Der Sommer ist vorbei, die Tage werden kürzer und die Sonnenstunden sind gezählt. Wer die Sonne am Freitag noch nutzen konnte, hat Glück gehabt. Denn Meteorologe Jürgen Schmidt vom Wetterdienst Wetterkontor weiß: „Es sieht die kommenden Tage nämlich ziemlich bescheiden aus.“

So wird das Wetter am Wochenende

„Am Samstag zieht der erste Regen in die Region“, erklärt Schmidt. Den ganzen Tag bleibe der Himmel über Bodensee, Hegau und Hochrhein sehr bewölkt und es werde regnerisch. Am Freitag lagen Temperaturen noch bei etwa 19 Grad Celsius, am Samstag sind es bereits nur noch 16 Grad. Allerdings: „Die Nächte werden wärmer als zuletzt. Das heißt: neun bis zehn Grad.“

Ein Spaziergänger läuft bei regnerischem Wetter in Kressbronn am Bodensee über den Landungssteg, im Hintergrund sind die Schweizer Alpen ...
Ein Spaziergänger läuft bei regnerischem Wetter in Kressbronn am Bodensee über den Landungssteg, im Hintergrund sind die Schweizer Alpen zu sehen. | Bild: Felix Kästle/dpa

Am Sonntag bleibe es wechselhaft mit vielen Wolken. „Am Vormittag Sonne, dann aber zeitweise kräftiger Regen mit Chance auf Gewitter“, so der Meteorologe. Das gelte sowohl für die Bodenseeregion als auch für Schwarzwald und Hochrhein.

„Kein Altweibersommer in Sicht“

„Nächste Woche geht es mit ähnlichen Temperaturen weiter“, prognostiziert Schmidt. „Da wird es am Dienstag und Mittwoch etwa zwei Grad kühler.“ Kältere Luft dränge von Norden in die Region. Bis Donnerstag gebe es einzelne Schauer bis hin zu stärkerem Regen. „Da ist leider kein Altweibersommer in Sicht und es wird keine allzu tolle Phase.“

Jürgen Schmidt, Diplom-Meteorologe vom Wetterdienst Wetterkontor.
Jürgen Schmidt, Diplom-Meteorologe vom Wetterdienst Wetterkontor. | Bild: Wetterkontor

Mitte nächster Woche werde es mit 13 Grad am kältesten sein. Am Hochrhein könnten die Temperaturen ein Grad wärmer und im Hegau zwei Grad kühler sein. Der Grund: Das Tief Stephanie vertreibt das Hoch Stefan.

„Ein paar Tage goldener Oktober“

Was den Oktober-Anfang angehe, ließen sich noch keine belastbaren Vorhersagen treffen, sagt Schmidt. „Der erste Trend ist aber, dass sich Tief Stephanie nach der Regenwoche nach Norden verzieht – dann bekommen wir eher ruhiges Herbstwetter.“

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Laut des Deutschen Wetterdiensts sollen die Monate Oktober bis Dezember zwischen ein und zwei Grad zu warm und zu trocken werden. „Wir werden also noch ein paar Tage goldenen Oktober bekommen“, so Schmidt.

Für die Wahl der Kleidung bedeutet das: „Die kurze Hose kann man in den Schrank legen und das Herbstjäckchen rausholen“, sagt der Meteorologe. „Handschuhe und Schal können wir aber noch in der Schublade lassen.“