Das Werk habe er ohne viel nachzudenken auf einer legalen Fläche mit Acrylfarben geschaffen, sagte Maldonado-Morales. Er wolle darauf aufmerksam machen, dass solche Gewalt jeden treffen könne, erläuterte der Tätowierer und Designer. Er sei erstaunt, wie viele positive Rückmeldungen er dafür erhalten habe.

Deutschland stellte der aus Südamerika stammende Künstler in Sachen Rassismus ein relativ gutes Zeugnis aus. Als er vor 40 Jahren hierher gekommen sei, seien Steine nach ihm geworfen worden. «Seitdem hat sich viel verändert», betonte der 49-Jährige. In Asien und den USA, wo er auch gelebt habe, sei der Rassismus weit ausgeprägter als in Deutschland.

Bei dem Polizeieinsatz vergangene Woche hatte einer von vier beteiligten Beamten Floyd fast neun Minuten lang sein Knie in den Nacken gedrückt. Alle Bitten des Afroamerikaners, ihn atmen zu lassen, ignorierte er. Floyd starb nach der Festnahme. Die vier Polizisten wurden entlassen.