Der Bund müsse die Mittel erhöhen, mit denen die Länder den ÖPNV finanzierten. Die Länder hätten einmütig gefordert, diese sogenannten Regionalisierungsmittel um jährlich jeweils 1,5 Milliarden Euro anzuheben. Nur so könnten die gestiegenen Energie- und Personalkosten bewältigt und das bestehende Angebot ohne Kürzungen gesichert werden. Außerdem sei es wichtig, den Ausbau anzugehen, um die Fahrgastzahlen verdoppeln und die Klimaziele erreichen zu können.

Zuvor hatte auch der Bundesverkehrsminister dem 9-Euro-Ticket über August hinaus eine Absage erteilt. Diese Maßnahme als Reaktion auf die hohen Energiepreise sei zeitlich befristet im Gesetz angelegt, hatte Volker Wissing (FDP) in Berlin deutlich gemacht. «Dementsprechend gibt es derzeit keine Überlegungen, das zu verlängern.» Die Verbraucherzentralen hatten auch als Entlastung von steigenden Preisen ein Anschluss-Angebot gefordert.

Die 9-Euro-Tickets gelten im Juni, Juli und August und ermöglichen jeweils für einen Monat beliebig viele Fahrten in Bussen und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs in ganz Deutschland - viel günstiger als normale Monatstickets, die zudem nur im Verbundbereich gelten.