Bayaz betonte, es müsse dabei auch die Frage nach Steuergerechtigkeit gestellt werden. Eine Wiedereinführung der Vermögensteuer lehnt er - anders als die Grünen im Bund - als zu aufwendig und bürokratisch ab. Da habe Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) mit seinen Bedenken nicht ganz Unrecht. «Jedes Jahr muss das Unternehmen, der Oldtimer, der Picasso an der Wand neu bewertet werden», sagte der Grüne. Da hielten sich Kosten und Nutzen nicht die Waage. Es gebe bessere Wege, Reiche stärker zu besteuern. Er plädierte dafür, die Ausnahmen bei der Erbschaftsteuer zu reduzieren. Es sei jedenfalls auf Dauer keine Lösung, die zusätzlichen Lasten nur durch höhere Schulden zu schultern.

Bayaz sprach sich gegen Lindners Pläne aus, die sogenannte kalte Progression auch für Reiche abzumildern. «Das muss man nicht für Spitzenverdiener oder Gutverdiener machen.» Diese Steuererleichterung solle nur kleineren und mittleren Einkommen zugutekommen. Der 38 Jahre alte Landesfinanzminister erneuerte mit scharfen Worten seine Kritik am Tankrabatt. «Das ist die allerschlechteste Maßnahme.» Das sei eine «Umverteilung vom Staat zu Mineralölkonzernen» gewesen. Profitiert hätten «vor allem reiche Menschen, die große Autos fahren, die viel Sprit tanken». Bayaz appellierte an die Ampel: «Diesen Blödsinn sollten wir uns in Zukunft wirklich schenken.»