Die Vorfälle zeigten, „dass insbesondere linke Extremisten die Anti-Rassismus-Demonstrationen und Bekundungen für deren Zwecke missbrauchen, um Gewalt gegen die Polizei und den Staat auszuüben“, sagte der Landesvorsitzende Ralf Kusterer, am Sonntag.

Er sprach von rund 500 Personen, die am Samstagabend vor das zentrale Innenstadtrevier gezogen seien und an die Tür gehämmert hätten mit Rufen wie „Ganz Stuttgart hasst die Polizei“. Dies hätten ihm am Einsatz beteiligte Kollegen erzählt. Kusterer bezog sich außerdem auf ein Schreiben der Antifa, in dem dieser Vorfall beschrieben sei. Seinen Informationen zufolge hätten sich Linksextreme unter die Demonstranten gemischt.

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Die Polizei in Stuttgart hatte zwar von mehreren Zwischenfällen nach der eigentlichen Demonstration gesprochen und davon, dass mehrfach Gegenstände geworfen sowie Pyrotechnik gezündet worden sei. Von einem Marsch zu einem Innenstadtrevier war jedoch nicht die Rede gewesen.

Eine größere Menge sei zwar zu dem Revier gezogen und etliche hätten sich auch auf die Treppe des Haupteingangs begeben und an Fenster und Türen getrommelt, sagte am Sonntag ein Sprecher der Polizei Stuttgart auf Nachfrage der dpa. Andererseits gebe es aber auch keine Bannmeile rund um das Revier. Der Vorgang solle jedoch im Nachgang nochmals untersucht und bewertet werden. (dpa)