Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Stuttgart mitteilten, ohne Ballwegs Namen zu nennen, wurden am Mittwoch das Wohnhaus und Geschäftsräume des 47-Jährigen in der Landeshauptstadt durchsucht. Der ehemalige Unternehmer steht demnach im Verdacht, seit Mai 2020 durch öffentliche Aufrufe finanzielle Zuwendungen eingeworben und hierbei die Geldgeber über die beabsichtigte Verwendung getäuscht zu haben.

Ballweg soll am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden

Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll Ballweg auf diese Weise einen höheren sechsstelligen Betrag eingeworben und zweckwidrig für sich selbst verwendet haben. Bei der Durchsuchung wurden auch Vermögenswerte beschlagnahmt. Ballweg sollte noch am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen dauerten an. Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Michael Blume, begrüßte auf Twitter das „rechtsstaatliche Vorgehen gegen Ballweg“ als „gute Nachricht für die wehrhafte Demokratie“. (AFP)