgehende Weglassen der Maske verfrüht und kann zum Beispiel in der Schule rasch zu einer sogenannten Durchseuchung führen“, meinte er.

Söder kritisierte insbesondere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. „Der Bundesgesundheitsminister rechnet mit
neuen Wellen, und die Ampel schafft gleichzeitig alle Maßnahmen ab“, sagte er mit Blick auf die rot-grün-gelbe Bundesregierung. „Wenn es nach dem Willen der Ampel geht, ist Corona ab nächster Woche Geschichte. Aber das ist doch nicht die Realität.“

9.45 Uhr: „Unfassbare Bürokratie“ – Kritik vor Impfpflicht im Gesundheitswesen

Die Impfquote in Kliniken und Heimen lassen mancherorts noch zu wünschen übrig. Deshalb hat der Bund mit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht reagiert. Mit dem Meldeverfahren für Impfverweigerer kommen nicht alle klar.

8:25 Uhr: RKI registriert 146.607 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1526,8

Die vom Robert Koch-Institut gemeldete bundesweite 7-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 1500 überschritten. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 1526,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1496,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1231,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 146.607 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 116.889 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 50 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 51 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 17.141.351 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 12. März: 

19.02 Uhr: Anti-Corona-Demos in Ulm - weitere Demos im Südwesten am Samstag

Mehrere unangemeldete Versammlungen in der Ulmer Innenstadt haben am späten Freitagabend die Polizei in Atem gehalten. Bei den Demos gegen die Coronamaßnahmen sei es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Wieviele Menschen sich an den Kundgebungen beteiligten, wurde nicht mitgeteilt. Die Polizei sei mit starken Kräften vor Ort gewesen. Wegen Beleidigung eines Polizisten wurde ein 52 Jahre alter Mann angezeigt. Ein 29-Jähriger bespuckte einen Autofahrer und muss sich den Angaben zufolge wegen Körperverletzung verantworten.

16.50 Uhr: Regierung will Corona-Schutzvorschriften in Betrieben lockern

Trotz steigender Infektionszahlen sollen in Deutschlands Betrieben ab dem Frühlingsanfang in einer Woche lockerere Corona-Regeln gelten. Im Entwurf einer Verordnung des Bundesarbeitsministeriums ist vorgesehen, dass die Arbeitgeber selbst die Gefährdung durch das Virus einschätzen und in einem betrieblichen Hygienekonzept entsprechende Maßnahmen festlegen sollen. Der Entwurf liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, andere Medien hatten zuvor ebenfalls darüber berichtet.

14.27 Uhr: Ärztevertreter für Beibehaltung von Maskenpflicht in Innenräumen

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen vor einem Ende der Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen gewarnt. „Das Tragen von Masken ist eine erprobte und einfache Schutzmaßnahme. Es wäre ein Fehler, dieses Mittel ohne Not aus der Hand zu geben“, sagte Marx den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Mit Masken könne man sich und andere effektiv gegen eine Infektion schützen. „Die Länder sollten deswegen in jedem Fall auch nach dem 20. März die Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen beibehalten.“

13.21 Uhr: China meldet höchste Infektionszahlen seit über zwei Jahren

Chinas tägliche Corona-Infektionszahlen haben den höchsten Wert seit Ende der ersten Pandemie-Welle in Wuhan vor zwei Jahren erreicht. Am Samstag meldete die nationale Gesundheitskommission landesweit 1524 lokale Ansteckungen, darunter 1048 asymptomatische Fälle.

Erst am Freitag wurde die nordostchinesische Metropole Changchun nach mehreren Hundert Corona-Infektionen in einen Lockdown geschickt. Wie die dortigen Behörden bekanntgaben, darf pro Haushalt nur noch alle zwei Tage eine Person für Einkäufe die Wohnung verlassen. Alle rund neun Millionen Bewohner der Stadt sollten auf das Virus getestet werden.

11.13 Uhr: 7-Tage-Inzidenz im Kreis Waldshut klettert auf Rekordwert

Im Kanton Schaffhausen infizierten sich drei Prozent aller Bürger innerhalb einer Woche. Die Infektionszahlen steigen in der Region wieder an. 

9.16 Uhr: Wegen Fasnacht? Die Infektionszahlen Corona-Zahlen in Bonndorf und Wutach schnellen nach oben

Wirkt sich die Fasnacht auf das Infektionsgeschehen in Bonndorf, Wutach, Grafenhausen, Stühlingen und Ühlingen-Birkendorf aus? Am Bildungszentrum Bonndorf ist mittlerweile jeder zehnte Schüler infiziert.

8 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz steigt auf fast 1500

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf fast 1500 gestiegen. Der Wert lag laut Robert Koch-Institut am Samstagmorgen bei 1496,0. Am Vortag hatte er 1439,0 betragen, am Samstag vergangener Woche 1220,8. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen. 

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei 237.086. Am Vortag waren 252.836 Neuinfektionen gemeldet worden, vor einer Woche waren es 192.210. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie erhöhte sich auf 16.994.744.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 11. März: 

22.19 Uhr: So viele Corona-Fälle gibt es in Ihrem Heimatort

Wie viele Menschen in Konstanz sind mit dem Coronavirus infiziert, wie viele in Villingen-Schwenningen, Waldshut Tiengen oder in Sigmaringen? Wir sammeln für Sie immer die aktuellsten Zahlen aus den Kommunen in der Region. Lesen Sie hier.

20 Uhr: Lauterbach erwartet viele Corona-Hotspots im Frühling

Wegen der kritischen Infektionslage müssen sich die Menschen in Deutschland aus Sicht von Gesundheitsminister Karl Lauterbach auch nach dem Frühlingsanfang auf Corona-Auflagen einstellen. „Die Lage ist objektiv viel schlechter als die Stimmung“, sagte der SPD-Politiker. Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hält die Lage für angespannt und mahnte zu großer Achtsamkeit. 

Lauterbach bezeichnete die Lage als kritisch. Die noch ansteckendere Omikron-Variante BA.2 gewinne immer mehr an Bedeutung. „Wir können nicht zufrieden sein mit einer Situation, wo 200 bis 250 Menschen jeden Tag sterben und die Perspektive die ist, dass in einigen Wochen noch mehr Menschen daran versterben.“ Eine Fehleinschätzung sei es, dass Omikron nicht töte - Ungeimpfte trügen bei einer Infektion ein tödliches Risiko. Geimpfte könnten schwer erkranken oder langfristige Symptome haben.

17.30 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten fast bei 1800

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg bei den Corona-Neuinfektionen hat sich rasant der 1800er-Marke genähert. Innerhalb einer Woche wurden bei 1790,6 je 100.000 Einwohnern Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen, wie das Landesgesundheitsamt am Freitag in Stuttgart mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Das waren 89,9 mehr als am Vortag. In der Vorwoche hatte der Wert sogar um fast 400 niedriger gelegen: bei 1398,5. Wegen einer nach wie vor hohen Dunkelziffer dürfte die tatsächliche Sieben-Tage-Inzidenz aber noch deutlich höher sein.

16.45 Uhr: KMK: Corona-Einschränkungen an Schulen spätestens bis Mai aufheben

Die Corona-Einschränkungen an Schulen sollen spätestens bis Mai aufgehoben werden. Das gelte für das Tragen von Masken ebenso wie für anlasslose Tests, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien zum Ende der KMK-Beratungen am Freitag in Lübeck. Die Öffnungen der Gesamtgesellschaft könnten an den Schulen nicht vorbeigehen. Aber man wolle einen vorausschauenden und behutsamen Weg in die Normalität gehen. „Dabei ist für uns die Richtschnur immer das Wohl der Kinder und Jugendlichen.“

15 Uhr: Massiver Corona-Ausbruch in Furtwanger Pflegeeinrichtung St. Cyriak

Mit einem massiven ­Corona-Ausbruch hat die Furtwanger Pflegeeinrichtung St. Cyriak zu kämpfen. 59 Bewohner und Mitarbeiter sind infiziert. Wegen der Infektionslage gilt ein Besuchsverbot. 

13.05 Uhr: Lauterbach warnt vor Anstieg der Sterbezahlen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat davor gewarnt, die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie zu unterschätzen. „Die Lage ist objektiv viel schlechter als die Stimmung“, sagte Lauterbach am Freitag in Berlin mit Verweis auf deutlich steigende Fallzahlen. Er appellierte an die Bundesländer und Landtage, das neue Infektionsschutzgesetz so schnell wie möglich umzusetzen, da es vermutlich sehr bald angewendet werden müsse.

Lauterbach sagte, täglich würden derzeit 200 bis 250 Menschen an Corona sterben. „Das ist eine unhaltbare Situation.“ Für ihn sei die Lage „kritisch“, weil davon auszugehen sei, dass die Zahl der Toten in den kommenden Wochen weiter ansteigen werde.

Lauterbach nannte es eine „Fehleinschätzung“ zu glauben, dass es bei der Omikron-Variante nur mildere Verläufe gebe. Ungeimpfte könnten an ihr sterben, und auch Geimpfte könnten schwer erkranken und „langfristige Symptome entwickeln“. Es sei deshalb falsch, nun alle Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen über Bord zu werfen.

12.10 Uhr: Corona-Regeln für Kurzarbeitergeld verlängert

Die coronabedingten Sonderregeln für das Kurzarbeitergeld werden erneut verlängert. Der Bundesrat ließ am Freitag das entsprechende Gesetz passieren, das der Bundestag im Februar verabschiedet hatte. Die Sonderregeln würden eigentlich Ende März auslaufen und werden nun bis Ende Juni verlängert.

Sie beinhalten unter anderem einen vereinfachten Zugang zum Kurzarbeitergeld. So reicht es weiter aus, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten von Arbeitsausfall betroffen sind. Sonst muss mindestens ein Drittel der Beschäftigten betroffen sein. Verlängert wurde auch die Regelung, dass sich das Kurzarbeitergeld erhöht, wenn die Kurzarbeit vier Monate oder länger dauert. Zudem wird die mögliche Bezugsdauer von 24 auf 28 Monate verlängert.

11.05 Uhr: Studie: Womöglich dreimal so viel Covid-Tote weltweit wie registriert

Die Pandemie hat weltweit womöglich deutlich mehr Todesopfer gekostet als bisher angenommen. Zwischen Januar 2020 und Dezember 2021 sind einer aktuellen Studie zufolge 18,2 Millionen Menschen mehr gestorben als in Nicht-Pandemiejahren erwartet worden wären. Offiziell verzeichnet sind in diesem Zeitraum nur 5,9 Millionen Corona-Tote. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die vollen Auswirkungen der Pandemie viel größer waren, als es die offiziellen Statistiken vermuten lassen“, schreibt das internationale Forscherteam um Haidong Wang vom Institute for Health Metrics and Evaluation (Seattle/USA) im Fachmagazin „The Lancet“.

9.35 Uhr: Lehrerverband gegen Abschaffung der Maskenpflicht an Schulen

Der Deutsche Lehrerverband warnt davor, die Maskenpflicht an Schulen trotz vielerorts steigender Corona-Inzidenzen abzuschaffen. Statt Öffnungsplänen der Bundesregierung sei vielmehr eine Verschiebung oder gar Rücknahme von Lockerungsschritten zu erwägen, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der „Rheinischen Post“. „Als Lehrerverband rechnen wir angesichts der künftigen ausschließlichen Zuständigkeit der Länder für Schutzmaßnahmen an Schulen mit einem noch bunteren und rational kaum mehr nachvollziehbaren Flickenteppich beim Corona-Schutz an Schulen.“

Die nach wie vor grassierende Omikron-Variante und ihr noch ansteckenderer Subtyp BA.2 führten an vielen Schulen zu Ausfällen beim Lehrpersonal „wie in den gesamten Monaten zuvor nicht“, sagte Meidinger. „Bei kompletter Aufhebung von Maskenpflicht und in einzelnen Bundesländern auch der Testpflicht würden angesichts der hochinfektiösen Omikron-Variante die Covid-Infektionen ungebremst durch die Schulen laufen.“ Nach seinem Eindruck werde zu wenig Rücksicht genommen auf Lehrerinnen und Lehrer. 

7.37 Uhr: RKI meldet 252.836 Neuinfektionen

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist wieder über 1400 gestiegen. Der Wert lag laut Robert-Koch-Institut am Freitagmorgen bei 1439,0. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei 252.836. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie erhöhte sich auf 16.757.658. Binnen 24 Stunden wurden laut RKI 249 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 10. März: 

21.39 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten steigt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist am Donnerstag weiter gestiegen. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche kletterte innerhalb eines Tages von 1646,5 auf 1700,7 (Stand: 16.00 Uhr). Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte, lag der Wert in der Vorwoche noch bei 1367,7. „Die Anzahl der übermittelten Neuinfektionen verbleiben seit Ende Februar auf sehr hohem Niveau“, hieß es im Bericht.

Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde 37 976 neue Infektionen im Land - ein Anstieg auf 2 399 978 registrierte Fälle seit Beginn der Pandemie. Am Coronavirus oder im Zusammenhang damit sind in Baden-Württemberg mittlerweile 14 584 Menschen gestorben. Das sind 22 Todesfälle mehr als am Vortag.

19.40 Uhr: RKI: Omikron-Subtyp BA.2 lässt Fallzahlen steigen

Die leichtere Übertragbarkeit des Omikron-Subtyps BA.2 und die Rücknahme kontaktreduzierender Maßnahmen sind nach Ansicht des Robert Koch-Instituts vermutlich für den erneuten Anstieg der Covid-19-Fälle verantwortlich.

Bis Ende Februar ist der Anteil von BA.2 an einer Stichprobe auf 48 Prozent gestiegen, heißt es im Corona-Wochenbericht. In der Woche zuvor hatte der Wert noch bei 38 Prozent gelegen. „Der weitere Verlauf der Pandemie hängt maßgeblich davon ab, wie sich das Verhalten in der Bevölkerung ändert und in welchem Umfang mögliche infektionsrelevante Kontakte zunehmen.“

18.30 Uhr: Schwarzwald-Baar-Kreis mit höchster Inzidenz in Deutschland

Auch in Baden-Württemberg steigt die Sieben-Tage-Inzidenz weiter an.  Dennoch geht das Landesgesundheitsamt davon aus, dass der Höhepunkt der fünften Welle im Südwesten überschritten wurde. Besonders betroffen ist der Schwarzwald-Baar-Kreis. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz bei 3038 ist die Schwarzwald-Region bundesweit auf Platz eins, deutlich vor Garmisch-Partenkirchen (2995) und mit Abstand zu Karneval-Metropolen wie Köln (2785).

18 Uhr: Bundesregierung wegen Corona-Öffnungsplänen in der Kritik

Die Infektionszahlen steigen auf einen Rekord von mehr als 250.000 an einem Tag - und die Bundesregierung will die Corona-Auflagen lockern. Nun geraten die Öffnungspläne immer mehr in die Kritik - auch in den Reihen der Ampelparteien. Im Zentrum der Kritik steht der geplante bundesweite Basisschutz, bei dem unter anderem Maskenpflichten in vielen Bereichen entfallen sollen. 

17.30 Uhr: Gründer von Biontech als Mainzer Ehrenbürger ausgezeichnet

Die Stadt Mainz hat die drei Gründer des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech mit der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet. Özlem Türeci, Ugur Sahin und Christoph Huber nahmen die Ehrung am Donnerstag von Oberbürgermeister Michael Ebling entgegen. Damit wurden laut Begründung die "herausragenden Leistungen" der Wissenschaftler auf den Gebieten der Medizinforschung und Biotechnologie gewürdigt.

16.10 Uhr: Vom ersten Fall bis zur fünften Corona-Welle: Zwei Jahre Pandemie in der Region

Wann wurde die erste Corona-Infektion im Bodenseekreis nachgewiesen? Wann tauchten die ersten Virus-Varianten auf und ab wann wurde geimpft? Sieben Fakten zur Pandemie im Überblick.

14.05 Uhr: Internationale Allianz fordert Freigabe der Impfstoff-Patente

Mehr als 130 ehemalige Regierungschefs, Wissenschaftler und Gesundheitsexperten fordern, in einem offenen Brief, die Freigabe von Covid-19-Impfstoffpatenten. „Während sich einige in den wohlhabenden Ländern angesichts dieser beispiellosen Krise selbstgefällig zurücklehnen, sind Milliarden Menschen im globalen Süden nach wie vor von dieser schrecklichen Krankheit bedroht und sehen sich mit schweren Krankheitsverläufen und Tod konfrontiert“, warnten am Freitag Oxfam und andere in der People's Vaccine Alliance zusammengeschlossene Organisationen in einem offenen Brief, der der dpa vorab vorlag.

11.40 Uhr: Kläger in der Region fordern Schmerzensgeld für Corona-Quarantäne

Vor dem Landgericht Ravensburg werden erstmals Klagen wegen häuslicher Corona-Quarantäne verhandelt. Wie die Klagen begründet sind und gegen welche Gemeinden sie sich richten, erfahren Sie hier.

10.45 Uhr: China meldet höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit zwei Jahren

China hat am Donnerstag die höchste Zahl an täglichen Corona-Neuinfektionen seit zwei Jahren registriert. Wie die Behörden mitteilten, gab es 402 neue Fälle und damit fast doppelt so viele wie am Vortag. Von der Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus sind derzeit ein Drittel der Provinzen der Volksrepublik betroffen.

10.05 Uhr: KMK-Chefin gegen schnelles Ende der Masken an Schulen

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien, hat sich gegen einen raschen Wegfall der Maskenpflicht zum Schutz vor Corona an Schulen ausgesprochen. „Wenn es nach uns ginge, müsste auch die Möglichkeit, die Maske zu tragen, noch eine Weile fortbestehen“, sagte die schleswig-holsteinische Kultusministerin vor einer KMK-Sitzung am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. „Hier ist die Gesetzeslage bisher unklar. Der Bund hat hier noch keine abschließende Entscheidung getroffen. Darauf warten wir dringlich.“

Prien sagte: „Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Wochen sukzessive alle Maßnahmen werden abbauen können. Der Zeithorizont ist eher Richtung Ende April, Mai.“ Die großen Öffnungsschritte, die insgesamt gemacht würden, dürften an den Schulen nicht vorbeigehen.

8.20 Uhr: Wer bald wegen der berufsbezogenen Impfpflicht nicht mehr arbeiten darf

Für Berufstätige im Pflegebereich gilt ab dem 15. März eine Impfpflicht. Das stellt viele Träger vor enorme Probleme. Mancherorts sind bis zu 15 Prozent der Mitarbeiter nicht geimpft. Ihnen droht ein Betretungsverbot. Ein Blick in die Region.

7 Uhr: RKI registriert Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen mit 262.752 Fällen

Erstmals in der Corona-Pandemie sind binnen eines Tages mehr als 250.000 neue Corona-Infektionen an das Robert Koch-Institut übermittelt worden. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben 262.752 Fälle in 24 Stunden. Vor einer Woche waren es 210.673 Ansteckungen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg ebenfalls deutlich auf 1388,5.

Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1319,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1174,1 (Vormonat: 1465,4).

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 9. März: 

20.42 Uhr: Landtag bringt Kommission zu Corona-Lehren auf den Weg

Der Landtag hat mit den Stimmen von Grünen, CDU und AfD die Einsetzung einer Kommission zu Lehren aus der Corona-Pandemie beschlossen. Die Enquetekommission „Krisenfeste Gesellschaft“ soll Lehren aus der Pandemie ziehen und Vorschläge erarbeiten, wie man sich gegen neue Krisen wappnen könne. Sie setzt sich aus 14 Mitgliedern der im Landtag vertretenden Fraktionen zusammen und aus acht Sachverständigen, die von den Fraktionen gewählt wurden.

Zuvor gab es Zoff über die Kommission. Ursprünglich hatte die Landesregierung einen Antrag gemeinsam mit SPD und FDP beschließen wollen. Doch die beiden Seiten konnten sich nicht einigen. Die Regierung warf Sozialdemokraten und Liberalen vor, nur im Rückspiegel Schuld verteilen zu wollen. SPD und FDP beschuldigten Grün-Schwarz, sich einer Aufarbeitung der Corona-Politik zu verweigern.

19.10 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten steigt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist weiter gestiegen. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche kletterte innerhalb eines Tages von 1551,8 auf 1646,5. Binnen einer Woche stieg der Wert demnach um etwas mehr als 300.

Dennoch geht das LGA seinem aktuellen Lagebericht zufolge davon aus, dass der Höhepunkt der fünften Welle im Südwesten „vermutlich überschritten“ wurde. Seit Ende Februar bleibe die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen „relativ stabil auf sehr hohem Niveau, mit leichtem Anstieg in den letzten Tagen“.

17.45 Uhr: Kretschmann nennt Corona-Pläne des Bundes „grob fahrlässig“

 Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat der Bundesregierung im weiteren Kampf gegen die Pandemie grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen. Der Grünen-Politiker kritisierte die Pläne der Ampelregierung zum Corona-Schutz für die nächsten Monate. Aus Kretschmanns Sicht haben die Länder damit viel zu wenige Instrumente zur Hand. „Die Pandemielage ist sehr volatil, die Zahlen steigen derzeit wieder“, sagte Kretschmann. „Deshalb halte ich es für grob fahrlässig, wenn die Bundesregierung ohne Not wirksame Instrumente für den Notfall aus der Hand gibt.“

Vor allem das Tragen von Masken bleibe als sehr effektives Mittel zentral, sagte Kretschmann - es werde aber nach dem Entwurf massiv beschnitten. Den Ländern bleibe kaum Spielraum für schnelles, effektives Eingreifen. Die Reaktionsschnelligkeit sei aber der entscheidende Faktor für die erfolgreiche Kontrolle der Pandemie.

17.06 Uhr: Mehr als 500 Corona-Todesfälle in Pflegeheimen im Land in einem Jahr

Hunderte Menschen sind im vergangenen Jahr in Pflegeheimen im Südwesten an oder mit Corona gestorben. Seit März 2021 seien 564 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-Infektion in den Pflegeheimen verzeichnet worden, berichtete Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Mittwoch im Landtag. Nur zehn Prozent der Gestorbenen seien dreifach geimpft gewesen.

Seit Anfang 2022 seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei höheren Inzidenzen aber deutlich weniger Menschen gestorben oder ins Krankenhaus gekommen, was an der meist milder verlaufenden Omikron-Variante des Virus liege, sagte Lucha. In den Heimen seien mittlerweile 88,4 Prozent der Beschäftigten und 93,1 Prozent der Betreuten vollständig geimpft. Geboostert seien 60,2 der Beschäftigten und 81 Prozent der Betreuten.

15.30 Uhr: Scholz hält an Plänen für Corona-Impfpflicht fest

Ungeachtet der Entscheidung der österreichischen Regierung, die allgemeine Corona-Impfpflicht vorerst auszusetzen, hält Bundeskanzler Olaf Scholz am Ziel einer solchen Verpflichtung fest. Die Meinung des Kanzlers habe sich "nicht geändert", sagte Vizeregierungssprecher Wolfgang Büchner in Berlin. "Wir brauchen die allgemeine Impfpflicht, um uns für den Herbst und Winter vorzubereiten."

In dieser Sache sei sich Scholz mit den Regierenden aller 16 Bundesländer einig, betonte Büchner. Über die allgemeine Impfpflicht soll voraussichtlich Anfang April im Bundestag entschieden werden.

14.31 Uhr: So viele Corona-Fälle gibt es in Ihrem Heimatort

Die Corona-Zahlen geben nicht locker, die Fälle in der Region sind immer noch sehr zahlreich. Doch wie viele Menschen in Konstanz sind mit dem Coronavirus infiziert, wie viele in Villingen-Schwenningen, Waldshut Tiengen oder in Sigmaringen? Wir sammeln hier für Sie immer die aktuellsten Zahlen aus den Kommunen in der Region.

13.35 Uhr: Neue Corona-Regeln geplant – „Weitestgehend zur Normalität zurück“

Trotz steigender Infektionszahlen sieht die Bundesregierung Deutschland mit den geplanten Neuregelungen der Corona-Auflagen gut für die kommenden Monate gerüstet.

Geplant ist, dass über den Frühlingsbeginn am 20. März hinaus weiter Masken- und Testpflichten in bestimmten Bereichen als Basismaßnahmen greifen können, wie Gesundheitsminister Karl Lauterbach und Justizminister Marco Buschmann erläuterten. In besonders belasteten Hotspots sollen umfassendere Maßnahmen greifen können. Dies könnten Stadtviertel, Städte, Regionen oder ein ganzes Bundesland sein, so Lauterbach.

Konkret geplant ist, dass die Länder weiter Maskenpflicht etwa in Kliniken und Pflegeheimen sowie im öffentlichen Nahverkehr anordnen können. Eine Testpflicht soll weiter auch in solchen Einrichtungen für besonders verletzliche Gruppen sowie in Schulen angeordnet werden können. Generell gilt laut Buschmann in Regionen mit normaler Lage: „Dort kehren wir weitestgehend zur Normalität des Lebens zurück mit Ausnahme der besonders gefährlichen Settings.“

11 Uhr: Ampel wohl einig über neues Infektionsschutzgesetz

Die Ampel-Koalition hat sich nach langwierigen Verhandlungen auf ein neues Infektionsschutzgesetz geeinigt, mit dem bestimmte Corona-Schutzmaßnahmen auch nach dem 19. März weiter möglich sein sollen. Bundesjustizminister Marco Buschmann sagte im ZDF-„Morgenmagazin“: „Wir haben, glaube ich, einen sehr guten Kompromiss gefunden.“ Er habe mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bis Dienstag darüber verhandelt. Lauterbach sagte ebenfalls im „Morgenmagazin“, mit der Neuregelung sollten gewisse Basismaßnahmen auch weiterhin möglich sein.

Die Einigung, die wohl heute noch vom Kabinett gebilligt werden soll, sieht auch eine Hotspot-Regelung vor.

9 Uhr: Österreich setzt Corona-Impfpflicht aus

Österreich setzt die Impfpflicht gegen das Coronavirus aus. Die Impfpflicht sei bei der vorherrschenden Omikron-Variante nicht verhältnismäßig, sagte Verfassungsministerin Karoline Edtstadler in Wien. Basis für die Entscheidung sei der Bericht einer Expertenkommission. In drei Monaten solle neu entschieden werden, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch.

Die Impflicht gilt eigentlich seit Anfang Februar. Ab 15. März mussten bisher alle, die sich weigern, mit Geldstrafen von bis zu 3600 Euro rechnen. Österreich war mit dem Schritt ein Vorreiter in der EU. In anderen Ländern gab es nur altersspezifische Vorschriften. Die Impfquote liegt in Österreich bei rund 70 Prozent.

7 Uhr: RKI registriert 215.854 Neuinfektionen, Inzidenz bei 1319

Das Robert Koch-Institut hat den siebten Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 1319,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1293,6 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1171,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 215.854 Corona-Neuinfektionen.

Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 186.406 Ansteckungen.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 8. März:

22.10 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten wieder über 1500

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg bei Corona-Neuinfektionen ist wieder über die 1500er-Marke gestiegen. Innerhalb einer Woche wurden bei 1551,8 je 100 000 Einwohnern Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen, wie das Landesgesundheitsamt am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Das waren 67,2 mehr als am Vortag. In der Vorwoche hatte der Wert sogar um fast 200 niedriger gelegen: bei 1355,1. Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde 36 326 neue Infektionen - ein Anstieg auf 2 321 001 registrierte Fälle seit Beginn der Pandemie. Am Coronavirus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile 14 528 Menschen gestorben. Das waren 46 mehr als am Vortag.

Auf den Intensivstationen im Land lagen den Angaben nach am Dienstag 246 Covid-Patientinnen und -Patienten. Das waren sieben weniger als am Vortag. Eine Woche zuvor waren es 271 Menschen. Im Moment seien 11,1 Prozent der Intensivbetten mit Covid-Erkrankten belegt - hier gibt es demnach nur leichte Rückgänge im Tages- und Wochenvergleich. Die Zahl der Corona-Infizierten in Baden-Württemberg, die innerhalb einer Woche und pro 100 000 Einwohner in ein Krankenhaus kamen, stieg um 0,4 auf 7,1. Eine Woche zuvor hatte die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz im Land knapp darunter bei 7,0 gelegen.

20.40 Uhr: Corona-Ausbruch in Seniorenresidenz Höchenschwand: Bewohner verbringen Wochen nur im eigenen Zimmer

Über viele Monate registrierte das Gesundheitsamt für die Gemeinde Höchenschwand Corona-Fälle im niedrigen, einstelligen Bereich. Das änderte sich mit dem Auftreten der hochansteckenden Virusvariante Omikron. Die Seniorenresidenz war dabei von einem größeren Corona-Ausbruch betroffen. Von den 94 Bewohnern hatte sich mehr als ein Drittel angesteckt. Das Geschehen konnte dank strikter Maßnahmen eingedämmt werden.

18.50 Uhr: Lauterbach: Bundesregierung arbeitet an „Hotspot-Regeln“ ab 20. März

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach stehen die Beratungen zu den Corona-Regeln, die ab dem 20. März gelten sollen, kurz vor dem Abschluss. „Wir werden auf jeden Fall einen Vorschlag in den nächsten Stunden bringen können, der wichtige Basis-Schutzmaßnahmen für die Länder möglich macht“, sagte Lauterbach.

Dabei werde eine sogenannte Hotspot-Regelung eine wichtige Rolle spielen, erklärte der Minister. Sie solle auch nach dem Auslaufen der meisten Corona-Maßnahmen zum 20. März einen „guten Schutz“ für die Bevölkerung in jenen Gegenden ermöglichen, in denen die Corona-Neuansteckungen besonders hoch seien.

Nach einem von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungsplan sollen zum 20. März „alle tiefgreifenderen“ Corona-Beschränkungen entfallen, wenn die Lage in den Kliniken es zulässt. 

17.19 Uhr: Zahl an Corona-PCR-Tests sinkt weiter – Positivrate auf Rekordhoch

Der Anteil der positiven PCR-Tests auf Corona hat in der vergangenen Woche ein Rekordhoch erreicht. Die sogenannte Positivrate sei innerhalb einer Woche von 45,6 auf 51,9 Prozent gestiegen und damit auf den bislang höchsten Wert seit Beginn der Pandemie, berichtete der Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mit Blick auf die Woche vom 28.02. bis 06.03.2022. Der Rekord hänge unter anderem mit dem „hohen Infektionsgeschehen“ zusammen, sagte ein ALM-Sprecher. Bei einer hohen Positivrate sei auch von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.

„Die aktuellen Zahlen aus der Datenerhebung deuten auf ein wieder steigendes Infektionsgeschehen hin“, sagte der 1. Vorsitzende des Berufsverbandes, Michael Müller. „Die ersten Sonnenstrahlen des nahenden Frühlings dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Pandemie leider noch immer nicht vorüber ist.“

16.36 Uhr: Land lockert Corona-Vorgaben für mehr Platz für Ukraine-Flüchtlinge

Um die steigende Zahl an Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine unterbringen zu können, lockert das Land die Corona-Vorgaben in den Erstaufnahmeeinrichtungen. Um coronabedingte Abstände einhalten zu können, galt dort bislang eine maximale Auslastung von 60 Prozent. Diese Regelung soll künftig ausgesetzt werden, wie Migrationsministerin Marion Gentges (CDU) am Dienstag in Stuttgart sagte.

Das Land setzt dafür auf PCR-Tests und medizinische Untersuchungen für alle ankommenden Flüchtlinge und möchte die Menschen zudem bitten, in den ersten zehn Tagen ihre Kontakte zu reduzieren. Die Rechtsgrundlage für die begrenzte Auslastung würde nach einem Beschluss von Bund und Ländern zum 20. März ohnehin wegfallen, wie Gentges erklärte.

15.20 Uhr: Geht es direkt in die nächste Welle? Wohin sich die Corona-Fallzahlen im Südwesten entwickeln

Nach Wochen des Rückgangs zeichnet sich eine Trendumkehr bei den Corona-Infektionszahlen in Baden-Württemberg ab. Die Neuinfektionen nehmen seit mehreren Tagen wieder zu – trotz eines minimalen Inzidenz-Rückgangs zum Wochenanfang. Ist das bereits eine neue Welle? Was es mit dem Anstieg auf sich hat und was das für die Kliniken im Land bedeutet.

14.32 Uhr: Impfpass-Fälschungen: Erneut große Razzia im Rheinland

 Rund 260 Polizisten haben im Rheinland 70 Wohnungen und eine Firma wegen gefälschter Impfpässe durchsucht. Hauptsächlich richteten sich die Ermittlungen gegen eine Arzthelferin, berichtete die Kölner Staatsanwaltschaft am Dienstag. Deren Privatwohnung sei ebenfalls durchsucht worden. Es seien in verschiedenen Objekten mehr als 50 gefälschte Impfpässe sichergestellt worden. Außerdem wurden Mobiltelefone als Beweismittel beschlagnahmt und mutmaßlich falsche Impfzertifikate von Mobiltelefonen gelöscht.

Darüber hinaus fanden die Ermittler Utensilien wie Stempel zur Fälschung von Impfpässen. In einer Firma in Frechen stellten die Ermittler zudem Silberbarren und -münzen im Wert von mehr als 40 000 Euro sowie etwa 60 000 Euro Bargeld sicher. Der Inhaber wird verdächtigt, Impfausweise gefälscht und mit diesen gehandelt zu haben.

13.23 Uhr: Studie: Väter beteiligten sich in Pandemie stärker als zuvor an Sorgearbeit – Keine empirischen Belege für weitere Verlagerung in Richtung Frauen

Mütter haben auch während der Corona-Pandemie den größeren Teil der Sorgearbeit übernommen. Allerdings beteiligten sich Väter vor allem zu Beginn der Pandemie stärker an der Kinderbetreuung, wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab. Dies fand insbesondere in Haushalten statt, in denen Mütter mehr als 20 Stunden außer Haus tätig waren und keine Möglichkeit hatten, im Homeoffice zu arbeiten.

Der Anteil der Mütter, die vor der Pandemie fast vollständig oder überwiegend die Kinderbetreuung übernahmen, blieb demnach auch im Juni 2020 während der Corona-Krise nahezu unverändert. Sie sank lediglich um zwei Prozentpunkte auf 64,2 Prozent. Der entsprechende Anteil der Väter verdoppelte sich im selben Zeitraum auf 10,5 Prozent, wie die Studie ergab.

12.09 Uhr: Moderna verzichtet dauerhaft auf Patentschutz in 92 Ländern

Der US-Konzern Moderna verzichtet in 92 Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen dauerhaft auf den Patentschutz seines Corona-Impfstoffes. Man werde die Patente in diesen Ländern „nie“ durchsetzen, kündigte der Hersteller am Dienstag an. Voraussetzung sei, dass diese Impfstoffe ausschließlich zur Verwendung in diesen Ländern hergestellt werden. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ darüber berichtet. Es handelt sich um Länder, in denen Gavi, die Impfallianz aus Regierungen, Firmen, Stiftungen und UN-Organisationen, das Covax-Programm durchführt.

Moderna will zudem mRNA-Impfstoffe in Kenia produzieren, abfüllen und verpacken. Das Unternehmen habe eine entsprechende Absichtserklärung mit der kenianischen Regierung unterzeichnet, hatte Moderna am Montag mitgeteilt.

10.53 Uhr: Impftempo sinkt weiter – Rund 57.000 Impfungen am Montag

In Deutschland sinkt das Tempo der Impfungen gegen das Coronavirus weiter ab. Am Montag wurden rund 57 000 Impfdosen verabreicht, wie am Dienstag aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorging. Am Montag vor einer Woche waren es noch rund 73 000, vor zwei Wochen 108 000 und vor drei Wochen 117 000.

Bei rund 37 000 der rund 57 000 Impfdosen am Montag handelte es sich um Auffrischungsimpfungen. Der Anteil der Menschen mit Grundschutz, für den in der Regel zwei Spritzen nötig sind, liegt damit weiter bei mindestens 75,6 Prozent der Bevölkerung (mindestens 62,9 Millionen Menschen). Mindestens 57,5 Prozent (47,8 Millionen) haben mittlerweile zusätzlich eine Auffrischungsimpfung bekommen.

9.21 Uhr: Patientenschützer: Nicht alle Corona-Schutzmaßnahmen jetzt beenden

Angesichts wieder steigender Infektionszahlen in der Corona-Pandemie wendet sich die Stiftung Patientenschutz gegen umfassende Lockerungen der staatlichen Beschränkungen. Es dürften jetzt nicht alle Schutzmaßnahmen beendet werden, sagte Vorstand Eugen Brysch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Bundesregierung müsse vielmehr unverzüglich sicherstellen, „dass das Infektionsgeschehen nicht ungebremst an Fahrt aufnehmen kann“. Dass die Ampel-Koalition darüber streite, ob ein bundesweiter Maßnahmenkatalog überhaupt noch notwendig ist, sei ein „riskantes politisches Spiel mit Leid und Leben der Hochrisikogruppe“.

7.29 Uhr: RKI registriert 156.799 Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut hat den sechsten Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1293,6 an. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 156.799 Corona-Neuinfektionen und 324 Todesfälle. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 7. März:

22.30 Uhr: Rio de Janeiro schafft Corona-Maskenpflicht ab

Bewohner und Besucher der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro müssen künftig keine Schutzmasken gegen das Coronavirus mehr tragen. Dies geht aus einem Dekret von Bürgermeister Eduardo Paes hervor, das in einer Extra-Ausgabe des Amtsblatts Rios am Montag veröffentlicht wurde. Paes schrieb auf Twitter, dies sei auf Empfehlung des wissenschaftlichen Ausschusses der Stadt geschehen. Ein Impfnachweis, der vielerorts für den Besuch von öffentlichen Einrichtungen und Veranstaltungen fast selbstverständlich verlangt wird, bleibt weiter bestehen.

21 Uhr: Erneut mehrere Demos gegen die Corona-Politik im Südwesten

In einigen Städten in Baden-Württemberg haben erneut zahlreiche Menschen gegen die Corona-Politik protestiert. In Pforzheim und umliegenden Gemeinden seien insgesamt etwa 2000 Menschen auf die Straße gegangen, sagte ein Sprecher der Polizei. Unter den zwölf Demonstrationen seien aber auch Versammlungen von Befürwortern der Corona-Politik gewesen. Die Demos seien bis zum frühen Abend störungsfrei verlaufen.

Auch in Stuttgart, Freiburg und Reutlingen fanden nach Angaben der Polizei mehrere Demonstrationen statt. Teilnehmerzahlen konnten die Beamten am Abend zunächst nicht nennen. Zwischenfälle wurden ebenfalls nicht gemeldet.

19.40 Uhr: Geimpfte Touristen müssen auf Bali nicht mehr in Quarantäne

 Wer auf die beliebte Urlaubsinsel Bali reist und gegen das Coronavirus geimpft ist, muss ab sofort nicht mehr in Quarantäne. Entsprechende Vorschriften für Touristen aus mehr als 20 Ländern, darunter Deutschland, traten umgehend in Kraft. Außerdem werden für die Ankommenden ab sofort wieder Visa direkt am Flughafen von Bali ausgestellt, was die Reise-Bürokratie deutlich verringert.

Die indonesische Insel lebt vom Tourismus, hatte aber wegen der Corona-Pandemie die Grenzen lange komplett geschlossen gehalten. 

18 Uhr: Lauterbach besorgt wegen steigender Corona-Zahlen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich besorgt über die wieder steigenden Corona-Zahlen gezeigt. Es werde sich weiter bemerkbar machen, dass die Omikronvariante BA.2 noch ansteckender sei als die ursprüngliche Omikronvariante, sagte der SPD-Politiker. Nach längerem Rückgang stieg die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz den fünften Tag in Folge. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts gab es 1259,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

16.52 Uhr: Moderna baut seine erste Corona-Impfstoff-Fabrik in Afrika

Angesichts des dramatischen Impfstoffmangels in Afrika will der US-Konzern Moderna ein Werk zur Herstellung seines Corona-Vakzins in Kenia errichten. Eine entsprechende Vereinbarung sei mit der Regierung in Nairobi geschlossen worden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Moderna werde umgerechnet 460 Millionen Euro in die Fabrik investieren, die ab Anfang kommenden Jahres jährlich bis zu 500 Millionen Impfstoffdosen produzieren soll.

Die Weltgesundheitsorganisation und eine Reihe anderer Akteure hatten wiederholt die ungleiche Verteilung von Corona-Impfstoffen in der Welt kritisiert. Nur knapp 13 Prozent der 1,3 Milliarden Menschen in Afrika sind vollständig geimpft, weshalb der Kontinent in der Pandemie besonders gefährdet ist.

15.23 Uhr: Belgien hebt Corona-Maßnahmen weitgehend auf

Belgien hat am Montag den Großteil der Corona-Maßnahmen aufgehoben. Die Verwendung des Corona-Passes ist vorerst beendet, wie der belgische Premierminister Alexander de Croo bereits am Freitag angekündigt hatte. Das gilt demnach in der Gastronomie und bei Veranstaltungen. Auch die Maskenpflicht ist weitgehend aufgehoben. Masken müssen in Belgien nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln und Gesundheitseinrichtungen getragen werden. 

In Geschäften, Schulen und Büros gibt es keine Verpflichtung mehr zum Tragen einer Maske. Dies wird lediglich "empfohlen", wenn ein Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Die Anzahl der Neuinfektionen und der Krankenhauseinweisungen war zuletzt deutlich gesunken. Von den 11,5 Millionen Belgiern sind nach Regierungsangaben neun Millionen Belgier vollständig geimpft, mehr als sieben Millionen haben eine Booster-Impfung.

14.30 Uhr: Ministerpräsident Kretschmann positiv auf Corona getestet

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Er sei positiv getestet worden und habe milde Symptome, sagte ein Regierungssprecher . Kretschmann sei nun zuhause in Quarantäne. Der 73-jährige Grünen-Politiker ist dreimal geimpft. 

13.30 Uhr: Strobl war wegen Lungenembolie nach Corona-Infektion in Klinik

 Nach seiner Corona-Infektion ist Baden-Württembergs Vize-Regierungschef Thomas Strobl  wegen einer Lungenembolie und einer Lungenentzündung fünf Tage in der Klinik gewesen. Nach der Behandlung auf der Corona-Station im Krankenhaus in Heilbronn sei der Innenminister nun am Freitag auf eigenen Wunsch nach Hause zurückgekehrt, um sich auszukurieren, teilte das Ressort heute in Stuttgart mit. Das Ministerium erklärte, die Diagnosen seien nach Auskunft der behandelnden Ärzte zwar ernst, die Erkrankungen aber gut therapierbar. Man dürfe mit einer vollständigen Genesung rechnen. Der 61-jährige Minister sagte laut Mitteilung, er sei nach den Erfahrungen der vergangenen Tage umso dankbarer für die drei Corona-Impfungen, die er erhalten habe. „In dieser Situation denkt man schon auch darüber nach, wie es verlaufen würde, wenn man diese Impfungen nicht hätte.“

12 Uhr: Mindestens 15.000 Menschen am Sonntag gegen Corona geimpft

In Deutschland sind am Sonntag mindestens 15.000 Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht worden, davon 8000 Auffrischungsimpfungen. Dies ging am Montag aus Daten des Robert Koch-Instituts hervor. Am Sonntag vor einer Woche waren 12.000 Impfdosen verabreicht worden. Mittlerweile haben mindestens 75,6 Prozent der Bevölkerung (mindestens 62,9 Millionen Menschen) einen Grundschutz erhalten, für den in der Regel zwei Spritzen nötig sind. Mindestens 57,4 Prozent (47,7 Millionen) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung bekommen.

Eine große Gruppe von 23,6 Prozent der Bevölkerung (19,6 Millionen Menschen) ist laut dem Impfdashboard des Gesundheitsministeriums weiterhin ungeimpft. Für 4,8 Prozent (vier Millionen) davon ist allerdings bisher kein Impfstoff zugelassen, weil sie vier Jahre oder jünger sind.

10.43 Uhr: Ungarn hebt fast alle Corona-Maßnahmen auf

Im EU-Land Ungarn sind am Montag fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben worden. In öffentlich zugänglichen Innenräumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln muss niemand mehr einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Maskenpflicht gilt lediglich noch in Krankenhäusern und Altenheimen.

Ungarn hatte bereits im vergangenen Sommer viele Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie abgeschafft. Die Einreisebeschränkungen waren damals ebenso gestrichen worden wie die 3G-Regel für die Gastronomie. Die Regeln waren auch nicht wieder eingeführt worden, als im Herbst und Winter weitere Corona-Wellen durch das Land rollten.

8.40 Uhr: Deutschlands Einzelhändler erholen sich im Januar von Umsatzflaute

Das Jahr 2022 hat für Deutschlands Einzelhändler mit einem Umsatzplus begonnen. Im Januar setzten die Händler sowohl preisbereinigt (plus 2,0 Prozent) als auch nominal (plus 3,0 Prozent) mehr um als im Dezember, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Damit konnte sich der Einzelhandel vom Umsatzrückgang zum Jahresende 2021 erholen, obwohl im Januar weiterhin für viele Läden die 2G-Regel galt, also Geschäfte nur Geimpfte und Genesene einlassen durften.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Erlöse im Januar deutlich höher: Real betrug das Plus 10,3 Prozent, nominal 14,2 Prozent. Vor einem Jahr hatte ein Teil-Lockdown den Handel ausgebremst. Auch im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland, lag der Einzelhandelsumsatz im Januar 2022 real, kalender- und saisonbereinigt um 4,1 Prozent höher.

7.30 Uhr: RKI registriert 78.428 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1259,2

Das Robert Koch-Institut hat den fünften Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1259,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1231,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1238,2 (Vormonat: 1426,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 78.428 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 62.349 Ansteckungen.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 6. März:

19.09 Uhr: Corona-Inzidenz macht einen weiteren starken Sprung nach oben

Das Landesgesundheitsamt hat den fünften Tag in Folge einen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten gemeldet. Es gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntag mit 1485,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1450,8 gelegen, zum Monatsbeginn sogar nur bei 1355,1.

17.02 Uhr: Lauterbach warnt vor Corona-Sommerwelle

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor zu viel Sorglosigkeit bei der Corona-Entwicklung gewarnt und dringt auf weiterhin wichtige Schutzinstrumente. „Ich teile die Sorge vieler Wissenschaftler: Wir müssen mit einer Sommerwelle rechnen“, sagte der SPD-Politiker. Die Omikron- wie die Delta-Variante seien so infektiös, dass es selbst bei gutem Wetter durch viele Kontakte und nachlassenden Impfschutz wieder zu steigenden Infektionszahlen kommen könnte, wenn es gar keine Einschränkungen mehr gäbe.

15.01 Uhr: Drei deutsche Teammitglieder beim Biathlon-Weltcup corona-positiv

Beim Biathlon-Weltcup im finnischen Kontiolahti sind drei Mitglieder der deutschen Mannschaft positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Weltverband IBU nach einer Reihe von PCR-Tests am Sonntag mitteilte, handelt es sich um Offizielle, nicht aber um Sportlerinnen oder Sportler. Zudem wurde auch bei drei Offiziellen aus Norwegen, zwei aus Tschechien und einer Person aus Österreich das Coronavirus nachgewiesen. Ein männlicher Athlet aus Italien wurde ebenfalls positiv getestet. Alle Personen mussten sich sofort isolieren.

13.04 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten legt seit Tagen zu

Die Zahl der seit Pandemiebeginn bestätigten Corona-Infektionen hat sich in den vergangenen zwei Monaten mehr als verdoppelt. Wurden Mitte Januar noch rund 1,113 Millionen Ansteckungen in Baden-Württemberg gemeldet, so lag der Wert nach Angaben des Landesgesundheitsamts am Samstag bereits bei 2,249 638 Millionen registrierten Fällen. Die Zahl der täglichen bestätigten neuen Infektionen hat sich im selben Zeitraum mehr als verdoppelt, wie aus dem Lagebericht des LGA hervorgeht. Sie lag am Samstag bei 21.896, Mitte Januar waren es noch rund 10.000.

Zugelegt hat bis zum Samstag auch erneut die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz. Sie stieg im Vergleich zum Freitag um 52,3 Fälle binnen einer Woche je 100.000 Einwohner auf 1450,8. Es ist bereits der vierte Anstieg in Folge. Laut LGA starben weitere 14 Menschen an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt lag die Zahl der Corona-Toten im Südwesten bis zum Samstag bei 14.423.

11.20 Uhr: Städtetag: Corona-Impfkampagne hat deutlich an Fahrt verloren

Die Corona-Impfkampagne in Deutschland hat nach Angaben des Deutschen Städtetages deutlich an Fahrt verloren. Auf den neuen Novavax-Impfstoff gebe es in den Impfzentren "noch keinen Run", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dedy warnte vor zu großen Impflücken in der Bevölkerung. Damit "riskieren wir wieder viele schwere Verläufe mit der nächsten Corona-Welle".

Dedy zeigte sich gleichwohl optimistisch, dass zögerliche Menschen noch von einer Impfung überzeugt werden könnten. "Wir wollen es schaffen, noch mehr Menschen zu einer Corona-Impfung zu bewegen." Der neu zugelassene Novavax-Impfstoff habe das "Potenzial, jene Menschen zu erreichen, die skeptisch gegenüber den bisherigen Corona-Impfstoffen sind". Wichtig sei vor allem, jene Menschen zu erreichen, die zur Versorgung und Pflege im Gesundheitsbereich dringend gebraucht würden.

9.47 Uhr: FDP besteht auf Zurückfahren von Corona-Maßnahmen im Frühling

In der Debatte über den Corona-Kurs im Frühling pocht die FDP auf ein weitgehendes Ende von Alltagsbeschränkungen. „Wenn sich die Gefahrenlage entspannt, müssen auch Maßnahmen zurückgefahren werden“, sagte Bundesjustizminister Marco Buschmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Man kann nicht bloß präventiv auf Dauer millionenfach Grundrechte beschränken.“ Darauf müsse jede Lösung Rücksicht nehmen.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki sagte den Funke-Zeitungen, er sei sicher, dass sich die Vorstellungen Lauterbachs zu weiteren tiefgreifenden Maßnahmen über den 20. März hinaus nicht realisieren würden. Es sei niemandem zu erklären, warum Deutschland in der Corona-Bekämpfung in Europa „als Geisterfahrer“ auftrete. „Einen solchen Sonderweg werden wir nicht mittragen. Wir hatten keine Überlastung des Gesundheitssystems und werden auch keine mehr wegen Corona bekommen.“

8.05 Uhr: RKI registriert 116.889 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1231,1

Das Robert Koch-Institut hat den vierten Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 1231,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1220,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1240,3 (Vormonat: 1400,8 ). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 116.889 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.02 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 107.913 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 51 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 57 Todesfälle. Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 6,35 an (Donnerstag: 6,36).

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 5. März:

20.27 Uhr: Corona-Restriktionen in Österreich trotz hoher Inzidenz weitgehend aufgehoben

Österreich hat seine Corona-Beschränkungen trotz weiterhin hoher Inzidenzraten weitgehend aufgehoben. Seit Samstag können die Menschen dort unter anderem wieder ohne Impf- oder Testnachweis Hotels, Gaststätten und Bars besuchen. Auch die allgemeine nächtliche Sperrstunde wurde aufgehoben. Bei Veranstaltungen entfallen die Besucher-Obergrenzen. Die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen, ist nun unter anderem auf Krankenhäuser, öffentliche Verkehrsmittel und die Kundenbereiche lebensnotwendiger Geschäfte beschränkt.

18.18 Uhr: Corona-Inzidenz steigt auch am vierten Tag hintereinander

Die Zahl der seit Pandemiebeginn bestätigten Corona-Infektionen hat sich in den vergangenen zwei Monaten mehr als verdoppelt. Wurden Mitte Januar noch rund 1,113 Millionen Ansteckungen in Baden-Württemberg gemeldet, so lag der Wert nach Angaben des Landesgesundheitsamts am Samstag bereits bei 2,249 638 Millionen registrierten Fällen . Die Zahl der täglichen bestätigten neuen Infektionen hat sich im selben Zeitraum mehr als verdoppelt, wie aus dem Lagebericht des LGA hervorgeht. Sie liegt derzeit bei 21 896, Mitte Januar waren es noch rund 10 000.

17.27 Uhr: Ansturm auf Clubs nach Corona-Lockerungen

Mit dem Ende des coronabedingten Tanzverbots stürmten am ersten Wochenende viele Menschen in Clubs und Discotheken. Auch in Österreich führte das Ende fast aller Corona-Beschränkungen zu tumultartigen Szenen vor einem Tanzlokal in Oberndorf bei Salzburg, wie die dortige Polizei mitteilte. Das Lokal wurde demnach auch von vielen Menschen aus dem benachbarten Bayern besucht.

16.19 Uhr: Lauterbach: Impfempfehlung für unter Fünfjährige "unklar"

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat Zweifel an einer Corona-Impfung für unter Fünfjährige geäußert. "In den Studien haben die Impfstoffe bei den Kleinkindern nicht die Impfwirkung gezeigt, die wir erhofft hatten", sagte er. "Gerade in dieser Altersgruppe muss die Wirkung aber besonders klar belegt sein." Es sei daher "im Moment unklar, ob es eine Impfempfehlung für unter Fünfjährige in Deutschland geben wird".

13.50 Uhr: Lauterbach wirbt für gemeinsamen Antrag für Corona-Impfpflicht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat angesichts der wieder stockenden Corona-Impfungen erneut für eine übergreifende Verständigung für eine allgemeine Impfpflicht geworben. „Wir sollten unsere Kräfte bündeln“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Die Impfpflicht hat dann eine Chance, wenn diejenigen sich zusammenfinden, die uns eine schwere Herbstwelle mit neuen Einschränkungen ersparen wollen.“

Lauterbach sagte: „Wenn wir uns jetzt auf einen gemeinsamen Antrag einigen könnten, dann wären wir auch bereit, auf die Union zuzugehen.“ Er empfehle deswegen allen Antragstellern für eine allgemeine Impfpflicht, sich hinter einen gemeinsamen Antrag zu stellen. „Ich appelliere auch an den Unionsfraktionsvorsitzenden Friedrich Merz persönlich, hier im Dienste der Gesundheit der Bevölkerung dabei zu helfen.“

12.13 Uhr: Lauterbach: Müssen mit einer Corona-Sommerwelle rechnen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor steigenden Corona-Infektionszahlen im Sommer gewarnt. Er hält die Beibehaltung von Schutzmöglichkeiten über den 20. März hinaus für erforderlich. „Wir müssen mit einer Sommerwelle rechnen“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sowohl die Delta- als auch die Omikron-Variante des Virus seien so infektiös, dass es selbst bei gutem Wetter durch viele Kontakte und den nachlassenden Impfschutz wieder zu steigenden Infektionszahlen kommen könnte, wenn es gar keine Einschränkungen mehr gäbe. Darauf müsse das Infektionsschutzgesetz ausgerichtet werden.

Die Bundesländer müssten die Möglichkeit haben, frühzeitig zu reagieren. Dazu gehörten die Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen. „Es sollte möglich sein, Obergrenzen für private Treffen und öffentliche Veranstaltungen festzulegen sowie Zutrittsregeln etwa für die Gastronomie, also 2G- oder 2G-plus-Regelungen“, sagte Lauterbach. „Dazu muss es weiterhin die Möglichkeit geben, Testregeln im öffentlichen Raum und in Betrieben durchzusetzen.“ All diese Instrumente sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn sie tatsächlich notwendig seien.

11.17 Uhr: Ansturm auf Diskothek nach Corona-Lockerungen in Österreich

Das Ende fast aller Corona-Beschränkungen in Österreich hat vor einer Diskothek zu tumultartigen Szenen geführt. Ein paar Hundert Nachtschwärmer versammelten sich laut Polizei schon Stunden vor Mitternacht vor dem Tanzlokal in Oberndorf bei Salzburg. Im Gedränge hätten einige Besucher das Bewusstsein verloren, berichtete die Polizei weiter. Zehn Polizisten mussten einschreiten und ließen den Club frühzeitig öffnen, um die Situation zu entschärfen. Eine verletzte Person musste vom Roten Kreuz versorgt werden. Unter den Besuchern waren den Angaben zufolge auch viele aus dem benachbarten Bayern. Am Ende konnte nur die Hälfte der Wartenden in die Diskothek. Die Nachtgastronomie war corona-bedingt in Österreich seit zwei Jahren geschlossen. Die Öffnung der Nachtlokale gehört zu den umfassenden Lockerungen, die seit Samstag in Österreich in Kraft getreten sind. 

8 Uhr: RKI registriert 192.210 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1220,8

Das Robert Koch-Institut hat zum dritten Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 1220,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1196,4 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1253,3 (Vormonat: 1388,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 192.210 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 175.833 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 255 Todesfälle verzeichnet. 

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 4. März:

20.50 Uhr: Österreich hebt Corona-Beschränkungen weitgehend auf

Österreich hebt am Samstag seine Corona-Beschränkungen weitgehend auf. Unter anderem können Menschen wieder ohne Impf- oder Testnachweis Hotels, Gaststätten und Bars besuchen. Auch die allgemeine nächtliche Sperrstunde wird aufgehoben. Bei Veranstaltungen entfallen die Besucher-Obergrenzen. Die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen, wird unter anderem auf Krankenhäuser, öffentliche Verkehrsmittel und die Kundenbereiche lebensnotwendiger Geschäfte beschränkt.

Österreichs Regierung verfolgt ihre Lockerungspolitik, obwohl die Corona-Ampel derzeit in allen Bundesländern auf rot steht. Das bedeutet, dass ein hohes Verbreitungsrisiko sowie ein hohes Risiko für eine Überlastung des Gesundheitssystems besteht. Bereits vor zwei Wochen wurden die Einreiseregeln gelockert. Für die Besuche der Alpenrepublik gilt nun die 3G-Regel. Einreisende müssen also geimpft oder genesen oder getestet sein.

18 Uhr: Zahl der Corona-Fälle im Südwesten nimmt wieder zu

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg hat wieder zugenommen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz stieg den dritten Tag in Folge, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. So nahm die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche am Freitag um 30,8 auf 1398,5 zu. Die Behörde verzeichnete 30.222 Infektionen mehr als am Tag zuvor und 36 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle seit Pandemiebeginn auf 2.227.742, die Zahl der Todesfälle beträgt nun 14.409.

16 Uhr: Zu viele Corona-Fälle: Bundesliga-Spiel Mainz gegen Dortmund abgesagt

Wegen eines Corona-Ausbruchs beim FSV Mainz 05 ist die Bundesliga-Partie der Rheinhessen am Sonntag gegen Borussia Dortmund abgesetzt worden. Einem entsprechenden Antrag des Clubs gab die Deutsche Fußball Liga statt, wie die DFL mitteilte.

14 Uhr: Bund sieht Höhepunkt der Corona-Welle nicht überall überschritten

Das Bundesgesundheitsministerium sieht weiterhin noch keine flächendeckende Entspannung des Corona-Infektionsgeschehens in Deutschland. Es sehe so aus, dass der Höhepunkt der fünften Welle tatsächlich in der Mehrheit der Bundesländer überschritten sei - dies gelte aber nicht für alle, sagte ein Sprecher in Berlin. Insgesamt habe man es nach wie vor mit einer recht hohen Inzidenz zu tun, in einigen Bundesländern stiegen die Inzidenzen weiterhin. Minister Karl Lauterbach rief zu weiterer Vorsicht beim Corona-Kurs im Frühling auf. „Wir müssen wachsam sein“, sagte der SPD-Politiker.

12.15 Uhr: 13.200 Novavax-Erstimpfungen - Lauterbach: nicht wirklich erfolgreich

 Knapp eine Woche nach Beginn der Impfungen mit dem neuen Novavax-Impfstoff sind in Deutschland bisher rund 13.200 Dosen des US-Herstellers als Erstimpfungen verabreicht worden. 

Beim Novavax-Mittel Nuvaxovid handelt sich um einen Proteinimpfstoff - also eine andere Technologie als bei den bisher zumeist eingesetzten mRNA-Präparaten von Pfizer und Moderna, gegen die manche Menschen Bedenken haben. Gesundheitsminister Karl Lauterbach erläuterte, dass das Präparat aktuell „nicht wirklich erfolgreich“ verimpft werden könne. „Wir versuchen das natürlich, wir kämpfen dafür“, sagte der SPD-Politiker. Mittlerweile sei aber auch eine „Verhetzung“ dieses Impfstoffes durch Impfgegner in sozialen Medien weit fortgeschritten, so dass er nicht wirklich platzierbar sei. Der einzige Weg, deutlich voranzukommen, sei eine allgemeine Impfpflicht.

10.15 Uhr: Einspruch gegen Strafbefehl nach Versammlung nahe Kretschmanns Haus 

Nach einer Demonstration von Gegnern der Corona-Politik in der Nähe des Wohnhauses von Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat der mutmaßliche Versammlungsleiter Einspruch gegen einen Strafbefehl eingelegt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Hechingen mit. Der 52 Jahre alte Mann sollte 30.000 Euro zahlen. Ein neuer Verhandlungstermin vor dem Amtsgericht Sigmaringen stehe noch nicht fest.

In einem beschleunigten Verfahren wegen der nicht angemeldeten Versammlung war der Angeklagte am 21. Februar nicht vor dem Amtsgericht erschienen. Der 52-Jährige meldete sich am selben Tag per Brief und gab an, erkrankt zu sein. Richterin Kristina Selig verhängte einen Strafbefehl von 150 Tagessätzen zu je 200 Euro - insgesamt also 30.000 Euro.

Demonstranten hatten Ende Februar versucht, zum Wohnhaus Kretschmanns vorzudringen.

8.50 Uhr: Weniger Corona-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg

Die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen der baden-württembergischen Krankenhäuser geht weiter zurück: Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes wurden noch 248 schwer erkrankte Menschen dort behandelt, das waren 6 weniger als am Vortag und 280 weniger als in der Vorwoche. Auf den Normalstationen ging die Zahl ebenfalls um 30 zurück auf 1560 Fälle (Vorwoche: 1672).

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg stieg: Es wurden innerhalb einer Woche bei 1367,7 je 100.000 Einwohner Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen. Das waren 10,1 mehr als am Vortag. In der Vorwoche hatte der Wert bei 1451,8 gelegen.

7.30 Uhr: RKI registriert 217.593 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1196,4

 Das Robert Koch-Institut hat zum zweiten Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1196,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1174,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1259,5 (Vormonat: 1349,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 217.593 Corona-Neuinfektionen. 

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird – diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 3. März: 

21.50 Uhr: Hat die Fasnacht die Corona-Inzidenz in der Region hochgetrieben?

Seit Kurzem steigen die Infiziertenzahlen beispielsweise im Landkreis Konstanz und auch in den angrenzenden Schweizer Kantonen wieder an. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe.

20 Uhr: Weniger Corona-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg

Die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen der baden-württembergischen Krankenhäuser geht weiter zurück: Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes wurden noch 248 schwer erkrankte Menschen dort behandelt, das waren 6 weniger als am Vortag und 280 weniger als in der Vorwoche. Auf den Normalstationen ging die Zahl ebenfalls um 30 zurück auf 1560 Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg stieg: Es wurden innerhalb einer Woche bei 1367,7 je 100.000 Einwohner Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen.

18 Uhr: RKI: Anteil von Omikron-Subtyp BA.2 wächst auf 38 Prozent

Das Wachstum der wohl noch leichter übertragbaren Omikron-Untervariante BA.2 in Deutschland hat sich erneut fortgesetzt. Nach den aktuellsten verfügbaren Daten lag ihr Anteil in einer Stichprobe vorletzte Woche bei rund 38 Prozent, nach rund 25 Prozent in der Woche zuvor. Das schreibt das Robert Koch-Institut in seinem Corona-Wochenbericht. Seit Anfang des Jahres steigt der BA.2-Anteil kontinuierlich, während Funde der bisher am meisten verbreiteten Omikron-Untervariante BA.1 rückläufig sind. Die Entwicklung ist auch international zu beobachten. „Aufgrund der leichteren Übertragbarkeit der Sublinie BA.2 kann eine deutlich langsamere Abnahme oder erneute Zunahme der Fallzahlen nicht ausgeschlossen werden“, schreibt das RKI.

15.31 Uhr: Corona-Demonstranten wehren sich gegen Bußgelder

Im Dezember hat Reutlingen gegen 500 Menschen, die an einer verbotenen Demo gegen Corona-Maßnahmen auf die Straße gingen, ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Nun teilte die Stadt mit, dass die meisten Betroffenen nicht zahlen wollen. So haben laut Stadtverwaltung erst 50 Menschen das Bußgeld in Höhe von 150 Euro bezahlt. Rund 230 hätten Widerspruch eingelegt. Fast genauso viele hätten noch gar nicht reagiert. Am 18. Dezember versammelten sich laut Polizei rund 1000 Gegnerinnen und Gegner der Corona-Maßnahmen im Zentrum von Reutlingen - ungeachtet des kommunalen Versammlungsverbots.

14.16 Uhr: Zwei Jahre Corona am Hochrhein: 7 Fakten zu 24 Monaten Pandemie

Das RKI verzeichnete vor einem Jahr,  am 3. März 2020, die erste Corona-Infektion im Kreis Lörrach. Hier gibt es sieben Fakten zu zwei Jahren Corona im Hochrhein.

12.28 Uhr: BGH verhandelt über Entschädigung für Gaststätte wegen Lockdowns

Der Bundesgerichtshof verhandelt heute in Karlsruhe über die Frage, ob Gaststätten wegen coronabedingter Lockdowns Schadenersatzansprüche gegen die Landesregierung haben. Es geht im konkreten Fall um ein Restaurant in Brandenburg, das wegen der Schutzmaßnahmen vom März 2020 vorübergehend schließen musste. Der Inhaber bekam Coronasoforthilfe von der brandenburgischen Investitionsbank. Das glich aber offenbar nicht alle Einbußen aus: Er zog gegen das Land Brandenburg vor Gericht, um sich den Restbetrag ersetzen zu lassen. Vor dem Landgericht Potsdam und dem Oberlandesgericht Brandenburg hatte seine Klage keinen Erfolg. Nun muss der BGH über die Revision entscheiden. Ende Januar war ein Gastwirt vor dem BGH mit einer Klage gegen seine Betriebsschließungsversicherung gescheitert, die im Lockdown nicht zahlte.

10.42 Uhr: RKI meldet 210.673 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz steigt leicht

Das Robert Koch-Institut hat nach mehrtägigem Rückgang nun wieder einen leichten Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 1174,1 an. Am Vortag hatte der Wert bei 1171,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1265,0 (Vormonat: 1283,2).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 210.673 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die das RKI auf ihrer Onlineseite veröffentlichte. Vor einer Woche waren es 216.322 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 267 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 243 Todesfälle. 

8.40 Uhr: Corona-Infektion: Florian Silbereisen sitzt in Lappland fest

Wegen einer Corona-Infektion hat sich Schlager-Star Florian Silbereisen in Lappland in Isolation begeben. Der 40-Jährige war zu Dreharbeiten für das „Traumschiff“ nach Nordeuropa gereist, wie die „Bild“-Zeitung am Mittwoch berichtete. Dort sei er positiv auf das Virus getestet worden. Silbereisens Management bestätigte dies auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

7.15 Uhr: Sehr wenige Booster-Impfungen in manchen Heimen in Baden-Württemberg

Auch nach mehreren tödlichen Corona-Ausbrüchen in Pflegeheimen ist die Booster-Quote in manchen Einrichtungen im Südwesten erschreckend niedrig. So gab es vor Kurzem noch Heime in Baden-Württemberg, wo nicht einmal jeder zehnte Bewohner eine Auffrischungsimpfung erhalten hat, wie eine Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der SPD ergab..

Die Sozialdemokraten haben sich bei Gesundheitsminister Manne Lucha nach dem Status der Impfungen in den Heimen erkundigt - und Mitte Februar Antwort für 33 Stadt- und Landkreise erhalten. In Ravensburg gibt es demnach ein Heim, in dem nur 11 Prozent der Bewohner einen Booster erhalten haben. Im Kreis Karlsruhe liegt das schlechteste Heim bei 7,7 Prozent, im Ortenaukreis und im Kreis Esslingen gibt es dem Ministerium zufolge sogar Heime, in denen kein einziger Bewohner geboostert ist.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 2. März: 

21.41 Uhr: Intensivstationen im Südwesten werden entlastet – weniger Corona-Patienten

Die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen der baden-württembergischen Krankenhäuser ist weiter zurückgegangen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes von Mittwoch werden noch 254 schwere erkrankte Menschen dort behandelt, das sind 17 weniger als am Vortag und 37 weniger als in der Vorwoche. Auf den Normalstationen ging die Zahl ebenfalls leicht zurück von 1594 auf 1590 Patienten (Vorwoche: 1734).    

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg bei den Corona-Neuinfektionen ist dagegen weitgehend auf dem Niveau des Vortages geblieben. Innerhalb einer Woche wurden bei 1357,6 je 100 000 Einwohner Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen. Das waren 2,5 mehr als am Vortag. In der Vorwoche hatte der Wert bei 1494,3 gelegen. Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde 30 873 neue Infektionen - ein Anstieg auf 2 166 507 registrierte Fälle seit Beginn der Pandemie. Am Coronavirus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile 14 334 Menschen gestorben. Das waren 31 mehr als am Vortag.

20 Uhr: Erste Entschädigungsklage nach Corona-Schließungen vor dem BGH

Eine erste Entschädigungsklage wegen Einbußen im Corona-Lockdown beschäftigt am Donnerstag den Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Geklagt hat der Eigentümer einer familiengeführten Veranstaltungslocation mit Schloss-Hotel und Restaurants im Berliner Umland. Er fordert vom Land Brandenburg rund 27.000 Euro und den Ersatz weiterer Schäden.

Im Frühjahr 2020 hatten bundesweit sämtliche Gaststätten für mehrere Wochen weitgehend schließen müssen, Hotels durften keine Touristen mehr aufnehmen.

18 Uhr: Fast 1600 Corona-Patienten werden auf Normalstationen behandelt

Die Zahl der infizierten Corona-Patienten auf den Normalstationen der baden-württembergischen Krankenhäuser geht zwar leicht zurück, sie bewegt sich aber weiter auf hohem Niveau. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes wurden am Mittwoch noch 1590 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung isoliert auf Normalstationen der Kliniken behandelt, das waren 4 weniger als am Vortag und 144 weniger als in der Woche zuvor.

Weitere 254 infizierte Patienten sind schwerer erkrankt und liegen auf Intensivstationen (Vorwoche: 291). Allerdings werden nach den Erfahrungen der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft etliche Infizierte gar nicht wegen Corona in einer Klinik aufgenommen, sondern weil sie sich verletzt haben oder an einer anderen Erkrankung leiden.

16 Uhr: WHO: Angst und Depressionen im ersten Corona-Jahr deutlich häufiger

Das erste Corona-Jahr 2020 hat nach einer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit zu 25 Prozent mehr Angststörungen und Depressionen geführt als zuvor. Die vorliegenden Informationen seien wahrscheinlich nur die Spitze eines Eisbergs, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. „Dies ist ein Weckruf für alle Länder, sich mehr um die mentale Gesundheit zu kümmern“. Einer der Hauptgründe sei der erhebliche Stress, der mit der sozialen Isolation durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie einherging, berichtet die WHO. Es habe Einschränkungen bei der Arbeit gegeben, und Menschen hätten weniger Unterstützung in der Familie suchen und sich weniger in Vereinen und Gruppen in ihrem Umfeld engagieren können.

Andere Stressfaktoren seien Einsamkeit, Angst vor einer Infektion, Krankheit oder dem Tod für einen selbst oder Verwandte, Trauer nach Todesfällen und finanzielle Sorgen gewesen. Bei Gesundheitspersonal sei Erschöpfung ein Auslöser für Suizidgedanken gewesen. Besonders betroffen gewesen seien junge Leute und Frauen. Während das Problem selbst deutlich wuchs, waren viele auf diese Probleme ausgerichtete Gesundheitsdienste teils ausgesetzt. Die Situation habe sich bis Ende 2021 leicht gebessert.

14 Uhr: Leichtere Corona-Regeln bei Einreisen nach Deutschland

Für Urlaubsrückkehrer aus dem Ausland wird die Einreise nach Deutschland leichter. Von diesem Donnerstag an sollen vorerst keine Staaten mehr als Hochrisikogebiete mit weitergehenden Auflagen wie Quarantänepflichten bei der Einreise ausgewiesen sein. Das Bundesgesundheitsministerium betonte am Mittwoch, dass für alle Einreisen nach Deutschland aber weiterhin die 3G-Regel gelte: Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss einen negativen Test haben. Diese Nachweispflicht gilt künftig ab dem Alter von zwölf statt ab sechs Jahren, wie die neue Einreiseverordnung vorsieht.

Als Hochrisikogebiete sollen demnach künftig nur noch Gebiete eingestuft werden, in denen Varianten mit „besorgniserregenderen Eigenschaften“ grassieren als die hierzulande dominierende Omikron-Variante. Generell gilt für Einreisende: Wer aus Hochrisikogebieten kommt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach Einreise mit einem negativen Test daraus befreien. Für Familien mit Kindern gelten nach der neuen Verordnung künftig Erleichterungen: Kinder unter zwölf Jahren sollen sich bei Rückkehr direkt aus der Quarantäne frei testen können, für Kinder unter sechs soll sie für diese Gebiete entfallen.

13 Uhr: Drosten und Ciesek verabschieden sich von Podcast zu Corona-Pandemie

Die beiden Virologen Sandra Ciesek und Christian Drosten verabschieden sich vom Podcast „Coronavirus-Update“ des Norddeutschen Rundfunks. „Ich habe das Gefühl, dass die Orientierung in der Pandemie da ist“, sagte Drosten im Podcast am Dienstagabend in Hamburg. Am 15. März wird Drostens Kollegin Ciesek noch einmal zu Gast sein, am 29. März werden die beiden Virologen dann ihr vorläufiges Schlusswort im NDR Info Podcast sprechen, wie der NDR ankündigte.

12 Uhr: Nach umstrittener Impf-Analyse: Krankenkasse entlässt Vorstand

Die Krankenkasse BKK Provita hat sich nach einer umstrittenen Analyse zu Impfnebenwirkungen von ihrem Vorstand getrennt. Auf seiner Sitzung am Dienstag habe der Verwaltungsrat beschlossen, „sich mit sofortiger Wirkung vom bisherigen Vorstand Andreas Schöfbeck zu trennen“, wie die Versicherung mit Hauptsitz in Bergkirchen nahe München mitteilte. Nachfolger wurde sein Stellvertreter Walter Redl.

Etwa eine Woche zuvor war die BKK Provita wegen eines Briefes von Schöfbeck an den Präsidenten des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, in die Schlagzeilen geraten. Schöfbeck hatte darin nach einer eigenen Auswertung der Arztabrechnungen von knapp elf Millionen Versicherten verbreitet, es gebe in Deutschland „eine sehr erhebliche Untererfassung von Verdachtsfällen für Impfnebenwirkungen“. Offiziell listet das PEI Verdachtsfälle in Deutschland auf.

11.20 Uhr: Impftempo wird langsamer – Rund 100.000 Dosen am Dienstag gespritzt

Das Tempo beim Impfen gegen das Coronavirus lässt in Deutschland weiter nach. Am Dienstag wurden 104.000 Impfdosen verabreicht, wie am Mittwoch aus Daten des Robert Koch-Instituts hervor geht. Am Dienstag vor einer Woche waren es noch rund 150.000 Dosen.

Mittlerweile haben 75,5 Prozent der Bevölkerung (mindestens 62,8 Millionen Menschen) einen Grundschutz erhalten, für den meist zwei Spritzen nötig sind. 57,1 Prozent (47,5 Millionen) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung bekommen. Mindestens einmal geimpft sind 76,3 Prozent (63,5 Millionen).

8.30 Uhr: Fast 1600 Corona-Patienten werden im Südwesten auf Normalstationen behandelt

Die Zahl der infizierten Corona-Patienten auf den Normalstationen der baden-württembergischen Krankenhäuser geht zwar leicht zurück, sie bewegt sich aber weiter auf hohem Niveau. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes werden aktuell noch 1594 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung isoliert auf Normalstationen der Kliniken behandelt. Weitere 271 infizierte Patienten sind schwerer erkrankt und liegen auf Intensivstationen (Vorwoche: 285).

Allerdings werden nach den Erfahrungen der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft etliche Infizierte gar nicht wegen Corona in einer Klinik aufgenommen, sondern weil sie sich verletzt haben oder an einer anderen Erkrankung leiden. 

7.20 Uhr: Ab Donnerstag gilt kein Land mehr als Corona-Hochrisikogebiet

Ab Donnerstag gilt kein Land mehr als Corona-Hochrisikogebiet. „Mit verbreitetem Auftreten der Omikron-Variante zeigt sich, dass die Fähigkeit dieser Variante eine bedrohliche Erkrankung hervorzurufen, weniger schwerwiegend ist im Vergleich zu den vorherigen vorherrschenden Varianten“, erklärte das Robert-Koch-Institut auf seiner Internetseite. Deshalb würden nur noch solche Regionen zu Hochrisikogebieten, in denen gefährlichere Varianten verbreitet sind.

Zuletzt galten noch 62 Länder und Regionen als Hochrisikogebiete, darunter die meisten Nachbarländer Deutschlands. Sie alle werden am Donnerstag von der Liste genommen.

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