Mit deutlich weniger Ständen, ohne Chor- und Konzertveranstaltungen und einer strengen 2gplus-Regel für Gastronomie und Getränkeausschank will die Landeshauptstadt am geplanten Weihnachtsmarkt festhalten. Dies teilten Oberbürgermeister Frank Nopper sowie der Chef der Veranstaltungsgesellschaft in.stuttgart, Andreas Kroll, am Donnerstag mit. Vom 24. November bis 31. Dezember sollen 190 statt 280 Stände in der Innenstadt weihnachtliches Flair verbreiten. Schluss ist Abends um 20 Uhr.

Noch gilt 2G an den Weihnachtsständen und der Eisbahn auf dem Stuttgarter Schlossplatz – wer gecheckt ist, erhält ein Armbändel.
Noch gilt 2G an den Weihnachtsständen und der Eisbahn auf dem Stuttgarter Schlossplatz – wer gecheckt ist, erhält ein Armbändel. | Bild: Vanessa Reiber

Wo Gastronomie und Getränke angeboten werden, müssen die Bereiche mit Schranken abgetrennt werden. Dahinter gilt 2Gplus – Zugang haben nur Personen, die ihre Impfung oder ihre Genesung sowie einen tagesaktuellen negativen Test per tagesaktuell ausgegebenem Bändel vorweisen können. Das Bändel wird an neun Ständen auf dem Weihnachtsmarkt sowie an der Touristeninformation nach Überprüfung der Daten ausgegeben.

Teststationen und Impfbus

Vorgeschrieben ist auch die Nutzung einer Corona-Warn-App. Auf dem Weihnachtsmarkt sollen es an mindestens drei Teststationen Schnelltests angeboten werden. Zudem wird in der Nähe ein Impfbus stehen.

„Der Weihnachtsmarkt wird dieses Jahr eher ein lokales, regionales Ereignis werde“, sagte Nopper. Den Rahmen setzten Vorgaben, die über die Corona-Verordnung des Landes hinausgehen und zu den „strengsten in Baden-Württemberg“ gehörten. „Unter diesen Rahmenbedingungen ist die Durchführung vertretbar und verhältnismäßig. Keine andere große Stadt im Südwesten hat für den Weihnachtsmarkt eine 2GPlus-Regel erlassen“, so Nopper.

2019 fand der bislang letzte Weihnachtsmarkt in Stuttgart statt.
2019 fand der bislang letzte Weihnachtsmarkt in Stuttgart statt. | Bild: Tom Weller

Kritik kam umgehend von der SPD im Stuttgarter Gemeinderat. „Wir halten die Entscheidung, als Stadt jetzt einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten, angesichts der aktuellen Situation auf den Intensivstationen für falsch“, so SPD-Gemeinderatsfraktionschef Martin Körner. „Die Stadt kann die Menschen nicht an einem Tag auffordern, ihre Sozialkontakte zu reduzieren, und einen Tag später zum Weihnachtsmarkt einladen. Das passt nicht zusammen“.