Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Baden-Württemberg zum 70. Geburtstag gratuliert. „70 Jahre Baden-Württemberg, 70 Jahre vereinte Landesgeschichte – das ist sicher ein Grund zum Feiern“, sagte Scholz dem SWR. Das Bundesland stehe für Aufbruch und Fortschritt und gehöre zu einer der innovativsten Regionen Europas. Die Menschen zeichneten sich durch Fleiß, Leistungswille und Erfindergeist aus.

Neben dem Kanzler gratulierten auch CDU-Parteichef Friedrich Merz, Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) sowie als Bundesratspräsident Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) dem Ländle zum Jubiläum. Die in Ulm geborene Roth lernte bei ihren Großeltern Kässpätzle lieben, wie sie dem SWR anvertraute.

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Nach einer Volksabstimmung im Dezember 1951 hatte der gerade gewählte Ministerpräsident Reinhold Maier am 25. April 1952 die Länder Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern für vereinigt erklärt. Am 19. November 1953 trat die Verfassung in Kraft.

Baden im Nachteil?

Der Start verlief allerdings holprig. Besonders im badischen Landesteil gab es Skepsis gegenüber dem Zusammenschluss. Noch immer pflegen Badener und Württemberger ihre Unterschiede, sei es beim Dialekt, bei den Fußballclubs oder bei der regionalen Küche. Und noch immer gibt es Stimmen, die Baden im Nachteil sehen. „Es wandert einfach mehr Geld in die Zentrale“, sagt der Vorsitzende der Landesvereinigung Baden in Europa, Peter Koehler, gegenüber dem SÜDKURIER.

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In einer Umfrage zum Landesjubiläum für den SWR erklärten nun 51 Prozent der Befragten, sie fühlen sich am ehesten als Baden-Württemberger. Ein Viertel begreift sich als Badener, ein knappes Fünftel (18 Prozent) als Württemberger. Anhänger der Grünen fühlen sich am meisten als Baden-Württemberger, am wenigsten tun es AfD-Wähler. (dpa / sk)