Nicht alles, was Recht ist, ist auch gerecht. Im Falle der Hartz-IV-Empfänger, denen das Neun-Euro-Ticket auf ihre Ansprüche angerechnet wird, trifft die alte Weisheit einmal mehr zu. Solch ein Vorgehen, wie es das Wirtschaftsministerium im Land gutheißt, mag den Vorschriften entsprechen. Das rechtfertigt es aber noch längst nicht.

Die Reichen profitieren, die Armen nicht

Da wird also in Deutschland flächendeckend die Gießkanne ausgeleert, auch die Reichen profitieren – von Neun-Euro-Ticket, Kinderbonus, Energiepauschale und Tankrabatt. Doch ausgerechnet diejenigen, die die Teuerungen im Alltag derzeit am schmerzlichsten spüren und die Entlastung am nötigsten hätten, sollen nun die Wohltat des Neun-Euro-Tickets nicht obendrauf bekommen? Das ist, mit Verlaub, der Hohn.

Das könnte Sie auch interessieren

Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium in CDU-Hand kann nichts für die Entlastungspolitik der Ampel-Koalition. Es liegt aber in seiner Verantwortung, wenigstens nicht für noch mehr Ungerechtigkeit zu sorgen.