Es ist Sommer. Also ab in den Bodensee zum Abkühlen. Allerdings scheint der See sich immer weiter zurück zu ziehen. Denn im Bodensee ist wenig Wasser. So wenig, dass der Pegel auf ein Rekordtief zusteuert:

Wie die Linien zeigen, ist normalerweise im Sommer deutlich mehr Wasser im See als im Winter. „Im Schnitt tritt ein derart niedriger Wert am Pegel Konstanz nur alle 30 Jahre auf“, sagt Tatjana Erkert, Sprecherin der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg.

Langanhaltende Regenfälle nötig

Es ist also ein extrem niedriger Wasserstand. Die Linien zeigen deutlich, dass der Pegel immer weiter sinkt. Damit er wieder steigt seien „langanhaltende und wiederkehrende Regenfälle im Einzugsgebiet des Bodensees notwendig.“ Und diese sind momentan nicht vorhergesagt. Der Bodenseepegel steuert also immer weiter auf das Rekordtief zu.

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Zu kleine Schneefelder und zu wenig Niederschlag

Das liegt nicht nur an der aktuellen Trockenheit. „Besonders der Frühling 2022 war im alpinen Einzugsgebiets des Bodensees deutlich zu trocken. Es fiel nur in etwa die Hälfte des Niederschlags, der sonst in dieser Saison üblich ist.“ erklärt Erkert. „Ein weiterer Grund für den niedrigen Wasserstand ist, dass die Schneefelder in der Region Alpenrhein diesen Winter unterdurchschnittlich ausgeprägt waren und im Frühjahr bereits deutlich stärker abgetaut sind als üblich.“ Es fließt also kein Wasser aus den Schneefeldern mehr nach.

Das führt auch im Rhein zu einem extrem niedrigen Pegel. An der Messtelle Hauenstein am Hochrhein wurde bereits Mitte Juli ein Rekordtief gemessen.

Großer Unterschied zu 2021

Vergangenes Jahr fiel deutlich mehr Regen und das sieht man auch an dem Verlauf des Bodenseepegels. Vor einem Jahr stand das Wasser fast eineinhalb Meter höher als dieses Jahr:

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