Schiedsrichter bedrängt: Schon wieder ein Spielabbruch am Bodensee

Das Osterwochenende startete am Ostersamstag mit einem erneuten Abbruch eines Fußballspiels im Bezirk Bodensee, weil ein Schiedsrichter bedrängt wurde. Zwei Rote Karten für Anadolu-Spieler nach Diskussionen mit dem Schiedsrichter gab es bereits in der Woche zuvor bei einem Spiel in Steißlingen, darunter auch für den Leitwolf, Kapitän Cenk Cesur.

Vorzeitiges Ende: Der Schiedsrichter (rechts) bricht die Partie in Radolfzell ab, nachdem er von einem Anadolu-Spieler bedrängt worden war.
Vorzeitiges Ende: Der Schiedsrichter (rechts) bricht die Partie in Radolfzell ab, nachdem er von einem Anadolu-Spieler bedrängt worden war. | Bild: Jürgen Rössler

Nun, am Ostersamstag, der Spielabbruch im eigenen Stadion, wo der 1. FC Rielasingen-Arlen II zu Gast war. Die eigentlich faire Partie, die Schiedsrichter Hans-Peter Imhof gut im Griff hatte, musste kurz vor dem Schlusspfiff abgebrochen werden, weil sich ein Anadolu-Spieler nicht im Griff hatte und den Unparteiischen bedrängte. Wir haben mit Vertretern von Anadolu und des 1. FC Rielasingen-Arlen II sowie mit dem Bezirksvorsitzenden gesprochen.

Nach SEK-Einsatz in Konstanz führt die Spur ins Drogenmilieu 

Am Morgen des Ostermontags gab es dann Unruhen in einem Konstanzer Wohnviertel. Spezialkräfte der Polizei wurden im Bereich Fürstenbergstraße/Buhlenweg bei einem spektakulären Einsatz gesichtet.

Spezialkräfte der Polizei in Konstanz: Am Morgen des Ostermontags gab es im Bereich Fürstenbergstraße/Buhlenweg einen großen Einsatz. ...
Spezialkräfte der Polizei in Konstanz: Am Morgen des Ostermontags gab es im Bereich Fürstenbergstraße/Buhlenweg einen großen Einsatz. Dazu wurden auch Beamte angefordert, die mit Zivilfahrzeugen aus dem Raum Stuttgart kamen. | Bild: Rau, Jörg-Peter

Der größte Polizeieinsatz seit langem in Konstanz galt offenbar dem Drogenmilieu. Das wurde nach der aufsehenerregenden Aktion am Morgen bis zum Abend des Ostermontags deutlich. Wie inzwischen bekannt wurde, drohten die mutmaßlichen Täter nicht nur mit dem Gebrauch einer scharfen Schusswaffe. Auch von einer Erpressung ist in einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft vom Montagabend die Rede. Das Opfer von Bedrohung und Erpressung war danach selbst erst 19 Jahre alt, die Festgenommenen zwischen 17 und 22. Hier erfahren Sie mehr Details.

Geldstrafe für baumkletternden Professor: Er ist enttäuscht – und bereut die Aktion erst recht nicht

Bereits im Mai 2021 hat der Wissenschaftler und Dozent Wolfgang Ertel einen Baum der Hochschule in Weingarten besetzt, um für Nachhaltigkeit zu demonstrieren.

Wolfgang Ertel, ehemaliger Leiter des Instituts für Künstliche Intelligenz an der Hochschule Ravensburg-Weingarten, auf der Trauerweide, ...
Wolfgang Ertel, ehemaliger Leiter des Instituts für Künstliche Intelligenz an der Hochschule Ravensburg-Weingarten, auf der Trauerweide, die er im Mai 2021 mit zwei Klimaschutzaktivisten bestieg. | Bild: Felix Kästle

Seine philanthropische Haltung sollte er aber am Ende teuer bezahlen: 4000 Euro waren es, die die Staatsanwaltschaft in einem Strafbefehl gefordert hatte, weil er eine nicht angemeldete Versammlung geleitet haben soll. Das fand der Professor ungerecht – so zog er in den Osterferien vor Gericht. Vom Ausgang ist er jedoch enttäuscht.

Urteile im Prozess um Zwangsprostitution gefallen: „Gedacht, ich bin im Kasperletheater“

Neun Wochen nach Verhandlungsstart sind um die Osterzeit auch die Urteile wegen ausbeuterischer Zuhälterei und Menschenhandel im Kreis Konstanz gefallen. Eine Zuhälter-Bande soll in der Region mindestens drei Frauen wie Gefangene gehalten und zwangsprostituiert haben.

Eugen B. wird in den Schwurgerichtssaal des Landgerichts Konstanz geführt.
Eugen B. wird in den Schwurgerichtssaal des Landgerichts Konstanz geführt. | Bild: Hanser, Oliver

Wie hoch die Strafen sind und wie emotional Anwälte und Angeklagte argumentierten: Wir haben den Prozesstag begleitet.

Wie sich der niedrige Bodensee-Pegel auf die Schifffahrt und die Fischerei auswirkt

Der Bodensee-Pegel ist derzeit mit knapp 3,1 Metern auffallend niedrig. Schifffahrtsbetriebe müssen da schon einmal mit Einschränkungen rechnen. Auch Fischer spüren den niedrigen Wasserstand. Aber ist das schon Grund zur Beunruhigung?

Niedriger Wasserstand im Hafen von Iznang: Dank des weit auf den See hinausreichenden Steges können die Kursschiffe hier dennoch ...
Niedriger Wasserstand im Hafen von Iznang: Dank des weit auf den See hinausreichenden Steges können die Kursschiffe hier dennoch anlegen. Andernorts sieht es anders aus. | Bild: Jarausch, Gerald

Wir haben uns über die Osterferien ein Bild von der Lage gemacht und mit den Betroffenen gesprochen.

Auto fährt durch Eingang in Schnellimbiss – drei Verletzte

Zum Ende der Osterwoche hin ereignete sich ein kurioser Unfall. Ein 85-Jähriger ist am Donnerstag gegen 12.30 Uhr in Salem-Mimmenhausen mit seinem Auto in einen Schnellimbiss gefahren. Bei dem Unfall wurden drei Personen verletzt, wie die Polizei in einer ersten Unfallmeldung berichtete.

Aus bislang unbekannter Ursache ist ein Autofahrer in Salem in einen Schnellimbiss gefahren.
Aus bislang unbekannter Ursache ist ein Autofahrer in Salem in einen Schnellimbiss gefahren. | Bild: Madiros Tavit

Nach Angaben eines Polizeisprechers hatte der 85-Jährige seinen Smart vor dem Imbiss an der Bahnhofstraße geparkt, um diesen zu besuchen. Beim Versuch, seine Parkposition zu verändern, verwechselte er, den ersten Erkenntnissen nach, das Gas- mit dem Bremspedal. Dabei beschleunigte das Auto stark, durchbrach den gläsernen Eingangsbereich des Lokals und kam erst an der Verkaufstheke zum Stehen, teilt die Polizei mit. Mehr dazu lesen Sie hier.

Krieg und Krisen zu Ostern: Menschen aus der Region erzählen, wie sie trotzdem Hoffnung schöpfen

Zumindest für Christen sollte der Tag der Auferstehung Christi ein Fest der Freude sein. Aber auch für weniger gläubige Menschen steht das Osterfest für den Neuanfang, die wieder erwachende Natur und Aufbruch. Wenn die Osterglocken blühen, ist die Zeit für Ausflüge in die Natur, für Lebensfreude und Genuss.

Radfahrer fahren auf der Klosterinsel Reichenau an Osterglocken vorbei, im Hintergrund St. Georg.
Radfahrer fahren auf der Klosterinsel Reichenau an Osterglocken vorbei, im Hintergrund St. Georg. | Bild: SK-Archiv | Andreas Schuler

In diesem Jahr fiel der positive Ausblick schwer: Die Corona-Pandemie ist noch nicht recht überstanden und wird zugleich von einer noch größeren Katastrophe überlagert – Krieg in Europa. Wie mit den Krisen umgehen? Wir suchten Antworten in der Region von einer Wirtin, einem Flüchtlingshelfer, einem Studenten, einem Psychiater, einem Gärtner und einem Seelsorger.

Über die Corona-Entwicklungen und den Krieg in der Ukraine halten wir Sie auch weiterhin mit unserem Newsticker-Angebot auf dem Laufenden.